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Der LKW biegt links nach Mokhotlong ab und wir riskieren die Weiterfahrt zum Sani Pass, erwischen wieder ein Sammeltaxi, warten an der Endstation in the middle of nowhere auf einen Lift. Weiße Südafrikaner quetschen uns mit in ihren Landrover, es riecht nach Bier, die Drei scheinen schon ganz schön einen sitzen zu haben, wir trinken ein paar Büchsen mit und sind heilfroh als wir endlich das Sani Top Chalet erreicht haben. Die Grenzstation ist bereits geschlossen, wir wollten eh den Sonnenaufgang von hier oben bewundern. Die Lodge hier ist einmalig, behauptet von sich, das höchste Pub in Afrika zu sein, Panoramafenster zum Abgrund hin, gemütlicher Kamin, verschlissene Polstersessel, wahlweise Küchenbenutzung für Selbstversorger oder Stammessen. Die Wolken hängen noch über Kwazulu Natal als wir uns einen Kaffe brauen. Hier oben auf 2874m ist die Luft klar und frisch an diesem Morgen, der Wind hält sich in Grenzen. Der alte Hausmeister der Lodge besorgt uns zwei Pferde und wir reiten einfach drauflos auf die Sani Hochebene. Ein eigenartiges Gefühl in dieser Einöde, wir spüren die Höhe, die Einsamkeit, diese karge Landschaft hat etwas Besonderes, wir haben es nicht herausgefunden was es ist, unsere Zeit ist zu kurz dafür, Zeit dürfte hier keine Rolle spielen. Gegen Mittag sind wir zurück und müssen uns anhören, daß wir sehr leichtsinnig gehandelt haben, so ohne Ortskenntnis und ohne Führer einfach auf und davon. Jederzeit, sozusagen wirklich aus heiterem Himmel können hier Gewitter und dichte Nebel, Sturm, Hagel und sogar Schnee verwirrend schnell über einen kommen, und wenn man dann nicht Bescheid weiß, keine richtigen Schutzkleider dabei hat, dann kann einem der Spaß am Abenteuer vergehen. Also beim nächsten mal wissen wir worauf es ankommt. Wir passieren die Grenze. Die ersten vollbesetzten alten Landrover haben es mal wieder geschafft, und bringen Touristen für einen Tagesausflug zum Sani Top Chalet. Dort gibt es ein Mittagessen, es werden Fotos gemacht, und ein paar Mutige wagen sich in das nahegelegene Dorf. Landschaftlich ein herausragendes Erlebnis jeden Afrikabesuches, doch viel gesehen hat man deshalb von Lesotho nicht und nicht einen Cent ins Land gebracht, der Grenzübertritt ist frei, die Lodge ist in südafrikanischer Hand. Alsogut, wir laufen die 8 Kilometer hinunter zur Süd Afrikanischen Grenzstation, werfen einen langen wehmütigen Blick zurück auf das „ Kingdom In The Sky" und freuen uns auf unsere Reise nach Kapstadt. Über Süd Afrika gibt es genug Reiseberichte, deshalb lieber noch ein paar Worte über Lesotho: Ein faszinierendes Land, freundliche Menschen, und, was uns auffiel, selbstbewußt, wohl weil es hier keine Apartheid gab, auch spürten wir keine Spannungen zwischen Schwarz und uns, den Weißen. Lesotho ist kein Billigreiseland (Übernachtung im Doppelzimmer zwischen 65,- und 150.- DM, Tagesmiete für ein Basotho Pony ab 35,- DM) im Vergleich zu Süd Afrika ist das Preis-Leistungsverhältnis manchmal etwas gestört. Trotzdem ist es unbedingt empfehlenswert, auf alle Fälle für Reisende die auch schon mal ohne den üblichen Superluxus auskommen können, die ihre Freude an fremder Kultur und einzigartigen Bergen haben können.
02.01.2008 18:12
Das hätte auch alles in einen Bericht gehen können, oder, ansonsten wäre das als 1 Bericht super!
24.04.2003 16:21
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24.04.2003 16:21
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