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Der stille Charme außerhalb von Provence und Cote d'Azur
Pro abwechslungsreiche Landschaft, südliches Klima, sehr französisch im angenehmen Sinne
Kontra Im Juli und August voll mit Touristen
Das Languedoc fäng gleicht hinter der Provence und der Camargue an - Kleines Beispiel dafür: Die jenseits der Rhone gelegene Ortschaft Villeneuve-les-Avignon (durch eine Brücke mit Avignon verbunden) gehört zum Languedoc, während die bekannte Touristenstadt Avignon noch zur Provence zählt. Entsprechend sind die Unterschiede zur Provence oder zur noch bekannteren Cote D'Azur eher graduell, keinesfalls kann man harte Übergänge wahrnehmen
Auch im Languedoc glänzt das blaue Mittelmeer unter der Sonne (ca. 300 Tage im Jahr), gibt es herrliche Sandstrände, schöne Landschaften, kleine, malerische Orte. Im Hinterland sind Hügel, Gebirge, Seen, Quellen, Kalksteinhöhlen, wilde und sanfte Flußlandschaften - die Abwechslung könnte kaum größer und vielfältiger auf so wenigen Kilometern sein. Die größeren Ortschaften des Languedoc sind Nimes, Montpellier, Narbonne,- alle mit mehr oder weniger ausgeprägt erlebbarer Geschichte und Vergangenheit, die man auch durchaus besichtigen sollte.
Besichtigen sollte man neben Montpellier (traumhaft charmantes Städtchen mit gutem Museum französicher Kunst des 17.-19. Jahrhunderts) vor allem auch Nimes und Arles wegen der römischen Bauwerke dort (Pont du Gard, Amphittheater, Theater, Tempelanlagen). Beide Städte weisen in ihren römischen und mittelalternlichen Funden eine Vielfalt und einen Erhaltungszustand auf, den man anderenorts nur selten findet. So existiert etwa in Nimes noch ein komplett erhaltenes Amphittheater (das auch heute dafür genutzt wird, das Volk zu belustigen - nur nicht mehr durch Todesspiele, sondern durch Konzerte etc) sowie ein Tempel (Maiso Carree) von einzigartiger Anschauungsmöglichkeit. Auch die mittelalterliche Stadt Aigues-Mortes ist sehr sehenswert (sehr gut erhaltene Struktur): Als Totgeburt (der Hafen versandete schon während der Bauzeit) niemals in kriegerische Aktivitäten verwickelt und ohne nennenswertes Hinterland (sumpfig, malariaverseucht bis ins 20. Jhr) hat die Stadt vor sich hin vegetiert, bis der Tourismusstrom sie im späten 20. Jhr entdeckte - mit Macht
Als Ausgangspunkt empfehle ich Montpellier - ca. 1/2 - 1 Stunde Autofahrt von Nimes, Arles, Narbonne und Avignon entfernt. Von hier aus kann man sowohl das Languedoc als auch das beginnende Roussillion (die den Pyrenäen benachbarte Region am Mittelmeer) erkunden und Abstecher in die Camargue und Provence starten. SElbst Marseille ist noch innerhalb von 2 STunden erreichbar. Vor allem bietet Montpellier eine entzückende Altstadt, sehr gute Infrastruktur, ein sehr französisches atmosphärisches Klima mit vielen guten Cafes, Restaurants und Bars - und viel Kultur.
Das Languedoc ist - außer in den Ferienmonaten Juli und August - eine absolut emfpehlenswerte Region mit vielen versteckten und offenkundigen Reizen zugleich. Wer im Hochsommer dort ist, muß sich auf andere Touristen einrichten: Die vielen Campingplätze an den Stränden verraten die Klientel. Auch hier empfiehlt sich Montpellier als Ausgangsort: Da nicht direkt am Strand gelegen (Palavas ist 10 Minuten mit dem Auto entfernt, regelmäßige Busverbindung), kehren hier tendenziell weniger Strandtouristen ein.
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