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Manila: Meine 2. Heimat

4  12.04.2001

Pro:
Gastfreundliches und schönes Land

Kontra:
Zu heißes Klima

Empfehlenswert: Ja 

Bine.S

Über sich:

Mitglied seit:08.04.2001

Erfahrungsberichte:137

Vertrauende:25

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 22 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Als Halbfilipina muß ich hier mal mein bestes über meine "Zweite Heimat" schreiben. Da meine Mutter aus den Philippinen kommt wohnt natürlich auch meine gesammte Familie dort, besser gesagt in Makati, einem Vorort von Manila. Nur ist es eigentlich schwer zu sagen was Vorort und was Stadt ist, da Manila so groß ist, daß man als Deutscher hier wohl keine klaren Unterschiede machen kann.
Vor drei Jahren bin ich zusammen mit einem Deutschen Freund nach Manila geflogen. Deutsche haben von den Philippinien oft sehr unterschiedliche Erwartungen. Einige denken an ein sehr armes Land mit vielen dreckigen Straßen, andere an das Paradies mit Sonne, Strand und Palmen und wieder andere denken das ganz Asien eh vom Sextourismus regiert wird. Das witzige daran ist wohl, daß man in Manila nicht anders über die Deutschen denkt. Meine Familie fragt mich oft, ob ich auch mit Löffel essen kann, da man hier in Deutschland ja nur Messer und Gabel kenne und ob es im Sommer auch schneit, da Deutschland ja so kalt ist und und und... Im Grunde genommen muß man hier noch viel Aufklärung leisten. Auf mein Freund dachte bei Manila an Sommer, Sonne und weißen Stränden. Umso enttäsuchter war er natürlich als er Manila sah.
Als wir auf dem Flughafen ankam fiel er natürlich sofor auf mit seinen blonden Haare und den blauen Augen. Auch ich, als Tocher eines Deutschen und einer Filipina blieb nicht unbemekrt. Sofort wollten alle uns helfen und mit uns reden. Dafür sind die Filipinos wirklich bekannt: Ihre Gastfreundschaft und ihre Familienzugehörigkeit. Es ist so, daß die Familie immer zusammenhält und alle in großen Häusern oder Wohnungen leben. Bei meiner Familie ist es nicht anders. Wir leben mit 11 Leuten in Makati unter einem Dach. Das ist für deren Verhältnisse noch recht klein.
Dann kam der nächste Eindruck: Die Häuser. In Deutschland sieht man oft die kleinen Reihenhäuser und man hat die Vorstellung es ist in jedem Land gleich, doch kommt man nach Manila wird man schnell enttäuscht werden. Die Häuser haben keine Glasfenster. Wie denn auch? Es ist viel zu heiß für sowas und sie sind hauptsächlich aus Holz und oft sehr alt. Erbaut wurden sie von Urgroßvätern oder sogar Ururgroßvätern. Sie sind also alle ziemlich alt und werden von ihren Bewohner nicht verlassen, da es sowas wie ein Erbstück ist. Doch das ist unsere Kultur. Dazu kommt der SMOG. Wenn man sich vorstellt, daß Köln mit 1.000.000 Einwohnern schon groß ist, was ist dann Manila? Dort leben weitaus mehr Menschen auf engsten Raum und mit Autos....da kommt eine Menge SMOG zustanden. Das ist klar. Doch muß ich hier einräumen, daß das Autofahren in Manila bei weitem nicht so schwer ist wie es ausschaut. Hat man in Deutschland Stau, so wird er in Manila weitesgehend vermieden. Zwar staut sich der Verkehr hier leicht, aber er fließt. Duch hupen machen die Autofahrer in Manila keinen Druck, sondern auf sich Aufmerksam. Entweder will man in eine Lücke rein oder man will einen vorlassen. So einfach ist das. Demensprechend klein ist auch die Autounfallrate.
Zugegeben, für Deutsche ist es nicht leicht sich in dieser Stadt zurecht zu finden und man verliert leicht den Überblick, aber ich denke...als Urlaubsziel ist Manila allemal geeignet. Manila hat eine Menge Geschichte und Kultur zu bieten, die man sich unbedingt ansehen sollte. Vor allem kann ich nur empfehlen sich über die Geschichte zu imformieren. Nur wenige Länder haben da soviel zu bieten wie die Philippinen. Empfehlenswert ist es auch mal um 5 Uhr morgens einen Ausflug in den Park zu machen, wo sich die Bevölkerung mit Sport vergnügt, bevor es richtig heiß wird. Sport, den man hier in Europa so nicht sehen würde. Sie üben unterschiedliche Asiatische Kampfarten aus oder entspannen sich. Ich denke es ist eine Reise Wert. Doch sollte man sich klar machen: Manila ist ein heißer Ort. Wer also eine Reise in die Philippinen plant sollte dies im Winter tun, denn ab dem Frühling wird es recht schnell sehr sehr warm.
Und zu den Kosten? Flug ist unterschiedlich, aber die Lebenserhaltungskosten sind für Deutsche recht gering. Vor drei Jahren habe ich für eine Pepsi in Manila umgerechnet 40 Pf gezahlt. Also nicht gerade viel.
Allen, die jetzt fliegen möchten. Viel Spaß!!!!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
alfredbruckner

alfredbruckner

29.05.2002 20:11

SALAMAT! Herzlichen Dank fuer diese Story! Fuer die Leser der Kommentare: Spricht man von MANILA, meint man meist Metro Manila, diesen Grossraum an Cites und Gemeinden, die alle fuer sich und voneinander unabhaengig sind - aehnlich etwa dem Ruhrgebiet. Manila ist eine der Cities, in der Praesident, Regierung und Ministerien ihren Sitz haben, mit Intramuros, Roxas Boulevard, Mabini (und Umgebung in Malate bzw. Ermita) und Hafen, waehrend das Business-Centrum in Makati ist. Vieles ist zwar aehnlich wie im uebrigen Land, aber eben riesiges Siedlungsgebiet mit allen Unterschieden in der Bevoelkerung zwischen Stadt und Land. Schon das zweitgroesste Center in den Philippinen - Metro Cebu mit Cebu City, Mandau, Lapu Lapu, Talisay, etc. - ist etwa nur ein Fuenftel. BALIK BALIK! Kommen Sie wieder! Alfred N. Bruckner, Cebu City.

bemiko

bemiko

25.07.2001 19:59

Schn von einer einheimischen etwas zu erfahren

Sumisid

Sumisid

17.05.2001 11:46

Schön, endlich mal was positives über Manila zu lesen. Die Philippinen sind auch zu meiner zweiten Heimat geworden, ich habe Verwandte, die dort leben (Dumaguete). Obwohl ich Schweizerin bin, habe ich dieses Land auf insgesamt 25 Reisen kennen und lieben gelernt. Nun bauen mein Mann und ich ein Haus in der Nähe von Dumaguete. Falls Du unseren Traum mal anschauen möchtest: www.geocities.com/mayoong_tubig/ Gruss, Sumisid

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