Kuala Lumpur

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Immer gut für einen Stop-over

5  27.01.2002 (28.01.2002)

Pro:
günstig shoppen, tolle Sehenswürdigkeiten

Kontra:
chaotischer Verkehr

Empfehlenswert: Ja 

Scrow

Über sich:

Mitglied seit:26.01.2002

Erfahrungsberichte:20

Vertrauende:26

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 45 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Kuala Lumpur, die Hauptstadt Malaysias, ist mit rund 3 Millionen Einwohnern auch gleichzeitig die größte Stadt des Tigerstaates.

KL, wie es von seinen Bewohnern genannt wird, eignet sich hervorragend als Stop-Over, sei es auf Flügen nach/von Neuseeland, Australien, Indonesien oder Ost-Malaysia (Borneo). Wir machten einen 3-tägigen Stop in KL nach unserem Trip durch Borneo. KL hat zwar kein weitgefechertes Kulturangebot, dennoch ist ein Stop – wenn es sich flugtechnisch vereinbaren lässt - in dieser (Welt)-Metropole auf jeden Fall ein MUSS. Kuala Lumpur bietet neben einigen – sehr interessanten und einmaligen – Sehenswürdigkeiten viele Möglichkeiten zum Shoppen. Diese Stadt hat es mittlerweile geschafft, dem Schatten von Singapur, Bangkok oder Hongkonk zu entspringen und kann mit Sicherheit jedem Vergleich standhalten.

Zur Einreise in Malaysia benötigen deutsche Staatsbürger lediglich einen Reisepass, der aber noch mindestens eine Gültigkeit von 6 Monate über das Ausreisdatum hinaus haben muss.

Das Klima in KL ist ganzjährig heiß und feucht. Mit Temperaturen um 30 °C und einer Luftfeuchtigkeit jenseits der 80 % muss gerechnet werden! Wenn man nur nach Kuala Lumpur reist, ist das Wetter eigentlich nebensächlich und somit ganzjährig bereisbar, denn wenn es – Regenzeit April/Mai und September/Oktober –regnet, geht man einfach in eines der zahlreichen Shopping-Center.

Wer in der Vielvölkerstadt Kuala Lumpur ankommt, landet auf dem Kuala Lumpur International Airport (kurz KLIA) in Sepang. Dieser Flughafen, der durchaus ein malaysisches Aushängeschild ist, übertraf meine Erwartungen in jeglicher Hinsicht. KLIA wurde erst im Frühsommer 1998 eröffnet und übertrifft – meines Erachtens – den Frankfurter Flughafen um Längen. Den einzigen Nachteil, den dieser Flughafen ausweist, ist seine - mit knapp 70 km - zu großen Entfernung zur Innenstadt Kuala Lumpur’s.

Non-stop wird Kuala Lumpur in ca. 12 Stunden von dem malaysischen Homecarrier Malaysian Airlines und der deutschen Lufthansa angeflogen. Wem ein Stops nicht stört, kann auch u.a. mit Singapor Airlines (ex Singapur), Cathy Pacific (ex Hongkong) oder Thai International (ex Bangkok) fliegen.

Entweder nutzt man für die ca. 1 ½ Stunden dauernde Transferzeit in die Innenstadt einen bereits in Deutschland gebuchten Transfer im Mini-Van, der dann von einer örtlich ansässigen Reiseagentur durchgeführt wird oder man nimmt sich eines der Taxis. Während der in Deutschland gebuchte Transfer für Hin- und Rückfahrt mit ca. 40 Euro zu Buche schlägt, kostet eine einfache Strecke mit dem Taxi zwischen 60 und 90 Ringgit (RM). Das entspricht umgerechnet 16 bis 23 Euro. Eine wesentlich günstigere, aber auch zeitaufwendigere Alternative zu v. g. ist der Transfer in Eigenregie per Bahn. Kosten ca. 6 RM (1,60 Euro).

Achtung!!! Wer zum ersten Mal in einer asiatischen Metropole ist, sollte unbedingt auf den Verkehr achten. Die Asiaten fahren ohne Rücksicht auf Verluste. Zum ungewohnt starken und rücksichtslosen Verkehr kommt in Malaysia der Linksverkehr, auf den man besonders am Anfang Acht geben muss, dazu.

Wie bereits gesagt, verfügt Kuala Lumpur über einige sehr interessante und spektakuläre Sehenswürdigkeiten zu denen zweifellos zum einen der KL Tower und zum anderen die Petronas Twin Towers gehören.

Der KL Tower, der der 3. höchste Fernsehturm der Welt ist, ist je nach Lage des Hotels entweder bequem zu Fuß oder per Taxi zu erreichen. An dieser Stelle möchte ich noch anmerken, dass das Taxifahren in Kuala Lumpur ein billiges Vergnügen ist. Allerdings sollte man vor Fahrtbeginn einen Fixpreis mit dem Taxifahrer ausmachen, sonst kann einem unter Umständen eine böse Überraschung am Ende der Fahrt erwarten. Die auf dem KL Tower befindliche Aussichtsplattform kann man täglich zwischen 10 Uhr und 22 Uhr besuchen. Dieses Vergnügen, was man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte, kostet gerade mal 8 RM (ca. 2,20 Euro). Von der Aussichtsplattform hat man einen spektakulären Blick über ganz Kuala Lumpur. Bei klarer Sicht kann man sogar noch die regenwaldbedeckten Berge der umliegenden Umgebung sehen, in der einst noch Tiger umherzogen. Wenn man wieder sicheren Boden unter den Füßen hat, hat man die Möglichkeit, ein Kino zu besuchen. In diesem Kino wird einem auf eindrucksvolle Art und Weise der Bau des Fernsehturms wiedergegeben.

Ein weiteres Highlight ist der Komplex des KL City Centers mit seinen 452 m hohen Twin Towers. Die Towers gehören dem malaysischen Mineralölkonzern Petronas und werden deshalb auch Petronas Towers genannt. Die zur Zeit höchsten Gebäude der Welt können leider nur bis zur Verbindungsbrücke in der Mitte der Towers besucht werden. Der Rest ist für den Besucher tabu. Wer sich dennoch nicht um das Gefühl bringen lassen will, wenigstens in der Mitte des derzeit höchsten Gebäudes gewesen zu sein, dem soll folgender Tipp helfen:

Da nur ein bestimmtes Kontingent an Karten (ca. 700) pro Tag an Besucher vergeben wird, ist es sehr ratsam, sich schon morgens um 8 Uhr anzustellen, um eine der kostenlosen Karten zu ergattern. Auf diesen Karten steht eine Uhrzeit, zu der man sich wieder im Twin Tower 2 einfinden muss, um auf die Aussichtsplattform gebracht zu werden. Unter den Twin Towers befindet sich noch ein riesiges Shopping-Center. Ebenfalls in der Nähe befindet sich eine U-Bahn Station. Von einer Fahrt mit der U-Bahn würde ich aber erfahrungsgemäß abraten, da es sehr verwirrend ist, die richtige U-Bahn zu erwischen und man leicht irgendwo hinkommt, wo man eigentlich gar nicht hin möchte. Ich spreche aus Erfahrung!

Ebenfalls sehr sehenswert ist der Bird-Park und der nur einen Steinwurf davon entfernte Butterfly-Park.

Im Bird-Park hat man die wohl einmalige Möglichkeit Nashornvögel zu beobachten, die sonst nur auf Borneo beheimatet sind. Selbst nach einem 2-wöchigen Borneoaufenthalt war es uns nicht vergönnt, Nashornvögel in freier Natur zu sehen und so kam uns der Bird-Park in Kuala Lumpur ziemlich gelegen. Gegenüber dem Bird-Park befindet sich noch der Orchid Garden.

Im Butterfly-Park gibt es eine Vielzahl von Schmetterlingen zu beobachten. Außerdem schließt sich nach dem Rundgang durch den Park ein recht interessantes „Museum“ über die Artenreichtümer der malaysischen Insekten- und Reptilienwelt an. Hier kann man dann in einem klimatisierten Raum viel über Spinnen, Schlangen, riesige Käfer, Gottesanbeterinnen pp. erfahren, ohne dass man die Strapazen einer Borneo-Rundreise über sich ergehen lassen muss.

Auf keinen Fall darf man sich das berühmte Sultan-Abdul-Samad-Gebäude entgehen lassen, welches heute das oberste Bundes- und Zivilgericht beherbergt.

Weitere Sehenswürdigkeiten, die man mehr oder weniger gesehen haben muss, sind der Hauptbahnhof (mit etwas Glück kann man hier den berühmten Orient Express sehen), die Nationalmoschee Masjid Negara, die Platz für über 20.000 Gläubige bietet, und das Nationalmuseum.

Auf jeden Fall sollte man einen ganzen Tag für exzessives shoppen einplanen. Das Angebot an riesigen Kaufhäusern rund um die Jalan Bukit Bintang, der Flaniermeile Kuala Lumpur’s, ist schier unerschöpflich. Hier befinden sich u.a. die drei größten Kaufhäuser Lot 10, KL Plaza und Bukit Bintang Plaza.

Die oben erwähnte Jalan Bukit Bintang hat es allerdings verdient, gesondert hervorgehoben zu werden, denn selten habe ich solch eine gepflegte, moderne und saubere Einkaufsmeile gesehen wie diese in KL. Hier sind z.B. Filialen von Sturbuck’s, Planet Hollywood und Häägen Dasz ansässig.

Essen kann man in Kuala Lumpur eigentlich immer und überall. An fast jeder Ecke lässt sich ein Essensstand finden, wo man gut und vor allem sehr billig essen kann. Uns wurde in Borneo gesagt, dass es schon mal vorkomme, dass der Koch unter das Hühnchen gerne mal Affen- oder Pythonfleisch untermischt, wenn Mangel an Hühnchen besteht, jedoch vorstellen kann ich es mir nicht. Dieser Hinweis soll auf keinen Fall von der sehr leckeren und typisch asiatischen Küche, die an solchen Essständen angeboten wird, warnen, er soll lediglich den Besucher KL’s davor warnen, vielleicht nicht gerade die entlegensten Essstände aufzusuchen.

Als Schlusssatz möchte ich noch hinzufügen, dass die Malaysier ein sehr offen und freundliches Volk sind, die fast alle ein gutes Englisch sprechen und das Reisen im Land somit sehr einfach und sicher machen.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Weighardt

Weighardt

22.12.2002 16:07

Dann bin ich mal gespannt. Nächste Woche geht es los.

hr.biernot

hr.biernot

21.09.2002 19:33

Ein sehr interessant geschriebener Bericht, als Reiseziel für mich allerdings nicht so interessant. Mich zieht es da eher in den Norden Europas. Gruß Peter

cathana

cathana

27.06.2002 00:44

Wie immer, ein super Bericht. Ein Freund von mir hat mir auch schon geraten, mal über KL nach Australien zu fliegen und einen Stopover zu machen. Vor allem zum shoppen.

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