London, Airport Heathrow, LHR

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Das Problem mit dem Müssen müssen

2  19.06.2012

Pro:
Schneller Gepäck - Transport

Kontra:
Zu wenige Toiletten

dik1609

Über sich: Ich bin 55 und bedanke mich für Lesungen, Bewertungen und Kommentare - Gegenlesungen sind selbstvers...

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Immer näher rückte unsere mit Aufregung erwartete Schiffsreise. Wir hatten bereits einen Tag in Hamburg verbracht, um dann von dort aus nach England zu fliegen. Und hier wartete schon unmittelbar nach der Landung unseres Flugzeuges Neues auf die beste Ehefrau von allen und den sie begleitenden Gatten, denn wir erreichten die britische Hauptstadt London über den Flughafen Heathrow, den ich aus der Vergangenheit nur vom Vorbeifahren kannte - meine Luftreisen waren bis dato stets am Flughafen Stansted beendet oder begonnen worden. Und deswegen auch kann nun an dieser Stelle über unsere subjektiven Eindrücke vom größten Flughafen Europas berichtet werden.

Allgemeine Informationen

Mit über 69 Millionen Passagieren im Jahr 2011 war Heathrow nach Atlanta und Peking der drittgrößte Flughafen der Welt. Er liegt 24 Kilometer westlich vom Londoner Stadtzentrum entfernt und ist mit dem unter anderen durch die Londoner U-Bahn verbunden. Der Flughafen wurde bereits 1930 eröffnet, hat eine Fläche von 1.227 Hektar und verfügt über fünf Terminals. Im Jahr 2011 gab es fast 500.000 Flugbewegungen in Heathrow, um die sich insgesamt 76.000 Beschäftigte kümmern. Der Flughafen Heathrow wird von rund 100 Fluggesellschaften angeflogen. Es bestehen Flugverbindungen zu jedem Kontinent und zu fast allen Regionen der Welt. Die verkehrsreichsten Strecken vom Flughafen aus sind die nach New York, Dubai, Dublin, Amsterdam und Paris.
Unsere Ankunft

Es dauerte, bis unsere Lufthansa-Maschine in Heathrow landen durfte - auf dem Flughafen herrschte Hochbetrieb, weswegen die Passagiere aus Hamburg sich das Ganze eine zeitlang gelangweilt von oben ansehen durften. Dann aber ging es endlich auf den Boden und bald durften wir auch das Flugzeug am ansonsten eher wenig frequentierten Terminal 4 verlassen. Ich war neugierig. Die beste Ehefrau von allen hatte ein anderes Problem: Sie suchte nach einer Toilette. Wir marschierten also erst einmal los, der Ausschilderung zu Passkontrolle und Ausgang folgend. Endlich auch entdeckte die Gattin sanitäre Anlagen - die aber waren verschlossen, wegen Bauarbeiten. Das Problem indes wurde immer dringender, deswegen gab es Fragen an das Flughafenpersonal. Das aber konnte uns nur mitteilen, dass es vor der Passkontrolle keine Toiletten gebe und wir uns zu gedulden hätten, bis wir diese passiert hätten. Ein Unding! Ich war regelrecht sauer, was jeder Mann nachvollziehen können wird, der eine jammernde und suchende weibliche Begleiterin in dieser Situation bei sich hat. Nicht besser wurde die Stimmung dadurch, dass sich an der Passkontrolle ungeheuer lange Schlangen gebildet hatten und wir sicher mehr als 400 Menschen vor uns hatten. Ich befürchtete in Hinsicht auf die Gattin schon das Schlimmste, sie schien inzwischen schon unter Schmerzen zu leiden, schaffte es aber irgendwie, ohne Unfall durch die Passkontrolle zu kommen (die Wartezeit hatte doch nur knapp zehn Minuten betragen) und dann - endlich! - nur ein kleines Stück des Weges weiter die Möglichkeit zu finden, das zu tun, was sie so gern schon rund 20 Minuten früher getan hätte.

Der Rest erwies sich als einfach. Kurz nachdem die beste Ehefrau von allen sichtlich erleichtert die sanitären Anlagen verlassen hatte, erreichten wir auch schon die Kofferbänder und konnten unser Gepäck in Empfang nehmen - eine weitere Wartezeit gab es hier nicht. Dann noch schnell durch den Zoll, der uns auch nicht weiter behelligte, und schon standen wir in der Ankunftshalle, wo wir von Vertretern der Reederei begrüßt und zu einer kleinen Wartezeit aufgefordert wurden. Damit bestand also die Gelegenheit, sich noch ein wenig in der Ankunftshalle des Flughafens umzuschauen.
Unser Aufenthalt

Was macht ein Raucher nach der Landung seines Flugzeugs? Richtig: Er schaut zu, dass er möglichst schnell vor die Tür kommt und sich einen Glimmstängel ansteckt. Genau das hatte ich auch vor. Die Ausgangstür war in Sicht- und Reichweite, die beste Ehefrau von allen zeigte Verständnis und erklärte sich bereit, mit den Koffern allein zurück zu bleiben, zumal wir ja ohnehin warten sollten. Und schon stand ich vor der Tür. Aber was entdeckte ich da? Überall, wohin ich schaute, standen Schilder, die das Rauchen verbieten wollten - nicht die kleinste Raucherecke war draußen vor der Tür zu finden. Ich denke, dass auch das nicht sonderlich schlau ist und den Nichtraucherschutz nicht fördert. Die Konsequenz dieser Schilder war nämlich, dass überall Menschen herum standen und ihrer Tabaksucht frönten, dass die Kippen anschließend irgendwo auf dem Fußweg statt in (nicht vorhandenen) Aschenbechern landeten. Eine kleine Raucherecke würde das sicherlich alles etwas vernünftiger wirken lassen . . . Nun ja, ein paar Züge von meiner Zigarette erlaubte ich mir auch, dann aber wurde die auch schon wieder gelöscht - eigentlich halte ich mich ja an derartige Verbote.

Und damit ging es auch schon wieder zurück zur wartenden Gattin, die zwischenzeitlich Kontakt mit anderen Reisenden aufgenommen hatte und im Gespräch vertieft war. Ich hatte also die Gelegenheit, mich noch etwas umzuschauen - und entdeckte absolut nichts Aufregendes in der sehr alt wirkenden Ankunftshalle. Ein Café gab es da, einen Verkaufsstand, Schalter für die Vertreter von Mietwagen - und natürlich sanitäre Anlagen. Das war es aber auch schon, sieht man einmal von den Hinweisschildern zu Bussen und Taxen ab. So richtig großstädtisch wirkte das nicht. Und erst recht kam ich mir nicht vor wie auf dem größten europäischen Flughafen. In Paderborn jedenfalls sieht es moderner aus, allerdings halten sich auf dem dortigen Flughafen definitiv weniger Menschen auf.
Die Abreise

Sonderlich lange mussten wir uns in der unwirtlich anmutenden Halle nicht aufhalten, denn bald erfolgte seitens der Reederei-Vertreter der Aufruf, dass wir ihnen zum Bus folgen sollten. Aber auch die kurze Wegstrecke von der Ankunftshalle zur Bushaltestelle wirkte eher provinziell als großstädtisch, zudem war der Raum an dieser Haltestelle für wartende Menschen nicht gerade großzügig gestaltet, so dass sich Staus ergaben. Irgendwie aber erreichten wir alle dann letztlich doch unseren Bus, während das Gepäck in einen ebenfalls bereits wartenden Lkw verladen wurde - und dann setzte sich das Gefährt in Bewegung, um noch einige Schleifen über das unübersichtlich wirkende Flughafen-Gelände zu drehen und uns zumindest die enormen Ausmaße dieses Airports vor Augen zu führen. Ich indes war froh, diese nicht wirklich gastlich wirkende Stätte verlassen zu dürfen.

Mein Fazit

Natürlich stellen die hier veröffentlichten Zeilen keinen objektiven Bericht über den Flughafen Heathrow dar. Das ist auch gar nicht möglich, denn ich habe viel zu wenig von diesem Airport gesehen und erleben dürfen. Ich denke, wir kamen zudem an einem Terminal an, das nur wenig frequentiert und deswegen womöglich auch entsprechend wenig gepflegt wird. Mein Eindruck von diesem einen Terminal allerdings war alles andere als positiv und ich stellte schon offen die Frage, wie das Personal den zu erwartenden Menschenandrang während der bevorstehenden Olympischen Spiele bewältigen wolle, wurde dann aber darauf hingewiesen, dass Heathrow nicht nur der größte, sondern auch der effektivste Flughafens Europas sei. Nun ja - sei es drum. Für unmöglich halte ich aber die Toiletten-Situation für ankommende Passagiere, selbst bei kurzfristigen Bauarbeiten müsste hier eine Alternativmöglichkeit geschaffen werden. Und auch das komplette Rauchverbot vor den Türen des Flughafens erwies sich als kontraproduktiv, denn dadurch wurden die Süchtigen auf die gesamte Länge des Terminal-Bereichs verteilt und es wurde einfach überall geraucht. Der Flughafen Heathrow gehört für mich defintiv nicht zu den angenehmsten Airports, die ich bislang erlebt habe - aber für diese eher negativen Eindrücke sollte ich ja bald entschädigt werden. Das aber wird ein ganz anderer Bericht sein.
Bilder von London, Airport Heathrow, LHR
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Ankunft in London: Besonders einladend sieht das nicht aus...
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
witch56

witch56

03.07.2012 17:03

BH

PfuuPegasus

PfuuPegasus

01.07.2012 18:41

BH

Sie_Wars

Sie_Wars

26.06.2012 21:01

Sehr lebendig wirkender Bericht, mir gefällt die persönliche Note, besonders im Fazit! Ich war Anfang Februar 2012 in England, als das "Schneechaos" dort ausbrach - und am Airport Heathrow, als angeblich so organisiertem Flughafen, ging absolut gar nichts mehr...

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