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Pro Unglaublich viel Atmosphäre, mindestens 6 Tage Sightseeing einplanen!
Kontra Die Einwohner Lissabons sind verschlossen, die Wenigsten sprechen mehr als portugiesisch
Lissabon, was bist Du nur für eine Stadt? Nur Wenige nennen Deinen Namen, wenn es um europäische Großstädte geht. Nur selten wirst Du als begehrtestes Ziel genannt, wenn die Lust auf eine Städtereise sich in die Gedankenwelt der Reiseinteressierten schleicht.
In Wahrheit bist Du eine längst erblühte, facettenreiche Frau, die um ihre natürliche Schönheit nicht viel Aufhebens macht. Eine, mit der es die Natur unheimlich gut gemeint hat. Sie hat Dir den Rio Tejo, diesen Fluß, der so breit ist, daß man sich bereits am Meer wähnt, wie eine Schärpe um Deinen eleganten Hals gelegt. Die Brücke „25 de Abril“ ist zu Deinem Wahrzeichen geworden und ihr jüngerer Bruder, der „Ponte Vasco da Gama“ ist Dir dank seiner gigantischen Konstruktion ein wertvoller Helfer bei der Aufgabe, die Menschenmassen aus der Stadt in Richtung Algarveküste zu entlassen.
Und die Menschen Deiner Stadt besetzen Deinen „stadtlichen“ wohlproportionierten Leib mit immer neuem Glanz, als seist Du ein Diadem.Wenn Dutzende und Aberdutzende kleiner Straßenbahnen Dein Adergeflecht befahren, sieben U-Bahn-Linien sich von Deinem Herzen an der Praca da Figueira, in alle Himmelsrichtungen erstrecken, habe ich die einzigartige Chance, Dich mit einem 5-Tage-Ticket für nicht mal 12 Euro intensiv zu entdecken. Mit dem Bus, den ich fast gegenüber vom Rossio-Bahnhof mit seiner gelungenen Fassade, am späten Vormittag besteige, befahre ich die Avenida da Liberdade nordwärts, gelange zur Praca Marques de Pombal, wo mich ein gigantischer Obelisk erwartet.
Am Campo Pequeno steht die maurisch anmutende Stierkampfarena und wartet auf ihr Facelifting, und Deinen Besuchern bleibt dort allenfalls eine Ruhepause auf einer der unzähligen Parkbänke. Lissabon, davon mußt Du ohnehin so viele haben wie andere Frauen Sommersprossen, denn die Vielzahl an kleinen Parks ist traumhaft. In den meisten von ihnen treffen sich Deine Bürger am Sonntag, bringen Picknickkörbe mit Essen und Trinken mit, genießen Dich im Schatten mächtiger Bäume.Vom Campo Pequeno bis zum Campo Grande möchte ich Dich zu Fuß erspüren. Viele Studenten kreuzen meinen Weg, denn das Universitätsgelände rückt immer näher. Ein wenig schmucklos empfinde ich den Campo mit dem „großen“ Namen bei meiner Ankunft dann doch. Ganz im Gegensatz zu der faszinierenden gigantisch-monumentalen Basilika da Estrella, die ich auf mich wirken lasse, bevor ich im Stadtteil Belem das Seefahrerdenkmal Padrao dos Descobrimentos mit seinen vielen Eroberern der Meere ansehe.
Als das Licht der Sonne schon eine goldene Färbung anzunehmen beginnt, beginne ich mich in Richtung der Burg San Jorge zu orientieren. Der Weg führt mich durch kleine verwinkelte Gassen mit altehrwürdigen, aber auch maroden Häuserzeilen. Die gern in blau gehaltenen Kacheln der Hausfassaden vermitteln dem Spaziergänger die Illusion, dass zu anderen Tageszeiten hier angenehme Kühle von den Häusern reflektiert würde.Lissabon, Du hast Dich verändert, bist gewachsen, hast Teile in Dir, die verbrannt und zerstört wurden, wiederauferstehen lassen.
Es ist nur einer der Tage, die ich in Dir verbringe, den ich hier beschrieben habe. Ich habe viel, viel mehr von Dir kennengelernt, aber ich möchte all jenen, die Faszination, die Du auf mich ausübst, nicht die Freude am Entdecken Deiner Selbst nehmen. Denn Dich zu entdecken, ist Lebensfreude pur!Lissabon, bleib so, wie Du bist, Dir ist das eigen, was man Charakter nennt!
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Elfe45 02.12.2006 21:09
sandraberg 02.08.2006 10:10
Thomas_Hannover 20.07.2005 09:24
Alles ziemlich unübersichtlich, über wesentlich Punkte werde ich gar nicht informiert, z.B Preisniveau, Hotel, Sicherheit, Reiszeit u.s.w.
Sonne-in-der-Nacht 10.06.2005 01:18
war vor einem Jahr dort....war schon begeistert, aber nicht hingerissen...ein gutes Beispiel ist die Baixa...ein sehr schöner, alter Stadtteil, aber doch auch so heruntergekommen und vernachlässigt...ich war 7 Tage dort, es hat gereicht...aber nach Dublin geh ich immer wieder gerne, werde auch nächstes Jahr für immer zurückgehen-...das ist eine Stadt, von der ich nie satt werd...von Lissabon hatte ich aber nach 5 Tagen alles gesehn...