INTRO
Vor eininger Zeit konnte man bei LIDL günstige Zugtickets erwerben, für 66 Euro konnte man zwei Fahren innerhalb Deutschlands oder auch bis nach Österreich, einschließlich ICE nutzen. Da ich schon immer mal nach Wien wollte, und praktischerweise auch einige Bekannte dort wohnten, die man besuchen konnte, musste ich mit nur noch eine Unterkunft organisieren. Da ich alleine reiste, und keine Lust hatte, Unmengen für ein Einzelzimmerchen in einem Hotel zu bezahlen und zudem noch etwas Unterhaltung gebrauchen konnte, sollte – nach meinen guten Erfahrungen in Spanien im vergangenen Jahr – nun ein Hostel her. Hostels sind so etwas ähnliches wie Jugendherbergen, vom Standard etwas höher und moderner, die typischen Hostelbucher sind in der Regel alleinreisende Studenten auf (Europa-Rund-)Reise oder junggebliebene Mitdreißiger und zumeist ist man in Hostels auch von lärmenden Schulklassen verschont. Bei der Suche auf den einschlägigen Internetportalen sprang mit dann das Meininger ins Auge – eigentlich ja kein klassisches Hostel – da ich aber schon viel gutes darüber gehört hatte,
BUCHUNG
entschied ich mich im Meininger abzusteigen. Meininger ist eine (Ho[s]tel)-Kette und bietet in verschiedenen europäischen (Haupt-)Städten Übernachtungsplätze an, die man ganz einfach über die Website http://www.meininger-hotels.com/ buchen kann. Zunächst kann man in einem Formular den gewünschten Zeitraum und die Anzahl der Reisenden – nach Männlein und Weiblein getrennt – angeben, auf einer nächsten Seite bekommt man dann die Buchungsmaske, auf der einem angezeigt wird, welche Zimmer zu welchem Zeitpunkt bzw. Preis frei sind. Natürlich kann es vorkommen, dass ein Zimmer nicht für die gesamte Reisezeit frei ist, da aber Ende Februar nicht wirklich die klassische Reisezeit ist, hatte ich Glück. Ich konnte aus verschiedenen Möglichkeiten auswählen und bekam anschließend eine Bestätigungsmail:
ZIMMERARTEN
Das Wiener Meininger wurde im September 2007 eröffnet und verfügt über insgesamt 68 Zimmer. Allen Zimmern gemeinsam ist, dass sie Nichtraucherzimmer sind und über Dusche und WC, TV und Telefon verfügen. Bettwäsche steht ebenfalls bereit, Handtücher sind nur bei Einzel- und Doppelzimmern inklusive. Einzelzimmer bekommt man je nach Buchungszeit und Übernachtungsdauer ab 65 Euro pro Person, Doppelzimmer sind ab 34 Euro zu haben, Betten im kleinen Schlafsaal (entweder gemischt oder nur für Frauen mit maximal 6 Betten) ab 16 Euro, und im Schlafsaal (mit maximal 9 Betten) für ab 16 Euro. Allerdings variieren die Preise immer, ich habe jetzt die Durchschnittspreise von der Website angegeben. Für mein Bettchen im 6er Frauenminischlafsaal musste ich nur 15 Euro pro Nach blechen. Für Gruppen ab 12 Personen gibt es übrigens Sonderkonditionen, so ist beispielsweise das Frühstück inklusive und auf Wunsch kann man Abendessen dazubuchen. Nach Auskunft einer Gruppe war das Essen aber genauso langweilig wie das Frühstück, es gab – um allen Religionen gerecht zu werden – Hähnchen in verschiedenen Formen mit Kartoffeln in verschiedenen Formen – Lunchpakete gibt es auch, die kann man auch als Normalreisender für 4 Euro dazubuchen.
FACTS
Das Meininger Wien City Center ist – nach Angaben Meiningers – ein Neubau im 3-Sterne-Standard und verfügt über 68 Zimmer, die sich über 6 Etagen verteilen. Sollte man per Auto anreisen, kann man das Auto in der Hauseigenen Garage Parken, einem Aufsteller an der Rezeption konnte ich entnehmen, dass dies pro Tag 12 Euro kostet. Des Weiteren verfügt man über WLAN (in der Lounge umsonst, im Zimmer – genau wie die Telefone – prepaid), es gibt einen Gepäckraum, Waschgelegenheiten, die M-Bar, sowie eine Gästeküche und einen Gameroom – wahrscheinlich ist damit der Raum hinter der Lounge gemeint, indem sich eine Playstation mit Singstarmikrophonen sowie ein Billardtisch befand.
ANREISE
Die Anreise war – sieht man mal von der ellenlangen Bahnfahrt ab – relativ unkompliziert, da man sich auf der Meininger Website eine entsprechende Anreisebeschreibung organisieren konnte. Ich bin über den Westbahnhof angereist, der derzeit – wie so ziemlich alle Bahnhöfe – renoviert wird, was dafür sorgte, dass das Umsteigen von Bahn zu Ubahn etwas beschwerlicher war, erst recht, wenn man kiloweise Gepäck mitschleppt. Irgendwann hatte ich es dann geschafft, das Ticket war gekauft (empfehlen kann ich die Wiener Wochenkarte, die 14 Euro kostet, dumm nur, dass diese nur von Montags-Montags gültig ist….) und ich saß in der entsprechenden Ubahn, mit der orangen 3er Linie ging es erst einmal in die Innenstadt, genauer gesagt zum Ubahnhof Stephansplatz – über dem, man höre und staune – sich der Stephansdom befindet. Den habe ich allerdings nicht gesehen, da ich unterirdisch in die rote Linie der U1 Richtung Reumannplatz gestiegen bin, um noch ein paar Stationen bis zum Keplerplatz zu fahren. Dort habe ich dann intuitiv auch den Richtigen Ausgang, also Raaber-Bahn-Gasse, genommen, und stand dann in der kleinen Überdachung, und wusste nicht weiter, da mein Anreiseplan in den tiefen meines Koffers lag. Gott sei Dank hatte ich den richtigen Riecher und fragte nach – die Befragten wohnten auch im Meininger, das wir nach 2 Minuten Fußmarsch erreichten.
CHECK-IN
Wäre ich nicht in Begleitung der freundlichen Passanten gekommen, hätte ich erst einmal schellen müssen, da sich die Hoteltür, was ich wirklich auch gut finde, nur mit einer Sicherheitskarte öffnen lässt, die man an einen Transponder dranhält. Diese Hürde hatte ich genommen, und konnte nun rein. Rechts vom Eingang befand sich ein kleines Computerzimmer, ein paar Schritte weiter der Aufzug – ich bog aber nach links ein, und befand mich dann an der Rezeption, die praktischerweise 24 Stunden geöffnet ist, was ich ziemlich praktisch finde, da man so immer einen Ansprechpartner hat (dass die Wiener Metro nur von 5 Uhr morgens bis kurz nach Mitternacht fährt, ist eine andere Sache, aber gerüchteweise gibt es auch Nachtbusse….). Der Checkin war relativ stressfrei, ich musste ein Din A5 Formular ausfüllen und meinen Ausweis kurz abgeben, da man die Nummer brauchte, und bekam dann die Rechnung, die ich bezahlen sollte. Ich war darüber etwas irritiert, schließlich hatte ich ja bei der Buchung meine Kontoverbindung angegeben und war der Meinung, dass man den Übernachtungspreis schon abgebucht hatte…. Da ich nicht so viel Bargeld mit hatte, bezahlte ich zunächst nur die erste Nacht mit Frühstück – 19 Euro, da ich das Frühstück zuvor gebucht hatte, sonst wären 50 Cent mehr fällig gewesen – am Tag danach dann den Rest, wofür ich dann auch eine Rechnung bekam. Man händigte mir dann auch meine scheckkartengroße Karte aus, mit der ich mein Zimmerchen und die Außentüre des Hotels öffnen konnte, zudem entschloß ich mich ein Wertschließfach für 5 Euro Pfand zu mieten, um dort meine Wertsachen etc. zu verstauen, was eigentlich ganz gut klappte. Desweiteren bekam ich eine gestempelte Karte mit meiner Raumnummer und 7 Stempelchen, die wahrscheinlich dafür standen, dass ich Frühstück mitgebucht hatte – kontrolliert hat dies aber keiner. Und dann war da noch die „My Bed“ Karte mit Reisedaten, Name und Zimmernummer, die man auf sein Bett legen sollte, damit sich dies kein anderer krallte. Hat nicht immer funktioniert, da die Putzfrauen etwas übereifrig waren, in der Regel reicht es aber aus, wenn man Klamotten, Bücher oder ähnliches auf seinem Bett platziert, dann traut sich nämlich keiner dran.
MEIN ZIMMER
Befand sich also in 4. Stock. Wie froh war ich, dass das Meininger über einen immer funktionierenden Aufzug verfügt, der nur dann etwas länger brauchte, wenn irgendwelche Scherzkekse = nervige Schulklassen einfach mal alle Knöpfchen gedrückt haben, um auszuprobieren, was dann passiert. Jedenfalls kam ich problemlos im 4 Stock an, öffnete die erste Türe und dann gab es drei weitere Türen, die man mit seinem Kärtchen öffnen musste – es sei so viel gesagt: man kann mit seiner Karte nur die Tür zu dem Gang öffnen, auf dem auch das Zimmerchen liegt, was ich aus sicherheitstechnischen Gründen toll finde. Nunja, dumm wie ich war, hielt ich meine Karte zunächst über die abgebildete Meininger Karte, ehe ich nach 5 Minuten vor einer immer noch geschlossenen Türe begriff, dass sich der Transponder unter dem Aufkleber befand. Ich war allerdings nicht die Einzige, der das passiert ist. Dann stand ich vor dem Zimmer mit der Nummer 411, die Zimmernummer befand sich in einem Postkartengroßen Sticker mit Aufdruck des stylischen „Metrohäuschens“ am Karlsplatz (ich meine das direkt gegenüber der Kirche). Ich hab dann ein weiteres Mal mein Kärtchen gebraucht, um die Türe zu öffnen, als dann das grüne Lichtlein brannte, konnte ich rein und lernte gleich zwei meiner 5 Mitbewohnerinnen (ich hatte mich ja für den 6-Personen Frauenschlafsaal entschieden) kennen. Da ich leider relativ spät dran war, musste ich mich mit dem letzten übrigen Bett zufrieden geben, und erwischte so das unterere Bett in einem der zwei Etagenbetten. Dazu gab es noch zwei einzelne Betten, die in einer Ecke standen. Der Raum war eigentlich relativ großzügig, in der Mitte gab es einen Tisch mit Stühlen, der als eine Art Krimskrams-Essen-Kleiderablage fungierte, dann die schon angesprochenen Stockbetten in Hellholzoptik und zwei Einzelbetten im IKEA Style, zwischen denen auch ein Nachtischschränkchen mit Lampe stand. Ansonsten gab es einen großen Ganzkörperspigel (nett man das so)? Ein Regal, das kaum einer nutzte, da Bett, Sofa und Tisch genügend Ablageflächen boten sowie eben das Knatschrote IKEA Sofa, auf das man sich zum Fernsehen gucken hocken konnte. Eine Fernbedienung hätte man sich für 5 Euro leihen können, das Gerät konnte man aber auch so bedienen. In der ersten Nacht schlief ich in besagtem Stockbett, das ich mit der bereitgelegten Bettwäsche noch selbst beziehen musste, dessen Matratze wohl etwas durchgelegen bis unbequem war, hatte dann aber Glück, dass am zweiten Tag eines der Einzelbetten frei wurde, in dem ich dann 6 weitere Nächte bequem schlief.
SANITÄRANLAGEN
Die Sanitäranlagen befanden sich ebenfalls im Zimmer, beim Eintreten ins Zimmer befand sich hinter der ersten Tür rechts die Toilette. In dem kleinen, aber ausreichend großen Räumchen gab es zudem noch eine Heizung, Ablageplatz, Toilettenpapier in Ausreichender Menge, einen Mülleimer – der täglich gelehrt wurde – sowie ein Waschbecken mit Spiegel und angeschraubtem Neutralseifenspender.
Die Dusche befand sich einen Raum weiter, sie war ausreichend groß, verfügte neben der Duschkabine über zwei Handtuchhalterstangen in Metalloptik, die man auch als Aussteighilfe aus der Dusche nutzen konnte, sowie die eigentliche Dusche mit Duschkopf, Warm –und Kaltwassereinstelldingern und einer angeschraubten Duschgelflasche. Eine relativ große Sammlung von Duschgels befand sich innerhalb der Dusche auf einer Art Ablage, dieser hatten wohl einige der ehemaligen Bewohner dagelassen.
SAUBERKEIT
Insgesamt: Hut ab, alles war sauber, auch wenn es minimal Schimmel in der Duschkabine gab, was nicht ausbleibt, da die Dusche leider kein Fenster hat. Die Putzfrauen waren regelmäßig da, haben den Mülleimer entleert und auch den Spiegel blitzeblank gewischt. Auch alle gemeinschaftlich genutzten Räume waren nicht nur stilvoll eingerichtet, sondern immer sauber.
FRÜHSTÜCK
Das Frühstück konnte morgens ab 7 Uhr eingenommen werden, und zwar in dem Frühstückssaal gleich gegenüber der Rezeption. Dazu musste man das Frühstück dazu buchen, was im Vorhinein 4 Euro bzw. an der Rezeption 4,50 Euro kostete. Im hellen Frühstücksraum konnte man sich dann über das Buffet hermachen, dass ich nach einer Woche ziemlich langweilig fand, da es jeden Tag das gleiche gab. Bei einem weiteren Besuch würde ich das Frühstück nicht dazu buchen, schließlich kann man für weniger noch besser extern frühstücken gehen, so u.a. bei Anker. Das Frühstücksbuffet bestand jedenfalls aus Semmeln, die relativ platt waren, dafür aber über einen ordentlichen Durchmesser verfügten. Neben dem Korb stand weißes und braunes Brot bereit, das man auf Wunsch auf toasten konnte. Neben dem Toaster stand ausführlich beschrieben, dass man in diesen kein Besteck geben sollte, und auch das Brot ohne Belag, sprich ohne Käse, Salat etc. in den Toaster geben sollte. Ich führe das mal einfach darauf zurück, dass es im Hostel genügend Amerikaner gab ;) Ansonsten gab es Gott sei Dank Nuss-Nougat-Creme (österreichische Hausmarke), ansonsten eine jeden Tag gleiche lieblose Auswahl an Salami und Schinkenwurst – schmerzlich vermisst habe ich gekochten Schinken und das Frühstücksei. Ansonsten gab es noch Joghurt, einen Fruchtsalat, 3 verschiedene Müslis sowie Gurken und Tomaten in Scheibchenform. Zu trinken gab es Kaffee, Tee (Schwarzer, Früchte und zwei andere Sorten), Tafelwasser und Orangensaft, dessen Konsistenz mich doch stark an Jugendherbergsmischgetränke erinnerte und nicht sonderlich gut schmeckte. Während das Frühstück eher langweilig war, war der Frühstücksraum toll und hell im IKEA Stil eingerichtet, man fühlte sich fast wie zu Hause und was auch noch zu erwähnen ist: Es gab zum Frühstück diese Gratisblättchen auf Bildzeitungsniveau, die man auch in der Metro bekommt.
REZEPTION
Die Rezeption war wirklich zu jeder Tages- und Nachtzeit besetzt, was wirklich toll war, so dass ich sowohl bei meiner späten Anreise – danke Deutsche Bahn! – als auch bei meiner frühen Abreise Sonntags morgens um 7 Uhr gut gelauntes Personal vorfand. Die Mitarbeiter sind alle sehr freundlich, sprechen zumindest Deutsch und Englisch, einige auch Spanisch und weitere Sprachen. Es konnte also jedem geholfen werden. Zudem bekommt man an der Rezeption kostenlos Stadtpläne und Infoheftchen in verschiedenen Sprachen – auch Getränke kann man hier ordern, wenn die Lounge nicht besetzt ist. Gegenüber der Rezeption befindet sich noch eine Glassäule mit Hygieneartikeln und Co, sollte man also etwas vergessen haben und nicht innerhalb der Öffnungszeiten bis zum Sparmarkt geschafft haben, kann man sich hier eindecken. Des Weiteren verkauft die Rezeption auch Postkarten und Briefmarken, erstere kann man auch in einem Briefkasten im Hotel deponieren.
LOUNGE
Die Lounge befindet sich quasi an der anderen Seite der Rezeption, hier findet man neben den obligatorischen Barhockern an der Theke auch 4 stylische Sofas im IKEA Look und den Meiningerfarben schwarz und rot. Die Sofas sind bequem und verfügen zudem über bequeme Kissen, auf den roten Sofas liegen schwarze Kissen und auf den schwarzen Sofas rote Kissen. Die Lounge ist ganz praktisch, wenn man mal schnell etwas im Internet nachschauen will, und die Plätze gegenüber der Rezeption alle belegt sind, zudem gibt es hier ausreichend Steckdosen, so dass auch die Stromversorgung während des Surfens sichergestellt ist. In der Lounge, die relativ dunkel eingerichtet ist kann man auch etwas trinken, so u.a. alkoholfreie Getränke, wie Pepsi und Co (0,33 l 1,70 Euro – 0,5 l für 2 Euro), Kaffee und Tee (ab 1,50 Euro) sowie Cocktails (ab 4 Euro) und Bier – beim Bestellen wurde bei den Schülern auch geprüft, ob sie das jeweilige Mindestalter hatten. Zu Essen gibt es leider nichts, man kann sich jedoch etwas am Automaten gegenüber der Rezeption ziehen (etwas teuer, meiner Meinung nach), geht zum Sparmarkt, oder man nutzt die Gratispasta, die
KÜCHE
Es in der Gästeküche gibt. Diese wurde meist von südländischen Gruppen bevölkert, was dazu führte, dass es total lecker roch, man aber keinen Platz bekam, denn in der gemütlichen Gästekuche, die relativ modern und ziemlich sauber war, gab es selten Platz für mehr als 10 Personen. Abgesehen davon habe ich ehe immer zwischendurch extern gegessen, so dass ich nicht in die Verlegenheit gekommen bin, die Küche zu nutzen. Ein Highlight gibt es noch, man kann ein Hostelkochbuch an der Rezeption kaufen, in dem man Rezepte ehemaliger Meininger Bewohner findet. Diese Rezepte zeichnen sich wohl dadurch aus, dass sie günstig, einfach und lecker sind.
PUBLIKUM
Das Publikum war hauptsächlich jung, international und auf Europarundreise – es hatte zudem zahlreiche Tipps für andere Meiningerbewohner parat, die meistens vorm Laptop in der Lounge bei einer Pepsicola (eigentlich hasse ich Pepsi ja, aber das mir das dort angebotene Wasser zu Natriumhaltig war….) ausgetauscht wurden. Hilfreich sind dabei meist Englisch- und oder Spanischkenntnisse ïŠ Gehört habe ich zudem einige Schulklassen – einige ziemlich laut und unverschämt – andere waren hilfsbereit und unter Kontrolle des Lehrers. Morgens beim Frühstück habe ich auch Anzugträger mit Krawatte gesichtet, einige turtelnde Pärchen (sogar 50+), etc. Generell würde ich sagen, dass das Durchschnittsalter so zwischen 25-27 Jahren liegt, und die Klientel eher gemütliche Kleidung – besonders beim Frühstück, wo man sehr häufig Flip Flops und Jogginghosen sah – bevorzugt; es gab also eine recht heimelige Atmosphäre
UMGEBUNG
Die Umgebung ist schon etwas lustig, gerade Lehrer mit pubertierenden Schulklassen werden ihre helle Freude haben, schließlich befindet sich zwei Häuser neben Hostel – auf halber Strecke zur Ubahn Station – ein Pornokino. Zwar ist es schon merkwürdig, als Frau nachts daran vorbeizugehen, allerdings hatte ich nie das Gefühl, das die Umgebung unsicher wäre. Schließlich kann man auf der Hauptstraße, der Favoritenstraße, gut einkaufen und binnen zwei Fußminuten hat man vom Hotel aus einen SB Bäcker und einen Sparmarkt (Achtung: das Österreichische Pfandflaschensystem ist noch komplizierter als das Deutsche! Bei Wasserflaschen bezahlt man nur für 1l Flaschen Pfand und dann 29 ct), H&M und auch 2 Fastfoodtempel mit dem goldenen M sind in Reichweite. Unpraktisch ist, dass alles ziemlich früh schließt, wenn man weggehen will, sollte man schon mit der Metro wohin fahren, ich bin meist vom Karlsplatz aus (ca. 7 Minuten Fahrt mit der 1er Linie) weitergereist, und einmal auch für sensationelle 3 Euro in der Oper gewesen (Stehplatz, aber bessere Sicht als in manch einer Loge…). Einen Geheimtipp fürs Essen habe ich auch noch, wenn man vom Hotel aus links in die Favoritenstraße einbiegt, die Ampel überquert findet man irgendwann eine Art Budenstadt. Auf der Ecke haben wir beim Italiener „Cavallino“ sensationell günstig und lecker gegessen.
FAZIT
Bis auf das Frühstück (das man ja nicht mitbuchen muss) hatte ich einen sensationell tollen Aufenthalt, habe gut und günstig übernachtet, und ganz viele nette Leute aus allen Ecken der Welt kennengelernt. Das Meininger bietet meiner Meinung nach eine gute Möglichkeit, in Wien sicher und günstig in einem sauberen und gepflegten Ambiente zu übernachten. Ich vergebe daher 5 Sternchen und eine Empfehlung. An Fotos habe ich leider nur die Lounge zu bieten, verweise aber auf die offizielle Website, deren Fotos tatsächlich der Realität entsprechen.