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Habe ich schon mal erwähnt, dass ich London liebe? Nein? Gut, dann tue ich das hiermit. Ich finde London absolut aufregend, sehenswert, wunderschön und einfach faszinierend. Was mir besonders an der Stadt gefällt, ist der stetige Wechsel zwischen alt und modern, der das Stadtbild prägt.
Als ich London zum ersten Mal besucht habe, stand eine Fahrt mit dem London Eye relativ weit oben auf meiner Liste. Zum Glück zeigte sich das Wetter von seiner angenehmen Seite (was in London ja keine Selbstverständlichkeit darstellt) und durch die tolle Fernsicht wurde der "Flug" zu einem echten Erlebnis.
Doch zunächst zu allen wissenswerten Daten und Infos:
Lage
Direkt an der Themse gelegen, befindet sich das London Eye schräg gegenüber von den Houses of Parliament mit dem weltberühmten Glockenturm. Tickets erhält man in der County Hall.
Anreise
Wer auf öffentliche Verkehrsmittel zurückgreift, hat verschiedene Möglichkeiten, zum London Eye zu gelangen: Busstationen finden sich in der Londoner Innenstadt an jeder Ecke - allerdings ist Busfahren in London immer ein Erlebnis und nicht allzu empfehlenswert. Einfacher und komfortabler ist da die altehrwürdige Tube. Mit der U-Bahn gelangt man in die Nähe des Riesenrads. Von der Station Waterloo ist man nur ca. fünf Gehminuten vom Rad entfernt; Embankment und Charing Cross liegen etwas weiter entfernt, hier müssen ungefähr 15 Minuten bis zum Rad eingeplant werden. Sinnvoll ist der Ausstieg an der Station Westminster, da man dort direkt am Big Ben wieder ans Tageslicht kommt und beim Gang über die Themse schon einen wunderbaren Blick auf das Riesenrad genießen kann.
Wer mit dem Zug anreist, nutzt entweder die Bahnhöfe Waterloo oder Charing Cross.
Öffnungszeiten
Ganzjährig setzt sich das Rad zum ersten Mal um 10 Uhr in Bewegung. Im Winter schließt das Rad um 20, im Mai, Juni und September um 21 und in den Sommermonaten Juli und August um 21.30 Uhr. Schade, dass keine wirklichen Nachtfahrten angeboten werden.
Preise
Tja, meine Freunde, London ist leider teuer. Da macht das London Eye keine Ausnahme, doch der momentan für uns günstige Pfundkurs mildert den horrenden Fahrpreis ein wenig. Ab 16 Jahren zahlt man den vollen Preis von aktuell 17,50 Pfund. Kinder bis vier Jahren zahlen nichts, ältere Kinder fahren für den halben Preis - also 8,75 Pfund. Sondertarife gelten für Behinderte und ältere Menschen (ab 60), doch auch dann schlägt eine Fahrt mit 14 Pfund zu Buche. Ferner existieren zahlreiche Sonderfahrten - zum Beispiel eine Fahrt, während der man ein Glas Champagner erhält und keine Wartezeiten einplanen muss .... klingt verlockend, kostet aber immerhin 35 Pfund.
Wartezeiten
Verlässliche Aussagen darüber kann keiner machen, durchschnittlich wird man sicherlich eine halbe Stunde warten. Erfahrungsgemäß nimmt der Besucherstrom gegen abends etwas ab - hier muss man einfach etwas Glück haben (oder man investiert einen Aufpreis und hat dann eine garantiert kurze Wartezeit).
Zum Riesenrad selbst
Mit 135 Metern Höhe ist das London Eye wahrlich eine sehr beeindruckende Erscheinung. Erbaut wurde es im Rahmen der Jahrtausendwechselfeierlichkeiten der Stadt London und ursprünglich war geplant, es nur für einige Jahre zu betreiben. Da das Riesenrad jedoch von so vielen Touristen genutzt wird, wurde dieser Plan mittlerweile verworfen.
Die Besucher finden in insgesamt 32 Gondeln Platz, in die jeweils ca. 25 Menschen passen (es ist auch möglich, eine Gondel zu mieten, falls man keine Lust auf Mitfahrer hat ;-)). Eine Umdrehung dauert ca. 35 Minuten, der Ein- und Ausstieg erfolgt während des Fahrens.
Meine Fahrt im London Eye
Im Ticket Center geht alles recht zügig: mehrere Kassen sind geöffnet und ermöglichen einen reibungslosen Ablauf.
Auch draußenhatten wir Glück und mussten nicht lange warten; durch die zahlreichen Einweiser gelingt der Einstieg sehr zügig. Die Leute achten darauf, dass die Gondeln stets gut gefüllt sind, um die Wartezeiten zu verkürzen. Laaangsam, sehr langsam erhebt man sich dann in die Lüfte. Da die Gondeln komplett verglast ist, darf man eine wunderbare Aussicht auf die wahnsinnige Metropole genießen. Besonders beeindruckend ist die Sicht natürlich auf die schon erwähnten Houses of Parliament, doch auch in die anderen Richtungen lohnt sich der Blick.
Die Fahrt selbst ist natürlich bis auf die Sicht wenig spektakulär, dafür aber auch komfortabel: geräuschlos gleitet man dahin, die Gondeln sind klimatisiert und da in der Mitte einer jeden Gondel mehrere Bänke angebracht sind, kann man sich auch hinsetzen, wenn man dies möchte. Allerdings wird man dann nicht so viel von der Stadt sehen können, da die meisten Leute direkt an der Scheibe stehen und die Sicht versperren.
Fazit
Natürlich ist eine Fahrt mit dem Riesenrad extremst teuer. Man sollte auch keine wunderdinge erwarten: wer mit dem London Eye fährt, darf sich an einer wunderbaren Aussicht erfreuen. Nicht mehr, nicht weniger. Wer sich dafür erwärmen kann (wie ich), der wird den extrem hohen Preis für das Ticket verkraften. Denn aus der Luft erhält man einen ungefähren Eindruck über die wahren Ausmaße der Millionenstadt. Soll also heißen: wenn ihr in London seid, dann kauft ein Ticket und nutzt die Gelegenheit, London von oben zu sehen.
15.11.2009 17:46
Da würde ich jetzt auch gerne hin. LG Sabine
14.09.2009 14:43
BH & LG
13.09.2009 09:56
Ich will auch mal wieder nach London :-)