Lesotho, Wissenswertes

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wild west

4  26.11.1999

Pro:
keine Touristen

Kontra:
man wird angestarrt

Empfehlenswert: Ja 

bernie

Über sich:

Mitglied seit:17.11.1999

Erfahrungsberichte:33

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Die 75Km vom Damm bis nach Thaba Tseka ziehen sich hin, Pässe müssen keine mehr überwunden werden, aber kleine Brücken, die zig Kilometer Kurven sparen könnten, die gibt es nicht, und so, als wir schon ein paar Lichter von Thaba Tseka sehen, sind wir doch noch längst nicht am Ziel. Kurven, Kurven und nochmals Kurven, doch diese zwei Stunden in dem klapprigen Bus in der beginnenden Abenddämmerung durch eine faszinierende Bergwelt, vorbei an ursprünglichen Dörfern, an idyllischen Dörfern und auch an trostlosen Dörfern ohne Baum und Strauch, ohne einen Grashalm, nur Felsen, Felsen. Welch ein Leben? Also diese Fahrt werden wir noch lange in Erinnerung haben, dazu freundliche und interessierte Mitfahrer, es findet sich immer jemand, der ein paar Brocken Englisch kann.
An der Bushaltestelle in Thaba Tseka ist nicht mehr viel Betrieb, Endstation für heute. Wir finden unser Quartier mühelos, keine große Leistung wenn es nur eine Hauptstraße und drei Nebenstraßen gibt. Wir übernachten bei Del, einem Amerikaner der hier oben in der Berufsschule Computerunterricht gibt. Diesen Kontakt hat uns Bernd vermittelt. Del will uns am nächsten Tag nach Motsoloane bringen, einem Dorf etwas südlich von Thaba Tseka, in dem die Dorfbewohner zwei Gästehütten eingerichtet haben, um auch ein paar Malutis(Währung Lesothos)an den noch seltenen Touristen verdienen zu können.
Wir fallen todmüde ins Bett, kaum noch fähig, diesen grandiosen Sternenhimmel zu bewundern, vielleicht war es doch etwas viel an einem Tag heute, die ganze Fahrerei, die vielen Eindrücke.
Am nächsten Morgen sehen wir Thaba Tseka und Umgebung in strahlendem Blau, der Himmel so nah daß man reingreifen möchte, die Umrisse der Berge gestochen scharf, scheinbar auch so nah, daß man gleich loswandern möchte, einen Gipfel nach dem anderen zu besteigen. Unser Pick-up, der uns nach Motsoloane bringen soll, hat Verspätung, wir sollen uns ein, zwei Stunden gedulden, also sehen wir uns schnell die Stadt an. Stadt ist gut, nicht Dorf noch Stadt, ist Thaba Tseka eine Ansammlung scheinbar planlos hingebauter rechteckiger wellblechbedachter Hohlblocksteinbuden mit Gärtchen da und dort. So häßlich daß es schon wieder schön ist. Was diesen Flecken hier so besuchenswert macht, ist seine Atmosphäre, die an einen Wildwestfilm erinnert, und man ist mittendrin. Aus den umliegenden Dörfern kommen Hirten mit ihren Viehherden, Reiter, jede Menge Reiter überall, Eselskarawanen, Frauen mit bunten Regenschirmen als Sonnenschutz, Staub, leere verbeulte Getränkedosen aller Markenfabrikate dieser Welt, Plastikfetzen, Jeeps jenseits von jeder Autoähnlichkeit. Wer sich seinen Sinn fürs Staunen bewahrt hat, der kommt in Thaba Tseka voll auf seine Kosten. Allein das Outfit der Herdboys, manch ein Punker könnte sich von ihnen Anregungen holen, rote oder weiße Gummistiefel scheinen in zu sein, rote Socken, ein windelähnlicher Lendenschurz mit Riesensicherheitsnadeln zusammengehalten, der Oberkörper nackt, auf dem Kopf die Wollmütze übers ganze Gesicht gezogen, zwei Sehschlitze geben soeben die Augen frei, dazu allerlei Armreifen, Ohrringe, bunte Stöcke.


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Werner86

Werner86

02.01.2008 19:10

Das hätte auch alles in einen Bericht gehen können, oder, ansonsten wäre das als 1 Bericht super!

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