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Erfahrungsbericht

für Lykia Botanika Beach Club
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4 Sterne Hotel Lykia Botanika Beach (Türkei) Bericht mit Bildern
121 von 121 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro angenehme ruhige u. gepflegte Hotelanlage, sehr gute Gastronomie

Kontra dreckiger Strand abseits des Hotelstrands, etwas abseits gelegen

Der Autor

drhuhu Seit 2 Dez 2006

Morgens im Dunkeln aufstehen...abends im Dunkeln nach Hause.... Ich sollte mir eine hellere... mehr

24 Mitglieder vertrauen mir

Das Lykia Botanika Beach ist eine parkähnlich gestaltete Hotelanlage, die ca. 12 KM östlich von Fethiye an der türkischen Ägäis liegt.
Das Hotel zählt gemäß Landeskategorie zum 4 Sterne-Standard, was mit deutschen Maßstäben betrachtet, einem 3 Sterne-Standard entspricht.

Die Anreise:

Der Transfer vom Flughafen Dalaman dauert mit einem klimatisierten Kleinbus ca. 45 min und ist je nach Fahrer ein kleines Abenteuer, da einige Bergstraßen zu passieren sind. Ich bin mir nicht sicher, ob unser Fahrer nicht ein weißes Stirnband mit roter Sonne trug... ;o)
Die Umgebung der Anlage:

Das Hotel befindet sich in einer kleinen "Siedlung" neben einem weiteren großen Hotel Majesty Club, einigen kleineren Hotel und einem Campingplatz, die aber durch Waldstücke voneinander getrennt sind, so dass das Lykia Botanika Beach recht abgeschieden liegt. Um in die nächste Stadt nach Fethiye zu gelangen, muss man eine etwa 20KM lange Fahrt mit den typischen Kleinstbussen in Kauf nehmen. Einerseits ist die Fahrt sehr preiswert, da die regelmäßig fahrenden Busse auch von Einheimischen genutzt werden, andererseits sollte man seine Komfortansprüche auf ein Minimum herunterschrauben u. das Ganze als kleines Abenteuer betrachten. Für denjenigen, der wie wir erstmals die Türkei bereisten, wirkt so eine Fahrt anfangs etwas befremdend, aber die andern Fahrgäste sind durchweg freundlich bzw. zurückhaltend u. eher mit sich selbst beschäftigt.
Zum Hoteleigenen Strand gelangt man über einen etwa 300-400m langen von einem kleinen Bach gesäumten Pfad, der durch einen urwaldähnlichen Wald führt. Hierbei lohnt sich immer wieder der Griff zur Kamera, um die interessanten Kleintiere am Wegesrand zu fotografieren. Die etwa 5 minütige Gehzeit gestaltet sich in den meisten Fällen recht kurzweilig.

Die Anlage:

Die Anlage besteht aus mehreren zweigeschossigen Häusern, die sich in einen gepflegten botanischen Garten einbetten, sowie einer Poolanlage mit Bar und Animationsbereich. Ich würde die Anlage als bedingt behindertengerecht einstufen.
Wer ein Zimmer in Parterre bucht und die wenigen Stufen zum Restaurantbereich mit einer Begleitperson überwindet, kommt auch als Rollyfahrer halbwegs gut zurecht.
Eine Poolanlage, bestehend aus einem großen Swimmingpool mit kostenfreien Liegen, ein Kinderbecken und ein (arschkaltes) Wasserrutschenbecken inklusive Wasserrutschen bilden das Zentrum der Anlage.
Um die Poolanlage gruppieren sich die Bar, die Animationsbühne, der Restaurantbereich (1 Fischrestaurant, 1 Italiener und das Hauptrestaurant).
Dann folgen 2-3 kleine Läden für Souveniers, die Rezeption und die durch den Garten etwas vom Pool entfernten Häuser mit den Zimmern. Für die Sportiven unter euch finden sich noch ein Tennisplatz, eine kleine Open-Air Bodybuilding-Bude und für die Kleinen ein relativ dürftig ausgestatteter Spielplatz. Der schön bewachsene Garten ist sehr gepflegt und der Weg zum Strand durch den kleinen Urwald war einfach traumhaft schön. Am hoteleigenen Strand befindet sich eine Strandbar, wo neben den üblichen Getränken in den frühen Nachmittagsstunden auch Gegrilltes und Salat angeboten wird.
Wer etwas Kurzweil sucht, findet vielleicht ein paar Freiwillige zum Beachvolleyball oder zum Boole-Spiel.
Auf der rechten Strandseite befindet sich noch eine kleine Surfstation, an die man aber keine allzu großen Erwartungen hegen sollte. Für Windsurffreunde gibt es ein paar ältere Boards und ein Dutzend Kindersegel. Das hat mich nicht überzeugt, aber mangels Wind und zeitweiliger Langeweile habe ich nur eine Stunde getestet. Für ein etwas größeres Segel wollte der junge Mann 10 Euronen Leihgebühr, was sich aufgrund des Windmangels auch nicht gelohnt hätte.
Das Nachbarhotel Majesty Club bietet etwas mehr Equipment. (u.a. Jetski).
Schnorcheln lohnt sich nicht unbedingt wegen der minderen Meerwasserqualität und der geringen Sicht im trüben Wasser. Einem Vergleich mit dem kristallklaren Wasser beim vorjährigen Corfu-Urlaub hält das Wasser der türkischen Adria nicht stand.
Zimmer:

Die Räume sind ausreichend groß, verfügen über ein kleines Badezimmer mit Dusche. Sie sind etwas hellhörig und bei den Fliesen sollte man nicht unbedingt deutschen Perfektionismus erwarten. Die Zimmer werden regelmäßig gereinigt und durch kleine nette Gesten des Reinigungspersonals (z.B. dekorative Anordnung der Überdecken) optisch aufgewertet. In unseren Zimmer stand auch Kabelfernsehen mit einigen wenigen deutschsprachigen Programmen zur Verfügung. Das Mobiliar war in einem dunklen Holzton gehalten und entsprach in der Ausstattung dem üblichen Standard. Die Matratzen des Doppelbetts waren recht hart gefedert, was mir persönlich einen erholsamen Schlaf schenkt. Der zum Pool ausgerichtete Balkon war mit zwei Stühlen u. einem kleinen Tisch ausgestattet und eignete sich zum Lesen, während man hin und wieder einen Blick über die gepflegte Gartenanlage schweifen lassen konnte, in der Palmen, Bananenstauden, Rododendron und andere Gewächse liebevoll gepflegt wurden.
Wer sich hin und wieder durch den Rasenmäher gestört fühlen sollte, konnte an viele andere ruhige Orte ausweichen. Im Zimmer gab es keine sichere Verwahrungsmöglichkeit für die eigenen Wertgegenstände, aber man konnte einen Mietsafe, der bei der Rezeption stand, gegen Gebühr nutzen.

Strandbereich:

Der hoteleigene Strand ist ein kiesdurchsetzter Sandstrand und wird regelmäßig gereinigt, aber sobald man diesen Bereich verlässt, wird man vom Unrat, der im Kieselstrand zurückgelassen wurde, regelrecht abgeturnt. Hier fehlt es der türkischen Bevölkerung (oder den Touris, die ggf. ihren Mist irgendwo achtlos hinwerfen) an der entsprechenden Grundeinstellung. Da bleibt mir nur die Hoffnung, dass man die Perlen der Natur wahrnimmt und dass durch etwas Selbstdisziplin und Umdenken mittelfristig Besserung eintritt.
Die Strandliegen sind kostenfrei und gegen die Sommerhitze leicht überdacht, so dass auch die Erholungssuchenden ein schönes Sonnenbad nehmen können und bei Bedarf ihre Liege in den Schatten stellen können.
Wie in den meisten Hotels gibt es auch hier das übliche Handtuchreservierungsspiel, wobei dank der Anzahl der Liegen nur bedingt Stress aufkommt.
Badehandtücher konnte man sich an der Rezeption kostenfrei leihen (damit auch jeder am Spiel teilnehmen kann ;o)) )
Am Strand hatten wir die freie Auswahl an Liegen (Handtücher waren auch schon da *grins*) und auch ein Schattenplätzchen unter Olivenbäumen war immer zu finden. Der Ausblick auf das Meer und der abendliche Sonnenuntergang waren immer wieder faszinierend. Wir haben das unkomplizierte "Strandrestaurant" sehr gemocht, weil wir uns nicht erst groß umziehen mussten, Badekleidung war geduldet.
Animation:

Das Animationspersonal hat mich persönlich sehr positiv angesprochen. Die Leute haben sich stets bemüht, die Hotelgäste für Aktivitäten zu begeistern, ohne aufdringlich zu werden. Täglich wurde im Pool Wasserball, am Pool Dart und am Strand Beachvolleyball angeboten. Abends präsentierte das Team ein wöchentlich wechselndes Animationsprogramm mit einigen sehr netten kurzweiligen Shows.
Manches wirkte etwas improvisiert, aber für mich war es oftmals eine nette Abwechslung nach dem Abendessen, die immer wieder für Stimmung sorgte.
Für kinderreiche Familien wurde auch ein entsprechendes Programm angeboten, was tagsüber mit einer Kinderbetreuung den Eltern ggf. etwas Erholungszeit brachte und abends mit einer auf Kinder (im Alter von 3-6 Jahren) abgestimmten Tanz- und Gesangshow endete.

Gastronomie:

Wie bereits angedeutet, gab es ein großes "All-Inclusive"-Restaurant, in dem von früh morgens bis spät abends mit kurzen Unterbrechungen stets reichhaltiges und leckeres Essen angeboten wurde. Ich hatte zum ersten Mal in meinem Leben "AI"-gebucht u. war begeistert von der Vielzahl der angebotenen Speisen, die von interkontinentaler bis zur orientalischen Küche so einiges aufzubieten hatte.
Mit viel Liebe zum Detail hat das Küchenpersonal jeden Tag aufs Neue ein reichhaltiges Büffet angerichtet, dem auch die zum Reisezeitpunkt angereiste Menschenmenge (Hotel war überbucht) gewachsen war.
Manchmal musste man in Stosszeiten kleine Warteschlangen in Kauf nehmen, was ich aber nicht als sehr störend empfand.
Sowohl an der Poolbar, als auch an der Strandbar und im Restaurant waren alkoholfreie bzw. einfache alkoholische regionale Getränke inklusive.
Morgens wurden Säfte, Kaffee oder Tee angeboten. Tagsüber darüber hinaus auch Cola, Sprudel, Limo, Bier. An der Bar abends gab es noch einfache alkoholische bzw. nichtalkoholische Cocktails. Der schlichte Weißwein und der Rotwein waren keine kulinarischen Köstlichkeiten, aber halbwegs trinkbar.
Ich hatte zeitweise das Gefühl, im Schlaraffenland zu sein und bemerkte, dass so einige Hotelgäste aufgrund ihres Gewichts wohl hauptberufliche "All-Inclusive"- Hoteltester sein müssten. Über das egozentrische Fressverhalten vereinzelter Gäste lasse ich mich lieber nicht aus, da dies nicht dem Hotel anzulasten ist.
Im Preis enthalten war entweder ein Besuch beim Italiener oder im Fischrestaurant (beide auf dem Hotelgelände) mit vorheriger Anmeldung. Wir entschieden uns als Abwechselung für den Italiener und genossen einen sehr netten Abend bei guter gepflegter Küche. Ich war sehr angetan von den kulinarischen Angeboten zu fast jeder Tageszeit.
Personal:

Rezeptions-Personal: hilfreich u. sehr freundlich, vereinzelt deutsch sprechend, wobei englisch stets hilfreich war.
Animations-Personal: hat mich begeistert, sehr freundlich, nicht aufdringlich (englisch)
Reinigungs-Personal: wie die Ameisen kaum spürbar im Hintergrund
Gastronomie-Personal: freundlich, nicht perfekt, aber höflich und meist mit einem Lächeln, was die Seele berührt
Das Personal war zwar nicht unbedingt hyperprofessionell, aber supernett und freundlich.

Reklamationen:

Wegen Überbuchung wurden wir die ersten 2 Tage in einem Nachbargebäude unmittelbar neben der Hotelanlage untergebracht, was für uns kaum Abstriche bedeutete.
Hierfür wurden wir mit einer kostenlosen Nutzung des Mietsafe und der 12-Insel-Tour "entschädigt". Fazit: Kaum Komforteinbuße u. wir hatten riesigen Zusatzspaß. Super!
Tagestouren:

Zu empfehlen sind einige angebotene Tagesausflüge.
Die 12-Insel Schiffreise ist ganz nett, kann aber auch individuell über jedes 2.Schiff im Hafen von Fethiye etwas günstiger gebucht werden.
Sehr zu empfehlen war aus meiner Sicht die Canyon-Tour, verbunden mit Besuchen von Ausgrabungsstätten und einem fantastischen
Fischrestaurant in den Bergen.
Die geführte Tour nach Fethiye wirkte etwas improvisiert, aber gab einen guten Einstieg für eigenorganisierte Touren.
Fethiye (ca. 20 KM entfernt) ist einen abendlichen Abstecher wert. Man kann sich die Nase an den Schaufenstern der Goldschmiede plattdrücken, die feilschenden Händler in den Gassen erleben, gute Lederwaren oder schlechte Fakes (Nike-Schuhe, Puma-Shirts, Rolexuhren, etc. aber alles garantiert mal 'ne Sekunde neben dem Original gelegen) einkaufen und sich vom Duft der vielen Kräuter und Gewürze verzaubern lassen. Die ortsüblichen Minibusse sind günstig, aber nichts für Leute, die Komfort suchen.
Weitere Tagestouren wurden von uns aus Kostengründen nicht gebucht.

Berichts- und Reisezeit:

August 2005
Gäste:

Überwiegend Deutsche, Russen, Engländer und Türken

Fazit:

Wer einen erholsamen Urlaubsort sucht und keine extrem hohen Ansprüche an eine familienfreundliche Hotelanlage stellt, findet hier eine günstige und attraktive Möglichkeit. Ich selbst habe den Urlaub als sehr erholsam empfunden, zähle mich selbst zu den Menschen, die auch gerne mal die Anlage verlassen, um die Region kennen zu lernen. Hierbei kam ich nicht ganz auf meine Kosten. Ein Nachbarhotel, eine Bar, ein Campingplatz und wenig Infrastruktur in fußläufiger Nähe, war etwas wenig für meinen Geschmack. Eine empfehlenswerte, etwas abseits liegende Anlage, gute Animation mit täglichem Programm, für meinen Geschmack eine ausgezeichnete abwechslungsreiche Küche. Ich kann dieses Hotel für eine Reise weiterempfehlen, würde aber nicht unbedingt noch einmal hinfahren, da ich nach 10 Tagen das Gefühl hatte, einiges in der Region kennen gelernt zu haben.
Meine Bewertung:

Allgemeiner Hotelbereich 85%
Zustand des Hotels 80%
Allgemeine Sauberkeit der einzelnen Bereiche 85%
Familienfreundlichkeit 95%
Behindertengerecht 60%
Lage & Umgebung 65%
Einkaufsmöglichkeiten in Umgebung 50%
Verkehrsanbindung und Ausflugsmöglichkeiten 65%
Restaurants & Bars in der Nähe 50%
Sonstige Freizeitmöglichkeiten 80%
Entfernung zum Strand 70%
Service 85%
Service (z.B. Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft des Personals) 95%
Kompetenz & Fremdsprachenkenntnisse des Personals 70%
Check-In Abfertigung 80%
Umgang mit Reklamationen 100%
Gastronomie 95%
Vielfalt der Speisen & Getränke 90%
Geschmack/Qualität der Speisen & Getränke 95%
Atmosphäre & Einrichtung im Hotelrestaurant und Bar 85%
Sauberkeit im Restaurant und am Tisch 75%
Sport, Unterhaltung und Pool 80%
Freizeitangebot (z.B. Tennis, Animation, etc.) 90%
Qualität des Strandes 50%
Zustand und Qualität des Pools 100%
Kinderbetreuung oder Spielplatz 85%
Zimmer 80%
Sauberkeit des Zimmers (Reinigung, Bettwäschewechsel, etc.) 80%
Größe des Zimmers 100%
Ausstattung des Zimmers (TV, Balkon, Safe, etc.) 75%
Bad / Dusche / WC (Größe, Beschaffenheit, Sauberkeit, etc.) 65%
Preis- / Leistungsverhältnis: 80%

Bilder

für Lykia Botanika Beach Club
Blick vom Pool auf die Schlafhäuser
von drhuhu drhuhu

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Kommentare

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  • duderally 06.12.2010 14:49
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • hexenhammer_121 28.03.2010 12:51
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Scheint wirklich nicht schlecht zu sein :-) Die handtuchbelegten Liegen sowie der Dreck am Rand des Strandabschnitts wären Sachen, die mich auch aufgeregt hätten, aber wie du schon sagst kann da das Hotel wenig dafür, sondern liegt an der Grundeinstellung der Menschen. Ein Ausflug als Entschädigung für eine "Not"unterbringung finde ich wirklich einen feinen Zug. Erlebt man nicht immer. LG

  • LSR_Online 09.02.2010 20:53
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Schön berichtet, aber aufgrund Aversion gegen Türkei nichts für mich. LG

  • kaengi_the_kangaroo 15.03.2009 01:24
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Xivender 02.11.2008 19:54
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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