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Erfahrungsbericht

für Mammoth Hot Springs, Yellowstone Nationalpark
5 Sterne Atemberaubendes Mammoth Hot Springs! Bericht mit Bildern
118 von 118 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro herrliche Landschaft, unverwechselbare Pools und Geysire

Kontra keine

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Öffnungszeiten
Spaßfaktor

Der Autor

sunflower76 Seit 17 Nov 2005

Schöne Pfingsten euch allen! mehr

240 Mitglieder vertrauen mir

Hallo Leute,

heute setze ich meine Reihe über den großartigen


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*****YELLOWSTONE NATIONALPARK****
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dem schönsten Fleckchen Erde, das ich persönlich je gesehen habe, fort. Da ich nicht weiß, ob ihr meinen ersten Bericht über den Lake Yellowstone kennt, habe ich beschlossen, euch die „Mainfacts“ hier noch einmal aufzuschreiben.

Der Yellowstone NP ist der weltweit erste Nationalpark und wurde 1872 gegründet, weil man damals schon die Einzigartigkeit dieser Region erkannt hat. Benannt wurde der Park nach dem Fluss, der quer hindurchfließt, der Yellowstone River. Seit 1978 gehört er auch zum Unesco Weltnaturerbe.

Hören wir Yellowstone Nationalpark, dann denken die meisten an die Geysire, die Schlammlöcher, die Grizzlybären, Bisonherden und Wölfe. Das alles hat der Park, aber natürlich noch sehr viel mehr.

Allgemein hört man immer, dass sich den Yellowstone NP, der insgesamt eine Fläche von 8987 km² aufweist, drei Staaten teilen. Das stimmt auch, aber der überwiegende Teil, nämlich 96 % liegen in Wyoming. Montana weist 3 % auf und Idaho kann auch noch am Kuchen mitnaschen mit genau 1 %.

62 % aller heißen Quellen der Welt befinden sich in diesem Gebiet. Im Park gibt es auch über 300 Geysire, wobei der Old Faithful wohl der bekanntere ist. Ursache für diese vulkanognen Aktivitäten ist eine Magmakammer. Sie erwärmt das Wasser, das von den Bergen kommt und im brüchigen Lavagestein versichert. An die Erdoberfläche kommt es dann wieder durch die Quellen und Geysire.


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****ANFAHRT****
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Der Yellowstone Nationalpark ist über fünf Eingänge erreichbar. Da wir von den Rocky Mountains kamen, haben wir den östlichen Eingang über Cody gewählt.

Wenn ihr nordöstlich kommt, dann könnt ihr Billings in Montana, Cooke City in Wyoming oder den Beartooth-Pass nehmen. Der südliche Eingang ist von Jackson über den Grand-Teton Nationalpark, der unser Ausgang war. Westlich kommt über über West Yellowstone in Montana und nörlich über Gardiner, ebenfalls in Montana.

In Billings, Cody, Jackson, Idaho Falls, West Yellowstone und Bozeman gibt es regionale Flughäfen. Der nächste größere Flughafen, den man auch von Europa aus anfliegen kann, befindet sich in Salt Lake City in Utah. Weiters gibt es regen Busverkehr. Busse fahren von Bozeman und Idaho nach West Yellowstone, von Bozeman nach Gardiner sowie von Cody und Jackson direkt in den Yellowstone-Nationalpark. Mit Zügen sind sie leider nicht so gut ausgestattet.


Nachdem wir den Lake Yellowstone erkundet haben, machten wir uns auf, um die komplett andere Seite des Yellowstone Nationalparks zu erkunden, nämlich die


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****MAMMOTH HOT SPRINGS AREA****
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Mammoth Hot Springs ist der Hauptort des Yellowstone Nationalparks und hier liegt auch die Verwaltung. Der Ort an sich ist natürlich geprägt von den heißen Quellen und den herrlichen Sinterterrassen. Hier gibt es neben den Verwaltungsgebäuden noch eine Tankstelle, eine Kapelle, eine Post, einen Souvenirladen und ein Hotel. Außerdem wohnen die meisten Angestellten hier in dem Areal.

Von hier aus dauert es ein Weilchen, bis man den nächsten Ort erreicht. Norris liegt etwa 35 km entfernt, Tower-Roosevelt erreicht ihr in knapp 30 km. Außerhalb des Parks liegt dann noch Gardiner.


Wir parkten unser Auto am doch ziemlich überfüllten Parkplatz und begannen unseren Rundweg, der allerdings nicht ganz rund ist und so kommt es, dass wir immer wieder den gleichen Weg zurück gehen mussten, was aber eh ganz gut war, denn wir entdeckten jedes Mal etwas Großartiges in jedem Bereich.

Gleich zu Beginn schlossen wir uns für eine kurze Zeit einer Rangerführung an und ich versuche, euch mal kurz wiederzugeben, was uns der erzählt hat und was in dem offiziellen Führer der Region steht. Alles ist in Englisch, aber ich werde mein Bestes geben. Es war 1871, als eine Expedition, geleitet von Ferdinand V. Hayden, die heißen Quellen und Terrassen hier entdeckte. Allerdings dürften sie vorher schon den Indianer Völkern bekannt gewesen sein, doch das wurde nie dokumentiert.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde dann hier das Fort Yellowstone errichtet. Die US-Truppe, die hier stationiert war, war vor allem dafür zuständig, dass das National Park Service errichtet wurde, danach wurde die Verwaltung in zivile Hände abgegeben.

Der Ranger sagte, dass das Wasser hier etwa 160 Grad Fahrenheit beträgt, was etwas mehr als 70 °C sind. Es hat einen hohen Anteil an Mineralien und Kalk. Wenn das Wasser also aus der Quelle tritt, lagert es sich in Terrassen ab. Wie genau es abgelagert wird, hängt einerseits von der Wachstumsschnelligkeit der Mineralien ab und andererseits von der Richtung des Wasserflusses. Auch die Art der Ablagerung ist nicht unbedeutend. In den Becken vermehren sich dann Algen und Bakterien, die eine unterschiedliche Farbe aufweisen und schimmert diese Gegend hier in allen Farben. Die Terrassen sind Millionen von Jahren alt, zurzeit werden täglich etwa zwei Tonnen Kalkstein abgelagert, kann man sich das vorstellen?

Insgesamt gingen wir an diesem Tag über 40.000 Schritte und wie sich die hier in der Mammoth Hot Springs Area aufteilten, das erzähle ich euch jetzt.

Wie gesagt parkten wir am Parkplatz, und bevor wir die eigentliche Wanderung starteten, gingen wir noch zur

**OPAL TERRASSE**
Diese liegt auf der anderen Seite der Straße. Früher stand hier ein Tennisplatz, der aber entfernt wurde, damit der Vergrößerung der Terrasse auf ihrem natürlichen Weg nichts entgegensteht. Wir hätten sie fast übersehen, weil der Fokus natürlich schon auf der faszinierenden Landschaft der großen Terrassen lag.

Fast gegenüber findet ihr das


**LIBERTY CAP**
Dieser hohe schmale Felsen wird jährlich höher. Mich erinnert es an ein riesige Wespenhochburg.

Von hier aus steuerten wir als erstes den


**PALETTE SPRING**
an, der es uns ob seiner Farbenvielfalt sofort angetan hat. Es ist zwar dichtes Gedränge hier herum, aber das kann die Faszination dieser herrlichen Naturlandschaft nicht trüben. Gelb, Orange, Grau, Weiß und noch viele Schattierungen sind hier zu sehen. Ein gut angelegter Holzsteg führt in das Gelände, aber es heißt auch, genau auf diesem Holzsteg zu bleiben, denn das Betreten des Areals ist natürlich verboten.


Danach erkundeten wir mal die Main Terrace und hier gibt es etwa die

**MOUD & JUPITER TERRACES**
die eine turmähnliche Formation aufweisen. Sie ist eine der ersten Terrassen, die ihren Namen erhielt, nämlich bereits etwa um 1880, ebenso wie der Bath Lake, der aber weiter oben zu finden ist.

In diesem Bericht findet ihr noch den New Blue Spring, die Trail Springs, den Canary Spring und die Dryad Springs.

Meine Kinder wollten aber dann auch noch gleich zu den Lower Terraces, denn dort haben sie bereits die


**MINERVA TERRACE**
vom Palette Spring aus gesehen, der direkt unter dieser Terrasse liegt. Diese Quelle befindet sich im Zentrum der unteren Terrassen und weist eine ebenso großartige Farbenvielfalt auf wie die unterhalb gelegene Quelle.


Dann aber war es soweit und unsere Töchter, gerade im richtigen Teenageralter, beschlossen, zu streiken. Die zwei waren der Meinung, dass sie für den heutigen Tag genug gegangen wären und setzten sich auf eine Bank, von der sie nicht mehr dachten, aufzustehen, bevor wir nicht ins Hotel fuhren. Noch heute ärgere ich mich, dass sie ob ihrer liebenswürdigen Art und Weise und ihrer Sturheit die Schönheit der Oberen Terrassen versäumt haben, denn dort oben gab es noch viele weitere Schönheiten zu erkunden. Die die Mädchen alt genug waren, um auch einmal alleine zu bleiben, beschlossen mein Mann und ich, weiterzugehen und die Kinder beim Rückweg wieder abzuholen, zum Glück gab es hier einen Rundweg.

Wir gingen also ein paar Stufen weiter zum Overlook und sahen danach als erstes die


**HIGHLAND QUELLE**
die erst im Jahr 1952 aktiv wurde, doch umso aktiver ist sie und daher wächst sie sehr schnell, mittlerweile ist schon ein ansehnlicher See daraus geworden. Gleich gegenüber liegt dIE


**PROSPECT SPRING**
und da gerade niemand in der Nähe war, beschlossen wir, hier doch einmal einen Finger in die Quelle zu halten, was natürlich absolut verboten ist. Aber ich wollte das Thermalwasser doch einmal testen. Der Finger ist mir nicht abgefallen, also sind die Bakterien wohl nicht aggressiv, das Wasser war traumhaft war, aber ich habe mich nicht daran verbrannt.

Von hier aus ging es weiter zu der


**NEW HIGHLAND TERRACE**
die nur wenige Meter von der Hauptquelle entfernt ist. Danach dauert es ein paar Minuten, bis man zur


**ORANGE SPRING MOUND**
kommt. Sie hat ihren Namen logischerweise von der herrlich orangen Farbe, die diese Terrassen aufweisen. Hier gibgt es auch den Parkplatz des oberen Teils und einen kurzen behindertengerechten Zugang zu der Quelle.

Knapp gegenüber liegt dann der


**BATH LAKE**
der ebenfalls 1880 schon seinen Namen erhielt. Zu Soldatenzeit wurde hier immer gebadet und er würde ehrlich gesagt auch dazu einladen, ein wenig hineinzuspringen, aber leider ist das Baden heute verboten, weil es die Bakterien und Algen einfach zu viel beschädigen würde, was natürlich auch verständlich ist.


Wenn man von hier aus weiter geht, glaubt man, schön langsam in eine Geisterwelt zu kommen, bis man dann die


**WHITE ELEPHANT BACK TERRACE**
sieht. Hier gibt es eine ganz lange weiße Kante, die Bäume sind verdörrt und alles sieht total unwirklich und mystisch aus. Da es auch noch zu dämmern begann und die Wolken kamen auch herein und so wurde die Szene immer surrealer, hatte aber auch einen ganz besonderen Reiz.

Der letzte Stopp des Rundweges war dann die


**ANGEL TERRACE**
die angeblich früher einmal eine enorme Anziehungskraft gehabt haben muss, weil die Terrasse Algen beheimatet hat. Nun aber sieht alles bröckelig aus und wird von Pflanzen überwuchert.


Danach waren wir fertig mit unserem Rundweg. Wir beschlossen, die Kinder wieder abzuholen, die noch immer genau dort saßen, wo wir sie verlassen hatten, und so beschlossen wir diesen atemberaubenden Tag im Yellowstone Nationalpark. Am Rückweg gab es dann mit der Sichtung unseres dritten Grizzlybären ein weiteres Highlight. Am Abend sahen wir uns dann im Dunkeln noch den Ausbruch des Old Faithful Geysirs an, aber das ist eine andere Geschichte……


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****FAZIT****
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Mammoth Hot Springs ist ein atemberaubendes Areal im Yellowstone Nationalpark und wenn ihr hier seid, dann dürft ihr einen Besuch auf gar keinen Fall versäumen, damit würde euch etwas Faszinierendes entgehen.

Daher eine ganz große Empfehlung von mir und natürlich volle Punkteanzahl!


Wie immer lieben Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren,
eure
Dani

Bilder

für Mammoth Hot Springs, Yellowstone Nationalpark
Palette Spring
Palette Spring, Mammoth Hot Springs, Yellowstone Nationalpark
von sunflower76 sunflower76
Palette Spring

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Kommentare

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  • Futzi100 03.03.2012 10:58
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Yellowstone steht ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste für die nächste USA-Reise.

  • MarenF 20.01.2012 15:40
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • leamaus75 17.01.2012 13:35
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Antonia007 03.01.2012 09:38
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    schön da

  • schotterkoenig 31.12.2011 18:05
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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