London – Finanzmetropole – Urlaubsziel – Shoppingparadies
Als ich 1995 zum ersten Mal mit meiner Abiturklasse in London auf Studienfahrt war, packte es mich : das Fieber, die Leidenschaft, diese Stadt und Ihr Umfeld immer wieder zu besuchen.
London ist für mich eine Sucht geworden und ich habe mir damals geschworen mindestens ein Mal pro Jahr auf einen Kurzbesuch vorbeizukommen. Und wenn es nur zur Teatime ist.
Diesen Schwur habe ich bisher erfüllt und war seit diesem Zeitpunkt mindestens ein Mal pro Jahr in London. Der Rekord lag glaube ich bei 4 Mal pro Jahr, auch wenn es nur für einige Stunden war.
Was fasziniert mich so an dieser Stadt ? Jedem der schon einmal dort war, brauche ich das wohl nicht zu erklären. Es ist das Gesamtbild der Stadt ! Die Mischung von alt und modern, die britische Lebensart, die Theater, Musicals, die unterschiedlichen Stadteile mit Ihrem Charme, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die Pubs, die Fußballszene, die verschiedenen Kulturen und egal was man sonst darüber hört : das Wetter !
Der folgende Bericht enthält viele Informationen über London und das Leben in London, wird von mir ständig erweitert, aber wird niemals vollständig sein können, da London viel zu umfangreich ist und der Bericht sonst aus den Nähten platzen würde.
Anreise
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Die erste Frage lautet natürlich : Wie komme ich denn überhaupt nach London. Dank der modernen Technik entweder mit dem Zug durch den Eurotunnel, mit der Fähre über den Ärmelkanal oder am vermutlich schnellsten und günstigsten mit dem Flugzeug über einen der Airports Heathrow (der bekannteste und größte) , Luton , Stanstead, den City Airport oder über Gatwick.
Nach London fliegen täglich zahlreiche internationale Fluggesellschaften wie z.B. die British Airways, Lufthansa, KLM, British Midland oder auch zahlreiche s.g. „Low Cost Carrier“ wie Easyjet oder Ryan Air.
Die größeren Fluggesellschaften landen i.d.R. in Heathrow. Von dort aus erreicht man die City relativ günstig und schnell mit der „Tube“ , der Londoner U-Bahn.
Von Gatwick, Stanstead oder Luton fahren entweder spezielle Shuttlezüge oder aber auch normale Züge in Richtung London-Downtown. Die Preise hierfür sind aber meist im Vergleich zur U-Bahn recht teuer.
Als preisgünstige Alternative sollte man noch den Bus in betracht ziehen, wobei diese meist wesentlich länger brauchen, als die Züge, aber dafür auch i.d.R. nur in etwa die Hälfte kosten.
Verkehrsmittel
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Getting around in London ..... ist eigentlich recht einfach : nehmt öffentliche Verkehrsmittel !
Das Bus und Bahnnetz von London ist so großartig ausgebaut, das man selbst in den Vororten kein Auto benötigt, um in die City zu kommen.
Das Londoner Nahverkehrsnetz ist in 6 Zonen unterteilt. Wobei die Innenstadt Zone 1 ist und die anderen Zonen sich davon kreisförmig nach außen anschließen.
Es gibt zahlreiche Nord – Süd Verbindungen und West –Ost Verbindungen, sowie Circle-Lines , die im Kreis um Downtown herumführen. Schlüsselstellen dieses Netzes sind die Zahlreichen Umsteigebahnhöfe, an denen mehrere Linien aufeinandertreffen.
Die bekanntesten Linien (und auc die am meisten frequentierten) sind die Picadilly Line(blau), die vom Flughafen Heathrow nach Downtown führt
(Endstationen Heathrow und i.d.R. Cockfosters),die Circle Line(gelb) rund um Downtown und die Northern Line(schwarz), da sie zum beliebten Vorort Camden Town führt.
Die Farbangaben hinter den Namen findet Ihr in den Bahnen und auf sämtlichen offizielen U-Bahn Karten. Sie dienen dazu, sich besser zu orientieren.
Neben den U-Bahnen verfügt London noch über ein modernes Busnetz.Es fahren entweder die alten bekannten roten Doppeldeckerbusse oder neuere einstöckige Busse, die ebenfalls rot sind. Die Preise sind meist recht günstig , Tickets gibt es beim Fahrer.
Wichtig ist : die U-Bahn fährt nicht die ganze Nacht, es gilt daher entweder die letzte Bahn zu erwischen oder sich schlau zu machen, welcher Nachtbus fährt wann wohin.
Empfehlenswert für den Aufenthalt in London ist eine Travellers Card, die neben zahlreichen Vergünstigungen bei Eintritten noch die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit im Nahverkehrsnetz (Bus und Bahn)bietet. (bitte auf Zonen achten)
Neben diesen Möglichkeiten gibt es noch die Londoner Taxis (Cabs), früher mal einheitlich schwarz gibt es sie heute in vielen Farben. Es ist super bequem, stilvoll und alle Mal ein Erlebnis, aber leider auch dementsprechend teuer.
Als Alternative gibt es noch die Minicabs, die zwar billiger sind, aber bei denen i.d.R. kein Versicherungsschutz besteht.
Unterkunft
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Sleeping in London.................. kann je nach Geldbeutel und Präferenzen super billig oder ziemlich teuer sein. Der Visitor findet von der günstigen Bed and Breakfast Pension über die Jugendherberge bis hin zum Nobelhotel alles.
Wirklich günstig ist in London nicht wirklich eine Unterkunft, doch kann man schon mit einem geringen Budget relativ gut wohnen.
Zu empfehlen wäre da z.B. das Regent Palace Hotel (für Kurztrips). Direkt am Picadilly Circus im Herzen Londons gelegen, mit relativ fairne Preise lässt es sich hier gut nächtigen. Nachteil ist jedoch die Tatsache, das es weitestgehend nur Etagen Duschen/WCs gibt und es nachts je nach Lage des Zimmers recht laut ist. (mehr dazu in meinem Erfahrungsbericht)
Etwas teurer aber dafür wesentlich nobler wäre da z.B. das Holiday Inn nahe Victoria Station.
Ein modernes , dem Standard entsprechendes 3 bis 4 Sterne Hotel, welches ebenfalls relativ Zentral liegt.
Für den etwas volleren Geldbeutel gibt es unter anderem noch das Waldorf Hilton, welches einen sehr guten Ruf hat, aber demenstprechend kostet.
Von Jugendherbergen, kann ich persönlich eher abraten und würde dem sparsamen Touristen ein B&B Hotel etwas außerhalb von Downtown empfehlen.
Auch würde ich aus der Erfahrung heraus zu einem Hotel raten das mind. 3 Sterne hat, da die meisten darunter nicht wirklich so toll sind.
Gastronomie
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Das englische Essen ist bei weitem nicht so schlecht wie sein Ruf, na gut, das Frühstück mit Plum-Pudding ist etwas gewöhnungsbedürftig , aber es gibt auch viele leckere englische Gerichte.
In London ist es eher schwierig etwas „einheimisches“ serviert zu bekommen. Neben den meisten bekannten Fast-Food Ketten (McDonalds,Burger King, Wendys, etc) findet man auch bekannte Pizzeriaketten wie Deep Pan oder Pizza Hut. Hier gibt es meist günstige „All you can eat“ Angebote, bei denen man sich richtig vollfuttern kann.
Neben diesen Gourmettempeln hat sich vor allem die ethnische Küche durchgesetzt. Zahlreiche Chinesen, Araber, Vietnamesen, Koreaner, Inder, Pakistanis, Spanier und was weiß ich was, bereichern die englische Speisekarte mit Ihren Restaurants.
Billig essen kann man z.B. bei Mr. Wu , einer chin. Restaurantkette. Das Essen ist in Form eines Buffets. Es ist billig, aber je nach Filiale gut oder eher durchschnittlich. Auf Dauer würde ich es mir jedoch nicht antun.
Was ich sehr empfehlen kann ist Chinatown, mitten im Stadtteil Soho. Hier kann man nach Herzenslust die asiatische Küche genießen und auch im asiatischen Supermarkt einkaufen.
Mein Essenstipp : probiert mal Dim Sum und auch mal gebratenes Seegras. *lecker*
Auch das für England typische Fish & Chips bekommt man in London. Meist gibt es keine reinen Fish & Chips Buden mehr, sondern man bekommt es am Döner oder Falaffelstand. Aber sind wir doch mal ehrlich.......wem außer Engändern schmeckt schon Fish & Chips ? *g*
Kultur
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Kultur in London.......was ist eigentlich Kultur ? Sicher muß man in London hierzu die zahlreichen Musicals und Theaterstücke zählen, die auf den ebenso zahlreichen Bühnen Londons aufgeführt werden.
Welche Musicals gerade in London aufgeführt werden erfahrt Ihr im Internet, in der zeitung, in den meisten Hotels beim Portier (diese besorgen einem auch mal gern Karten) oder an den Ticketshops am Picadilly Circus und am Leicester Square.
Dort erhaltet Ihr auch Tickets für Konzerte und Partys, die rund um London stattfinden.
London hat eine rege House und Drum & Base Szene. Die besten Partys findet man meist wenn man sich in einem der lokalen Plattenläden mal die Flyer anschaut die ausliegen. Die großen Diskos und Clubs im Zentrum sind meist eher versnobbt und etwas konservativ. Die wirklich guten Partys gibt es meist etwas außerhalb.
Eine wichtige kulturelle Attraktion sind sicher auch die Nights-of the Proms, eine Reihe von Promenadenkonzerten die in der Royal Albert Hall stattfinden. Karten für die Last Night zu bekommen ist fast aussichtslos, aber auch die anderen Konzerte sind ein Event. Tipp : früh hinfahren, und dann anstehen (nehmt zu essen und zu trinken mit). Es kann mal 5 Stunden dauern, bis man es dann schafft eine Karte für den Innenraum zu bekommen, diese kostet dafür dann auch sehr wenig (ich hab damals 3 Pfund gezahlt). Im Innenraum ist das einfache Volk, welches ganz stilvoll auch Picknicksachen zum Konzert mitbringt. Auf den Emporen sitzt dann die s.g. bessere Gesellschaft.
Zum Thema Kultur zählt in meinen Augen auch die Fußball Kultur ! Bekannte Clubs wie Arsenal, Chelsea und Tottenham sind international bekannt und bieten immer wider spannende Spiele.
es lohnt sich für jeden Fußballfan mal am Wochenende z.B. nach Highbury rauszufahren und ein Ticket für eines der Spiele zu ergattern. Ich selbst war schon in Arsenal und bei den Tottenham Hotspurs in der Whiteheart Lane (als Klinsi dort noch gespielt hat). Ticketpreise sind vergleichbar mit unseren. Die Fans je nach Mannschaft ebenso nett oder primitiv wie hierzulande. Als Deutscher empfehle ich grundsätzlich etwas Zurückhaltung, denn nicht jeder auf der Insel mag uns.
Sehenswürdigkeiten
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Sightseeing, einer der wichtigsten Gründe um nach London zu gehen. Alle Sehenswürdigkeiten hier aufzuzählen, wäre unverhältnismäßig und einfach unmachbar, deshalb werde ich mich auf meine Favoriten beschränken.
London Tower :
In diesem ehemaligen Gefängnis lagern heute von Beafeatern bewacht die Kronjuwelen. Neben diesen gibt es auch
Bilder von London - Wissenswertes
noch zahlreiche Waffen und Rüstungsgegenstände zu sehen. Der Besuch ist eigentlich Pflicht in jedem Londonprogramm. Wartezeiten sind je nach Wetter und Saison bis zu 2 Stunden. Der Eintritt ist auch etwas happig, aber dafür bekommt man auch viel geboten. Man sollte dafür einen halben Tag einplanen.
Tower Bridge :
Die berühmte Brücke über die Themse, auf deren Spitzen die Köpfe der Verräter früher aufgespiest und dem Volk präsentiert wurden.
St. Paul’s Cathedral :
Die wohl größte und schönste Kirche im Herzen von London. Man kann hier neben der Gruft mit den zahlreichen Gräbern berühmter Persönlichkeiten (z.B. Horatio Nelson) auch noch die Kuppel besichtigen. (kostet Eintritt)
Big Ben :
eines der Wahrzeichen Londons ist der Glockenturm, der neben den Houses of Parliament steht.
Downing Street Nr. 10 :
Sitz des Premierministers von England , gut bewacht und abgeschottet kann man hier einen kurzen Blick auf das Haus des englischen Regierungsoberhaupts werfen.
Imperial War Museum :
ein Museum welches dem Krieg gewidmet ist und neben zahlreichen Waffen auch die Kriegszeit in London eindrucksvoll darstellt. Neben englischen Ausstellungsstücken gibt es hier auch viel deutsches Kriegsmaterial zu sehen.
British Museum :
Das Nationalmuseum, welches so viel zu bieten hat, das man hier einen kompletten Tag verbringen kann. Besonders sehenswert ist die ägyptische Abteilung mit den Mumien und Grabfunden.
Highgate Cemetary :
Friedhof im Norden Londons, welcher zahlreiche Berühmtheiten beherbergt. Daneben auch noch landschaftlich sehr schön in einer Parkanlage gelegen. (mehr in einem anderen Bericht von mir)
Madame Tusseauds :
Wer kennt es nicht das Wachsfiguren Kabinett. Hier trifft man massig Prominente aus Show, Politik und Sport, natürlich nur in Wachs gegossen, was dachtet Ihr denn ?
Habe mich mit Saddam Hussein und Gaddafi fotografieren lassen und das Bild „Achse des Bösen“ genannt.
Buckingham Palace :
Das Haus der Queen. Gut bewacht und beflaggt wenn die Queen anwesend ist. Gelegentlich erhascht man auch mal den Blick auf ein Mitglied der Königsfamilie. Ansonsten findet hier auch noch der Wachwechsel (Changing of the Guard) statt.
Greenwich Village + Observatorium :
Gemütlicher Stadtteil mit schönen Geschäften und einer riesigen Parkanlage in deren Mitte das Greenwich Observatorium mit dem Null-Meridian liegt. Weitere Sehenswürdigkeit : das Schiff Cutty Shark am Ufer der Themse.
Camden Lock :
Eine Art Flohmarkt im Stadtteil Camden Town , auf dem man alles kaufen kann, von Klamotten bis Schallplatten und Ragga Utensilien. Erreichbar mit der Northern Line, ist meist absolut überlaufen, aber auf jeden Fall einen Besuch wert.
Oxford Street :
die wohl fetteste Einkaufsmeile Londons, wo man alles bekommt, was gerade so angesagt ist.
Es gibt noch vieles mehr was ich Euch empfehlen könnte, aber dann wird es wie oben schon erwähnt zu ausführlich. Deshalb hier noch mal nur in Kurzform, was es noch so zu sehen gibt :
London Aquarium , Westminster Abbey , Hide Park , London Bridge , Picadilly Circus , Harrods ,
Notting Hill , Selfridges , Houses of Parliament , Millenium Wheel , London Zoo , Wembley Stadium , Brixton Town……u.v.m.
Fazit :
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Keine Ahnung wie oft ich jetzt schon in London war, aber es waren weit mehr als 20 Mal. Ich habe immer noch nicht alles gesehen was ich sehen wollte und würde mir das meiste auch wieder anschauen. Zum Shoppen ist London trotz der Preise das absolute Paradies. Ich kann nur jedem empfehlen sich einmal im Leben London anzuschauen, und ich verspreche, er/sie wird wiederkommen, denn diese Stadt kann man nicht bei einem Besuch ganz kennenlernen.
Was mich fasziniert ist die Vielfalt der Kulturen, das traditionelle London und das moderne London (z.B. Docklands), die Menschen, das Essen, einfach alles.
Wie gesagt : geht einfach mal hin und lasst Euch von der Stadt inspirieren.
29.04.2005 17:48
London ist schon eine tolle Stadt
02.04.2005 20:33
Wirklich schön geschrieben und willkommen im Club der Süchtigen :-). Wobei es mich neben L auch in den Südwesten zieht und natürlich und vor allem nach Schottland, nicht aber ohne einen Aufenthalt in London. Viele Grüße - Scigy
02.04.2005 17:45
Wow Respekt, der Bericht ist sehr informativ. Mir persönlich ist London viel zu teuer.....