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Erfahrungsbericht

für Lynch Green Isle Hotel, Dublin
3 Sterne Irlandreise, Teil 1: Das erste Hotel Bericht mit Bildern
139 von 139 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro schöne Zimmer mit guten Matratzen, nette Atmosphäre, großräumige Bäder

Kontra teilweise Lage, Verpflegungsmöglichkeiten

Der Autor

bolmsoe Seit 8 Jan 2004

Genieße meine Ciao-freie Zeit.... Ob ich wiederkomme? Mal sehen, kann's aber nicht versprechen... mehr

36 Mitglieder vertrauen mir

Hallo allerseits,

wie viele von Euch wissen, habe ich im Rahmen einer organisierten Studienreise eine Woche in Irland verbracht und möchte Euch natürlich an meinen Erlebnissen teilhaben lassen. Wie Ihr es schon von meiner Island-, Kreta- oder Ostdeutschlandreihe gewohnt seid, werde ich meine Berichte in chronologischer Reihenfolge meiner Reise veröffentlichen. Da der Flug mit der irischen Aer Lingus ohne Auffälligkeiten verlief (es sei nur erwähnt, dass man die Bordverpflegung bezahlen muss, obwohl es sich NICHT um eine Billig-Airline handelt), erspare ich Euch und mir, einen Bericht über diese Fluggesellschaft zu schreiben und lege gleich mit dem ersten Hotel los: Dem Green Isle Hotel in einem Randbezirk von Dublin.

***Lage***

Das Hotel liegt nicht in Dublin City, sondern außerhalb in der Grafschaft Dublin. Von der Stadtmitte fährt man ca. 30 Minuten südwestlich in Richtung Naas. Das Hotel liegt direkt an der Autobahn M7 und ist früh genug ausgeschildert.

***Check-In***

Hier passierte nichts Besonderes; jeder meiner 40köpfigen Reisegruppe bekam ohne Probleme seine Zimmerschlüssel (Code-Karten). Das Hotel verfügt über einen Lift, hat jedoch auch eine schöne breite Treppe mit flachen Stufen, so dass man, wenn das Gepäck nicht allzu schwer ist, auch mühelos nach oben gehen kann. Das Hotel ist zweistöckig, beherbergt aber durch seine langen Gänge 90 Zimmer und man sollte auf die Ausschilderung achten, um seine Zimmernummer zu finden. Durch den Lift, die weiträumigen Gänge und die Rampe am Eingangsbereich ist das Hotel sehr behinderten- und kinderwagenfreundlich.

***Zimmer***

Während meines Aufenthaltes in Dublin kam ich in den seltenen Genuss, innerhalb einer Woche zwei verschiedene Zimmer im Hotel zu testen, denn wir waren einmal dort am Anfang unserer Reise und dann noch einmal in der letzten Nacht vor dem Rückflug.

Der Standard der Zimmer war in beiden Fällen gleich. Das Schlafzimmer enthielt neben dem Bett einen Schreibtisch, einen Fernseher, einen Hosenbügler, ein Telefon, einen Föhn und ein Bügeleisen. Der Föhn war jedoch - wie meist in Hotels oder auch auf Fähren - sehr schwach, und gerade wer lange Haare hat tut gut daran, einen eigenen Föhn mitzunehmen. Dann bitte aber auch einen Adapter, da in Irland dreilöchrige Steckdosen verwendet werden, wie man sie von England kennt. Solche Adapter sind in Deutschland in Elektrogeschäften und Elektroabteilungen aller gängigen Warenhäuser erhältlich. Ich empfehle gleich einen Weltadapter, der sämtliche Steckervarianten von Amerika bis Asien berücksichtigt und somit auch für weitere Reisen nützlich sein kann.

Die empfangbaren Fernsehprogramme des Green Isle Hotels sind die irischen Sender RTE1, RTE2, TV3 und TG4 (letzterer sendet auf gälisch) sowie die Sender der englischen BBC: BBC1, BBC2, BBC3 und CBBC. Deutsche Sender sind nicht empfangbar.

Das Badezimmer war in beiden Fällen sehr geräumig, mit ansprechenden Fliesen, genug Ablagemöglichkeiten um den Spiegel und das Waschbecken herum und einer schönen Wanne, die man jedoch auch mit einem Vorhang als Dusche benutzen konnte. Dazu gab's noch Seife, eine Duschhaube, Shampoo und Duschgel. Besonders letzteres roch sehr angenehm.

Positiv fand ich, dass die Zimmer - wie übrigens auch in den folgenden Hotels, die ich in Irland besucht habe - einen Wasserkocher, zwei Kaffeetassen mit Löffeln und wahlweise verschiedene Teesorten sowie löslichen Kaffee enthielten, so dass man sich auf dem Zimmer abends noch ohne Aufpreis gemütlich eine Tasse Kaffee oder Kaffee zubereiten konnte. Zucker und Milch war natürlich auch erhältlich. Es fehlte allerdings landesweit - und so auch in Dublin - eine Minibar mit kalten Getränken. Die Matratzen der Betten waren schön fest, was mir sehr sympathisch war. Matratzen, wo man mit dem Hintern durchhängt, bekommen meinem Rücken nicht gut.

Ein Unterschied zwischen den Zimmern war deren Lage. Während mein erstes an der Autobahnseite lag und entsprechend laut war, lag das andere in entgegengesetzter Richtung mit Blick auf ein harmloses Wohngebiet. Ich persönlich bin bei Verkehrslärm nicht sehr empfindlich (mich stört eher menschlicher Krach, so z.B. das Gröhlen von Besoffenen auf offener Straße), daher konnte ich in beiden Zimmern gut schlafen, jedoch empfand ich das zweite als wesentlich ruhiger. Darauf sollte man bei Buchung achten.

Ansonsten habe ich mich in beiden Zimmern sehr wohlgefühlt.

***Frühstück***

Nun ja. In dieser Hinsicht ist Irland kulinarisch ähnlich kreativ wie England (sprich: gar nicht!), so dass das Frühstück für unsere Begriffe nicht berauschend war. Es sollte sich im Laufe der Woche jedoch zeigen, dass dies ein irlandweites Phänomen war, daher möchte ich es nicht diesem einen Hotel ankreiden.

Der Deutsche hat ja gerne sein Frühstücksbuffet mit verschiedenen Brotsorten, Käse, Wurst, Marmelade und sonstigen Naschereien, vielleicht noch ein wenig Obst für die Beruhigung des Gewissens oder ein gekochtes Ei. Nun, im Green Isle gibt es durchaus auch ein Buffet, dort wird man jedoch nur Milch und verschiedene Sorten von Müsli und Cornflakes finden. Der Rest, der als "Irish Breakfast" angepriesen wurde, wurde an den Tisch gebracht und bestand aus Toast sowie Ham and Eggs, d.h. zwei Scheiben gekochter Schinken, ein Spiegelei und ein Würstchen, alles gebraten und daher warm. Leider auch tierisch fettig, besonders die Wurst, die nicht so viele Abnehmer fand. Kleine Töpfchen Erdbeer-, Himbeer und Aprikosenmarmelade standen bereits auf den Tischen. Fand man das anfangs noch interessant, wurde es nach drei-vier Tagen recht eintönig, da es ungelogen landesweit das Gleiche gab.

Bewerten möchte ich allerdings den Service bei Tisch; es gab für den Schinken und das Ei kein Buffet, sondern der Teller wurde an die Tische gebracht. Dies dauerte recht lange, so dass wir, obwohl wir für 7:30 Uhr das Frühstück angemeldet hatten, teilweise recht lange warten mussten, bis dann tatsächlich etwas kam. Grundsätzlich muss man sich natürlich nicht zum Frühstück anmelden, da wir jedoch eine Reisegruppe von 40 Leuten waren, wollten wir dem Hotel eine Chance geben, sich besser auf unseren Ansturm einzustellen. Hat aber nichts genützt.

Ebenfalls lange dauerte die Nachlieferung von Kaffee und Brot, denn die vorhandenen Dinge auf den Tischen reichten selten für alle, so dass Kaffee und Brot eigentlich regelmäßig nachgebracht werden musste. Während das Frühstück an sich durchaus landesüblich war und ich daher auf eine Wertung verzichte (wer deutsches Essen will, soll halt nicht hinfahren), war die Aufmerksamkeit des Personals bei Tisch jedoch miserabel, so dass dies eindeutig ein Negativpunkt war.

***Verpflegung***

Für das Abendessen hat man im Hotel zwei Möglichkeiten:

Das Sorrels Restaurant oder Rosie O'Grady's Bar. Besonders zu beachten ist der Preisunterschied; im Restaurant wird man kaum ein Gericht unter 15 Euro finden, wohingegen man in der Bar auch für ca. 10 Euro warmes Essen bekommen kann, wobei man mit Getränken dann auch leicht bei ca. 15,- Euro pro Kopf liegt. Das Restaurant bietet darüber hinaus einen Zimmerservice an, so dass man die Restaurantspeisen auch auf dem Zimmer verzehren kann. Angeboten wurden sowohl in der Bar als auch im Restaurant Gerichte auf Fisch-, Hähnchen-, Rind- und Lammbasis mit Kartoffeln oder Reis als Beilagen und alternativ Gemüse oder Salat. Ich habe weder die Bar noch das Restaurant besucht, sondern mir etwas aus der Stadt mitgebracht, da mir das ständige Essengehen eine Woche lang schlicht weg zu teuer war. Da in unserem Reisepreis nur das Frühstück enthalten war, musste man zusehen, wie man sich den Tag über verpflegte und es gab tatsächlich Leute, die zweimal groß essen gingen. Die Gastronomie ist in der Regel viel teurer als in Deutschland und die Preise, die ich genannt habe, waren keineswegs nur deshalb so teuer, weil wir uns in einem Hotel befanden, sondern ich habe sie auch unterwegs in ganz normalen Restaurants auf dem Lande in ähnlicher Kategorie gesehen. Generell muss man ein wenig die Augen offen halten, nicht gleich das erst beste Restaurant betreten, sondern auch mal in Seitenstraßen nachsehen und sich vielleicht auch mal mit einem einfacheren Essen (z.B. ein Sandwich, ein Burger oder ein Salat in einem Bistro oder Café) zufrieden geben. So lässt sich der Preis durchaus drücken.

Was das Green Isle betrifft, hat man jedoch in der unmittelbaren Umgebung keine Ausweichmöglichkeiten, so dass ich über meine mitgebrachten Sandwiches aus der Stadt recht froh war. Viele meiner Mitreisenden saßen dann letzten Endes doch im teuren Restaurant und legten mit Geränken an die 30 Euro pro Kopf hin. Aber nicht mit Bolmsoe ;-)

***Was man sonst noch wissen sollte***

Das Hotel hat Tagungsmöglichkeiten, das insgesamt Bankett bis zu 500 Personen anbietet. Äußerlich sieht es auch ein wenig wie ein Business-Hotel aus. Das Hotel erhält derzeit einen Anbau, so dass ab September 2005 noch ein Schwimmbad und weitere Zimmer integriert werden sollen. Im Rahmen eines Wäscheservices kann man seine Wäsche auch waschen und bügeln lassen. Preise diesbezüglich habe ich nicht entdecken können.

***Apropos Preise***

Da ich in einer Reisegruppe reiste, die eine Pauschale für den Flug, die Hotels, die Busfahrt und die Eintrittspreise zahlte, kriegt man natürlich immer schlecht heraus, wie viel davon wirklich ans jeweilige Hotel ging. Vor dem Hotel standen Werbetafeln mit dem Slogan: "Übernachtungen ab 89,- Euro!" Dies trifft es, denke ich, ganz gut und wäre für mein Empfinden dem Hotel und seiner Ausstattung angemessen. Wenn man mal in Internetbuchungsportalen nachschaut, wird man ebenfalls Preise von 90,- Euro bis 150,- Euro finden. Ich kann mir vorstellen, dass das Reiseunternehmen bei unserer Gruppengröße mit Sonderkonditionen vielleicht an die 75,- Euro pro Kopf an das Hotel abgeführt hat.

***Kontakt***

Man erreicht das Hotel folgendermaßen:

Lynch Green Isle Hotel
Naas Road
Dublin 22
Irland

Tel.: 00353-1-459 3406
Fax: 00353-1-459 2178
Home Page: www.lynchotels.com

***Fazit***

Das Ambiente im Hotel hat mir sehr gefallen; dazu gehörten die Möbel und die Großräumigkeit (man fühlte sich nirgends eingepfercht); alles war sehr gepflegt und sauber und es war einfach nett. Da wir pro Tag immer ein lebendiges Programm hatten, tat es gut, sich abends in der Badewanne lang zu machen und nicht nur einfach zu duschen. Auf den Matratzen konnte man sehr bequem schlafen und mit der Einschränkung der Autobahnseite waren die Zimmer stets zur Zufriedenheit auch meiner Mitreisenden.

Das Frühstück bzw. dessen Service ist ein Manko, dazu die Lage des Hotels. Von der Stadtmitte in Dublin ist es recht weit und gerade wer abends mal einen echten Pubabend in Dublin erleben möchte, wird sich auf eine Taxifahrt einstellen müssen. Zwar hält ein Bus direkt gegenüber des Hotels, jedoch führt dieser nicht direkt in die Stadt und die nächste Direktverbindung in Form einer Straßenbahn ist erst in ca. 30minütiger Entfernung zu Fuß erreichbar. Für uns war die Lage insofern vorteilhaft, da unsere Tour von dort aus Richtung Galway an der Westküste führte und wir somit morgens direkt losfahren konnten und uns nicht auch noch durch den Dubliner Berufsverkehr quetschen mussten. Wer daher mit einer Irlandrundreise liebäugelt, hat eigentlich einen guten Standort erwischt und spart bei der Weiterfahrt viel Zeit. Wer allerdings nur einen Städtetripp nach Dublin unternehmen möchte, sollte auf alle Fälle citynäher buchen und von dem Green Isle Hotel die Finger lassen. Die Verpflegung habe ich angesprochen, so dass man außer einem Wohngebiet nichts erwarten sollte und die Wahl zwischen dem eher teuren Hotelessen oder Selbstverpflegung hat, die man sich tagsüber besorgen muss. Für diese beiden Kritikpunkte ziehe ich je einen Stern ab, so dass das Hotel von mir drei Sterne bekommt.

Bilder

für Lynch Green Isle Hotel, Dublin
Mein erstes Zimmer
von bolmsoe bolmsoe

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  • nicki28 12.09.2010 17:42
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Fredericke07 16.03.2006 06:10
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  • hajo.stehr 27.02.2006 15:00
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  • Digga1999 13.01.2006 16:30
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  • honeymaus 16.11.2005 12:03
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