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Eine Woche Mailand heißt: Pack den dicken Geldbeutel ein. Denn das Leben in Mailand bietet nicht nur dem Rucksacktouristen viel, sondern auch jenen, die ihre alten Klamotten satt haben. Nicht umsonst ist Mailand neben Paris die Modemetropole Europas. Und dieses "nicht umsonst" nehmen die Mailänder sehr wörtlich.
Die Läden in der Domgegend gehören allen großen Namen: Mode, Schuhe, Schmuck. Wer dort kein Geschäft hat, zählt in der Modewelt nichts. Etwas weiter außerhalb findet man auch nette Boutiquen, etwa auf dem Corso Buenos Aires. Aber Achtung: Fast alles, was in diversen Reiseführern als "Schnäppchenladen" angepriesen wird, ist Schrott. Wenn schon Mailand, dann wirklich Mailand. Meine Frau und ich haben jedenfalls für ein Monatsgehalt Kleidung gekauft und sind damit dem Modetrend im deutschsprachigen Raum um ein Jahr voraus. Und das fällt jedem wirklich auf, der sich in Sachen Mode auch nur ein wenig auskennt.
Aber Mailand bietet mehr als nur Mode. Ganz zu schweigen vom Dom ist das Castello und die Via Dante, die die beiden verbindet, meine Lieblingsgegend in Mailand. Nette Lokale, in denen man sich in Ermangelung von Italienischkenntnissen in der Regel mit Händen und Füßen verständigt. Aber es funktioniert mit einigem Humor und hinterläßt im Touristen das angenehme Gefühl, daß Mailand einem nicht nur das Geld aus der Tasche locken will.