Wander-Sport-Tauchen Urlaubsbericht Madeira
04.10.2001 (15.05.2003)
Pro:
Super Hotel und eine Zauberinsel nur 4 Stunden Flug
Kontra:
ERGÄNZUNG 20 . 7 . 2002 Jetzt lebe ich in Madeira - süchtig geworden
Empfehlenswert:
Ja
 Brettl
Über sich:
Maler und Bildhauer, der im Madeira lebt und arbeitet.
EX-Österreicher
Mitglied seit:23.07.2001
Erfahrungsberichte:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Einmal so richtig ausspannen und etwas für den gestreßten Body tun war meine Devise, nachdem mir mein Arzt den baldigen Herzinfarkt vorhergesagt hat. Was sollte mein Urlaubsziel können : ruhig aber kein "Altersheim", Sport, Bewegung, Training, gesundes Essen, aber aber keine "Kuranstalt". Ich konnte mir zwischen zwei Arbeitsprojekten 4 Wochen Urlaub einteilen.
Nach instensiven Katalog- und Internetstudien kam ich auf das Hotel Ondamar in Madeira. Buchen/Anreise: Ich habe das Hotel im TUI Katalog, im Olimar Katalog und bei Spielmann Tauchreisen gefunden (erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit) im Internet fand ich es unter www.ondamar.com. Nach Preisvergleichen habe ich mich für eine Buchung über Olimar entschieden, weil dort das angebotene Package Reise/Wellnesspaket/Mietwagen/Unterkunft zwar etwas teurer war als die Direktbuchung (Sonderangebot auf der Internetseite des Hotels), aber ich es einfach haben und schnell ?alles? erledigen. Charterflug von München mit LTU auf einer Boeing 757, ziemlich eng bestuhlt, aber in 4 Stunden war man da. Lästig war lediglich die ?Gewichtskontrolle? des Handgepäcks. Weil meine Kamera und der Laptop (wollte ich nicht ins Handgepäck geben) zu schwer für ein Gepäckstück waren musste ich es spliten. Dafür war für meinen Golfbag keine extra Gebühr fällig. Am Flughafen in Madeira angekommen (sehr interessanter Flughafen Piste ist eine Brücke über ein Tal) wartete in der Halle schon ein, etwas deutsch sprechender Taxifahrer mit einem Schild mit unseren Namen und brachte uns (15 Minuten Fahrtzeit) in das Hotel.
Hotel/Lage/Zimmer Das Hotel liegt in einem kleinen Ort namens Canico. 15 Minuten zum Flughafen, 15 Minuten in die Hauptstadt Funchal. Da unser Hotel direkt an der Küste/Klippe lag, dürften alle Zimmer Meerblick haben. Wir wohnten in einem Zweibettzimmer über dem Hallenbad. Das Zimmer des 1999 komplett umgebauten und erweiterten Hotels war erstaunlich groß und mit freundlichen, hellen Möbeln eingerichtet. Unser Zimmer und Balkon lag südöstlich und wir hatten einen tollen Meerblick mit herrlichen Sonnenaufgängen. Mit deutsch konnten wir uns im Hotel immer verständlich machen und wenn auch die Zimmermädchen nur freundlich ?bom dia? sagten waren die Zimmer doch immer schön aufgeräumt und auch nach ?deutschem? Ansprüchen sauber. Hotel/Wellness/Fitness Hatten wir uns doch vom Fittnessbereich viel versprochen, wurden unsere Erwartungen noch übertroffen. Hallenbad, finnische Sauna, Dampfsauna, Whirlpool haben wir vorausgesetzt, aber eine eigene Sporthalle, ein so riesiges Fitnessstudio hatten wir doch nicht erwartet. Der gesamte Fittnessbereich steht unter der Leitung eines deutschen Sportzentrums und zu unserem Erstaunen fanden wir auch deutsche Physiotherapeuten, Sportlehrer und Masseure vor. Auch wenn dadurch manche ?Zusatzleistungen? leider deutsche Preise haben, stimmte doch die Qualität. Eine Sportlehrerin und der Physiotherapeut erstellten mit mir einen persönlichen Trainingsplan und begleiteten mich über 4 Wochen. Ein Tipp: dieser Fitnessclub wird auch von vielen Einheimischen besucht. Trotz der großen Anzahl von Geräten herrscht am Abend doch manchmal etwas Gedränge. Am Vormittag (der Club öffnet um 8 Uhr) ist man meistens ganz alleine.
Hotel/Baden Wer nach Madeira fährt will ja eigentlich nicht im Hallenbad schwimmen, sondern im Meer. Madeira hat aber fast keine Sandstrände, sondern meist Steilküste und Steinstrände. Das Hotel hat deshalb eine eigene Badeanlage mit Lift in die Klippe gebaut. Dort gibt es auch eine Tauchschule (www.mantadiving.com). Ich soll jedoch nicht tauchen und kann deshalb keine Bewertung abgeben. Der Inhaber Stefan hat mit jedoch erzählt, dass er 2000 von einer deutschen Tauchzeitung zur zweitbesten Tauchbasis im Atlantik gewählt wurde. Man kann hier über Leitern ins Wasser steigen. An zwei Tagen waren jedch so hohe Wellen, dass das nicht möglich war. Erstaulich für uns, die von der Atlantikküste in Frankreich eisige Wassertemperaturen gewohnt waren, waren die Wassertemperaturen von 20 Grad im Juni. Madeira liegt im Golfstrom, doch davon später mehr. Hotel/Essen Wir hatten Halbpension gebucht. Essen heißt immer Buffets. Frühstückbuffet und Abendbuffet waren reichhaltig, abwechslungsreich und auch für ?Müsli- und Fruchtfresser wie mich geeignet. Besonders gefährlich für meine guten Vorsätze des ?Abnehmens? war die Möglichkeit des Dine-arrounds. Man konnte seine Halbpension gegen Voranmeldung auch in einem der 4 Spezialitätenrestaurants des Hotels einnehmen (Fisch, italienisch, Pfannkuchen, Spezialitäten).
Hotel/Service Es hat uns an nichts gefehlt und unsere Wünsche wurden prompt erfüllt. Manchmal (besonders Morgens) war die Rezeption etwas belagert und wirkte gestresst. Ansonsten war das Personal durchaus freundlich und hilfsbereit. Fazit Hotel Vier Sterne sind hier untertrieben, ich war schon in spanischen 5 Sternhäusern und die konnten bei weitem nicht mithalten. Der Fittness- und Wellnessbereich ist sensationell und kann mit jedem deutschen Fitnesstudio der Spitzenklasse mithalten.
Autofahren/Mietwagen/Sprit Wir bekamen einen zweitürigen Seat Arosa ohne Radkappen und haben uns gewundert, warum Reifen- und Felgenschäden von der Kaskoversicherung ausgenommen waren. Nach den ersten Ausfahrten war uns das aber schnell klar. Neben den engen und steilen Straßen lauern tiefe Wasserrinnen darauf Felgen und Reifen zu killen. Achtung auf Busse und Lastwagen, im Zweifelsfall rechts ran und warten. Gefahren wird relativ langsam (Autobahn 100 / Landstraße 80), aber es ist meistens eng, steil und kurvig. Für uns als Bergler kein Problem waren die steilen kurvenreichen Bergstraßen, aber wer jenseits des Weißwurstäquators daheim ist sollte sich an die alten Regeln des Talfahrens im niedrigen Gang erinnern, sonst stinken die Bremsen erbärmlich. Achtung: fürs Falschparken mussten wir erbarmungslos 100.- DM bezahlen. Essenstipps Je kleiner die Kneipe, deso besser das Essen. Besonders genossen haben wir den Espada com Bananas (ein Degenfisch mit Bananen) die Nationalspeise und gleich danach kommt der Espedada der Fleischspieß. Als kleinen Snack zwischendurch haben wir den Prego, ein Brötchen mit Steak drinnen entdeckt. (leider hat es deshalb mit dem Abnehmen nicht ganz so geklappt)
Inseltipps Mit dem Wandern habe ich es eigentlich nie so ganz gehabt, aber hier auf der Insel habe ich es trotzdem geliebt. Es gibt auf Madeira sogenannte Levadas. Das sind kleine Bewässerungskanäle die sich über die ganze Insel ziehen. Neben diesen kann man stundenlang eben durch ständig wechselnde Landschaften gehen. Ich hatte zwar schon in den Reiseführern davon gelesen, aber so richtig auf den Geschmack hat mich eine österreichische Wanderführerin gebracht, die im Hotel Ihren frisch gedruckten Wanderführer präsentiert hat. Christa Dornfeld heißt die Dame und wenn es wahr ist kann man das Buch demnächst unter www.madeirabook.com im Internet bestellen. Christa hat uns auf eine Wanderung mitgenommen und vor allem meine Frau ist süchtig geworden. ?Gottseidank? hatte ich einige Therapien im Fittnesscenter. Aber Wandern auf Madeira ist völlig unterschiedlich zum Wandern wie wir es von den Alpen kennen. Es geht nämlich meistens eben neben Wasserkanälen (levadas) dahin. Madeirawein Weltbekannt, auch wenn er mir nicht so schmeckt. Es war aber doch ein Interessantes Gefühl, wenn man im Weinkeller (Funchal bei der Kathedrale ? Madeira Wine Company) einen 104 Jahre alten Wein kostet.
Einkaufen Bei uns war gerade Ausverkauf (Saldos) in den Modegeschäften in Funchal. Da es eine Unzahl von Boutiquen, Schuhgeschäften und kleinen Shops gibt (alle mit Markenware, die Madeirenser lieben offensichtlich Labels) war die Auswahl riesengroß, 30% bis 70%ige Rabatte und da die Madeirenser eher klein sind war die Auswahl bei 44/45 er Schuhen auch im Ausverkauf groß. Bei uns daheim eher umgekehrt. Die Kreditkarte, mit der man fast überall bezahlen kann hat jedenfalls geglüht. Fazit: Ein Super Hotel. Eine Insel, die wir selbst in vier Wochen nicht ergründen konnten Wir kommen jedenfalls wieder.
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19.11.2003 21:57
Hallo, wenn Sie auf Madeira leben, könnten sie vielleicht ein Update machen? mit ein paar mehr Infos. Kann man Sie vielleicht besuchen ... zu Tee oder so?
11.02.2003 13:39
Danke für die INfos, Frage: ward ihr wieder mal dort? Diese Jahr möchte ich mit meiner Freundin da hin. Gruss aus badisch Sibirien GÜnter
02.06.2002 19:14
Ich bin es noch mal, sorry, ich habe nämlich ein Wort vergessen. Ich wollte sagen: hoffentlich wird mein erster Bericht auch nur annähernd so gut wie Deiner !