Ciao - für Leute mit eigener Meinung
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Pro schöne Städte, wunderbare Landschaft, viele Strände
Kontra oft sehr enge Straßen, nicht alles ist preisgünstig
Detailbewertung
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Liebe Ciao-Leserinnen, liebe Ciao-Leser, liebe Leser „von außen“,
der ursprünglich hier eingestellte Reisebericht (mein 222. Bericht auf dieser Plattform übrigens) umfasste 23 Din-A-4-Seiten, seine Erstellung war viel, viel Arbeit – und 90 Prozent aller eingeloggten Mitglieder, die den Bericht lasen, wollten ihn mit einem Diamanten belohnt wissen.Leider hatte ich nicht genug Fürsprecher innerhalb der "Diamanten-Verleiher" der Firma Ciao - und deswegen habe ich meinen phänomenal hilfreichen Reisebericht um mehr als 45 Prozent gekürzt - auch von den ursprünglich eingestellten Fotos sind vier weg. Der Bericht ist immer noch besonders hilfreich.
Beschwerden darüber, dass ich diesen Schritt unternehmen musste, sind an den Ciao-Support zu richten.Ich berichte hier über meine
Gebucht hatten wir die Reise Anfang Februar 2011 in einem Reisebüro an unserem Wohnort bei folgendem Reiseveranstalter:
Mein Mann und ich bezahlten zusammen folgenden Reisepreis: 711,96 Euro
Darin enthalten waren:Hin- und Rückflug für zwei Personen von Stuttgart nach Palma de Mallorca mit „Air Berlin“
Transfer vom Flughafen Palma de Mallorca zum Urlaubsort Ca’n Picafort und zurück für zwei Personen
Reiseleitung am Ort
Halbpension (also 7 x Frühstück und 7 x Abendessen) für zwei Personen in einem Drei-Sterne-Hotel in Ca’n Picafort (über das Hotel werde ich noch einen Extra-Bericht schreiben)
Die Baleareninsel Mallorca (sie gehört zu Spanien und man bezahlt dort mit dem Euro) zählte nie zu meinen Traumreisezielen. Denn ich wollte nicht dorthin reisen, wo viele Deutsche Urlaub machen (es gibt Leute, die Mallorca als „17. deutsches Bundesland“ bezeichnen). Und auch den „Ballermann“ (das ist eine Gegend in Palma, in der es laut ist und die Leute viel Alkohol trinken - das habe ich mir sagen lassen) wollte ich nicht kennen lernen.
Dieses Jahr ergab es sich jedoch – aus Termingründen – dass ich mit meinem Mann vom 24.05. bis 31.05.2011 eine Urlaubsreise nach Mallorca unternahm.Unser Sohn Thomas war während unseres Urlaubs in Kurzzeitpflege.
Ein paar Reisetipps vorab: Das Wasser aus dem Wasserhahn in den Hotels kann man nicht trinken, es ist gechlort (zumindest war es bei uns so).Am 24.05.2011 um 12.05 Uhr fliegen wir vom Flughafen Stuttgart mit „Air Berlin“ (Flug AB 9388) nach Palma de Mallorca. Die geschätzte Flugzeit beträgt eine Stunde und 35 Minuten, aber unser Flug dauert länger.
Wir erreichen Palma de Mallorca gegen 14.00 Uhr. Der Flughafen ist riesig – so empfinden wir es, die Wege sind lang. Wir müssen einige lange Gänge entlanglaufen, bis wir nach circa 15 Minuten zum Gepäckausgabeband kommen. Die Schilder, die im Flughafen anzeigen, wo man was findet, sind in katalanischer, in deutscher, in englischer und in spanischer (kastilischer) Sprache. Weiterhin sehen wir viele deutsche Werbeplakate – auch ein Zeichen dafür, dass viele Deutsche hier schon Urlaub gemacht haben und es immer noch tun.Es ist warm und sonnig in Mallorca, wir sehen viele Palmen und freuen uns schon, wenn wir im Bus zum Hotel (ein Bus, gemietet von Neckermann-Reisen/Thomas Cook fährt uns zum Hotel) kalte Getränke bekommen („Air Berlin“ war ziemlich knauserig mit Getränken an Bord des Flugzeugs). Aber Pustekuchen! Die gibt es nicht. Man kann sie nicht kaufen, und umsonst gibt es sie gleich gar nicht.
Gegen 15 Uhr fahren wir los. Wir sehen eine Landschaft, die mich an die Türkei erinnert. Berge, Olivenbäume, Kakteen, Palmen, alte Kirchen, typisch südeuropäische Häuser. Mein Mann und ich ziehen Vergleiche zu Antalya in der Türkei – irgendwie hat die Landschaft teilweise Ähnlichkeit damit.Wir fahren über eine Autobahn – schließlich fährt der Bus durch einige Orte (Alcúdia, Muró), durch enge Gassen – bei denen ich immer meine: „Oh, da kommt der Bus doch nie durch! Er wird jetzt einen Spiegel von einem parkenden Autos entfernen – weil alles so eng ist!“ Aber nein, der Bus schafft überall, dorthin zu kommen, wohin er fahren will. Wir sehen viele Läden und Hotels, und immer wieder steigen Urlauber aus dem Bus, bekommen vom Busfahrer die Koffer. Unser Bus wird also immer leerer.
Es dauert bis 16.15 Uhr, bis wir an „unserem“ Hotel sind, das in Ca’n Picafort liegt – also eine Stunde und 15 Minuten Fahrt mit dem Transferbus insgesamt ab Palma. Der Bus hält an der Hauptstraße, und der Busfahrer zeigt uns, dass wir unsere Koffer selbst zum Hotel, das in eine Nebenstraße liegt, bringen müssen.Es gibt viele Gehsteige in Ca’n Picafort. Sie sind meistens ausreichend breit, so dass Fußgänger auch aneinander vorbeilaufen können. Ein Problem sind jedoch die unterschiedliche Höhe und der Belag – der Belag besteht aus Platten, die recht glatt sein können (wenn man Schuhe mit rutschigen Sohlen trägt). Und auf diesen Gehwegen sehen wir viel Hundekot – was (Gott sei Dank!) in Deutschland schon selten geworden ist. Auf Mallorca ärgert uns der Hundekot. Er liegt da herum, und man muss vorsichtig sein, dass man nicht hinein tritt. Das ist nicht nur in Ca’n Picafort so – sondern überall in Mallorca!
Hundehalter, deren Tiere auf den Gehsteig ihre Notdurft liegen lassen, haben allerdings auch keine Möglichkeit, diese schnell zu entfernen. Das heißt: wir haben keinerlei Behälter gesehen, in die man Hundekot im Beutel hineinwerfen kann. Hier muss Mallorca wirklich noch „nacharbeiten“ und solche „Hunde-Kot-Entsorgungs-Behälter“ installieren!Nach dem Abendessen wandern wir an der Strandpromenade von Ca’n Picafort entlang, um einen ersten Eindruck davon zu bekommen.
Ca’n Picafort (Hinweis: ich habe sowohl die Schreibweise „Ca’n Picafort“ als auch „Can Picafort“ gesehen – beide Schreibweisen scheinen richtig zu sein), der Ort, in dem das Hotel ist, in dem wir sieben Nächte bleiben werden, liegt circa 60 Kilometer von Palma de Mallorca entfernt, also im Nordosten von Mallorca. Es ist ein sehr moderner Ort mit vielen Läden und Hotels und einem schönen Strand (meiner Ansicht nach ist der Strand groß, nach Ansicht meines Mannes ist der Strand nicht groß – also hier muss sich wohl jeder seine eigene Meinung bilden). Will man für sich einen der weißen Metall-Liegestühle mit blauer Auflage für einen Tag bezahlen, so bezahlt man dafür 2,50 Euro. Will man noch einen Sonnenschirm dazu für einen Tag haben (das ist sinnvoll, denn die Sonne „knallt“ ziemlich herunter in Mallorca), so kostet das 3,50 Euro. Das Geld dafür wird von Angestellten des Ortes von den Strandbesuchern eingesammelt.Will man jedoch nur auf seinem Badetuch im Sand liegen und sich an der Sonne erfreuen oder baden gehen, so bezahlt man nichts – habe ich mir sagen lassen.
Auch gibt es einen Bademeister am Strand, der in einer Art Holzturm sitzt und danach schaut, dass keinem der badenden Gäste etwas passiert.
Abends geht immer jemand über den Strand, stellt die Liegestühle aufeinander. Auch wird der Strand immer wieder mit einem Fahrzeug gereinigt.
Am 25.05.2011 unternehmen mein Mann und ich eine durch den Ort Ca’n Picafort mit dem so genannten „Picafort-Express“.
Der „Picafort-Express“ ist eine Art Eisenbahn – mit einer Lok vorne dran, die ursprünglich mal ein Traktor gewesen sein muss (ein Foto will ich einstellen). In dieser Lok sitzt ein Mann – interessanterweise begegnen wir immer derselben Lok mit demselben Fahrer, und das jeden Tag (Hat der Mann auch mal einen freien Tag?, fragen wir uns).
Aber es lohnt sich! Alle 20 Minuten fährt der Express. Wir steigen an der Bushaltestelle beim „Hotel Nordeske“ in die Bahn. Bezahlt haben wir den Fahrpreis beim Lokführer und bekommen dann zwei große weiße Tickets.
Die Fahrt mit dem Express dauert circa 50 Minuten, wir sehen viel. Der Picafort-Express hält immer an Bushaltestellen – es steigen Leute aus, es steigen andere Leute ein. Der Express fährt nicht direkt am Meer entlang, er fährt durch das Zentrum Ca’n Picaforts und durch verschiedene Wohnsiedlungen. Und immer wieder bimmelt die große Glocke vorne an der Lok.Uns fällt auf, dass Ca’n Picafort viele Einbahnstraßen hat, besonders im Zentrum. Rechts und links stehen parkende Autos – die Parkplatzsuche ist also schwer. Wenn der Picafort-Express durch den Ort fährt, stauen sich die nachfolgenden Autos hinter ihm – denn sie können ja nicht überholen. Aber das scheint im Ort niemand krumm zu nehmen.
Nach der Fahrt mit dem Picafort-Express gehen mein Mann und ich die Strandpromenade von Ca’n Picafort entlang. Am Strand lassen sich Leute „braten“, denn irgendwie sticht die Sonne auf Mallorca mehr als in Deutschland, finden wir. Es ist wirklich sehr warm – 27 bis 30 Grad. Ich wundere mich schon seit Jahren, warum Leute so lange in der Sonne liegen wollen, bis ihre Haut ganz rot ist – und sie fast aussehen wie Brathähnchen. Das ist doch nicht gesund! Und am nächsten Tag gehen diese Leute mit einem üblen Sonnenbrand wieder raus in die pralle Sonne!An der Strandpromenade von Ca’n Picafort sehen wir ein Restaurant am anderen. Viele Kellner wollen, dass wir bei ihnen speisen, und sprechen uns an. Einige wollen uns Zettel geben, damit wir wissen, was wir bei ihnen speisen können. Tafeln, auf denen mit Kreideschrift in deutscher Sprache geschrieben ist, was es gibt, sehen wir viele. Manche Restaurants schreiben solche Hinweise auch in englischer Sprache.
Einige Restaurants haben sogar Gerichte auf Tellern mit durchsichtiger Folie überzogen und so hingestellt, dass jeder sieht, was für tolle Essen man in diesem oder jenem Restaurant bekommen kann. Auch mit Drinks (beispielsweise „Bloody Mary“ und andere) wird so verfahren.Wir gehen weiter die Strandpromenade entlang zum Hafen und zum Ortsteil Son Baulo. Wir laufen einige Kilometer und stoppen immer wieder, um Fotos zu schießen. Es ist schon interessant, was man auf Mallorca sieht. Der erste Eindruck, die Insel sei so ähnlich wie die Türkei, können wir bald revidieren. Vieles ist hier doch anders als in der Türkei: die Bauweise der Häuser, die Restaurants, die Leute,…
Son Baulo war einst ein Dorf für sich – ist aber unterdessen mit Ca’n Picafort zusammengewachsen. Jedoch findet man in Son Baulo noch ältere Häuser, Zeichen des ursprünglicheren Mallorcas – und der Ort ist ruhiger. Wir sehen weniger Touristen, weniger Autos fahren herum – alles wirkt irgendwie beschaulich. Wir kommen an Hotels vorbei, an Wohnhäusern, an verlassenen und zum Verkauf stehenden Häusern – aber auch an Häusern, die noch nicht fertig gebaut sind und vielleicht darauf warten, bis ihre Bauherrn wieder Geld haben, um den Bau zu vollenden…Wir sind einige Stunden unterwegs. Damit wir uns nicht verirren, haben wir uns am Vortag noch einen Stadtplan gekauft, den wir dabei haben. Auch in Son Baulo gibt es einen Strand, einige Leute liegen am Strand, andere sind im Wasser. Ebenfalls gibt es Läden mit Handtüchern mit Mallorca-Motiven, Postkarten, Ketten, T-Shirts, Sandspielzeug, Luftmatratzen, Muscheln
Der „Palmabus“ wirbt damit, dass man für die 20 Euro auch ein Getränk bekommt. Deswegen haben mein Mann und ich keine Flaschen mit Getränken mit in den Bus genommen, denn wir dachten, im Bus bekäme man etwas. Aber nö, da gibt es keine Getränke, weder kostenlos, noch gegen Bezahlung.
Der „Palmabus“ ist ein Doppelbus und pünktlich. Es dauert tatsächlich 90 Minuten, bis er in Palma ist, weil er auf dem Weg dorthin etliche Leute zusteigen lässt. In Alcúdia müssen einige Leute in einen anderen Bus umsteigen. Das hat wohl organisatorische Gründe.Nachdem das geschehen ist, fahren wir über die Autobahn weiter nach Palma.
Unser Eindruck von der Stadt ist: Wow – was für eine tolle Stadt! Strahlend weiße Yachten sehen wir am Hafen – da könnte man einen James-Bond-Film drehen! Wir fahren an der Kathedrale vorbei und sehen in einige der kleinen Gassen, durch die kein Bus fährt. Wir sehen viele Autos und Motorräder und Mopeds-Der Palmabus fährt zur Don-Carlos-Festung, wo er hält. Ein altes Gemäuer mitten in der Modernität von Palma. Von dort aus hat man einen wunderbaren Blick auf Palma und seinen Hafen.
Die Benutzung der Toiletten ist hier kostenlos. Vor den beiden Damentoiletten steht eine lange Schlange von Frauen – schneller geht es in der Herrentoilette.Nach unserem 15-minütigen Aufenthalt fährt der Bus in Richtung des Kaufhauses „El Corte Inglés“. Das ist ein Kaufhaus einer spanischen Kaufhauskette. Ziemlich groß, modern, acht Stockwerke – ein Kaufhaus dieser Kette habe ich schon in Barcelona besucht, als ich 2001 dort war.
Die Reiseleiterin im Palmabus warnte uns davor, uns in Gespräche mit Frauen, die Nelken und andere Blumen verkaufen, einzulassen. Diese Damen sind Taschen- und/oder Trickdiebe. Wir haben zum Glück keine solcher Frauen während unseres Mallorca-Urlaubes getroffen. Unser Urlaub verlief sicher, nichts wurde uns gestohlen.Nach unserem Aufenthalt im Kaufhaus „El Corte Inglés“ erkunden mein Mann und ich die Innenstadt. Es ist gut und hilfreich immer zu wissen, wo das Kaufhaus „El Corte Inglés“ ist. Es ist mitten in der Stadt und von dort aus kann man zu Fuß wichtige Sehenswürdigkeiten und/oder interessante Läden erreichen. Unsere Reiseleiterin hat in unserem Stadtplan eine „Shoppingroute“ eingezeichnet – also Straßen im Zentrum rosa markiert, in denen es interessante Läden gibt. Sie hat aber auch eine „Sehenswürdigkeitenroute“ eingezeichnet – und das in grüner Farbe. Mein Mann und ich entscheiden uns für die Sehenswürdigkeitenroute – denn wir wollen unbedingt die Kathedrale von Palma sehen.
Wir pirschen durch viele enge Gassen – die sind gerade mal ungefähr drei Meter breit, und so ab und an fährt auch ein Auto durch, und wir treten zur Seite, um nicht im Weg zu sein. Mir würde davor grauen, mit dem Auto durch die Innenstadt zu fahren und mal wieder lobe ich unsere weise Idee, keinen Mietwagen genommen zu haben. Denn: Fast alle Autos, die wir auf Mallorca gesehen haben, haben Dellen und/oder Schrammen.Es scheint wohl üblich zu sein, dass ein Auto mal ein anderes „streift“, oder dass man mit dem Auto Bekanntschaft mit einer Mauer oder Ähnlichem macht – und dann einen Kratzer oder eine Delle ins Auto bekommt. Die Mallorquiner scheinen das gelassen hinzunehmen, repariert oder übermalt werden Dellen und Schrammen kaum. Zumindest ist uns das nicht aufgefallen.
Mein Mann und ich haben beobachtet, wie es ein Auto schaffte, in einen sehr engen Parkplatz zwischen zwei parkenden Autos zu kommen. Erst mal Rückwärtsgang einlegen, dann warten, bis man das hintere Auto berührt. Dann langsam versuchen, das Auto in die Parklücke zu bringen. Dann nach vorne rollen lassen, bis man das vordere Auto trifft. Das hatte keinen Gang eingelegt und rollte ein bisschen nach vorne. Fertig ist das Einparken. Nur – wie kommt man aus diesem Parkplatz wieder hinaus???Mein Mann und ich wandern durch viele enge Gassen durch die Altstadt. Wir kommen an romantischen Plätzen vorbei, an Tapas-Restaurants und Cafés – aber wir laufen weiter. Die Straßen sind eng, die Pflastersteine beigefarben und teilweise rutschig – da freuen wir uns über gutes Schuhwerk. Mit Stöckelschuhen würde ich nicht durch Palma laufen!
Ich muss gestehen, dass ich manchmal fast die Orientierung verliere. Ich drehe den Stadtplan hin und her – nach welcher Straße sollen wir jetzt suchen und in welcher Richtung liegt sie? Mein Mann dagegen bleibt cool und verliert nie die Orientierung – das ist löblich!Er schafft es tatsächlich, sich im Gewirr der engen Gassen mit unserem Stadtplan zurechtzufinden. Erschwert wird die Suche nach der Kathedrale dadurch, dass wir ihren Turm nicht sehen können. Die Gegend hier ist so verbaut mit Häusern, dass man die Kathedrale erst dann sieht, wenn man davor steht. Natürlich gibt es auch das eine oder andere Hinweisschild in der Innenstadt – aber dann endet eine Straße plötzlich – und verzweigt sich nach links und nach rechts – und man weiß auf einmal nicht mehr, wohin man gehen soll…
In einem Laden kaufe ich einige tolle Postkarten und frage mit allen, mir zur Verfügung stehenden Spanischkenntnissen: „Donde està la catedral?“ (Wo ist die Kathedrale?). Die Verkäuferin erklärt mir, wohin ich gehen muss – ja, das verstehe ich.Mein Mann und ich folgen den Hinweisen – und einige Minuten später stehen wir tatsächlich vor der Kathedrale! Die Kathedrale La Seu (Grundsteinlegung erfolge 1230), wie sie genau heißt, ist ein gotisches Bauwerk und einfach nur bombastisch! Sie ist ein circa 120 Meter lang und 40 Meter breit – mit vielen Bögen und Verstrebungen. (Quelle: Reiseführer „Mallorca“ aus der Reihe Reise-Know-How).
Da wir schon von der Reiseleiterin im Bus unsere Eintrittskarten (die Eintrittskarten kosten 4 Euro pro Person) dafür gekauft haben – vorsorglich, damit wir nicht lange an den Kassen anstehen müssen, können wir gleich durch die Kartenkontrolle gehen. Der Eingang befindet sich in einem Nebenportal an der Nordseite der Kathedrale. Vor den Kassen stehen nur wenige Leute.Wir gehen in die Kathedrale, gelangen erst mal in ein kleines Museum und dann in die Kathedrale selbst. Das Kirchenschiff ist riesig – mit bunten Fenstern, Gemälden, Altären – allen Dingen, die eine überaus sehenswerte Kirche ausmachen. Wir gehen eine Weile dort herum. Unser Reiseführerbuch empfiehlt, mindestens eine halbe Stunde für die Kathedrale einzuplanen- und so lange waren wir auch dort. Hinter der Kathedrale gibt es ein Diözesanmuseum, das wir allerdings nicht besuchten. Der Eintritt wäre hier 3 Euro pro Person gewesen.
Wir gehen die Route entlang, die unsere Reiseführerin in grüner Leuchtfarbe auf unserem Stadtplan markiert hat. Auf dem Stadtplan sieht die Route leichter begehbar aus, als sie in Wirklichkeit ist. Wir gehen durch enge Gassen über glatte Pflastersteine, wir weichen Autos und Motorrädern aus. Und die Gassen gabeln sich grundsätzlich irgendwann – oder eine weitere Gasse mündet ein, und wir fragen uns: „Müssen wir da jetzt entlanggehen – oder in der Gasse bleiben, auf der wir gerade sind?“Wir sehen einige Sehenswürdigkeiten – das Museo de Mallorca (Museum von Mallorca) beispielsweise. Aber, um das zu besichtigen, fehlt uns die Zeit. Wir kommen auch an den Banos Arabes (arabischen Bädern) vorbei – das ist ein Garten, für den man 2 Euro Eintritt zahlen soll. Nee, den sparen wir uns.
Die Kirchen, an denen wir vorbeikommen, sind alle geschlossen. Schade. Ich besichtige gerne Kirchen. Wir gehen an der Biblioteca Publica (öffentliche Bibliothek), am Parlament und an anderen öffentlichen, aber sehr schönen, historischen Gebäuden vorbei. Es ist warm draußen.Und schließlich gelangen wir wieder zum „El Corte Inglés“, jenem praktisch gelegenen Kaufhaus in der Innenstadt. Um dort die Toiletten benutzen zu können, bestellen wir noch ein Getränk, das uns aber sehr unfreundlich serviert wird…
Um 17 Uhr fährt unser Bus an der Carrer Manacor (Manacorstraße) ab – wir sind alle pünktlich. Erstaunlicherweise dauert es gerade mal 35 Minuten, bis wir in Ca’n Picafort sind und zu unserem Hotel gehen können.Am 27.05.2011 wollen wir einen Ausflug nach Alcúdia mit dem öffentlichen Bus unternehmen. Dort gibt es eine historische Altstadt mit einer Stadtmauer. Vor allem ist Alcúdia nicht weit weg von Ca’n Picafort entfernt.
Alle 15 Minuten fährt ein Bus (Linie 392) von der Haltestelle gegenüber vom Hotel „Miramar“ aus nach Alcúdia (Endstation ist meistens Port de Pollença). Das Hotel „Miramar“ ist eine Haltestelle weiter als die Haltestelle beim Hotel „Nordeske“ in Richtung Son Baulo. Die Fahrt nach Alcúdia dauert ungefähr eine Stunde. Blöd ist nur, dass die Busse erst mal alle an uns Wartenden vorbeifahren und nicht halten. In den Bussen selbst stehen aber viele Leute, und wir vermuten, dass die Busse einfach überfüllt sind – und deswegen nicht halten.Und siehe da – es klappt! Ein Bus hält, als wir nach 12 Uhr dort warten, und nimmt uns mit nach Alcúdia. Wir zahlen pro Person circa 2,60 Euro für die Fahrt, das ist okay. Wir fahren durch Muró – das ist auch ein Urlaubsort mit vielen Hotels. Der Bus hält dort mehrfach – und als wir nach Alcúdia kommen, stellt sich uns die Frage: Wo in Alcúdia müssen wir aussteigen, damit wir nahe an der Altstadt sind?
Unpraktisch ist, dass auf den Fahrplänen für die öffentlichen Busse nur einmal „Alcúdia“ angeben ist mit einer Uhrzeitangabe, wann der Bus dort hält. So wird der Eindruck erweckt, es gäbe nur eine einzige Haltestelle in Alcúdia. Aber es gibt mindestens zehn Haltestellen in Alcúdia – wo also müssen wir raus? Besonders die Hauptstraße in Alcúdia ist ewig lang – mit mindestens fünf Haltestellen.Wir springen aufs Geratewohl irgendwo an einer Haltestelle aus dem Bus – zu weit wollen wir ja auch nicht fahren. Vor uns, hinter uns und neben uns sind viele moderne Hotels und Läden, ähnlich wie die in Ca’n Piacafort. Von einer Altstadt ist weit und breit nichts zu sehen.
Wir gehen ein bisschen die Hauptstraße entlang. Mein Mann fragt einen Mann, der mit seiner Gattin unterwegs ist, auf Englisch, wo die „old town“ (Altstadt) ist. Das Ehepaar ist sehr hilfsbereit und sagt uns auf Englisch, wir müssten noch circa zwei Kilometer die Hauptstraße entlanggehen, dann käme ein Kreisverkehr – und dann würde man schon die Altstadt sehen.Frohgemut schreiten wir voran. Aus den zwei Kilometern werden fünf oder sechs. Wir laufen und laufen. Irgendwann in der Ferne sehen wir die Altstadt – hurra! Aber bis dahin ist es noch weit. Also latschen wir weiter. Wir latschen und latschen – noch ein Kreisverkehr kommt – dann müssen wir nach links einbiegen, kommen an großen Kakteen und Feldern vorbei. Die Landschaft sieht einfach traumhaft aus!
Endlich sind wir in der Altstadt! Ist die schön! Lauter enge Gassen, alte Häuser und sogar eine Stadtmauer! Da müssen wir hinauf! Zum Glück haben wir gutes Schuhwerk an – mit Stöckelschuhen oder Sandalen würde ich diese unterschiedlich hohen und teilweise schadhaften Steintreppen nie und nimmer hinaufsteigen!Von der Stadtmauer aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Altstadt und das Umland dahinter – wir schießen viele Fotos. Einige Altstadtbewohner haben Topfpflanzen auf Dachterrassen stehen, und einige Katzen sehen wir auch.
Beim Abstieg halte ich mich an dem stabilen Metallgeländer fest. Anschließend schlendern wir durch die Altstadt. Die ist hübsch und gefällt uns. Es gibt viele kleine und gemütliche Geschäfte – und ebensolche Cafés. In einem Café nehmen wir Kaffee und Kuchen zu uns.Hinter der großen Kirche gibt es einen großen Platz, in dessen Nähe sich auch eine Bushaltestelle befindet. Gegen 15.30 Uhr fahren wir mit dem Bus nach Ca’n Picafort zurück. Während der Fahrt sehen wir erst mal, wie weit wir eigentlich zu Fuß durch Alcúdia gelaufen sind!
Die Fahrt von Alcúdia bis Ca’n Picafort dauert circa eine Stunde.Am 28.05.2011 fahren wir mit dem Linienbus nach Palma de Mallorca. Schon als wir am 26.05. in Palma waren, sagten sich mein Mann und ich: „Da müssen wir nochmals hin! Da gibt es noch einiges zu sehen!“ Wir wollen zum Hafen, wir wollen runter ans Meer – und wir wollen nochmals die Kathedrale von außen sehen!
Nach dem Frühstück fahren wir also mit einem Bus der Linie 390 nach Palma de Mallorca.Die einfache Fahrt von Ca’n Picafort nach Palma de Mallorca mit dem Linienbus kostet 4,95 Euro pro Person. Sie soll 90 Minuten dauern.
Es wollen so viele Leute mit diesem Bus mitfahren, dass einige von ihnen stehen müssen. Wir fahren vorbei an weiten Wiesen, Ruinen, Heuballen und vielen Bäumen. Das Wetter ist sonnig und warm. Die Straßen und Kurven sind oft eng – und ich frage mich häufig: „Wie kommt der Bus da durch, ohne dass es eine Schramme gibt oder ohne dass sein Außenspiegel wegfällt?“ Und ich bin immer wieder erstaunt, durch welche Gassen die mallorquinischen Busse heil durchfahren können, durch welche Kurven sie heil und sicher fahren können, wie sie um Haaresbreite an anderen Bussen vorbeifahren können – auch wenn ihnen ein anderer Bus entgegenkommt. Wie schon in China und in der Türkei muss man auf Mallorca oft über die Busfahrer staunen!Um 10.50 Uhr kommen wir am Busbahnhof in Palma de Mallorca an. Dieser ist unterirdisch – der Bus fährt also durch eine Einfahrt, als ob er in ein Parkhaus fährt. Unter der Erde gibt es lauter Bussteige. An einem von ihnen hält der Bus, und wir steigen aus.
Mein Mann und sein Orientierungssinn sind in der Altstadt von Palma wieder Gold wert! Während ich auch mit Stadtplan fast verzweifle an den engen Gassen und dem Straßengewirr, kennt er sich gleich aus, wenn er nur zwei Sekunden auf den Stadtplan schaut!Samstags haben auch einige Kirchen geöffnet! Wir sind angenehm überrascht. Die Kirchen, die am Donnerstag geschlossen waren, können wir jetzt besichtigen. In einer findet sogar eine Hochzeit statt – und wir sehen, wie sich die Gäste dort gerade in den vorderen Bankreihen versammeln. Da möchten wir nicht weiter stören – und verlassen die Kirche nach wenigen Minuten wieder.
Wenig später nähern wir uns der Kathedrale – diesmal von rechts (am Donnerstag kamen wir aus der Altstadt, gingen die Straße Carrer Palau Reial entlang, bevor wir zur Kathedrale kamen – und standen auf einmal vor der Kathedrale). Wir kommen aus der Richtung des Museo de Mallorca – des Museums von Mallorca also – und gehen die Straße Sant Pere N. entlang. Wir schlendern über einen großen Platz. Und wir sind auf einmal total fasziniert von dem Anblick, der sich uns bietet!Wirklich, so etwas Schönes, wie die Kathedrale La Seu, wenn man sich ihr vom Museum von Mallorca, also von rechts, nähert, sieht man selten! Wir sind sprachlos, fasziniert, einfach total beeindruckt…
Wenn man sich der Kathedrale von rechts nähert, sieht man erst, wie lang sie ist. Man sieht, wie beeindruckend sie ist.Wir sind mindestens eine Stunde in der Nähe der Kathedrale, gehen dann zum Meer, wir sehen auf den beeindruckenden Yachthafen, im Hintergrund gibt es große Schiffe, die Kreuzfahrtschiffe sein könnten. Wir sehen Fahrradwege. Einige Leute radeln. Das Wetter ist wunderschön.
Danach laufen wir im Zentrum von Palma herum. Gefällt uns eine Straße, gehen wir sie entlang. Dabei müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht verirren – und zu weit weg vom Zentrum kommen – also zu weit weg vom Kaufhaus „El Corte Inglés“ und vom Bahnhof. Aber das schaffen wir!Um 17 Uhr fährt ein Bus nach Ca’n Picafort vom (unterirdischen) Busbahnhof ab – und er ist pünktlich! Er fährt ab, als alle Plätze besetzt sind. Zwei Passagiere, eine Frau und ihre Tochter, die noch zusteigen wollen, lässt er stehen. Offensichtlich will er keine Passagiere mitnehmen, die stehen müssten.
Gegen 18.30 Uhr sind wir in Ca’n Picafort.Am 29.05.2011 legen mein Mann und ich einen Ruhetag ein. Der Grund dafür ist einfach, dass die vielen Spaziergänge, die mein Mann und ich auf Mallorca unternommen haben, ihre Wirkung zeigen: wir haben beide einige schmerzhafte Blasen an den Füßen. Außerdem haben wir beide Sonnenbrände abbekommen – und beschließen: Den Sonntag lassen wir ruhig angehen…
Nach dem Frühstück gehen wir also durch das Zentrum von Ca’n Picafort und sehen Ladenbesitzer, die den Gehweg vor ihrem Laden fegen und mit Wasser und Schrubber sauber wischen. Bei dieser Gelegenheit entfernen sie auch Zigarettenkippen, Hundekot und anderes, was so herumliegt. Eigentlich ist der Ort sauber, aber es gibt nur wenige Abfalleimer und „Hundekotentsorgungsboxen“ gibt es erst recht nicht.Sonntags öffnen die Läden auch – aber viele von ihnen später. Wer nicht geöffnet hat, ist die Apotheke. Wer also am Sonntag hemmungslos shoppen will, der kann dies auf Mallorca tun.
Den Rest des Tages spazieren mein Mann und ich noch durch Ca’n Picafort und Son Baulo, nehmen irgendwo Kaffee und Kuchen zu uns (Hinweis: Die Angebote, dass es Kaffee und Kuchen in irgendwelchen Cafés zu einem bestimmten Preis gibt, sind zahlreich vorhanden. Jeder Urlauber muss für sich selbst die Entscheidung treffen, welches Angebot man wahrnimmt, das heißt, in welchem Café man Platz nimmt und Kaffee und Kuchen konsumiert).Am 30.05.2011 beschließen wir, mit dem Alcúdia-Bus nach Port de Pollença zu fahren. Das ist die Endstation – und irgendwo vorher auf dieser Strecke wird wohl Pollença, eine alte Stadt, ähnlich der Altstadt von Alcúdia, liegen.
Mein Mann hat irgendwo gelesen oder gehört, dass man sich an der Bushaltestelle bemerkbar machen muss, damit ein Bus anhält. Also winken oder wild herumhüpfen oder sonst irgendwas. Hauptsache ist doch, dass der Fahrer eines Busses bemerkt: Da will jemand mitfahren.Und so winkt und hüpft mein Mann wie verrückt an der Bushaltestelle herum – und ein Bus hält tatsächlich. Wir steigen ein und zahlen circa 3,20 Euro pro Person für die Fahrt von Ca’n Picafort nach Port de Pollença. Die Fahrt dauert circa eine Stunde und 20 Minuten – weil unter anderem Alcúdia sehr viele Haltestellen hat. Von Alcúdia fahren wir eine lange Landstraße entlang, auf der linken Seite geht es in die Berge, auf der rechten Seite haben wir einen tollen Blick in die Bucht von Alcúdia.
Wir fahren bis zum Endbahnhof – Port de Pollença. Alle Fahrgäste müssen aus dem Bus steigen – er fährt wieder zurück nach Ca’n Picafort.
„Da hätten wir gleich in Ca’n Picafort bleiben können“, meint mein Mann enttäuscht. „Ich wollte in eine historische Altstadt fahren. Und – wo ist die?“
Manchmal ist es gut, wenn deutsche Touristen in der Nähe sind. So hat eine deutsche Touristin die Enttäuschung meines Mannes mitbekommen und sagt ihm:Ich kann meinen Mann überzeugen: Wenn wir schon mal in Port de Pollença sind, gehen wir ein bisschen in Strandnähe spazieren. Es ist 11 Uhr am Morgen. Später können wir immer noch nach einem Bus nach Pollença schauen. Port de Pollença ist ein hübscher Ort. Modern, aber hübsch. Es gibt durchaus schöne Häuser in Strandnähe, viele sind leer. Wahrscheinlich sind es Sommerhäuser für reiche Leute, die gerade nicht da sind.
Gegen 12 Uhr sind wir wieder am Busbahnhof und warten auf einen Bus, der in die Altstadt Pollença fährt. Aber Vorsicht! Fast hätten wir einen solchen Bus verpasst! Wir warten nämlich auf einen rot-gelben Linienbus, auf dem vorne auf einer Anzeigentafel „Pollença“ steht. Was aber kommt, ist ein weißer Bus mit der Aufschrift „Transunion“, der nach Palma de Mallorca fährt – und in der Altstadt Pollença hält. Das bekommen wir nur heraus, indem wir den Busfahrer fragen. Er spricht ein bisschen deutsch und versteht uns.Wir fahren ungefähr 15 Minuten nach Pollença über eine Landstraße – dann sind wir am Beginn des Zentrums. Zur Altstadt sind es ein paar Meter (da hilft uns unser Stadtplan). Diese zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass die Häuser älter sind, nein, auch die Straßen sind enger, der Straßenbelag (beige Steine) ist uneben. Man braucht also gutes Schuhwerk – mit Stöckelschuhen könnte man sich hier garantiert die Beine vertreten.
Irgendwann kommen wir an einen Platz, an dem es einige Cafés und Restaurants gibt. Das Wetter ist schön, man kann also im Freien sein Gericht oder seinen Kaffee oder Kuchen oder andere Leckereien genießen.Hinter dem Platz gibt es viele Treppen, die kann man alle hinaufsteigen. Mein Mann streikt, er will die Treppen nicht hoch laufen. Ich steige ein paar nach oben – rechts und links gibt es kleine Läden. Mein Mann folgt mir doch. Alle Treppen laufen wir nicht nach oben – wieso auch? Oben gibt es nichts Interessantes.
Es gibt wenige Kirchen, die aber alle geschlossen sind. Mein Mann sucht die Römerbrücke. Dazu müssen wir das Zentrum mit Läden und Cafés verlassen und in die ruhigeren Wohnhausstraßen gehen. Wieder fallen uns die engen Gassen auf – und trotzdem fahren hier Autos durch. Kein Wunder, dass die alle Schrammen oder Kratzer oder Dellen aufweisen. Denn es passiert schon, dass irgendwo an einem Haus ein Auto parkt – und ein anderes muss dran vorbeifahren. Da passiert es schon, dass das vorbeifahrende Auto das parkende Auto irgendwie „berührt“.Wir finden diese Römerbrücke tatsächlich. Sie heißt nicht nur so, sie soll auch wirklich von den Römern stammen. Sie ist wirklich noch gut erhalten und führt über ein Flussbett, das ausgetrocknet ist. Ja, da war wohl mal ein Fluss, aber jetzt nicht mehr…
Mein Mann und ich laufen zurück ins Zentrum, genehmigen uns noch in einem netten Café Kaffee und Kuchen und fahren dann gegen 15 Uhr mit dem Bus zurück nach Port de Pollença. Fahrpreis pro Person: 1,10 Euro. In Port de Pollença gehen wir noch ein bisschen spazieren – nicht am Strand entlang, sondern in die andere Richtung – und fahren dann gegen 16 Uhr mit dem Bus zurück nach Ca’n Picafort. Während der Busfahrt regnet es – das einzige Mal, dass wir Regen auf Mallorca mitbekamen.Im Hotel angekommen, machen wir uns daran, unsere Koffer zu packen.
Der Flug mit Air Berlin hatte zwar Verspätung (hätte um 9.05 Uhr abfliegen sollen, flog aber eine halbe Stunde später) verlief sehr gut.
Wir sind nicht Urlaubsgäste, die den ganzen Tag am Strand liegen und sich einen Sonnenbrand holen – sondern wir müssen unterwegs sein, wir wollen neue Orte und Städte sehen. Mit dem Mietwagen werden wir das aber nicht tun – das ist uns, wegen der oftmals engen Straßen auf Mallorca, zu riskant. Wir werden uns ein Reiseziel suchen, von dem aus viele öffentliche Busse zu für uns interessanten Orten fahren.
Irgendwann fliegen wir wieder nach Mallorca. Auf jeden Fall muss ich unbedingt nach Valldemosa kommen, vielleicht klappt es beim nächsten Urlaub.Ein Fazit zu den Orten, die wir gesehen haben: Die Landschaft Mallorcas hat uns sehr gut gefallen – schöne Vegetation, sowohl Berge, als auch Strände und Meer, interessante Städte und Orte gibt es viele.
Palma ist wunderbar, das werden wir uns wieder ansehen, wenn wir auf Mallorca sind. Auch die Altstädte von Alcúdia und von Pollença gefielen uns. Ca’n Picafort mit Son Baulo kann man besuchen, muss aber nicht. Ca’n Picafort ist ein moderner Ort mit vielen Hotels, familienfreundlich – aber von Orten wie Valldemosa liegt er zu weit entfernt, und so kann man solche Orte in angemessener Zeit mit dem öffentlichen Bus nicht erreichen.Was auch für Mallorca spricht, ist das Wetter. Wir hatten fast nur Sonnenschein, nur am Montag, 30.05., regnete es kurz.
Zu Neckermann/Thomas Cook kann ich fast nichts sagen: der Transfer vom Flughafen zum Hotel und zurück klappte gut, auch wenn wir Getränke im Bus vermissten. Tagesfahrten bei Neckermann/Thomas Cook hätten wir vor Ort buchen können, haben das aber nicht gemacht – und können hierzu also keine Erfahrungen vorweisen.Die Preise auf Mallorca für Lebensmittel sind teuer.
Die Einheimischen auf Mallorca sind freundlich und zuvorkommend.Die Sauberkeit der Orte, die wir sahen, ist in Ordnung – wobei man da noch nachbessern könnte (beispielsweise Behälter für Hundehalter installieren, damit diese Hundekot entsorgen können).
Ein Wort für alle, die vor EHEC Angst haben: Die Lebensmittel auf Mallorca sind klasse. Alles, was wir dort gegessen haben – sei es Obst, Gemüse, gekochte Gerichte, Kuchen oder auch Lebensmittel, die wir selbst im Laden gekauft haben – war in Ordnung, schmeckte meistens – und wir haben es bestens vertragen und keinerlei gesundheitliche Probleme bekommen.Da meinen Mann und mich Mallorca insgesamt angenehm überrascht hat, vergebe ich für Mallorca 5 Sterne und eine Reiseempfehlung.
Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten!
Kathedrale La Seu in Palma de Mallorca
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RIESENFUSS 22.12.2011 22:07
So, anbei die verdiente angekündigte Bewertung. Ciao Thorsten
schotterkoenig 05.12.2011 13:55
bh
biene_mary 27.09.2011 08:39
Muss dich leider Vertröstzen! BH wird so schnell als möglich nachgeliefert! LG Sabine
Nintscho 26.09.2011 18:42
unverbesserbares bh mit LG's, Thorsten
das war interessant zu lesen, zumal ich noch nie auf der insel war. hier einen diamantenbericht schreiben zu wollen funktioniert einfach nicht. all die aussagen, die da von ciao kommen sind makulatur. was da wirklich passiert ist nicht transparent und an proporz und kommerz orientiert. glg detlef