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Erfahrungsbericht

für Kurpark, Bad Wörishofen
5 Sterne Weitläufig und abwechslungsreich Bericht mit Bildern
70 von 70 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro gutes Angebot im Kurpark

Kontra vielleicht zu wenig Toiletten

Detailbewertung

Wann besucht:
Gruppengröße:
Kulturangebot:
Naturangebot (Strände, Berge etc.):
Shopping-Möglichkeiten:
Reisebudget pro Tag:
Art der Reise: Erholungsreise
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Der Autor

andreasloy Seit 10 Nov 1999

Bin 34 Jahre alt, Bürokaufmann und gehe als Ausgleich zum Alltag ins Fitness-Studio... mehr

75 Mitglieder vertrauen mir

Mit Kurparks ist das ja so eine Sache, sie sind ja meist ganz nett anzusehen, mehr aber auch nicht. In Bad Wörishofen ist das anders, zumindest zu dieser Jahreszeit. Da kann man so viel sehen, da können locker drei Stunden vergehen. Sonst bin ich meist binnen einer Stunde durch einen Kurpark durch.

Der Kurpark befindet sich in etwa zwischen der Fußgängerzone und der Schöneschacher Straße beim Steigenberger Hotel und ist am besten zu Fuß zu erreichen. Vom Bahnhof Bad Wörishofen aus zum Beispiel in zehn Minuten, von der Bushaltestelle am Kurhaus in fünf Minuten. Er ist sehr weitläufig und auch sehr abwechslungsreich. Kommt, ich nehme euch auf einen Rundgang mit ;-)

Über die Fußgängerzone erreichen wir über einen leicht steilen Weg die Gradieranlage, wo der Kurpark beginnt. Sie wurde im Jahr 2008 eröffnet. Die jodfreie Natursole (26,7%ig) läuft dabei in einer Konzentration von 5 bis 20% über Reisigbündel aus Schlehdorn. Das Einatmen der salzhaltigen Luft wirkt nicht nur schleimlindernd und reizmildernd, sondern auch entzündungshemmend sowie vorbeugend und heilend bei chronischer Bronchitis und Nebenhöhlenentzündungen. Auch kann sie müde Leute wieder munter machen ;-)

Nach einigen Minuten bewusstem Einatmen, wahlweise im Stehen oder Sitzen, geht es weiter. Eine nicht gerade wenig befahrene Straße ist zu queren, dann kommt man zu einigen Aktiv-Stationen. Wer will kann sich hier sportlich betätigen oder auf Kneipps Spuren wandeln. Wie wäre es mit einem Armbad oder einem Kneipp-Tretbecken? Wenige Meter weiter befindet sich ein kleiner Weiher, in dem eine kleine Fontäne zu verschiedenen Seiten spritzt. Ein geschnitzter Schwan am Weiherrand ist da ein nettes Detail.

Vorbei am Tennis-Clubgelände geht es zu weiteren Holzskulpturen. Der Stuhl ist als solches deutlich erkennbar, die Gießkanne nur nach der Erklärung was das darstellen soll. Das Oachkatzl (Eichhörnchen) ist zwar etwas zu groß geraten, aber in Lebensgröße würde man es sicher übersehen ;-) Weiter geht es durch den Kurpark, an dessen Ende eine Hainbuchen-Sitzgruppe zur Pause wartet. Es gibt dort auch einen Steg ins Feuchtbiotop, den ich erst nach dreimaligem Betreten als solchen erkennt habe. Eine Augenweide sieht man hier nicht wirklich, der Steg dürfte die uninteressanteste Attraktion des Kurparks sein ;-)

Zurück zur Gradieranlage geht es nun auf der anderen Seite des Kurparks, unter anderem an einem Kunstweg vorbei. Eines davon zeigt eine Mann und eine Frau wie sie sich gerade umarmen. Kurze Zeit später bin ich beim Rosengarten, wo sich der Besucher an rund 6.000 Rosenstöcken in 575 Rosensorten und –arten von 120 Züchtern erfreuen kann. Eine Vielzahl von Frühlingsblühern, Stauden, Sträuchern und Gehölzen begleiten die Rosenpracht. In diesem Teil des Parks summt es durch Insekten verstärkt.

Weiter geht es zu den Ziervogelvolieren, die nicht für die älteren sondern vor allem auch für die kleineren Kurparkbesucher was sind. Enten, Hühner und Vögel sind in den Volieren zu bewundern, teils ist ganz schön was los. Da wird geflattert was das Zeug hält oder sich auf einem Ast eine Ruhepause gegönnt. Der weitere Weg führt am Jakobsweiher entlang, wo eine wunderschöne große Fontäne zu verschiedenen Seiten spritzt. Hier schwimmen auch Enten, die man doch bitte nicht füttern soll – auf einer Tafel wird auch erklärt, warum. Am Heilkräutergarten vorbei geht es nun zum Duft- und Aroma-Garten, wo sich nebenan auch eine Tau-Tretwiese (im Winter ein Schneetretenfeld) befindet.

Hier befinden sich unter anderem Wildrosengebüsch, Blumenesche, Salbeihügel, eine Stinker-Gruppe, Pfefferminzwiese, Duftschneeballgruppe, Düfte der Nacht, eine Zaubernuss-Gruppe und ein Kuchenbaum. Dieser sieht leider alles andere als lecker aus, ich verzichte aufs Probieren *lach*. Ich habe hier vor allem die Schokominze sehr stark gerochen, an manchen anderen Stellen entweder nichts oder nicht viel. Sehr interessant fand ich die Galerie für Blinde und Sehbehinderte. Die liegt etwas versteckt und ist als solche auf den ersten Blick nicht unbedingt erkennbar, so dass ich zweimal achtlos daran vorbeigelaufen bin. Erst bei der gezielten Suche, irgendwo muss die doch sein, fiel mir an den Erklärungstafeln die zusätzliche Braille-Schrift auf, die zum Ertasten des Blumen-Namens dient. Ich finde dies eine gute Idee, meine Kurtaxe ist in Bad Wörishofen wirklich gut aufgehoben.

Im Kurpark gibt es viele Bänke, die immer wieder zum Ausruhen einladen. Es mangelt dort leider an öffentlichen Toiletten, diese befinden sich nur nahe der Gradieranlage an einem Parkplatz und in der Mitte im Tennis-Clubgelände, hier nur zu deren Öffnungszeiten.

Noch ein wenig Hintergrundinfos gefällig? 1894 wurde der Kurpark noch zu Lebzeiten Sebastian Kneipps auf den Lehmfeldern einer ehemaligen Ziegelei angelegt. 1967 ersetzte der Jakobsweiher den bis dato im Kurpark heimischen Sportplatz. 1997 wurde anlässlich des 100. Todestages von Sebastian Kneipp eine Rose nach seinem Namen benannt. Gleichzeitig wurde der Duft- und Aromagarten eröffnet. 1999 entstanden die drei Heilkräutergärten, 2001 die Ziervogelvolieren. 2003 wurde der Park in südwestliche Richtung erweitert, also Richtung Steigenberger Hotel. 2008 erfolgte der Bau der Gradieranlage und der Osteo-Walkstation.

FAZIT

Ich finde den Kurpark von Bad Wörishofen abwechslungsreich und interessant gestaltet. Er sieht gepflegt aus, da zahlt man doch gerne Kurtaxe ;-)

Andreas Loy

BILDUNTERSCHRIFTEN

Bild 1: Gradieranlage
Bild 2: Aktiv-Station
Bild 3: Kneipptretbecken und Armbad
Bild 4: Fontäne im Jakobsweiher
Bild 5: Enten in der Voliere
Bild 6: Im Kurpark mit Blick auf das Tennis-Clubhaus
Bild 7: Und wer umarmt mich? ;-)
Bild 8: Duftgarten
Bild 9: Infos zu den Rosen im Duftgarten
Bild 10: Auch an Blinde und Sehbehinderte wurde gedacht

Weitere 29 Bilder vom Kurpark finden Interessierte in meinem Fotoalbum unter http://fotoalbum.web.de/gast/andreas.loy​/BadWoerishofen

Bilder

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Kurpark
Gradieranlage
von andreasloy andreasloy
Kurpark

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Kommentare

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  • xXschmiddixX 26.08.2011 01:54
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • wellspass 07.10.2010 10:11
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Ich habe diesen Bericht in den Wörishofen-Bericht bei www.familand.de mit eingearbeitet. Danke.

  • Jenni29Mai80 31.07.2010 15:02
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • DasBercki 29.06.2010 11:35
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Race 25.06.2010 23:46
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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