London Calling
25.10.2008
Pro:
riesige Stadt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten, Weltmetropole mit Flair
Kontra:
teuer
Empfehlenswert:
Ja
 Schlucke
Über sich:
With forgiveness as our torch and imagination our sword - We'll untie the ropes of hate and slash op...
Mitglied seit:10.05.2007
Erfahrungsberichte:346
Vertrauende:23
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 92 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Da ein guter Freund von mir gerade in der Nähe von London ein Auslandssemester verbringt, dachte ich, dass sich in diesem Zusammenhang ein Besuch anbieten würde. Also bin ich ab nach London, um zum zweiten Mal die britische Metropole zu erkundigen. Und genau darüber will ich nun berichten… Wissenswertes
Genaue Daten werde ich hier nicht abtippen, die kenne ich nämlich nicht aus dem Kopf und im Netz kann die ja schließlich jeder selbst ergooglen. Ich weiß aber, dass in London mehr als sieben Millionen Menschen leben, was natürlich eine gewaltige Menge darstellt. Von der Fläche her ist London annähernd doppelt so groß wie unsere Hauptstadt Berlin - das reicht schon, um sich eine ungefähre Vorstellung von den Ausmaßen dieser Stadt zu machen, die auf eine äußerst bewegte Geschichte zurückblicken kann. Lange Zeit gehörte London zu den wichtigsten Städten der Welt und galt lange Zeit auch als die Stadt mit den meisten Einwohnern weltweit. Mittlerweile hat es zwar diesen Titel abgegeben, doch das ändert nichts daran, dass London immer noch eine der pulsierendsten Metropolen unseres Planeten ist.
Anreise Wer nach London gelangen will, hat die Qual der Wahl. Insgesamt fünf Flughäfen in der Stadt und in deren Umkreis dienen als Flugziel von praktisch allen Airlines, daher finden sich auch auf jedem größeren Flughafen Deutschlands Verbindungen nach London. Am günstigsten fliegt man mit Ryanair und landet dann auf dem Stansted Airport, von dem man allerdings entweder per Bus- oder Zugtransfer in die Stadt gelangen muss, was einen Aufpreis bedeutet.
Die Anreise mit dem Auto ist möglich, aus meiner Sicht allerdings nicht empfehlenswert. Zwar gelangt man per Fähre von Calais nach Dover recht "flott" nach London, allerdings ist die Kombination Linksverkehr + massives Verkehrsaufkommen in der Innenstadt nur für unerschrockene Autofahrer empfehlenswert. Zudem wird eine tägliche Maut in der Innenstadt fällig. Eine Anreise mit dem Zug ist natürlich auch eine Option, allerdings kostet das wohl sehr viel Zeit und Nerven, weshalb ich ganz klar die erste Möglichkeit empfehle.
Mind the Gap! Um sich möglichst schnell in der Stadt bewegen zu können, greift man natürlich auf die Tube zurück. London verfügt über das größte U-Bahnnetz der Welt, das dementsprechend gut ausgebaut ist. Die Preise für die Fahrscheine schwanken. Eine einzelne Fahrt kostet mindestens 4 Pfund (5 Euro!), auch wenn es sich nur um eine Station handelt, die man fährt. Da bietet sich der Kauf einer Tageskarte an, die nur 5,30 Pfund kostet und für die Zonen 1 und 2 gilt, in denen sich praktisch alle bekannten Sehenswürdigkeiten befinden.
Tagsüber fahren die U-Bahnen praktisch alle paar Minuten, lange Wartezeiten muss man eigentlich nie einplanen. Zudem ist das Ganze sehr übersichtlich gestaltet und durch gut platzierte Hinweistafeln, Durchsagen und digitalen Anzeigen findet man sich auch gut zurecht. Fahrpläne scheint es allerdings nicht zu geben und so wird es manchmal zum Glücksspiel, welche Bahn jetzt welche Route fährt oder an welcher Station sie endet. Auch passiert es durchaus, dass bestimmte Stationen kurzfristig wegen Wartungsarbeiten gesperrt werden. Dies kommt zwar eher selten vor, aber ich habe es schon zweimal erlebt, ohne es vorher gewusst zu haben. Ein doofes Gefühl, wenn die Bahn nicht hält, sondern einfach die Station passiert, an der man eigentlich aussteigen wollte. Des weiteren kann es durchaus sein, dass man viel laufen muss, um zu den Zügen zu kommen. Besonders an den Stationen, an denen man die Linie wechseln kann, ist mir dies aufgefallen. Oberirdisch fahren unzählige (wörtlich zu nehmen) Busse umher, allen voran natürlich die berühmten Doppeldeckerbusse. Da Busfahren in Großbritannien jedoch eine äußerst verwirrende Sache darstellt (Abfahrtszeiten haben praktisch keine Relevanz, Haltestellen werden oftmals nicht angefahren usw.) und in London praktisch unzählige Linien verkehren, sollte man genau schauen, ob man denn auch den richtigen Bus erwischt.
Tja, und wer will, kann auch in eines der ebenfalls berühmten und das Straßenbild prägenden Londoner Taxis springen, hier sind die Preise jedoch ziemlich hoch. Ha! Eine gute Überleitung zu meinem nächsten Punkt…. Preise
Nicht umsonst hat London den Ruf erhalten, zu den teuersten Städten der Welt zu gehören. Doch je nach den eigenen Ansprüchen kann man auch in London einigermaßen sparsam über die Runden kommen. "Echte" Hotels in der Innenstadt kosten ein Heidengeld. Schon für Hotels mit nur einem Stern sind Zimmerpreise pro Nacht von 100 Euro keine Seltenheit, bei zwei Sternen springen die Preise gerne mal in Größenordnungen von 150-180 Euro pro Nacht usw. Natürlich existieren auch günstige Angebote ab ca. 50 Euro, allerdings darf man in diesen Fällen keinerlei Ansprüche haben. Neben den "gewöhnlichen" Hotels bieten natürlich auch zahlreiche Bed & Breakfasts und Hostels Schlafmöglichkeiten
Bilder von London - Wissenswertes
an. Solche Angebote richten sich natürlich in erster Linie an die Menschen, die einfach nur einen Platz zum Schlafen und Duschen suchen und den restlichen Tag die Stadt erkunden wollen. In diesem Falle empfehle ich das Piccadilly Backpackers. Das große Hostel liegt direkt am belebten Piccadilly Circus und bietet seine Betten schon ab ca. 20 Euro an.
Wie bei den Schlafmöglichkeiten gilt auch bei der Verpflegung die Devise, dass man je nach den eigenen Ansprüchen relativ preiswert oder äußerst teuer essen kann. In der Innenstadt kostet eine warme Mahlzeit in einem echten Restaurant knapp 20 Euro, so zumindest meine Überschlagskalkulation. Ausgefallenere Speisen kosten dementsprechend deutlich mehr. Für die nicht wirklich anspruchsvollen Gaumen stehen natürlich auch alle bekannten Fastfood-Ketten zur Verfügung, die preislich ungefähr unserem Standard entsprechen.
Einkaufen kann man in London natürlich auch. Und zwar im ganz großen Stil! Unzählige Einkaufsstraßen wie die Oxford Street oder Carnaby Street locken mit zahlreichen Geschäften, in der Bond Street befinden sich einige der teuersten und exklusivsten Läden. In Camden Town oder Covent Market gibt es interessante Märkte, viele kleine Geschäfte und vieles mehr. Die Preise schwanken natürlich und besonders auf den Märkten werden viele gefälschte Markenartikel angeboten, dennoch kann man auch hier relativ günstig einkaufen, falls man es denn darauf anlegt. Will man allerdings zu den echten Marken greifen, bewegen sich die Preise auf einem höheren Niveau als in Deutschland. Was die Stadt jedoch wirklich richtig teuer macht, sind die Preise für das Nachtleben und die Sehenswürdigkeiten. Die Eintrittspreise für Clubs und Discos bewegen sich normalerweise im zweistelligen Pfundbereich, als Ausgleich sind die Getränke noch mal teurer (haha). Allerdings: wenn ihr ein bisschen Glück habt, dann trefft ihr auf halbwegs seriöse Gestalten, die euch zu vergünstigten Preisen in einen bestimmten Club schleifen wollen - dabei kann man zumindest den ein oder anderen Pfund sparen.
Sehr unterschiedliche Preise verlangen die Pubs. Die britische Pubszene allgemein unterscheidet sich übrigens deutlich von der in Deutschland. In England herrscht ein striktes Rauchverbot und die Leute jammern darüber nicht, sondern sie halten sich daran und gehen vor die Tür, um zu rauchen: überhaupt: da viele der Pubs relativ klein sind und nur wenige Sitzplätze anbieten, stehen sowieso die meisten Gäste auf der Straße. Getränke holt man sich direkt an der Theke, ein Trinkgeld bezahlt man nicht. Seltsamerweise schließen die Pubs sehr früh, selbst am Wochenende - hier schließen die Besitzer zumeist vor Mitternacht die Pforten. Ausgehen kann man übrigens sehr gut im trendigen Stadtteil Soho, da hier jede Menge Pubs und Clubs auf Kundschaft warten. Noch teurer, ja geradezu abenteuerlich hoch sind die Eintrittspreise für die verschiedenen Sehenswürdigkeiten. 10 Pfund gelten als untere Grenze, 15 Pfund Eintritt als Durchschnitt. Was für eine Überleitung….denn nun geht es ab zum nächsten Punkt, den…
Sehenswürdigkeiten Pflichtprogramm
Na dann, starten wir doch mal mit einem wunderbaren Rundgang durch die Londoner Innenstadt! Ausgangspunkt ist der Piccadilly Circus (U-Bahn: Linien Bakerloo oder Piccadilly, Haltestelle Piccadilly Circus). Dieser äußerst belebte Treffpunkt gilt als einer der Verkehrsknotenpunkte. Die berühmten Reklametafeln machen besonders nachts einiges her und der Shaftesbury Memorial Fountain ist ein hübscher Brunnen, an dessem Fuße sich gut verweilen lässt.
Von hier geht es auf zwei Arten weiter: entweder spaziert man durch die Oxford Street (U-Bahn: Haltestellen Bond Street Marble Arch, Oxford Circus und Tottenham Court Road), eine äußerst belebte (ja nicht sogar verstopfte) Einkaufsstraße und erreicht schließlich die Hyde Park Corner mit der berühmten Speakers Corner. Hier darf sich jeder zu einem beliebigen Thema auslassen und die Passanten um sich herum versammeln. Leider habe ich das noch nie mitbekommen….und wenn niemand redet, dann ist das Ganze schlicht ein völlig unspektakulärer Platz. Jedenfalls kann man hier durch den berühmten Hyde Park (U-Bahn: Linie Piccadilly, Haltestelle Hyde Park Corner) spazieren, die größte innerstädtische Parkanlage. Empfehlens- und sehenswert ist hier der See The Serpentine, darüber hinaus finden sich zahlreiche Denkmäler und Mahnmale im Park verstreut. Bei gutem Wetter lässt es sich hier vorzüglichst entspannen und verweilen. Die alternative Route führt durch den ebenfalls hübsch anzuschauenden Green Park, in beiden Fällen bietet sich das Wellington-Denkmal als Ausgangspunkt an, um nun die schöne Allee Constitution Hill bis zum Buckingham Palace zu laufen. Leider darf man die sich anschließenden Palace Gardens nicht betreten. Der Palace selbst ist auch nur teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich und das auch leider nur im August und September - daher habe ich dieses Erlebnis leider noch nicht genießen dürfen. Empfehlenswert aber ist der Wachwechsel, eine prunkvolle Zeremonie, die täglich morgens gegen 11.30 Uhr stattfindet und immer zahlreiche Touristen anzieht. Daher ist frühes Erscheinen Pflicht, sofern man einen Platz vorne am Zaun ergattern will. Wer übrigens Glück hat (so wie ich am vergangenen Wochenende) kann in diesem Zusammenhang sogar einen Blick auf die Königin selbst erhaschen.
Direkt gegenüber des Palastes befindet sich das beeindruckende Queen Victoria Memorial, an das sich der schöne St. James Park anschließt. Auch hier kann man schön die Seele baumeln lassen - oder eines der unzähligen Eichhörnchen füttern, die im gesamten Park herumtollen. Hat man auch diesen Park durchquert, bewegt man sich mit großen Schritten auf das (politische) Herz der Stadt zu: die City of Westminster. Hier befinden sich zahlreiche Ministerien, die allesamt in wuchtigen Gebäuden untergebracht sind sowie die berühmte Downing Street. Hier wohnt in Hausnummer 10 der Premierminister, aktuell also Gordon Brown. Wirklich spektakulär ist die Straße allerdings nicht, da man hier außer Sicherheitsleuten praktisch nichts sehen kann. Also wenden wir uns lieber nach rechts und erfreuen uns am irren Ausblick auf Big Ben, den großen Glockenturm (eigentlich führt der Name in die Irre, da Big Ben die größte der Glocken im Turm bezeichnet) mit seiner weltberühmten Melodie, der zum riesigen Komplex der Houses of Parliament gehört. In diesem monströsen, im neugotischen Stil erbauten Gebäude tagt das britische Parlament. Obgleich das Bauwerk schon von außen äußerst beeindruckend anmutet, bleibt es den Touristen leider mit wenigen Ausnahmen vorenthalten, das Gebäude von innen zu besichtigen. Zwar werden einige wenige Leute auch während der Parlamentsgeschäfte eingelassen, doch anders als beispielsweise im Bundestag können die Besuchergalerien jederzeit geschlossen werden. Ein Besuch des Gebäudes ist dann möglich, wenn sich das Parlament in der Sommerpause befindet. Dann werden Führungen angeboten, die auch in verschiedenen Sprachen abgehalten. Leider weiß ich nicht, was sie kosten. Auch den Uhrturm Big Ben kann man von innen besichtigen, leider steht dieses Angebot nur den Bürgern des Vereinigten Königreichs zur Verfügung.
Von der Themse weg entdeckt man gegenüber der Houses of Parliament den Komplex der Westminster Abbey, einer der wohl berühmtesten Kirche der Welt. Hier werden traditionell die englischen Könige gekrönt und auch beigesetzt - zahlreiche Könige und Angehörige sind in der Kirche begraben; zudem haben hier einige der wichtigsten englischen Persönlichkeiten wie Isaac Newton hier ihre letzte Ruhe gefunden. Das riesige Gebäude ist sowohl von außen als auch von innen beeindruckend und sehenswert, allerdings bewegt sich auch hier der Eintrittspreis im zweistelligen Pfundbereich. Der Gesamtkomplex von Parlament, Big Ben und Westminster Abbey lässt sich über die Haltestelle Westminster erreichen, die von den Linien Circle, District und Jubilee bedient wird. Wenn man nun hier per Brücke die Themse überquert, fällt auf der Linken sofort ein weiteres Wahrzeichen der Millionenstadt auf, denn neben der County Hall befindet sich das mehr als 100 Meter hohe London Eye, ein Riesenrad, das für eine Umdrehung ungefähr 30 Minuten benötigt. Eine Fahrt mit dem Rad ist in meinen Augen durchaus empfehlenswert, allerdings nur dann, wenn eine gewisse Fernsicht gegeben ist. Dann hat man von hoch oben eine herrliche Aussicht über die unfassbar große Stadt. Natürlich darf man auch für diesen Ausblick ordentlich bezahlen…letztes Jahr im Mai kostete eine Umrundung tatsächlich 14,50 Pfund! So, nach diesem Spaziergang essen wir erstmal was und dann geht es weiter!
Die weiteren Sehenswürdigkeiten nun ohne chronologische Reihenfolge: Der Trafalgar Square liegt direkt zwischen Piccadilly Circus und den Houses of Parliament. Hierbei handelt es sich um den größten öffentlichen Platz in London, der von der Nelsonsäule dominiert wird. Um die Säule, an dessen Spitze sich eine Statue von Adrimal Nelson befindet, herum wurden einige wuchtige Löwenstatuen platziert, umrahmt wird das Ganze von einigen Brunnenanlagen. Bei schönem Wetter lässt es sich hier wirklich gut aushalten, zudem ist der Platz allein auf Grund des lebhaften Treibens ein beliebter Anlaufpunkt und sollte auf keiner Stadtrundfahrt fehlen. Nach der Westminster Abbey dürfte die St. Paul's Cathedral (U-Bahn: Linie Central, Haltestelle St. Paul's) wohl die zweitberühmteste Kirche der Stadt sein. Auch hierbei handelt es sich um ein beeindruckendes Kirchenbauwerk, das vor allem von seiner riesigen Kuppel dominiert wird. Innen finden sich wieder einige Grabmäler, unter anderem wurde Winston Churchill hier beigesetzt - allerdings kostet der Eintritt erneut mehr als zehn Pfund.
Heieiei, ist das alles teuer! Kann man denn nichts anschauen, was kein Geld kostet? Aber klaro! Da wäre zum einen das Kaufhaus Harrods zu nennen. Dieses befindet sich unweit des südlichen Teils des Hyde Parks (U-Bahn: Linie Piccadilly, Haltestelle Knightsbridge) und gilt als eines der größten und exklusivsten Kaufhäuser der Welt. Lange Jahre war das Haus Hoflieferant des Königshauses.
Dementsprechend edel sieht sein Interieur aus und ebenso gesalzen sind die Preise, die man im Harrods bezahlen muss. Empfehlenswert sind auf jeden Fall die im Erdgeschoss angesiedelten Food Halls, die so viele Leckereien anbieten, dass einem das Wasser im Mund zusammenläuft. Darüber hinaus sollte man auf jeden Fall die ägyptischen Rolltreppen nutzen - das sieht unglaublich aus und wenn man Glück hat, steht sogar eine leibhaftige Sängerin irgendwo im Treppenhaus und schmettert stimmgewaltige Arien. Der Eintritt ins Harrods ist kostenlos, allerdings sollte man zumindest einigermaßen schick angezogen sein, falls man es besuchen will - und Rucksäcke darf man im Gebäude nicht auf dem Rücken tragen. Wer eine hübsche Kirche besichtigen will, ohne dafür einen horrenden Eintrittspreis zahlen zu müssen, kann die Brompton Church besichtigen, die sich unweit des Kaufhauses befindet. Auch hier darf man eine beeindruckende Innenausstattung bestaunen.
Ein Pflichttermin beim London-Aufenthalt sollte auch der Besuch der Tower Bridge darstellen (U-Bahn: Linien District & Circle, Haltestelle Tower Hill). Die Brücke befindet sich - natürlich - direkt neben dem ebenfalls weltberühmten Tower of London, Heimat der Kronjuwelen und beeindruckende Festung. Ein Spaziergang über die Brücke darf natürlich nicht fehlen. Natürlich existiert auch die Möglichkeit, die Türme hinaufzusteigen und von oben einen wunderbaren Ausblick zu genießen, doch auch dafür zahlt man - ich glaube 8 Pfund. London ist bekannt für seine schillernde Bevölkerung … die kann man live und in Farbe in Camden Town begutachten. Vor allem auf der Camden Highstreet (U-Bahn: Linie Northern, Haltestelle Camden Town) bekommt man eine wilde Mischung geboten. Punks und Alternative dominieren das Bild. Am Samstag ist hier erfahrungsgemäß am meisten los, da der Camden Market geöffnet hat. Hier und in den zahlreichen Geschäften mit ihren bunten und originellen Hausfassaden kann man stundenlang nach Kleidung und Schmuck stöbern, zudem kann man in diesem Viertel zu relativ humanen Preisen essen. Ein weiterer interessanter Markt befindet sich im Covent Garden (Linie Piccadilly, Haltepunkt Covent Garden), hier wird auch ein abwechslungsreicheres Warenangebot an den Mann und die Frau gebracht und das Publikum ist nicht ganz so alternativ.
Museen Im krassen Kontrast zu den ansonsten so horrenden Eintrittspreisen ist der Eintritt in die Museen (Ausnahme: das Tussaud's Wachsfigurenkabinett) kostenlos. Und man sollte von diesem Angebot auf jeden Fall Gebrauch machen, denn auch in dieser Hinsicht hat London jede Menge zu bieten.
An erster Stelle muss ganz klar ein Besuch im British Museum stehen (U-Bahn: Piccadilly oder Central, Haltestellen Holborn oder Russell Square). Dieses Gebäude beeindruckt nicht nur auf Grund seiner schieren Größe, sondern auch wegen einer unglaublich vielfältigen Ausstellung, die sich thematisch in viele verschiedene Kulturen gliedert. Große Ausstellungen zu den Ägyptern, Griechen und Römern gehören ebenso dazu wie die zu afrikanischer Kultur und Kunst. Beeindruckend ist auch der Innenhof, der von einer großen Glaskonstruktion überdacht wird und der größte überdachte öffentliche Platz in Europa ist. Kunstinteressierte sollten auf jeden Fall einen Blick in die National Gallery werfen. Dieses befindet sich direkt am Trafalgar Square, die Sammlung umfasst mehr als 2000 Gemälde, unter anderem von großen Künstlern wie van Gogh, Monet, da Vinci oder Rembrandt. Während sich diese Ausstellung ganz der "klassischen" Kunst widmet, hat die moderne Kunst ihren Platz in der kalt und trist anmutenden Tate Modern gefunden. Das Gebäude ist leicht von St. Pauls über die Fußbängerbrücke über die Themse zu erreichen, die ausgestellten Kunstwerke muten teilweise bizarr an. Interessant und lohnenswert ist ein Besuch aber allemal!
Schließlich sollte auch ein Besuch im National History Museum nicht fehlen, das sich unweit des Kaufhauses Harrods befindet. In ihm erfährt man viel Wissenswertes über das Leben auf unserem Planeten; im Gegensatz zu den bisher genannten Museen richtet sich hier das Angebot auch an Kinder, die viel entdecken und selbst ausprobieren dürfen. Nun aber! Wie finde ich denn London insgesamt?
Ich liebe London! Die Stadt bietet unendlich viel, man kann ständig neue Dinge entdecken und erleben; die Innenstadt gefällt mir außerordentlich gut, da man hier wirklich das Gefühl hat, Geschichte mit jedem Schritt zu erleben. Die zahllosen alten Gebäude zaubern eine eigene Atmosphäre, die tollen Sehenswürdigkeiten tun ihr Übriges. Zudem ist die Stadt ständig in Bewegung, das Leben tobt an allen Ecken und Enden - eine Millionenstadt eben. Dies merkt man auch daran, dass Moderne und Klassik hier eine gelungene Kombination ergeben. Das kann sowohl bei einzelnen Gebäuden (wie dem British Museum) als auch in der Stadt selbst gesehen werden. Ein Beispiel? Dazu muss man nur die Tower Bridge überqueren. Schaut man von der Brücke in Richtung Tower, hat man eine tolle Aussicht auf das riesige, mehrere Jahrhunderte alte Gebäude, während sich im Hintergrund die spektakulären Wolkenkratzer in den Londoner Himmel erstrecken - unter anderem die "Gurke", der Swiss Re-Tower. Trotz ihrer unglaublichen Größe sind die Bewohner Londons durchaus freundlich und keinesfalls so gestresst, wie man meinen könnte. Das habe ich ja bei den Briten allgemein schon festgestellt, aber auch in London plaudern die Kassierer in den Supermärkten gerne ein paar Worte mit den Kunden, auch wenn die Schlange lang ist - und niemand käme auf die Idee, sich darüber zu beschweren. Das sollte man in Deutschland mal versuchen ;-)
Ich könnte hier noch jede Menge mehr schreiben, doch ich habe auch so schon mehr geschrieben als ich eigentlich wollte. Daher kann ich nur hoffen, dass ihr - falls ihr es nicht sowieso schon getan habt - meiner Empfehlung folgt und der britischen Hauptstadt einen Besuch abstattet. Es lohnt sich!
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
Mehr über dieses Produkt lesen
Verwandte Tags für London - Wissenswertes
|
|
20.02.2009 21:13
Toller Bericht! Als Kontra würde ich dann eventuell noch das Wetter erwähnen :P Ich war schon 2 mal in London, und das Wetter ließ jedes mal ziemlich zu wünschen übrig *gg* Aber naja, vllt versteckt sich die Sonne ja auch einfach immer nur vor mir :) LG
03.12.2008 21:17
Klasse Bericht! Ich fliege im Februar hin... Danke für deine Tipps! LG Anna
27.11.2008 12:08
Schon allein für mich persönlich die Bestnote, weil ich den ein oder anderen Tipp für meine baldige Reise sicherlich noch gebrauchen kann. Obendrein verschaffen mir deine ausgewählten Fotos geniale Erinnerungen an vor 2 Jahren sowie Vorfreude für in rund 2 Wochen ;) Was das Essen anbelangt, so gehen Carrie und ich sicherilch wieder zum veganen Büffett bei so nem Thailänder; was für 6 Pfund zu haben war... echt lecker, vielfältig und vor allem leichenfrei =) Und dich stopf ich jetzt einfach mal ins CIS. Machs dir bequem.