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Malaga hat mehr zu bieten als einen Flughafen!

5  30.05.2000 (01.11.2002)

Pro:
wunderbar lebendig

Kontra:
kein Ort, um sich richtig zu erholen

Empfehlenswert: Ja 

Hugo23

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 25 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Heute habe ich mal wieder in meinen alten Berichten herumgestöbert und mir ist aufgefallen, dass mein erster Bericht, den ich geschrieben habe über eine Stadt war, die ich immer noch wunderschön finde und die es verdient hat mit mehr als die paar Zeilen, die ich geschrieben haben, gehuldigt ;-) zu werden. Darum habe ich beschlossen, den Artikel zu überarbeiten...


Einleitung
Allgemeines
Geschichte (kurz ;-)
Besichtigung
Stadtspaziergang
Natur
Fazit

Einleitung
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Wem bei einer freien Assoziationskette bei Málaga nur Flughafen und Eis einfällt, tut dieser Stadt wirklich unrecht. Ich habe mal in einem Reiseführer gelesen, dass Málagas Sehenswürdigkeiten an einem Tag abgearbeitet werden können. Das stimmt in gewisser Weise, denn hier gibt es keinen märchenhaften Maurenpalast wie in Granada oder eine maurische Moschee wie in Cordoba, ABER wir hier wirkliches spanisches Leben erfahren möchte ist hier genau richtig, denn obwohl Málaga an der Costa de Sol liegt und damit mitten im Touristen-Zentrum, besuchen nur sehr wenige Touristen diese Stadt. Durch die Lage direkt am Meer und dadurch, dass es sich um keine Touristenstadt handelt (es fährt niemand nach Spanien, um hier Urlaub zu machen, höchstens zum Sprache lernen), kann hier das pure spanische Leben erleben. Málaga gehört zu den Städten, die sich erst auf den zweiten Blick entzaubern, aber wer einmal die Feria oder die Semana Santa (Karwoche mit Umzügen durch die ganze Stadt) erlebt hat, weiß was ich meine. So eine Lebendigkeit und Aufgeschlossenheit ist einmalig.

Allgemeines
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Málaga ist die Metropole der Costa de Sol (ca. 550.000 Einwohner) und bildete deren Wirtschafts- und Verwaltungszentrum. Die lebhafte Hafenstadt wird im Norden durch eine Bergkette geschützt, so dass in Málaga ganzjährig mildes Klima herrscht. In den 50er Jahren wurde die Küste der Provinz Málagas (von Nerja im Osten bis Estepona im Westen) zu Ferienzentren ausgebaut. Heute strömen über den internationalen Flughafen westlich der Stadt alljährlich Millionen Besucher an die Costa de Sol. Málaga selber ist von diesem Trubel aber eher am Rande betroffen.

Geschichte (kurz ;-)
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Málaga ist eine von den Phöniziern gegründete Handelsfaktorei, damals Malaca genannt. Von 571 – 711 gehörte Málaga zum westgotischen Reich. Während aus der Römerzeit nur wenige Spuren hinterblieben sind, hat sich die Anwesenheit der Araber und Berber deutlicher niedergeschlagen. Nach dem Zerfall des Kalifats wurde die Hafenstadt in das Reich der in Granada residierenden Nasriden integriert, in dem es eine gewichtige Sonderstellung einnahm. 1487 musste die Stadt nach einer langen Belagerung durch die Christen aufgeben. Die katholischen Könige gingen in aller Härte gegen die Muslime vor. Erst im 18. Jahrhundert erlebte die Stadt einen neuen Aufschwung durch den Handel mit den in Übersee gelegenen Kolonien. Der Hafen wurde erweitert und der Handel mit Amerika und England brachte Málaga einen gewissen Wohlstand.

Besichtigung
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Relativ zentral in der Stadt liegt die Alcazaba, die maurische Stadtburg, die mittlerweile wieder relativ gut restauriert wurde. Sie ist von einem doppelten Mauerring, in dem Türme integriert sind umgeben. Die Mauer umschließt die Residenz mit ihren Innenhöfen und Gärten. Es ist super entspannend hier spazieren zu gehen. Kleine Nischen in den Mauer oder die Mauer selber laden zum Verweilen ein. Es weht fast immer eine erfrischende Brise vom Meer und man kann über den Hafen und die Stadt gucken. Gleich links neben der Alcazaba finden sich die Reste eines römischen Theaters aus der Zeit von Kaiser Augustus, es ist allerdings nicht so spektakulär.

Oberhalb der Alcazaba liegt das Castillo del Gibralfaro (es gibt einen wunderschönen Weg, der sich den Berg hinaufschlängelt; wem das zu mühselig ist, kann auch mit dem Bus fahren – Bus Nr. 35 vom Paseo del Parque). Dies ist eine arabische Verteidigungsanlage. Schon die Phönizier hatten hier oben einen Leuchtturm postiert. Aber die jetzige Gestalt erhielt die Anlage im 14. Jahrhundert unter dem Nasriden-Herrscher Yusuf I. Vom Gibralfaro hat man einen atemberaubenden Blick über die Stadt, den Hafen und das Meer. Auch sieht man die 1874 errichtete Stierkampfarena und die Alcazaba von oben.

Wie es sich für eine katholische Stadt gehört, gibt es hier eine Kathedrale. Sie wurde 1528 als zeichnen des katholischen Sieges über die Mauren an der Stelle einer Moschee begonnen und entstand in 250 Jahren als kolossaler Renaissancebau.

Außerdem gibt es eine Reihe von besuchenswerten Museen: Das Diözesanmuseum, in dem eine Gemäldesammlung untergebracht ist. Das Museum der Schönen Künste (Museo de Bellas Artes) untergebracht im Palacio de Buenavista, einem Adelshaus aus dem 16. Jahrhundert. Schön fand ich das reichhaltige Museum der Volkskunst, in dem man Sammlungen von Handwerks- und Gebrauchsgegenstände, alte Möbel, Kleidungsstücke und vieles mehr besichtigen kann. Und natürlich das Picasso-Museum, das im Geburtshaus von Picasso auf dem Placa de la Merced liegt.

Stadtspaziergang
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Aber wie gesagt sind es weniger die Sehenswürdigkeiten, die Málaga so besonders machen. Eine mögliche Stadtbesichtigung könnte mit einem Frühstück auf der Alameda Principal beginnen. Dann bummelt man die Marqués de Larios hinunter - sie ist eine der wichtigsten Einkaufsstrassen in Málaga mit einem Mamor-Bürgersteig. Von dort sind es nur ein paar Meter zum Markt, auf dem es Berge frischen Gemüses und Obst, aber auch Fisch und anderes mehr zu bestaunen gilt. Es ist hier lebendig und trubelig und es macht einfach Spaß dort das Leben an sich vorbei ziehen zu lassen. Von dort aus läuft man dann durch die kleinen Altstadt-Gassen und nimmt in einer Bar ein paar Tapas zu sich, um dann auf dem Placa de la Merced im Straßencafé einen Café con Leche zu trinken und an die Lieben zu Hause eine paar Postkarten zu schreiben, auf denen man ihnen mitteilt, dass man beschlossen hat hier zu bleiben ;-)

Natur
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Wer genug hat von der Stadt, setzt sich einfach am Paseo del Parque in den Bus Nr. 11 und fährt etwa zehn Minuten in Richtung Osten. Dort liegt der Stadtteil El Palo. Von der Bushaltestelle sind es nur ein paar Meter bis zum Meer. Entweder stürzt man sich in die Fluten oder setzt sich in eins der vielen Fischrestaurants und genießt einen gebratenen Fisch mit Salat und einem Glas Wein dabei.

Und wen es mehr in die Berge zieht, fährt einfach Richtung Norden in die Montes de Málaga. Von hier aus hat man einen ganz wunderbaren Blick auf die Bucht und kann in duftenden Pinienwäldern stundenlang spazieren gehen.

Fazit
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Málaga ist für mich einfach eine Traumstadt. Sie hat alles zu bieten, was ich zum Leben brauche. Ist nicht zu groß, so dass es hektisch und unübersichtlich wird, aber auch nicht zu klein, so dass man auch nach mehreren Monaten Aufenthalt immer etwas Neues entdecken kann. Sie liegt am Meer und das Klima ist das ganze Jahr über Milde. Einfach ein Traum...


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Lyra1986

Lyra1986

24.01.2005 20:51

Dann gehöre ich wohl zu den wenigen Leuten, die 4 Wochen dort zum Sprache lernen verbringen wollen.

Volker111

Volker111

20.08.2004 15:05

Und wieder eine Stadt mehr, die ich mir noch anschauen möchte. ;-))

Linsenrainer

Linsenrainer

13.12.2002 14:21

Leider hab ich von Malaga wirklich nur den Flughafen gesehen, aber irgendwann werde ich wohl die "Besichtigung" nach holen. Schöne Vorweihnachtstage noch Gruss Günter

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