Hallo, ich werde Euch hier über das Hotel Lucia und unseren Wien Aufenthalt berichten.
Fakten zur Reise:
Hotel
Hotel Lucia (Kategorie: 3 Sterne)
Hütteldorfer Straße 79
1150 Wien
Österreich
www.lucia-hotel.at
Reisedauer
18.08.2008 bis 23.08.2008 ( 5 Übernachtungen)
Preis
200 Euro im Doppelzimmer pro Person, Frühstück inklusive (für 5 Übernachtungen)
Und nun zu meiner Beschreibung:
1. Lage
Das Hotel liegt in der Hütteldorfer Straße in Wien im 15. Bezirk. Von den Wienern selbst wird dieser Stadtteil "Klein-Istanbul" genannt, da der Anteil an verschiedensten Bevölkerungsgruppen relativ hoch ist. So sind in dieser Straße meist Geschäfte von Türken, aber auch Tschechen und Italiener sind vertreten. Das Hotel selber liegt in der Nähe der U3, Haltestelle Johnstraße (circa 5 Minuten Fußweg). Mit dieser ist die Innenstadt sehr leicht zu erreichen. Ein Billa (aus dem Hotel rechts raus, circa 100 Meter) und ein Hofer (Ecke Johnstraße) waren ebenfalls in der Nähe. Die Hütteldorfer Straße ist eine sehr stark befahrene Straße, daher sollte man bei der Buchung darauf achten, ein Zimmer in den Innenhof oder zur Seitenstraße hin zu buchen. Einziges Manko an dieser Lage: Man darf sich nicht an den leichten Damen stören, die des Nachts am Straßenrand stehen (sind uns zweimal aufgefallen).
2. Das Hotel
Von außen sieht das Hotel eher unscheinbar aus. An den Eingang schließt sich die Lobby des Hotels an. Hier stehen ein paar Sofas und ein Tisch, auf dem zum Beispiel das "Wien Journal" (Heft mit Tipps für Essen, Sehenswürdigkeiten etc.) liegt. An den Wänden findet man Flyer zu verschiedensten Themen. In der Lobby gibt es auch einen PC, der für alle Gäste frei zugänglich ist und mit dem man kostenlos surfen kann. Von dort zweigen die Gänge zu den Zimmern ab. Das Hotel erscheint frisch renoviert und ist in warmen orange Tönen gestrichen. Einige Zimmer befinden sich in einem anderen Gebäude in einer Seitenstraße. Der Weg dorthin durch den Flur und das Treppenhaus ist ein wenig verwinkelt, aber nicht schwer zu finden. Aufzüge sind vorhanden. In der Anlage wohnen auch Privatleute, daher ist der andere Bau durch eine Zwischentüre, die man mit dem Zimmerschlüssel öffnen kann, getrennt.
3. Zimmer
Die Zimmer waren zweckmäßig eingerichtet. Zwei große Fenster, ein Doppelbett mit zwei Nachtkästchen, ein großer Schrank mit Garderobe, ein Schreibtisch mit einem Stuhl, ein Fernseher, sowie ein Kühlschrank mit Minibar. Was mir noch sehr gut gefallen hat war der große Spiegel, der neben dem Schrank hing. Das Bad bestand aus einer Dusche, einer Toilette und einem Spiegelschrank mit Waschbecken und Unterbauschrank. Seife sowie Shampoo wurde bereit gestellt.
Die Handtücher im Bad wurden jeden Tag gewechselt, die Betten alle 3 Tage frisch bezogen.
Im Zimmer wurde neben der Minibar auch ein Korb mit Süßigkeiten bereit gestellt. Da wir weder das Eine noch das Andere genutzt haben, kann ich zu den Preisen leider nichts sagen.
4. Frühstück
Das Frühstück ist von 7 - 10 Uhr.
Getränke
Es gab einen Kaffeeautomaten, an dem man von heißer Schokolade bis hin zur Wiener Melange alles bekam. Verschiedene Teesorten sowie heißes Wasser und Milch standen ebenfalls zur Verfügung. Orangensaft, Multivitamin und Blutorangensaft gab es auch.
Essen
Neben verschiedenen Semmeln/Brötchen (Körner, Mohn, normal) gab es auch einen Laib dunkles Körnerbrot, von dem man sich Scheiben abschneiden konnte. Daneben standen verschiedenste Kuchenstückchen sowie Mini-Muffins und Krapfen (Berliner). Ebenfalls beim Brotregal stand der Obstkorb, in dem Bananen, Äpfel, Nektarinen und sonstige Obstsorten lagen.
MANKO: Teilweise war das Obst nicht mehr gut bzw. schön anzusehen, weil der Obstkorb nicht jeden Tag komplett frisch befüllt wurde, sondern nur neues Obst auf altes gelegt wurde.
Auf der anderen Seite des Frühstücksraumes konnte man aus verschiedenen Cornflakes wählen. Auch Müsli, Körner und Trockenfrüchte wurden angeboten, ebenso wie einige Joghurtsorten. Brotaufstriche wie Nutella, Honig, Marmeladen und Butter und Frischkäse gab es, auch verschiedene Wurst- und Käsesorten, die immer wieder frisch aufgefüllt wurden. Wer wollte, konnte noch hart gekochte Eier und warme Würschtl haben.
Im Frühstücksraum gibt es keine Sitzordnung. Jeder setzt sich da hin, wo er will. Verlassene Plätze werden sofort wieder neu gedeckt.
MANKO: Die Tischdecken im Frühstücksraum werden anscheinend nur einmal die Woche gewechselt. Da wir von Montag bis Samstag dort waren, haben wir erst Samstag wieder neue Tischdecken vorgefunden. Macht leider keinen Spaß unter der Woche zu frühstücken, da die Tischdecken teilweise sehr verdreckt waren.
5. Personal
Der Portier an der Rezeption war sehr nett und seine Tipps echt Gold wert. Vom Kaffeehaus bis hin zum Programm des Sommer-Festivals am Rathausplatz hat er uns echt gute Tipps gegeben.
Wer ein Wiener Schnitzel essen will und dabei nicht unbedingt 16 Euro (Stephansplatz) ausgeben will, sollte unbedingt den Tipp unseres Portiers befolgen und ins Einstein (Nähe Rathhausplatz) zum Essen gehen. Dort kostet zwar das Bier fast vier Euro, dafür das Schnitzel nur 5 Euro. Auch sonst ist dort das Essen sehr lecker. Im Frühstücksraum selber gab es Personal, die die Tische abgeräumt haben. Diese waren wenig gesprächig und erschraken direkt, wenn man sie ansprach oder ein "Danke" sagte. Trotzdem kein Grund zum Klagen.
Mehr Personal haben wir ehrlich gesagt nicht gesehen ;-).
6. Tipps
Parken
In den Seitenstraßen fanden wir immer einen Parkplatz. Die Hütteldorfer Straße selbst ist eine Kurzparkzone und daher nicht geeignet zum Parken. Das Hotel besitzt aber auch Parkplätze, die man reservieren kann.
Einkaufen
Wie schon erwähnt, ein Billa und ein Hofer befinden sich in der Nähe.
= Essen
- Cafe Einstein (Rathausplatz 4, www.einstein.at): günstige Gerichte. Highlight: Man kann im Internet vorbestellen. Je mehr Tage man vorbestellt, desto billiger werden diese.
- Brandauers Bieringer (in der Nähe des Hotels): Bier und Getränke haben normale Preise (Schnitzel 7,80 Euro), hier gehen die Einheimischen essen.
- Cafe AIDA (fast direkt am Stephansplatz, www.aida.at): günstige Preise und trotzdem zentral am Stephansplatz (Eiskaffee 3,50 Euro, verschiedene Torten 2,10 - 2,60 Euro). Besonderheit: Fast alles ist in Rosa gehalten.
Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel
Es gibt eine 3-Tages-Karte (Wienkarte), mit der man viele Ermäßigungen bekommt (siehe www.wienkarte.at) und die 72 Stunden für alle Verkehrsmittel gültig ist. Preis: 18,50 Euro.
Für eine normale 72 Stunden Karte (ohne Ermäßigungskatalog) zahlt man 13,60 Euro. Übersicht über die Preise und verschiedenen Karten unter:
http://homepage.univie.ac.at/horst.prillinger/metro/deutsch/tarife. html
7. Fazit
Der Urlaub hat uns sehr gut gefallen. Nicht nur das Hotel, auch der Service waren klasse. Und die vielen verschiedenen Tipps unseres Portiers haben uns sehr geholfen. Wien bietet viele Sehenswürdigkeiten. Am Besten hat mir das OpenAirFestival gefallen, dass im August und September am Rathausplatz statt findet. Hier werden kostenlos Operetten, Ballett, Opern und Konzerte wie "Der Nussknacker", "Die drei Tenöre" oder "La Traviata" gezeigt.
Für jeden, der auf Städtereisen, müde Füße und viele schöne Eindrücke steht, ist Wien und das Hotel Lucia echt empfehlenswert.