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Erfahrungsbericht

für Madrid
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5 Sterne Die Stadt im Herzen Spaniens Bericht mit Bildern
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Pro EIne großartige Stadt

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Der Autor

Cuchulainn1981 Seit 1 Apr 2003

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Vor einem halben Jahr habe ich zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder meinen Urlaub im Ausland verbracht. Dieser führte mich nach Spanien, genauer gesagt in die Hauptstadt Madrid. Warum bin ich ausgerechnet auf diese Stadt gekommen?

Ein Mitbewohner kommt aus der Nähe von Madrid und kurz vor den Semesterferien fragte er: "Wann kommt ihr mich denn besuchen?" Die Frage war nicht, ob wir überhaupt kommen, sondern wann wir bei ihm auftauchen. Das ließen wir uns natürlich nicht zwei Mal sagen. Einige Wochen später saß ich zusammen mit einer Mitbewohnerin im Flugzeug auf dem Weg nach Spanien. Ein zweiter ausschlaggebender Punkt war die Bemerkung meiner damaligen Nachbarin: "Madrid, die Traumstadt!"
Ob ich diese Behauptung untermauern kann, wird sich in diesem Bericht zeigen. Wir waren eine Woche in Madrid, aber ich möchte jetzt keinen detaillierten Reisebericht schreiben und erzählen, wann wir wo waren. In diesem Bericht möchte ich einen Überblick über Madrid geben und meine Eindrücke ein wenig beschreiben.

Madrid liegt im Zentrum Spaniens auf einer Hochebene. Diese Hochebene, die zentrale Hochebene Spaniens, heißt auch Kastilien. Die Stadt hat ohne Vororte 3,3 Millionen Einwohner und ist damit die drittgrößte Stadt der EU. Sie ist der Sitz der spanischen Regierung und der Königsfamilie. Madrid ist nicht nur ein bedeutendes Handels- und Finanzzentrum, sondern ist auch für Kultur und Kunst sehr wichtig.

Madrids Existenz begann als eine kleine Siedlung im 9. Jahrhundert, die von Hirten und Bauern am Fluss Manzanares gegründet worden war. Einige Jahre später ließ der Emir Mohamed I Befestigungen erbauen und nannte die Siedlung Mayrit ("Ort der vielen Wasser"). Sie sollte die arabische Vorherrschaft sichern. Die Stadt gewann an Bedeutung und wurde zu einem Knotenpunkt für den Handel.

Nach der Rückeroberung durch die Christen im 11. Jahrhundert verlor die Stadt ihre Bedeutung erneut, denn Toledo, das nicht weit entfernt liegt, wurde zur Hauptstadt. Mayrit, von den Christen wie Madrid ausgesprochen, konnte Toledo nicht viel entgegensetzen. Madrid selbst wurde immer wieder Opfer von Angriffen, wenngleich sie erfolglos blieben.

In den nächsten Jahrzehnten wuchs Madrid wieder beständig, doch die Könige hielten sich dort nur vorübergehend auf. 1560 beschloss der Habsburger Felipe II seinen Königssitz nach Madrid zu verlegen. Der Grund dafür ist umstritten. Jedenfalls zog das Königshaus noch jede Menge anderer Menschen mit und viele prunkvolle Gebäude wurden errichtet.

Im Spanischen Erbfolgekrieg wurde Madrid von den Engländern und den Portugiesen besetzt, Anfang des 19. Jahrhunderts von den Franzosen. Dabei wurden viele Klöster und alte Gebäude niedergerissen. Auch in den folgenden Jahrzehnten erlebte Madrid Hochs und Tiefs: Kriege, Choleraepidemie, Ausrufung der ersten Republik, 1923 die Militärdiktatur unter Emilio Castelar, später die Ausrufung der zweiten Republik und schließlich der spanische Bürgerkrieg und die allseits bekannte Militärdiktatur von Francisco Franco, die bis zum Jahre 1975 anhielt. Vor allem Franco prägte die Stadt.

Nach Francos Tod erlebte Madrid eine Kulturbewegung, doch die Demokratisierung wurde noch einmal durch einen Putschversuch gefährdet. 1992 war Madrid Kulturhauptstadt Europas und 2004 wurde die Stadt Opfer einer Reihe von Terroranschlägen.

Madrid hat also eine sehr wechselhafte Geschichte.

Anreise:
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Wie kommt man überhaupt nach Madrid? Am leichtesten mit dem Flugzeug. Wir sind mit RyanAir geflogen, die wie allen anderen Fluglinien auf dem Flughafen Barajas landen, dem größten Flughafen Spaniens. Barajas liegt 12 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und ist sehr leicht mit der Metro erreichbar.

Barajas ist ein Riesending, wie ihr euch vorstellen könnt, aber ich fand den Flughafen erstaunlich übersichtlich. Und ich hatte zu dem Zeitpunkt überhaupt keine Erfahrung mit Flughäfen. Barajas ist äußerst modern und angenehm, wenn man längere Zeit warten muss.

Über andere Anreisemöglichkeiten kann ich leider nicht viel sagen. Aber Flugzeug wird von Deutschland aus wohl das Standardreisemittel sein.

Verkehrsmittel in Madrid:
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Hier muss man natürlich die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen. Wie jede Großstadt ist Madrid mit dem Auto ein Alptraum, wenn man es nicht gewöhnt ist. Und selbst wenn man deutsche Großstädte gewöhnt ist, muss das noch nichts heißen, denn die Spanier sehen den Verkehr ein wenig anders als die Deutschen.

Das Metronetz ist hervorragend. Hier kann man sich beim besten Willen nicht beschweren. Eine Zehnerkarte kostet ungefähr 7 Euro; man kann sie mit mehreren Personen benutzen. Die Metrostationen sind meistens sehr groß und sehr modern, aber trotz der Größe einiger Stationen verläuft man sich wegen der guten Ausschilderung nicht.

Auch die Züge haben mich begeistert, weniger weil sie besonders toll waren (das waren sie nicht), sondern wegen der Preise. Wir übernachteten wie gesagt bei einem Freund in Las Matas, etwa eine halbe Stunde Zugfahrt von Madrid entfernt. Für eine Zehnerkarte bezahlten wir hier 15 Euro. Eine halbe Stunde Fahrt also 1,50 Euro. Dafür kommt man in Saarbrücken mit dem Bus nicht vom Bahnhof zur Uni (die jetzt wirklich nicht weit entfernt liegt). Die Züge sind allerdings nicht die bequemsten und modernsten, aber wir sind ja keine Luxustouristen. Alles in allem sind sie nicht unangenehm.

Nachteil bei den Zügen in die Umgebung: Sie fahren nicht die ganze Nacht. Das ärgert einen natürlich schon, wenn man länger als 1 Uhr in Madrid bleiben aber nicht bis 5 Uhr auf den ersten Zug warten möchte. Aber glücklicherweise gibt es Buslinien, die die ganze Nacht fahren. Eine Fahrt mit dem Bus nach Las Matas hat uns 1,80 Euro gekostet.

Die öffentlichen Verkehrsmittel sind wahnsinnig günstig (nicht wie in Deutschland). Ich kann auf jeden Fall empfehlen auf sie zurückzugreifen.

Sprache:
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In Madrid wird kastilianisch gesprochen (es liegt ja auch in Kastilien). Bevor jetzt einige von euch aufschreien "Aber was ist denn mit Spanisch?" kann ich euch beruhigen. Kastilianisch ist das, was wir unter Spanisch verstehen. Es ist die Amtssprache in ganz Spanien, aber je nach Region gibt es noch Regionalsprachen wie z.B. Andalusisch und Catalanisch (dazu mehr in meinem Barcelona-Bericht).

Ich empfehle, auf jeden Fall ein bisschen Kastilianisch bzw. Spanisch zu lernen. In den Touristenzentren kann man natürlich auch Englisch sprechen, aber wenn man weiter in die Stadt hinein und vielleicht in einer kleinen Tapas-Bar essen möchte, sollte man schon wenigstens ein bisschen die Sprache sprechen. Außerdem ist es meiner Meinung nach auch Respekt gegenüber dem Land und den Einwohnern, wenn man sich wenigstens Mühe gibt in ihrer Sprache mit ihnen zu sprechen und nicht davon ausgeht, dass jeder Deutsch versteht. Dafür ist man immerhin in Spanien.

Deutsch ist mir selten untergekommen. Wenn eine Fremdsprache, dann ist mir Englisch aufgefallen, aber auch nicht übermäßig häufig.

Kriminalität:
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Ein leidiges Thema, gerade in Großstädten. In Reiseführern wird geschrieben, dass Madrid nicht gefährlicher als jede andere Großstadt ist. Überfälle können vorkommen; man sollte Vorsicht walten lassen.

Mir persönlich erschien Madrid sehr sicher, aber vielleicht hatte ich auch einfach nur Glück. Mir ist ein sehr hohes Aufgebot an Polizei- und Sicherheitskräften aufgefallen. Seit den Terroranschlägen im Jahr 2004 wird die Präsens der Polizei wohl erheblich aufgestockt worden sein. Gerade an Bahnhöfen, Metrostationen und natürlich dem Flughafen sieht man eigentlich immer uniformierte und bewaffnete Sicherheitsleute.

Einkaufen:
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Madrid ist eine luxuriöse Stadt - und das gilt natürlich auch für die Geschäfte. Ich bin nicht zum Einkaufen nach Spanien geflogen, aber auch mir ist aufgefallen, dass es eine ganze Menge wirklich teurer Geschäfte gibt. Man findet auch richtig gigantische Einkaufszentren wie zum Beispiel das "Madrid 2", das 220.000 Quadratmeter groß ist - nach dem Reiseführer. Ich war nicht dort.

Interessant ist der Flohmarkt Rastro am Sonntag Vormittag. Dieser soll ein richtiges Erlebnis sein, aber leider haben wir davon zu spät erfahren, so dass wir uns diesen nicht mehr ansehen konnten. Dort kann man angeblich richtige Antiquitäten finden. Dieser Flohmarkt ist mit Sicherheit einen Besuch wert, da er nicht umsonst so berühmt ist.

Aber über Madrid als Einkaufsstadt kann ich aus meinen eigenen Erfahrungen nicht so viel sagen. Der Studentengeldbeutel ist doch ein bisschen klein, um diesen Aspekt von Madrid richtig nutzen zu können - und außerdem hatten wir kein Interesse daran. Etwas anderes hat uns mehr interessiert.

Essen und Trinken:
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Das ist ein wirklich wichtiges Thema. Gerade in Spanien sollte man sich unbedingt mit dem hiesigen Essen beschäftigen. Natürlich kann man in Hotels mit Sicherheit auch das aus Deutschland gewohnte Essen bekommen, aber fährt man dafür in Urlaub? Und außerdem repräsentiert das Essen eines Landes meiner Meinung nach auch ein Stück seiner Kultur.

Beispielsweise sollte man unbedingt das "Museo del Jamón" besuchen. Das ist natürlich kein Schinkenmuseum, sondern eine Tapas-Bar (dazu gleich mehr), in der man auch den berühmten Serrano-Schinken (und natürlich alle anderen Sorten luftgetrockneten Schinkens) bekommen kann. Eindrucksvoll demonstriert wird das durch die unzähligen Schinken, die von der Decke baumeln und ihren typischen Geruch verströmen. Für Vegetarier ist das mit Sicherheit kein schöner Ort, aber ich kann wenigstens einen kurzen Besuch nur empfehlen. So etwas gehört zu Spanien.

Essen ist in Spanien so dermaßen wichtig, dass politische Entscheidungen beispielsweise meistens bei einem Spanferkel oder anderen kastilianischen Spezialitäten getroffen werden. Ich habe gelesen, dass auch während der Franco-Diktatur Verschwörer ihre Widerstandspläne gerne bei einem guten Abendessen gewoben haben. Und angeblich hat die sonst brutale Polizei respektvoll bis nach dem Dessert gewartet, bevor sie die Verschwörer abgeführt hat.

Die Vielfalt der in den ungefähr 3000 Restaurants repräsentierten Speisen ist enorm. Kastilianische, baskische, galizische, andalusische, ... Gerichte werden hier serviert. Auch Fisch und Meeresfrüchte findet man zuhauf, obwohl Madrid 300 km vom Meer entfernt ist. Unbedingt essen sollte man Tortillas, die berühmten Eiergerichte (nicht zu verwechseln mit den mexikanischen Tortillas).

Wenn man selbst kochen kann und will, gibt es eine ganze Menge Märkte, wo man frisches Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch einkaufen kann. Jeden Tag kann man in Madrid einen Markt finden. Auch das gehört zu Spanien dazu. Und natürlich gibt es den großartigen, würzigen Käse aus der Region, den Käseliebhaber unbedingt probieren sollten.

Pflichtprogramm ist der Besuch einer Tapas-Bar. Tapas sind kleine Appetithäppchen, die gewöhnlich in Bars zu Bier oder Wein gegessen werden. Allerdings kann man sich aus Tapas auch ein ganzes und tolles Abendessen zusammenstellen. Und die Auswahl ist wirklich riesig: Fisch, Schinken, Käse, Kartoffeln, verschiedene Fleischsorten, verschiedene Gemüse, usw. Alles wird in kleinen Schälchen serviert. Mit mehreren Personen bestellt man sich solche Tapas und jeder ist von allem. Das zusammen in einer spanischen Tapas-Bar sorgt für einen wirklich angenehmen Abend.

Den spanischen Wein muss man natürlich auch kennen. Und das Bier soll auch gut sein. Da ich aber kein Bier mag, kann ich hier nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Die Tapas-Bars, in denen man natürlich auch Wein und Bier bekommt, sind keine Hau-auf-den-Tisch-Kneipen, sondern wirklich sehr schöne und angenehme Orte.

Wir sind an einem schönen, warmen Samstagabend durch die Stadt gelaufen und überall herrschte Leben. Die Bars und Kneipen waren voll, überall Menschen, Stimmen und Musik. Die Spanier essen abends ziemlich spät, aber dann genießen sie das Essen auch - etwas, das die Deutschen auch langsam lernen: Essen nicht nur als Treibstoff zu betrachten, sondern es wirklich genießen. Eine solche Samstag-Abend-Tour durch Madrid sollte man sich einfach gönnen.

Sehenswürdigkeiten:
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Im Folgenden will ich einige Sehenswürdigkeiten aufzählen. Das sind natürlich längst nicht alle, aber einige, die man sich auf jeden Fall ansehen sollte.

- Palacio real: Der Königspalast. Auch wenn ich jetzt nicht so wahnsinnig begeistert von ihm war, muss man ihn auf jeden Fall besuchen.

- Kathedrale: Die Kathedrale ist direkt neben dem Palast und ihr sollte ebenfalls ein Besuch gewidmet werden.

- Atocha: Das ist der Bahnhof, in dem 2004 auch Bomben explodiert sind. Das ist aber nicht der Grund, warum man ihn besuchen sollte. In der alten Bahnhofshalle wurden eine ganze Menge tropischer Pflanzen angepflanzt. Das sollte man sich angesehen haben.

- Puerta del Sol: Dieser Platz liegt nicht nur in der Mitte von Madrid, sondern auch in der Mitte von Spanien. Hier befindet sich auch der Null-Kilometerstein, von dem aus sich die sechs Hauptnationalstraßen Spaniens sternförmig über das gesamte Land erstrecken.

- Tempel von Debod: Ein altägyptischer Tempel, der in Madrid wieder aufgebaut wurde, nachdem er dem Assuan-Staudamm weichen musste.

- Plaza de Espana: Diesen Platz gibt es in jeder größeren, spanischen Stadt und ist immer einen Besuch wert. In Madrid befindet sich hier das Cervantes-Denkmal - Cervantes ist der Autor von Don Quijote.

- Plaza Major: Ein großer Platz, umgeben von schönen Häusern. Hier befinden sich unter den Torbögen jede Menge Restaurants und Bars, die zu einem Besuch einladen.

- Kunstmuseen: Madrid kann mit einer ganzen Reihe von Kunstmuseen und -ausstellungen aufwarten.

Das sind jetzt einige Sehenswürdigkeiten, die mir einfallen. Aber man kann auch sehr viel entdecken, indem man einfach durch die Stadt streift.

Abschließender Eindruck von der Stadt:
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Über Dinge wie beispielsweise Unterkunft kann ich nichts schreiben, weil wir ja nicht in einem Hotel oder einer Jugendherberge übernachtet haben. Wir hatten ja unser kostenloses Privathotel in Las Matas. Deswegen will ich nach dem allgemeinen Bla-Bla noch ein wenig meinen Eindruck schildern und erzählen, wie ich Madrid erlebt habe. Eben die Dinge, die man in keinem Reiseführer liest - woher sollen die auch meine Meinung kennen?

Alles in allem hat mir Madrid unglaublich gut gefallen. Ich habe den Urlaub sehr genossen und ich war richtig traurig, als der Tag des Rückflugs kam. Am ersten Tag zurück in Deutschland habe ich mich richtig fehl am Platz und habe mich nach Madrid zurückgesehnt. Das hat sich natürlich schnell wieder gelegt.

Wenn man sich Madrid mit dem Zug nähert, erscheint die Stadt erst einmal als einziger Moloch, aus dem die vier Hochhäuser von Charmartín hervorragen wie vier Finger einer Hand. Diese Skyline ist nicht besonders berauschend. Madrid aus der Luft betrachtet ist wunderschön und glücklicherweise war das beim Anflug unser erster Eindruck. Die Stadt liegt inmitten karger Felsen, was ich persönlich von oben betrachtet sehr beeindruckend fand.

Wenn man Madrid besichtigt, weiß man eigentlich gar nicht, womit man starten soll. Es gibt unglaublich viel zu sehen und zu erleben und es lohnt sich durchaus, nicht immer den Reiseführer griffbereit zu haben, sondern auf eigene Faust loszuziehen. Einfach an einer Metrostation in der Stadt aussteigen, z.B. Nuevos Ministerios, und dann ab dafür.

Man kann durch die Stadt ziehen, die Atmosphäre genießen, die äußerst schönen Gebäude bewundern und die vielen Plätze, die Plazas, besuchen. An diesen spielt sich vor allem abends das spanische Leben ab, hatte ich den Eindruck. Auf diesen Plätzen stehen oft Denkmäler oder Brunnen, sie sind umgeben von wunderschönen Gebäuden und somit auf jeden Fall einen Besuch wert. Vor allem der "Plaza de Espana", den es in jeder größeren, spanischen Stadt gibt, sollte man gesehen haben. Auch der "Plaza Mayor" ist sehr schön.

Natürlich hat Madrid auch schöne Parkanlagen anzubieten und jede Menge Kunstmuseen, die wir uns jetzt nicht angesehen haben. Eine Karte sollte man auf jeden Fall dabei haben, da Madrid an einigen Stellen etwas verwinkelt ist. Andererseits findet man überall eine Metrostation und anhand des Metroplans kann man sich schnell orientieren.

An einigen Orten in Madrid kann man tatsächlich vergessen, dass man in einer richtig riesigen Großstadt (für meine Verhältnisse) ist. An anderen Stellen wird es dafür umso deutlicher. Natürlich hat man immer eine laute Geräuschkulisse durch die vielen Menschen und Autos im Ohr, aber das kann man bald halbwegs ausblenden.

Wichtig ist ein Spaziergang durch das nächtliche Madrid, wenn alle Gebäude beleuchtet sind. Man sollte sich auch unbedingt die Kathedrale in der Nähe des Königspalastes ansehen. Der Palast selbst hat mich jetzt nicht so begeistert, jedenfalls von außen nicht. Schon eine beeindruckende Hütte, aber ich fand ihn nicht so toll. Wobei wir ihn uns auch nur von außen angesehen haben.

Insgesamt ist Madrid sehr prunkvoll. Die Gebäude sind geschmückt mit Figuren, Verzierungen - künstlerisch sehr hochwertig, aber eben manchmal auch etwas zu viel des Guten. Ein Wermutstropfen sind natürlich die Preise - gerade für ein paar Studenten. Aber wenn man sich von all der Pracht nicht zum Einkaufen gezwungen fühlt, ist das auch kein Problem. Man braucht nicht unbedingt viel Geld, man muss aber der Versuchung widerstehen können, mehr auszugeben als man eigentlich besitzt.

Und man erlebt natürlich auch einige witzige Dinge, wie zum Beispiel die Regenschirmverkäufer, die man die ganze Zeit nicht sieht, bis es tatsächlich anfängt zu regnen. Und schon kommen sie aus allen Löchern gekrochen und versuchen ihre Schirme zu verkaufen. Manchmal sind sie ziemlich aufdringlich und nervig.

Um es kurz zu machen: Madrid hat mich sehr begeistert und ich kann eine Reise in diese Stadt nur empfehlen. Meine persönliche Traumstadt ist sie nicht zu 100%, aber sie ist einen Besuch - oder mehrere - definitiv wert.

In diesem Bericht habe ich die Punkte erwähnt, die mir persönlich wichtig sind und die mir besonders aufgefallen sind. Ich denke, dass jeder andere Schwerpunkte in einem Bericht über eine solche Stadt setzt, aber ich hoffe, dass ich die wichtigsten Punkte klären konnte.

Ich danke fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren und wünsche euch viel Spaß in Spaniens Hauptstadt.

Bilder

für Madrid
Palacio Real
Palacio Real
von Cuchulainn1981 Cuchulainn1981
Palacio Real

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  • Dana16w 24.04.2012 01:52
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • antjemue 19.04.2012 09:29
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Steht auch noch auf meiner Besuchsliste. LG Antje

  • manuelmama 23.03.2012 15:05
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    BH! LG Sabine

  • belli4charlotte 11.03.2012 21:29
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • willicat 29.02.2012 18:42
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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