Lumen, Bochum

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Lumen wo ist mein Oropax

3  02.09.2000

Pro:
mal was Neues, interessante Lichtobjekte

Kontra:
laut, Leute overstyled

Empfehlenswert: Nein 

kimbalee

Über sich:

Mitglied seit:22.07.2000

Erfahrungsberichte:216

Vertrauende:36

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 4 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Eher widerwillig ließ ich mich von meiner Freundin ins jüngst eröffnete "Lumen" schleppen.

Im Stadtmagazin "Prinz" wurde schon Monate vorher sehnsüchtig der Eröffnung entgegengefiebert.

Diese hatte sich durch eine Sicherheitsbegehung der Bochumer Feuerwehr, welche das Fehlen der Möglichkeit zur Dezibel-Messung bemängelt hatte, immer weiter hinausgezögert.
Doch nun ist der Laden endlich eröffnet worden.

Von mehrern tausend Mark teuren Bauhaus Stühlen war da die Rede, in denen der edle Gast seine Cocktails schlürfen kann.
Ein bisher noch nicht dagewesenes Ambiente sollte dem regen Bochumer Nachtleben etwas Flair einhauchen (Bochum ist übrigens Uni-Stadt und man trifft hier nachts zahlreiche Studenten).

Für den neuen In-Schuppen, der nicht nur zwei Tanzflächen, sondern auch noch eine Cocktailbar aufweisen kann, war eine ehemalige Kegelbahn umgebaut worden, die sich im Keller des Gebäudes befindet.

Obwohl wir in etwa wußten, wo dieser neue Laden zu finden ist, brauchten wir doch eine ganze Weile, bis wir endlich dort angekommen waren.
Außen war weder ein Namenszug noch sonst irgend etwas zu finden, was auf die Existenz eines Clubs hinter der Fassade schließen ließ.

Schlenderte man jedoch langsam die Straße entlang, erblickte man einen kleinen, in den Eingangsbereich eingelassenen Monitor, auf dem auf die Internetseite www.lumen.net hingewiesen wurde.
Da der Schriftzug immer mal wieder verschwand, mußte man schon arg langsam trödeln, um diesen überhaupt zu bemerken...

Die Internetseite gibt es übrigens so nicht, zumindest war es so, als ich das letzte Mal geguckt habe.

Direkt im Eingangsbereichbefindet sich ein Türsteher, der Verzehrkarten verteilt. Freitags kostet der Mindestverzehr 8,- DM und samstags happige 16,- DM.
Der Laden "wirbt" übrigens damit, daß exklusiveres Publikum gerne gesehen ist, während der "Herr mit Lederschlips und Dauerwelle" lieber draußenbleiben möchte...Ach so...
Wir waren allerdings eher normal, also nicht teuer gekleidet...

Da am Eingang extremer Durchzug herrschte, sahen wir zu, daß wir so schnell wie möglich die große Treppe hinunter nahmen.

Auf der ersten Ebene befindet sich dann die Cocktailbar, die insgesamt sehr dunkel gehalten ist und auf Erhöhungen mehrere Sitzecken mit besagten Schicki Micki Stühlen aufweist.
Ich glaube kaum, daß man im Dunkeln einen Ikea-Sessel von einem Bauhaus-Sessel unterscheiden kann, zumindest vermögen meine Po-Muskeln das nicht, naja....

An der Bar gibt es dann eine große Auswahl Cocktails zu einigermaßen erträglichen Preisen.
Die Bar hat übrigens unabhängig von der Disco im Keller auch schon früher auf.
Richtig los geht es auf der Tanzfläche eh erst weit nach Mitternacht, vorher ist der Laden noch recht leer.

Was mir in der Bar sehr gut gefallen hat, waren die psychedelisch beleuchteten Bilder an den Wänden.
Hatte irgendwie etwas Abgefahrenes an sich...

Die Wände und Decken sind übrigens der krasse Gegensatz zu den feinen Möbeln---alles Rohputz.

Auf der gleichen Etage befindet sich übrigens noch ein (!) Damenklo...

Über den Flur, der auch mit witzigen Leuchtobjekten verziert ist, geht es dann noch eine Etage tiefer in den Club-Bereich. Dort gibt es auch mehrere Toiletten (Gott sei Dank).

Direkt vorne befindet sich ein größerer Raum mit Theke, ebenso, wie in einem Seitengang.
Dort kann man von der Theke aus durch eine (fettfingerbeschmierte) Glasscheibe auf die hintere Tanzfläche sehen.
Sieht irgendwie witzig aus, wenn man die Leute dort tanzen sieht, aber selbst deren Musik nicht hören kann, da im Thekenbereich andere Musik gespielt wird..

Die zweite Tanzfläche ist direkt am Durchgang zur hinteren, das heißt, man muß sich durch die tanzenden Menge hindurch zwängen, um dort hinzugelangen.

Dort angekommen, stellte ich entsetzt fest, daß ich kein Oropax dabei hatte.
Die Musik (Richtung Trip Pop, 2 Step, Jungle....denke ich, ich selbst kenne und höre diese Musik nicht und bin auch kein Fan davon) war unerträglich laut und die Bässe gingen mir durch und durch.

Auf der Tanzfläche sah man wild zuckende Gestalten, die auch nach mehreren Stunden Tanzen dort nicht wegzubekommen waren.

An der Wand hinter der Tanzfläche befindet sich eine Art Leinwand, auf die während des ganzen Abends psychedelisch angehauchte knallbunte Effekte projiziert wurden.

Als das restliche Publikum dann eintraf, stellt ich fest, daß dies nicht mein Laden werden würde:

Extrem aufgestylte Frauen in Minis mit Overkneestiefeln im 60er Look, auftoupierte Haare, viele kahlrasierte Männer (jedoch keine Skinheads), Pullunder, Handtäschen, Küßchen hier und Küßchen dort.
Alle waren nach dem letzten Trend gekleidet und es schien, als geht es hier ums Sehen und Gesehen -Werden.

Ich kam mir plötzlich so billig und unscheinbar vor...
Nicht, daß ich nicht gestylt gewesen wäre, aber hier war alles vom Scheitel bis zur Sohle perfekt.

Das Publikum schätze ich ab 25 Jahre aufwärts ein, einige sehr hübsche Jungs gab es dort ;-))...
Mir ging die laute Musik jedenfalls irgendwann so auf den Zeiger, daß ich nach Hause gefahren bin...

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
kimbalee

kimbalee

02.09.2000 03:20

Danke :-)) Solche Läden sind natürlich immer Geschmackssache... Grüße kimbalee

Carl_der_Experte

Carl_der_Experte

02.09.2000 03:12

was ich fast vergessen hätte: Super Meinung!

Carl_der_Experte

Carl_der_Experte

02.09.2000 03:11

Schade, dass ich nicht in Bochum wohne (und noch nie da war!). Solche Berichte würde ich mir über Hamburg wünschen (dort ziehe ich demnächst hin.) gruß carl

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