London Dungeon, London

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London Dungeon, London

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Die dunkle Seite Londons oder Reisebericht die 2.!

5  30.03.2002

Pro:
Atmosphäre, man erfährt etwas über Londons dunkle Vergangenheit

Kontra:
nicht alles verständlich, da alles auf Englisch

Empfehlenswert: Ja 

Vampiria

Über sich:

Mitglied seit:11.02.2001

Erfahrungsberichte:307

Vertrauende:157

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Normale Leute fahren nach London, um sich wohl Sehenswürdigkeiten wie den Buckinghampalast anzuschauen. „Normale“ Leute, versteht sich. Solltet Ihr jedoch eher auf der gleichen Schiene wie ich fahren, sprich eher der dunklen Seite angetan sein, die Horrorfilme und Horrorromane verschlingt, die Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett betritt, um ihre Hände würgend um den Hals des Papstes zu legen oder schmachtend vor Vlad dem Pfähler zu stehen, so müsst Ihr einfach einen Blick in den Dungeon werfen! Ich war begeistert!!!


^v^ Offizielles: ^v^

Der London Dungeon befindet sind in London in der Tooley Street ( Nähe des Towers). Erreichen könnt Ihr diese Gefilde am besten mit der U-Bahn, da sich direkt daneben die U-Bahnstation „London Bridge“ befindet. (Keine Angst vor der Londoner U-Bahn! Man findet sich dort sehr rasch zu recht, ich würde sogar sagen wesentlich besser als bei manch einem Bahnhof in unserem Lande. Mit einem Tagesticket kann man übrigens für 5 Pfund den ganzen Tag über in London umher fahren – es lohnt sich!). Auch ein Zugbahnhof befindet sich hier und auch die Busse der Linien 21,35,40,43,47,48,78,133,149 und 381 halten an dieser Station. Sobald ihr die U-Bahnstation verlassen habt und Euch wieder im Tageslicht befindet, steht ihr auch schon direkt vor der größeren Warteschlange des Dungeon. Zeit braucht Ihr hier nämlich schon. Wir warteten ca. 45 Minuten bis wir endlich drinnen waren.

Öffnungszeiten:
Jeden Tag in der Woche, November – März von 10.30h bis 17.00h,
April – Oktober von 10.00h – 17.30h
und es gibt noch zusätzliche Öffnungszeiten im Juli und August, die ich jedoch nicht kenne.

Zu beachten ist ebenfalls, dass Kinder unter 15 Jahren nur in Begleitung eines Erwachsenen rein dürfen. Als kleiner Tipp von mir, ich finde dass zu kleine Kids wohl besser draußen bleiben sollten, da hier nun mal keine Märchenausstellung auf den Besucher wartet, sondern eine Ausstellung von harten Fakten!

Eintrittspreis: Ca. 11 Pfund für Erwachsene.


^v^ DAS DUNGEON: ^v^

Sicherlich fragen sich jetzt viele unter Euch, was ist das denn nun für eine Sehenswürdigkeit, für die man so lange anstehen muß und die nichts für Kleinkinder ist. Nun im Dungeon werden die weniger schönen Dinge, die sich in London in den früheren Jahren abspielten gezeigt. Hexenverbrennungen, Serienkiller, Der Brand von London, die Zeit der Pest. Alles was ansonsten gerne totgeschwiegen wird, taucht hier im Dungeon auf und auf all diese Dinge werde ich nun etwas näher eingehen:

Nachdem wir halt sehr lange schon angestanden hatten, erreichten wir das Innere des Dungeon ( es sieht bereits von Außen sehr schön düster aus!). Noch bevor wir an der Kasse standen, wurden wir zuerst einmal in einer schönen Position photographiert ( wir waren zu 4. unterwegs und wir Damen durften unsere Männer köpfen *g*). Dann ging es weiter. Das Bild braucht man natürlich nicht zu kaufen, aber wir machten es um des Spaßes Willen dann doch.

Nach dem Kassenhäuschen ging es weiter, einen kleinen Gang hinunter und wir stießen auf die ersten Figuren. Ähnlich wie bei Madame Tussaud´s Wachsfigurenkabinett erwarteten uns hier viele schöne, blutrünstige Figuren in unterschiedlichen Positionen. Als erste Station erwarteten uns die Pest und solche Krankheiten und es ging sogleich weiter zu „Crime & Punishment“, wo man unter anderem bei der Köpfung der Anne Boleyn beiwohnen konnte. Mit vielerlei Tricktechnick wurde hier eine sehr düstere Atmosphäre geschaffen, die einen gut in die damalige Situation hineinführte. Neben jeder Szene befindet sich auch eine Schautafel, auf der auch in Deutsch die entsprechende Geschichte kurz zusammengefasst ist. Die Figuren in den Szenen sprechen leider nur Englisch, aber es ist gut verständliches Englisch und somit auch gut nachvollziehbar. Viele Dinge von denen man heute in England nichts mehr wissen möchte, findet man hier wieder. Wir gelangten schließlich ans Ende dieser Straße und ein Tor wurde geöffnet.

Im nächsten Raum wartete ein junges Mädel in einem Kostüm der damaligen Zeit, auf einem Thron sitzend und begann mit ihrem (leider nur auf Englisch) Vortrag über Folterinstrumente. Sie hatte eine kleine Auswahl dieser Geräte vor sich liegen, hielt sie hoch und erklärte, wie diese früher angewendet worden seien. Leider sprach sie sehr dialektreiches Englisch, weswegen wir nicht alles verstehen konnten, allerdings konnte man sich bei vielen Instrumenten auch selber denken, wozu man diese wohl angewendet hat.

Es öffnete sich wieder ein Tor und wir landeten in der Zeit der Hexenverbrennungen. Wieder warteten viele Figuren und Szenen auf uns. Auch hier wieder viele Schautafeln mit der jeweiligen Geschichte daneben.

Die nächste Station war nun ein Raum mit dem Namen „Judgement Day“, wo man am eigenen Leibe einem Hexenprozeß beiwohnen durfte. Meine Wenigkeiten wurde zum Tod durch die Giutine verurteilt *g*. Mehr sag ich hier nicht dazu! Mein Freund fand es äußerst spaßig!

Danach öffnete sich wieder ein Tor und wir landeten an einem Bootssteg, wo uns eine dunkle Gestalt in kleine Boote hineinsteigen ließ. Nichtswissend begann dann unsere Todesfahrt auf dem künstlichen kleinen Fluß. Auch hier möchte ich Euch nicht mehr dazu verraten, sonst ist es ja keine Überraschung mehr.

Wie sollte es auch anders sein, wenn es schon um die dunkle Geschichte Londons geht, dann darf natürlich Jack the Ripper nicht fehlen und der folgte als nächstes. Das Viertel Whitchapel von 1888 wurde hier nachgebaut und man findet sich in Mitten der Mordserie des Serienkillers wieder. Auch hier setzten die Leute des Dungeon wieder auf interaktives Verstehen. Junge Leute begleiteten uns zu den Mordschauplätzen, zeigten uns die „Leichen“ und erzählten die gesamte Story von Jack the Ripper. Wenn man kürzlich erst den Film „From Hell“ gesehen hat, ist dies natürlich um so besser.

Im nächsten Raum rannte uns dann plötzlich eine schreiende verkleidete Gestalt in „der Glöckner von Notre Dame- Maniert entgegen und begann wie wild zu schreien: „Feuer!!!“. Wir folgten ihm natürlich alle und fanden uns in Mitten des großen Londoner Feuers von 1666 wieder. Die gesamte Story wurde hier auch wieder erzählt und nachgebaut. Durch Tricktechnik sah man Flammen in den Fenstern der Häuser züngeln, die Schreie der Leute. Eine geniale Atmosphäre wurde auch hier wieder erzeugt.

Leider hat alles ja irgendwann ein Ende und so auch das Dungeon. Nach der letzten Station mit dem Feuer befanden wir uns schließlich im Souveniershop( hier gibt es sehr schöne Stofffledermäuse!!!) und Cafe wieder. Ca. 2 ½ Stunden dauerte dieser Ausflug hier und man ist anschließend erst einmal kaputt. Da wir nur noch wenig Zeit übrig hatten, konnten wir uns allerdings keine Verschnaufpause leisten und starteten sogleich weiter zu unserem nächsten Zielort in London.


^v^ FAZIT: ^v^

Das Dungeon ist absolut genial! Die Atmosphäre die dieser Laden vermittelt ist gigantisch! Man fühlt sich wirklich in diese unterschiedlichen Epochen der Zeit zurückversetzt. Einzigstes Manko, man sollte zumindest etwas Englisch sprechen, ansonsten bekommt man bei dem Führern Probleme mit der Verständigung. Diese sprechen nämlich gar kein bzw. nur sehr wenig Deutsch und die ganzen Vorträge sind halt auf Englisch gehalten. Bei den dargestellten Figurenszenen kann man dafür ja den deutschen Text auf den Schautafeln lesen. Ich denke mal, dass das Dungeon genau das richtige für alle Freunde der dunklen Szene ist. Für Leute die kein Blut sehen können oder die eher kritisch diesen Dingen gegenüber eingestellt sind, ist das Dungeon wohl der falsche Ort. Ich für meinen Teil, fühlte mich hier sehr wohl!

Für Interessierte: www.thedungeons.com
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
blonde_lady

blonde_lady

16.08.2008 12:59

Ich weiß, wovon du schreibst. Ich war zwar noch nicht im Londoner Dungeon, habe aber das Hamburger Dungeon schon zweimal besucht. Tolle Sache.

cheyenne2031

cheyenne2031

27.02.2008 15:05

Das hab ich mir mittlerweile dreimal angesehen und würde es immer wieder besuchen. Es ist super da unten. Beim ersten besuch wurden wir von Freddy Krüger begrüßt ... das war gefährlich nah am Klos in der Hose. Und übrigens bin ich total begeistert vom dortigen U-Bahn-Netz, irre gut sortiert und ohne Sprachkenntnisse einfach alles zu finden. Die habens drauf.

t.schlumpf

t.schlumpf

30.01.2008 22:09

Das muss ich mir unbedingt merken und ansehen!

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