Lütte Sail 2008, Bremerhaven

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Die lütte Sail

5  01.09.2008

Pro:
viele Schiffe, eindrucksvoll, tolle Kulisse, einfach einmalig

Kontra:
Weizen in Plastikbechern

Empfehlenswert: Ja 

Sesamkorn

Über sich: Juhu ich habe einen Brilli bekommen *freu* Danke schön dafür :-)

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Endlich war es soweit. Ich durfte auch mal daran teilnehmen. Und wie ich mich auf dieses Ereignis vorbereitete. Ich belegte Wellenlehrgänge, um mich bei Windstärke 9 zu behaupten. Dann lernte ich, Segel zu reffen, Piraten in die Spanten zu hängen, schräge Lieder zu grölen und literweise Rum zu trinken. Einen Grundkurs mit Orientierung mittels Kompass nebst den Kenntnissen einer Versorgung der Mannschaften mit Essen und die Fütterung der Fische mit den Mageninhalten der Passagiere war auch dabei. Dann war es soweit, ich durfte in Bremerhaven einsegeln. So, nun folgt der eigentliche Bericht…

Ja, das war schon ein unvergessliches Erlebnis. Die

++lütte Sail++

In Bremerhaven, die heuer vom 27. - 31.08.2008 stattfand. Was ganz toll ist, die Sail ist kostenlos für die Besucher, kein Schiff verlangt Eintrittsgeld, die Musikveranstaltungen und das Feuerwerk am Samstag sind ebenfalls umsonst. Nur Essen und Trinken kosten... aber wo ist das anders...

++Anreise und Unterkunft++

Diesmal kam ich nicht alleine nach Bremerhaven, ich brachte einen Teil der Piratencrew mit, die sich freiwillig gemeldet haben. Die Mitglieder waren meine Mutter und deren Lebenspartner. Mein Bruder, dessen Freundin und die Kleine konnten kurzfristig nicht, da die Lütte krank wurde.

Die Anreise war unspektakulär und ohne Staus schnell erledigt. Die knapp 600 Kilometer schafften wir in etwas mehr als 5 Stunden und so schlugen wir in Bremerhaven ein und die Kojen auf.

Die Kojen der beiden wurden im Hotel Bremula, nur einen Steinwurf von der lütten Sail aufgeschlagen und waren zur besten Zufriedenheit der Beiden gemacht.

Ich für meinen Teil hatte ja schon eine Unterkunft, wie viele von Euch ja wissen *lach*

++Ein paar Worte++

zur Sail. Diese ist eine absolut tolle Veranstaltung, ein Sommerfestival der Windjammer, Traditionsschiffe und Yachten. Diese findet normalerweise alle 5 Jahre statt. Die letzte war im Jahr 2005, folglich müsste also die nächste erst im Jahr 2010 stattfinden. So steht es auch ganz groß geschrieben beim Auswanderer-Haus. Aber sag niemals nie… es geht auch anders. Die Stadtväter von Bremerhaven haben sich also was neues einfallen lassen und einfach heuer im Jahr 2008 eine "lütte" Sail ausgerichtet. Lütt heißt ja im Norddeutschen einfach klein. Und so stellt man sich so eine Veranstaltung auch vor. Da kommen ein paar Segelschiffe, umrahmt von Pommesbuden und Dönerständen, und das soll es gewesen sein.

Klar kann man sich das so vorstellen. Ist es aber nicht. Die "lütte" Sail ist etwa so groß wie die normale Sail, habe ich mir sagen lassen. Aber hübsch der Reihe nach.

Die Sail gibt es zum siebten Mal seit 1986. Hier kann man Seemannsromatik und Seekrankheit hautnah erleben. Man hat Zugang zu den Segelschiffen, die die Welt umsegeln und Romantik wecken. Die Windjammern liegen am Kai und warten auf interessierte Besucher, Fotografen und neugierige Fragensteller.

Nun meine eigenen Erlebnisse, die schon eindrucksvoll waren.

++Freitag, 29.08.++

Mein Engel muss ja morgens noch arbeiten. Bis 14 Uhr. So machten wir uns leider ohne sie auf den Weg in die Stadt der Schiffe. Vom Hotel aus geht man ca. 25 Minuten oder etwa 3 Kilometer, dann ist man direkt in der Fußgängerzone und auch gleich am Hafen. Dort spielt sich das meiste der Veranstaltungen ab. Über die Fußgängerzone in Bremerhaven brauche ich nix zu schreiben, macht Euch selbst ein Bild während eines Besuches :- )

Im neuen Hafen, der direkt am Auswandererhaus beginnt, reihen sich Schiff an Schiff. Umrahmt ist die Sail von umfangreichen Rahmenprogrammen und vielen, wirklich vielen Buden, Geschäften und Leckereien. Nun möchte ich einen Teil der Schiffe wenigstens im Kurzen vorstellen, die sich zur Schau stellten:

- Alexander von Humboldt
Wer fernsehen schaut, sieht dieses Schiff am Tag mindestens 5 mal. Warum? Ich sage nur "Becks Bier"… ja das ist das grüne Segelschiff, auf dem immer "Sail away" gesungen wird, Bier getrunken und ins Wasser gesprungen…

Die Humboldt wurde 1906 gebaut, ist 63 Meter lang, 8,02 Meter breit und hat einen Tiefgang von 4,88 Metern. Die Segelfläche beträgt 1.010 m² und ist relativ klein - wenn man andere Schiffe anschaut. Davon aber später mehr.

- Amerigo Vespucci
Die kommt aus Italien und wurde 1930 / 31 gebaut.

- Capitan Miranda
Aus Uruguay. Sie ist zwar nicht besonders groß mit ihren 60 Metern Länge, aber nicht die Größe zählt. Sowas von freundlich und zuvorkommend wie die Besatzung war, so wie alles geblitzt hat auf dem Schiff, das war schon klasse… Perfekt.

- Picton Castle
Aus Kanada / Cook Islands. Die wurde 1928 in England gebaut
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Lütte Sail 2008, Bremerhaven Schiff ahoi
Schiff ahoi
und ist 45 Meter lang.

- Cuauthemoc
Unaussprechlich der Name. Das Schiff gehört der Mexikanischen Kriegsmarine und ist über 90 Meter lang. Gebaut wurde das Schiff 1982 in Spanien und sie hat eine Besatzung von 186 Mann.

- Christian Radich
Das Schiff kommt aus Norwegen und wurde 1937 in Sandefjord gebaut. Sie hat eine Segelfläche von 1.234 m² und schon mehr als die Humboldt.

- Cisne Branco
Aus Brasilien. Die Brasilianische Marine kann stolz auf das Schiff sein. Blitzblank und toll anzuschauen - hier merkt man, das die Brasilianer mehr können als nur Fußballspielen *lach* Gebaut wurde das Schiff 1999 in Amsterdam.

- Dar Mlodziezy
Noch ein unaussprechlicher Name. Der kommt aus Polen, wurde 1982 gebaut, und zwar in der Danziger Werft. Die Segelfläche beträgt über 2.900 m², sie wird noch von einem Dieses mit 1.500 PS angetrieben, wenn die Matrosen bei Flaute mal nicht blasen können *gg*

- Krusenstern
Die wird zwar auch erwähnt im Buch zur lütten Sail, war aber nicht da. Zumindest so viel zur Krusenstern. Sie ist der zweitgrößte Viermast-Bark der Welt. Sie ist über 114 Meter lang und hat ein Segelfläche von 6.553 m², eine Besatzung von 220 Mann und gehört Russland. Sie wurde 1926 als "Padua" in Bremerhaven gebaut und 1946 als Reparationszahlung an Russland übergeben.

- Iskra
Nochmals ein Schiff aus Polen, 49 Meter lang und 1982 gebaut.

- Mir
bedeutet Frieden. So sagt es das russische Wörterbuch. Dieses Schiff segelt auch unter russischer Flagge, wurde 1988 in Polen gebaut und ist 109 Meter lang. Von ferne schaut die Mir schon stolz aus. Beim näheren Betrachten kann man sagen, das andere Schiffe deutlich ordentlicher aussehen. Da sieht man schon mal abblätternde Farbe und so… Aber nichts desto Trotz, ein eindrucksvolles Schiff.

- Sorlandet
Aus Norwegen. Gebaut 1927 in Höivolds. 65 Meter lang, Besatzung 18 Mann, Trainees 70.

- KRI Dewarucci
Die kommt aus Indonesien, deren Heimathafen ist Jakarta, das Baujahr war 1953 in Hamburg. Sie ist über 58 Meter lang, hat 73 Mann Besatzung und eine wunderschöne Galleonsfigur.

- Shabab Oman
Auch diese Barkentine besticht durch die schöne Galleonsfigur am Bug des Schiffes. Es kommt aus dem Oman, die Matrosen tragen Turban. Sie wurde 1971 gebaut, ist 52 Meter lang und hat eine Segelfläche von etwas über 1.000 m²

- Sedov
Die 4-Mast Bark überhaupt. Die größte Segelbark der Welt mit einer Länge von 117 Metern. Sie wurde als "Magdalene Vinen" auf der Germania Werft in Kiel im Jahre 1921 gebaut und dient Russland wie alle Großsegler zur Ausbildung der seemännischen Ausbildung. Das Schiff wurde 1949 auch als Reparationsgut an die UdSSR übergeben. Sie hat eine Besatzung von 175 Mann, eine Breite von 14,80 Metern, einen Tiefgang von 6,50 Metern und eine Segelfläche von sage und schreibe 4.198 m². Gigantisch, nicht wahr? Dieses Schiff konnte ich erst am Samstag besichtigen, weil sie am Freitag morgen noch nicht offen war für die Besucher.

- Stad Amsterdam
Ein Vollschiff aus den Niederlanden, gebaut 1999 / 2000 in Amsterdam. Also kommen nicht nur Wohnwägen, Tulpen und Käse aus Holland, auch Schiffe werden dort gebaut. Segelfläche sind hier 2.200 m². Diesen Segler kann man mieten für Veranstaltungen und Feiern… aber keine Ahnung, was das kosten soll.

So, das waren nur einige Schiffe, alle 200 hier vorzustellen, würde einfach zu lange dauern. So sind einige große Schiffe da. Insgesamt waren 23 Großsegler da, die ich alle besichtigt und natürlich auch die Stempel bekommen habe.

Nur noch die Liste der anderen Schiffe:

Urania
Svanen
Grönland
Esprit
Far Barcelona
Franzius
Mercedes
HF 231 Landrath Küster
HF 244 Astarte
W. Klitgaard
Johanna
Hansine
Eendracht
Astrid
Amazone
J.R. Tolkien
Artemis
Anny von Hamburg
Pogoria
Kramputz
Zuiderzee
Jacob Meindert
Atlantic
Swanensborgh
Ubena von Bremen
Roland von Bremen
Kamper Kogge
Morgenster
Antigua
Ella
Frisius von Adel
Großherzogin Elisabeth
Regina Maris
Catherina
Zawasia Czarny II
Thalassa
Gerarda
Gesine von Papenburg
Wilhelmine von Stade
Pedro Doncker
La Belle Poule
Wappen von Ihlow
Sofie
Verandering
Germania
Simon Bolivar

Uff, das soll es gewesen sein.

Am Freitag Vormittag war die Welt noch in Ordnung. Man konnte bequem und einfach durch die Straßen gehen, es war sehr wenig los. Das war auch gut so, wollte ich doch mit meiner Videokamera vieles filmen, was mir auch gelang. Klar ging ich am Freitag nicht auf alle Schiffe, erstens waren nicht alle offen und die Zeit war auch begrenzt. So heuerte ich auf ca. 6 Schiffen an und filmte, was das Zeug hielt. Das Wetter spielte ja auch mit und die Sonne lachte vom Himmel.

Faszinierend sind diese Segelschiffe und Windjammer alle male. Beeindruckend die Bauweise, die wuchtigen Masten und Rahe, eine Unzahl von Seilen, Stricken und Schnüren, die oft sogar durch kleine Messingschilder beschriftet waren. Ich würde die Übersicht schnell verlieren, welches Seil für welches Segel ist. Hier und da konnte man auch den Seeleuten zusehen, wie sie kleine Sachen ausbesserten oder auch den Mast hochkletterten. Wer hier nicht schwindelfrei ist, sollte das besser bleiben lassen.

Nach einem kleinen Franziskaner Weißbier aus dem Plastikbecher war dann am Freitag Mittag so gegen 14 Uhr Schluss mit Sail, es gibt ja noch anderes in Bremerhaven und Umgebung zu sehen und zu schnabulieren. Ich sage nur "Butterkuchen"

++Samstag++

Früh, viel zu früh mussten wir wieder aufstehen, wollten doch Mutter und Martin wieder abgeholt werden. Und sie standen schon wartend vor dem Hotel. So gingen wir wieder auf Schusters Rappen in die Stadt, wo wie gegen 11 Uhr landeten. Ich kaufte mir erst mal ein Poster, auf dem die Alexander von Humbold abgedruckt war. Nicht, weil ich Becks Fan bin, ich kann das Bier nicht ab… sondern weil ich die Stempel der Schiffe ordentlich haben wollte. Und dies ist mit diesem Poster perfekt möglich. Am Schluss des Tages war das Poster dann auch voll von Stempeln, ich glaube, es sind so an die 25 Stück *freu* Den Vormittag schlenderten wir an den Schiffen vorbei, besuchten noch das eine oder andere und hörten auch den Shantychören zu, wie sie die Seemannsweisen schmetterten. Das war echt toll, die so life singen zu hören. Überall waren auch Stände aufgebaut, die nicht nur Süßes oder Saueres feilboten. Auch Bürsten, Sondermarken, Münzen, Holztafeln konnte man kaufen, auch Lose waren im Angebot. Mein Schatz und ich kauften je ein Los für 2 Euro das Stück. Jedes Los gewann, mein Engel einen Kugelschreiber und ich das Programmbuch der lütten Sail. Das hat mich sehr gefreut.

Mittags knurrte mir der Magen und wir suchten Platz. Da wir schon am Vortag durch die Gassen geschlendert waren, (dort hatten wir auch leckeren Gouda - 5 Jahre alt - gekauft) hatten wir einen Stand gesehen, der lecker Backfisch unter die Leute brachte. Dies war mein Ziel am Samstagmittag. Den kaufte ich mir mit Remoulade in Brötchen. Lecker Seehecht, frisch im Backteig fritiert. Klar aß mein Engel auch ein Brötchen. Was soll ich sagen - es schmeckte herrlich, auch wenn Gräten drin waren, die man einzeln raus popeln musste. Mir war das egal.

Dazu dann noch mal ein Franziskaner aus dem Plastikbecher, der mit je 2,50 Euro zu Buche schlug. Die Schanklizenz dafür hatten übrigens die Leute der Blattlaus, in dem der Stammi im Oktober diesen Jahres in Bremerhaven stattfindet. Also anmelden!!!

Der Backfisch war eine Riesenportion, die gerade mal 4 Euro kostete. Das finde ich fair.

Dann wollten wir um 14 Uhr eine Hafenrundfahrt machen, auf die wir am Vortag angesprochen wurden. Aber denkste… nix mehr frei, und die nächste würde erst in 3 Stunden beginnen, das war uns zu spät. Also schnell zum Hafenbus, der ebenfalls Rundfahrten anbot. Nach einem Dauerlauf erreichte ich als erster das Ziel - um die Auskunft zu bekommen, das der auch voll war. Außer Spesen nix gewesen.

Aber eine Attraktion wollten wir doch noch erleben…. So stellten wir uns in die lange Reihe am Hotel Sail City an, um da auf die Aussichtsplattform zu kommen, die in 77 Meter Höhe zum Rundblick auf Bremerhaven einlädt. Nach der Wartezeit von ca. 20 Minuten und dem Kauf der Liftkarten, das Stück zu 3 Euro ging es schnell in die Höhe. Aussteigen und genießen. Das war hier voll gegeben. Die Aussicht war grandios, da das Wetter auch völlig klar war. Aber es ging noch höher. Bis auf 86 Meter Höhe war der Aufstieg möglich, und man hatte eine 360 Grad Rundumsicht. Die Sail war wie eine Puppenstube klein. Man übersah den gesamten Hafen und konnte sogar bis zu den Kfz-Verladestationen sehen. Da lohnt sich das Geld wirklich. Nach ca. 30 Minuten sollte man dann aber wieder runter, um auch den anderen die Aussicht zu gönnen. Machten wir auch ;-)

Nun rührte sich der Durst wieder. Also das Spiel von neuem…. Sitzplatz suchen und dann was zum trinken holen. Ich sage nur Franziskaner *lach*… mein Engel trank Kola. Dann setzte sich ein Alleinunterhalter zu uns an den Tisch, um Pause zu machen. Der spielte alleine 4 Grundinstrumente und ca. 10 Begleitinstrumente, ganz alleine. Hörte sich echt gut an. Dann kamen noch 2 Freunde von ihm zu uns an den Tisch und wir bekamen ein Privatkonzert *lach*… hat uns gut gefallen.

Dann kam es…. Bayerische Musik. Mit Alphörnern und einer Blaskapelle aus Oberndorf. Zünftig mit Gamsbart am Hut schmetterten sie bayerische Musikkunst und das kam gut an…. Das Puplikum klatschte mit, schunkelte und machte Laune… das war echt klasse.

Nach dem Besuch der Sedov machen wir uns dann auf die Socken zum Abendessen ins Hotel. So gegen 19 Uhr trafen wir dann ein und wir waren so richtig fußlahm… zu viel gegangen. Keinen Schritt mehr zuviel, schwor ich mir diesen Abend ;-) Nach dem überaus leckeren Essen im Bremula (es gab Fisch) holte ich dann noch die Mutter meines Schatzes. Der Vater erlebte das Feuerwerk des Abends an Bord der "Roland von Bremen" und wir dachen, alleine ist es langweilig. So fuhren wir dann auch in die Stadt, ich schwor ja, keinen Schritt mehr zuviel. Nach langem Suchen fanden wir dann, was unser war. Einen kostenlosen Parkplatz mitten in Bremerhaven, während der Sail. Fast unbezahlbar, zumal wir in der Nähe vom Kolumbuscenter standen. Wirklich schnell waren wir wieder in der Stadt und suchten einen schönen Platz zum sitzen, um das Feuerwerk, das um 23 Uhr beginnen sollte, zu sehen. Im Garten des Auswanderer Hauses wurden wir fündig und platzten uns. Der Platz war genial, der Blick frei und der Durst groß…. Aber… ja aber… die Bedienung war hoffnungslos überlastet. Sie hastete mit irren Blick hin und her, auch meine freundlichen Winkversuche blieben erfolglos. Nach ca. 20 Minuten blieb sie kurz stehen und brabbelte etwas von kurz noch abkassieren und dann wäre sie da…. 5 Minuten später stand sie wirklich an unserem Tisch. "Ich kann ihre Bestellung aufnehmen. Aber Getränke gibt es vorerst nicht… die haben einen Annahmestopp an der Theke" lautete ihre Aussage…. *grummel* Trotzdem bestellten wir ganz mutig - 3 Weizen, eine Apfelsaftschorle und ein Radeberger… Weizen zu 4,20 der halbe Liter, Radeberger für 3,80. Die Schorle so um die 3,60 Euro… Und des geschehen auch noch Wunder… nach 5 Minuten kamen die Getränke, die wir auch gleich bezahlten.

Nun noch kurz auf die Toilette…. Junge junge, war die versifft… bääääää, einfach ekelig. Schamhaarsammler kamen da voll auf ihre Kosten, was da in den Urinalen lag. Auch die Papierhandtücher waren wild im Raum verstreut - in den Spendern nix mehr… So sollte es nicht sein. Mein Schatz versicherte mir glaubhaft, in der Damentoilette schaut es ähnlich aus… Da ist noch dringend Nachholbedarf da.

Dann bestellte sich der harry auch noch ein Bier. Diesmal kein bitteres Radeberger, nein, es sollte ein Schöfferhofer Weizen sein, das kühl seine Kehle hinunter fließen sollte. Bestellt war schnell, und schnell war das Bier da. Aber was war da??? In einem Bierkrug, in dem das Radeberger normalerweise eingeschenkt wird, brachte mir der Kellner das Bier!!! Auf die Frage, was das soll, nur die Antwort "wir haben keine Weizengläser mehr!"… mein Blick in die Runde bestätigte, was ich dachte… die haben nur 3 Weizengläser und die stehen schon auf unserem Tisch. Nirgends anders waren Weizengläser zu sehen *schmoll*…. Hier wurden wir schon bitter enttäuscht. Für den Preis erwarte ich schon ein wenig mehr…

++Das Feuerwerk++

Das war wieder versöhnend. 25 Minuten haben die es krachen lassen. Die herrlichsten Raketen, Lichterspiele und Illumationen waren zu sehen, gepaart mit klassischer Musik. Gut, von der bekamen wir nicht viel zu hören, weil wir zu weit weg saßen. Aber wir wollten nicht mehr an den Deich, der Fußweg war uns einfach zu weit *lach*…

Ich habe einen Teil davon gefilmt und freue mich schon auf die Bilder, die da auf mich warten. Bremerhaven hat sich nicht nur beim Feuerwerk selbst übertroffen. Das war grandios, so ein Feuerwerk habe ich selten gesehen - von der Schönheit ebenso wie von der Dauer des Geschehens.

++Fazit++

In jeder Hinsicht perfekt. Die lütte Sail war einfach nur toll. Wir waren alle begeistert von der Vielfalt der Schiffe, der Anzahl der Schiffe, dem Rahmenprogramm, dem Feuerwerk und alles drum herum. Wir waren auch im Schaufenster Fischereihafen, um dort zu Abend zu essen. Das war am Donnerstag Abend im Reinhards… Das war auch lecker…. Im Schaufenster waren ein paar Schiffe zu sehen, die nicht immer dort liegen. Aber das war überschaubar. Das Groß war im neuen Hafen zu sehen, wo neben den ständig dort liegenden Schiffen und dem Unterseeboot, das als Museum dient die anderen, extra wegen der Sail angereisten Schiffen waren. Als Landratte habe ich noch nie so viele Segelschiffe auf einem Haufen gesehen. Ich kann nur jeden raten, in 2 Jahren, wenn es wieder heißt "Sail" dorthin zu kommen. Meine Mutter hat schon die Zimmer reserviert. Das war gut so, die Anfragen sind jetzt schon groß.

Ich freue mich schon auf in 2 Jahren, denn dann kann ich auch die Windjammerparade verfolgen, die es bei der "lütten Sail" nicht gab. Das war der einzige Unterschied zur großen Sail. Ansonsten war alles groß und eindrucksvoll. Deshalb gebe ich 5 von 5 Sternen und eine Besuchsempfehlung.

So das war ein längerer Bericht über die Sail, wobei man könnte noch viel mehr schreiben. Aber alles kann man nicht in Worte fassen.

Danke für alle Bewertungen und Kommentare, es grüßt Euer harry.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
LoewieLoew

LoewieLoew

09.10.2008 15:11

So, fast wäre mir dieser tolle Bericht untergegangen in der Cis-Flut, aber ich habe ihn ja doch noch gefunden ;-) War super interessant zu lesen. LG Loewie

sanimaus

sanimaus

04.10.2008 11:35

soo nu hab ich es auch geschaftt deinen Lütte Sail bericht zu lesen.. und wie solls anders sein, BH was sonst ;o)

l.x.klar

l.x.klar

10.09.2008 21:30

Sehr guter Bericht von Dir ! Gruss

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Dieser Erfahrungsbericht wurde bislang 2268 mal gelesen und von Mitgliedern wie folgt bewertet:

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