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| Userbewertung | 2 Erfahrungsberichte |
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Meine Kreuzfahrt mit der Serena im östl. Mittelmeer Nov. 2009
Pro die gesamte Reise
Kontra Leider ging alles zu schnell vorbei
Detailbewertung
| Umfang des Bordprogrammes: | |
|---|---|
| Attraktivität der besuchten Orte: | |
| Zeit beim Landgang war: | |
| Ausstattung der Zimmer: | |
| Qualität des Essens: | |
| Service | |
| Erlebniswert: |
Ich weiß, es gibt viele Reiseberichte über Costa Kreuzfahrten, ebenso über die Costa Serena. Dennoch will auch ich meinen Senf dazu geben, denn ich habe noch keinen Bericht gefunden, bei dem auch speziell auf eine Kreuzfahrt mit Kleinkindern eingegangen wird. Unsere Kinder waren zur Reisezeit 4,5 und 2,5 Jahre alt. Deshalb möchte ich gerade für Familien mit kleinen Kindern mit den negativen Vorurteilen einer Kreuzfahrt brechen.
Der Bericht mit einigen Bildern ist auf meiner Homepage unter http://www.huber-tut.de/urlaub09.html zu findenDer Bericht ist eher etwas länger, deshalb hier eine kleine Aufstellung der Themen:
ReiserouteReiseroute
Unsere Route ging von/bis Venedig. Sie führte durch das östliche Mittelmeer nach Bari, Katakolon, Izmir, Istanbul, Dubrovnik. Auf die Stationen wird später genauer eingegangen. Wir haben die Route gewählt, weil selbst Mitte November noch schönes Wetter sowie relativ angenehme Temperaturen herrschen. Im Sommer wäre es uns speziell mit kleinen Kindern in dieser Gegend entschieden zu heiß. Ausserdem hat man noch den Vorteil der Nebensaison, so daß die ganze Reise sehr günstig gebucht werden kann.
Die Costa Serena ist das Schiff der großen Mythen der klassischen Antike. Jupiter, Apoll, Bacchus und Clio - sämtliche Gottheiten der Antike finden sich auf dem Schiff und jede mit dem ihr eigenen Charakter und außergewöhnlicher Ausstrahlung.
Ein Schiff, das ganz im Zeichen von Vergnügen, Wohlbefinden und Entspannung steht: Bars und Restaurants, weitläufige Panoramabrücken, Schwimmbäder mit selbsttätiger Kristallglasüberdachung, virtuelle Welten und Anlagen für sportliche Herausforderungen auf dem weiten Meer.
6.000 Quadratmeter Wellness auf zwei Etagen. Davon allein 2.100 Quadratmeter für das Samsara Spa, eines der größten Wellness-Center, das Sie derzeit auf einem Kreuzfahrtschiff finden.
Auf dem Schiff gibt es jede Menge Restaurants und Bars und auch sonst viel Abwechslung:
•5 Restaurants, inklusive (Club Bacco und Samsara Restaurant) mit Reservierung und gegen Gebühr*
•13 Bars, inklusive der Cognac & Cigar Bar und der Coffee & Chocolate Bar
•5 Whirlpools, 4 Swimmingpools, zwei davon mit ausfahrbarem Glasdach, einer für Kinder und Toboga
•Samsara Spa: Wellness-Bereich auf 6.000 m², über zwei Decks, mit Fitnesscenter, Thalassotherapie, Räumen für Anwendungen, Sauna, Türkischem Dampfbad, Solarium
•Theater über 3 Decks, Kasino, Discothek
•Grand-Prix Simulator, Video-Spiele, Squok Kinder-Club mit PlayStation Unterhaltung
Buchung
Eigentlich sind wir ja keine Seefahrer, daß heißt, es war unsere erste Kreuzfahrt. Normalerweise sind wir irgendwo hin gefahren und hatten meist an der Ostsee oder am Mittelmeer eine Ferienwohnung, Hotel oder unseren Wohnwagen. Ausserdem haben wir immer selbst ohne Reisebüro gebucht und waren auch meistens zufrieden.
Warum wir das diesmal anders gemacht habe weiß ich auch nicht mehr so genau, aber ich bin ins Reisebüro und habe mich beraten lassen. Hier in Tuttlingen gibt es einige Reisebüros und so habe ich überall angerufen und dort wo die Person am Telefon am freundlichsten erschien bin ich dann hin.
Dort angekommen habe ich mein Budget für meinen Urlaub genannt und sagte, daß mich evtl. die Kanaren im November interessieren würden. Unser Budget lag bei ca. 2000,-EUR.
Die nette Dame schaute dann nach und meinte, daß mein Budget dafür leider nicht reichen würde, denn der Flug mit Kindern ist nicht besonders günstig. Das einzige was sie mir anbieten konnte war nach Landeskategorie ein 3*-Sterne Hotel etwa 1km vom Strand entfernt. Das kam dann nicht in Frage. Aber sie meinte ob ich denn auch schon mal an eine Kreuzfahrt gedacht hätte - Ich eine Kreuzfahrt? Bin ich denn alt? Bin ich Milionär? - und hat mir ein paar Fakten darüber erzählt.
So kam es zu der Buchung der Reise mit Costa Kreuzfahrten auf der Costa Serena mit der oben beschrieben Reiseroute. Der Reisepreis incl. Vollpension betrug 1898,-EUR und ich war glücklich auch noch etwas über 100,-EUR gespart zu haben.
Allerdings muss man wissen, dass bei Vollpension nur Wasser, Tee und Kaffee im Preis inbegriffen sind. Ausserdem wird am Ende der Reise ein Betrag von 6,-EUR pro Tag und Person als Trinkgeld erhoben. Für die Kinder bis 14 Jahre ist das aber nicht der Fall. Der Rest muss an Bord bezahlt werden. Auch das bekam ich genauestens erklärt. Essen gibt es aber bis zum abwinken quasi rund um die Uhr zum bezahlten Tarif. Ich war also bestens aufgeklärt und informiert neugierig auf unsere bevorstehende Reise. Leider hat das noch etwa 4 Monate gedauert, den die Buchung fand schon Ende Juli statt.
Venedig
Am Sonntag morgen sind wir nach einem tollen Frühstück vom Hotel Richtung Venedig gefahren. Das lohnt sich auf jeden Fall, denn die schöne Lagunenstadt ist immer eine Reise wert. Wir hatten unglaublich Glück mit dem Wetter, denn es waren ca. 17 Grad und man musste nicht mit dicken Jacken rumlaufen.
Auf der Brücke vom Festland auf die Insel von Venedig haben wir dann schon die Costa Serena im Hafen stehen sehen. Das war mal beeindruckend, denn die Hafengebäude sahen so klein aus. Leider konnte ich während dem fahren kein Bild machen, denn unser Foto war in der Tasche im Kofferraum und anhalten war auch nicht möglich. Aber es war wirklich unglaublich groß das Ding. Der riesige Kamin, die Rutsche auf Deck 14, die vielen Kabinen und auch die Farbe an sich war wunderschön. Es waren zwar auch noch andere Schiffe im Hafen, aber die Costa Serena war die schönste. Die Form der anderen Schiffe, vor allem die von Aida mit dem Geschwürartigen Aufbau, sahen dagegen irgendwie komisch aus. Aber das wusste ich schon vorher, denn ich habe mir das Schiff auch ein kleinwenig nach dem Design ausgesucht.
Vom Hafen aus kann man für 8EUR mit einem Taxiboot bis direkt an den Markusplatz fahren. In so ein Boot passen ca. 150 Personen, da aber November war, waren höchstens 20 Leute an Bord. Die Fahrt ist zu weilen etwas schaukelig, denn das kleine Boot kämpft teilweise schwer mit den durch grosse Schiffe verursachten Wellen. Für die Kinder war das schon allein ein tolles Erlebnis. Ausserdem hat man dabei auch noch einen interessanten Blickwinkel auf die riesigen Kreuzfahrtschiffe die im Hafen liegen.
Am Markusplatz ausgestiegen und schon ist man mitten drin und geht einfach mal los, aber vorsicht, man kann sich in den engen Winkeln von Venedig tatsächlich verlaufen. Vor allem sollte man auf die Kinder achten, denn teilweise kann man direkt ins Wasser laufen, ohne Absperrungen.
Einschiffung
Die Koffer gibt man gleich bei der Einfahrt in den Hafen ab. Wenn man am Hafen ankommt wird man gleich von den Mitarbeitern der Hafenbehörde gefragt wo man hin will und die zeigen einem dann auch gleich den Weg zur Kofferabgabe. Am besten man hat gleich das Ticket der Reise zur Hand, dann geht die Verständigung am schnellsten, zu mindest bei uns, denn unser italienisch lässt sehr zu wünschen übrig. Dort werden einem die Koffer sogar aus dem Auto geladen und man bekommt die schon so oft erwähnte Einschiffungsnummer.
Wir bekamen die "4", was das heißt, wußten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Dort haben wir dann erfahren, dass die Einschiffung wider der Info die wir schriftlich bekamen schon um 12 Uhr beginnt. Darauf sind wir an den Hafen und von dort nach Venedig-Stadt.
Um kurz vor 12 Uhr waren wir wieder am Terminal. Wie in einem Flughafen gings da zu. Für Kinderwagen gibt es genügend Fahrstühle und so kamen wir ohne Anstrengung im 2 Stock des Terminals an. Über eine Infotafel sahen wir, daß im Augenblick die Nummer "2" eingeschifft wird. Egal, man musste sowieso noch den Wisch mit der "Schweinegrippeerklärung" ausfüllen. Ein Tip: Unbedingt einen Kulli zur Hand haben, denn einen zu ergattern hat sich als extrem schwer erwiesen. Als diese Hürde dann aber genommen war und wir den Zettel abgeben wollten, sagte man uns, dass der erst beim Zoll gezeigt werden musste. Aber da wir 2 Kinder dabei hatten , bekamen wir die rote Nummer "1", das heißt wir konnten sofort und ohne Umwege an einen gesonderten Schalter laufen und waren nach ca. 5 min am Zoll. Also wir können uns nicht über lange Wartezeiten im Terminal beklagen. Allerdings muss man selbst aktiv werden, denn sonst bekommt man die "1" nicht.
Ein bisschen nervend ist die Prozedur dann allerdings doch, denn man wird durchleuchtet und kontrolliert wie bei einem Flug. Also alles aus dem Kinderwagen, auch den schlafenden "Großen", der das gar nicht lustig fand und anfing zu heulen. Aber was sein muss, muss sein. Die Taschen auf das Band, dann langsam durch den Metalldetektor, dann wieder alles rein in Wagen und los, aber "pronto" - das hört man immer wieder im Zollgebäude.
Dann wird es aber gemütlich, man läuft die Gangway hoch zum Schiff. Zwischendrin stehen schon die ersten Fotografen für das "Einschiffungsbild", ist eigentlich ganz lustig, kostet dann aber 19,-EUR wenn man es kaufen will. Da wir das schon aus anderen Berichten erfahren haben, haben wir auf das Bild verzichtet, da unser "Großer" sowieso am Heulen war und das Bild von daher auch nicht so toll geworden wäre.
Dann der erste Eindruck vom Schiff im Inneren - Wie jetzt, das ist ein Schiff ? - Alles riesig, Marmor und Holz, überall bunte Lichter und riesige Aufzüge aus Glas. Wir waren echt beeindruckt. Gleich am Eingang wird man fotografiert und das Bild wird mit dem Ticket verknüpft, so daß später die Costacard dem Passagier zugeordnet werden kann. Das ist nötig weil bei jedem Verlassen und Wiedereinstieg die Karte gezeigt werden muss und so kontrolliert wird ob man auch der Richtige ist. Dann wuseln dort schon jede Menge freundliche und hilfbereite vorwiegend fernöstliche Mitarbeiter herum, die einem den Weg zeigen. Dieses Gefühl hat sich übrigens die ganze Reise bestätigt, die Mitarbeiter sind immer freundlich und hilfsbereit. Am ersten Tag fällt einem das evtl. nicht so auf, aber der Service war immer absolut perfekt.
Eigentlich dachten wir dass wir gleich auf das Zimmer können, aber man wurde freundlich in einen Aufzug geführt, dort wurde auch noch der Knopf in den 9. Stock gedrückt und so harrte man der Dinge die da kommen. Plötzlich ging die Tür auf, ich hatte noch nicht mal bemerkt, daß der Aufzug losgefahren ist und man stand wieder vor einigen der nett lächelnden Mitarbeitern. Sofort wurde einem die Richtung gezeigt und man folgte einfach den Anweisungen. Zwischendurch tauchten auch schon die ersten Animateure auf, die sich gleich der Kinder annahmen. So was hatte ich in noch keinem Hotel erlebt. Die kamen und begrüßten uns mit Handschlag, hatten schon was zum Spielen in der Hand und sind sofort bei unseren Kindern super angekommen. Sogar der kleine war sofort hin und weg und wäre am liebsten gleich mit denen mit. Aber die waren nur zur Begrüßung da und man ging dann weiter in die angezeigte Richtung.
Nach ein paar mal abbiegen - habe ich schon erwähnt dass das Schiff riesig ist? - erwartete uns wieder eine freundliche Mitarbeiterin und nahm unseren Kinderwagen mit allem was darauf geladen war und verstaute ihn in einem abgesperrten Bereich und gab uns eine Nummer mit der wir das ganze Zeug wieder bekommen können. Dann wurde einem wieder die Richtung gewiesen und schon war man beim Willkommensbuffet. So also gegann unsere Reise: mit einem Essen! Wir haben sofort einen Tisch gefunden, der sogar an einem Fenster war, wobei im Buffetrestaurant das auch nicht schwer ist. Das Restaurant ist etwa 90m lang und erstreckt sich zwischen den Pools auf Deck 9 und hat von vorne bis hinten raumhohe Fenster mit einem kleine Absatz auf dem die Kinder prima sitzen und rausschauen konnten. Das Essen war auch sofort nach unserem Geschmack, es war vorwiegend Italienisch gehalten, was aber auch klar ist, denn die Reederei ist aus Italien. Pizza, Pasta, Salate, Fleisch, Fisch, Muscheln, Wurst, Käse, Kartoffeln, Gnocchi usw. alles war da. Das einzige eigenartige, es gab keine Teller. Kann man sich aber dran gewöhnen, man macht einfach alles auf die Tabletts, so haben es zumindest die anderen gemacht und so machten wir es nach. Das war übrigens nicht nur an diesem Tag so, sondern im Buffetrestaurant war das wegen der Nähe zum Pool aus Sicherheitsgründen immer. Warum man da keine Plastikteller hat, liegt wohl an der italienschen Mentalität, aber man ißt im Büffet ja nicht weil es besonders schön ist, sondern weil es praktisch ist und schnell geht.
Nach dem wirklich leckeren Essen ging es wieder zurück zur Ausgabe des Kinderwagens und dann auf die Kabine. Wir waren ja echt gespannt, denn man hört ja viel über die "Größe" einer Solchen. Man findet sich recht schnell zurecht auf dem Schiff, es ist alles hervoragend ausgeschildert. So ging das Finden der Kabine sehr einfach und wir betraten unser Reich. Ungewohnt dabei ist, dass die Tür schon offen war und die Karten und Informationen sich im Zimmer befanden. Ich war schon etwas nervös, denn eigentlcih habe ich beim Einschiffen erwartet Zimmerschlüssel oder Karten zu bekommen. Aber da lagen sie nun und alles war gut. Unser Kabine war die 7344, eine Balkonkabine mit einer unglaublichen Aussicht.
Und groß war sie auch noch, ausserdem war mehr als genug Stauraum vorhanden, so dass wir unser Gepäck für 4 Wochen locker untergebracht haben. Wir waren zwar nur eine Woche unterwegs, aber im November weiß man ja nie wie das Wetter wird. Und daß eine Wäscherei an Bord war, habe ich wohl im Internet überlesen. Man kann also getrost auch etwas weniger mitnehmen, denn die Wäscherei an Bord muss ja auch von was leben. Allerdings muß man etwas auf sein Gepäck warten, denn das hat man ja morgens abgegeben, in der Hoffnung es auch wieder zu sehen. Und das geschah auch so über den ganzen Mittag verteilt. Immer mal wieder klopfte es und man bekam einen Koffer überreicht. So gegen 16 Uhr hatten wir dann alle 5 wieder. Zwischenzeitlich haben meine Kinder einen Mittagschlaf gemacht und ich habe meine Kreditkarte registriert, da ich keine Lust hatte Bargeld zu hinterlegen.
Bis jetzt war alles bestens, wir sind auf dem Schiff, waren satt, haben unsere Kabine gefunden und die Kinder haben auch schon ihr Mittagschläfchen gemacht. Jetzt kann der Urlaub beginnen. Auf dem Schreibtisch lag die Info, dass wir um 18.30 Uhr im Restaurant am Tisch 150 unser Abendessen bekommen würden. Mittlerweile war es 16.30 Uhr und wir machten uns auf den Weg das Schiff zu erkunden. Laut Durchsagen und "today" war um 17 Uhr eine Infoveranstaltung im Theater zur allgemeinen Information über den Reiseverlauf. Wer wissen will wie man Ausflüge bucht und die Karte zur Türöffnung benutzt, sollte da hin, ansonsten kann man sich den Termin sparen, denn man kann auch alles in den Infobroschüren auf der Kabine lesen.
Für die Kinder gab es jeden Abend eine andere Karte, allerdings war immer die gleiche Auswahl darauf zu finden. Nicht schlimm, denn auch für die Kids konnte man 3-4 Gänge zusammenstellen. Es gab immer Suppe, Schnitzel, Pizza, Nuggets, Fischstäbchen, Spaghetti, Salat, Käse Obst usw. Also von langweiliger Ernährung keine Spur. Das ganze Essen dauert ca. 2h, was für Kinder ganz schön lang wird. So entschieden wir uns gleich am ersten Abend, daß wir unser Mittagessen immer im Buffet einnehmen werden.
Laut "today" gab es am Abend auch gleich eine Vorführung im Theater, aber da die Kinder total geschafft waren, gingen wir auf die Kabine. Dort angekommen lag auf dem Bett eine Liste für das Frühstück. Man konnte also tatsächlich das Früchstück auf der Kabine bekommen. Das haben wir dann jeden morgen gemacht, denn dann kann man den Tag ganz entspannt beginnen und man muß nicht gleich morgens ins gewusel. Ein Tip am Rande: Getränke sind ja im Reisepreis nicht dabei. Aber morgens kann man sich Saft bestellen, wir haben uns das zwar erst am 2. Tag getraut, aber man kann tatsächlich 8 Gläser Orangensaft, 8 Gläser Apfelsaft und 4 Gläser Grapefruitsaft bestellen und man bekommt alles auf mehreren Tabletts von 3 Mitarbeitern auf die Kabine geliefert. Da ja Mittags am Bufett wieder Wasser, Tee, und Kaffee im Preis dabei ist, kann man sich so über den ganzen Tag retten. Die Gläser sind zwar klein (0,1l), aber die Menge machts dann halt doch. So kann man sich ne Menge Geld sparen. Vor allem weil es auch den ganzen Tag über nirgends Apfelsaft oder ähnliches gibt. Und ständig Cola oder Fanta für die Kids ist auch nicht das wahre.
So ging der erste Tag vorbei ohne ein einziges Problem. Ich habe mich dann doch noch entschieden, nachdem die Kinder eingeschlafen waren, zum Theater zu gehen. Das lohnte sich echt, denn die Vorführung war klasse. Seilartisten haben mich schon immer beindruckt. Danach noch etwas durch das Schiff gelaufen und an Deck die steife Meeresbrise eingeatmet und schon war es 23 Uhr und Zeit ins Bett.
Katakolon
Da Katakolon schon um 8 Uhr angelaufen werden sollte, haben wir unser Frühstück schon auf 7 Uhr bestellt. Der Sonnenaufgang war wieder wunderschön und sogar schon am morgen um 7 Uhr war es schon 15 Grad warm. Das hat uns Hoffnung auf unseren Strandausflug gemacht. Man könnte natürlich auch Olympia anschauen, aber aufgrund der Preise für geführten Ausflüge und mangels Interesse an Ruinen vor allem von unseren Kindern haben wir darauf verzichtet.
Und es hat sich gelohnt. So gegen 10 Uhr waren wir am Strand und dort waren auch schon die ersten im Wasser. Dieses war zwar nicht sonderlich warm, aber ein paar hartgesottene haben sich trotzdem getraut. Wir haben uns für Strandspaziergang und Steine werfen entschieden. Der Strand ist grob sandig aber gut barfuß zu begehen. Im November ist natürlich keine Badesaison, so daß die Lokale geschlossen waren. Ein paar Gehminuten vom Strand ist der Ort Katakolon, der für seine Größe ein paar schöne alte Gebäude aufweist.
Der Strand ist direkt am Hafen durch eine Mauer getrennt, so daß man immer einen schönen Blick auf unsere Costa Serena hatte.
Auch an diesem Tag hatten wir Glück mit dem Wetter. 17.11.09, Katakolon, 20 Grad, wolkenlos. Nach Sonnenbaden usw. ging es dann mit den inzwischen gewohnten Formalitäten wieder an Bord.
Genau richtig um endlich mal wieder was zu essen. Ab ans Buffet, welches wieder äusserst abwechslungsreich befüllt war. Wieder ein Fensterplatz eingenommen konnte man auch schon die Weiterfahrt geniessen. An diesem Tag fuhren wir schon um 13 Uhr wieder ab, so daß man die Fahrt entlang der griechischen Küste in vollen Zügen genießen konnte. Es war traumhaft das alles zu sehen. Diesen wunderschönen Blick haben wir zu zweit auf unserem Balkon genossen, während unsere Kinder geschlafen haben.
Schon war es wieder Zeit sich in den Kinderclub zu begeben, denn die kleinen wollten ein bißchen spielen. Danach noch etwas durchs Schiff geschlendert, ein paar Bilder im Fotoshop angeschaut und schon gab es wieder Abendessen. Diesmal war Kapitänsempfang. So mit Cocktail und so. Danach das gewohnte feudale Diner, diesmal aber mit Abendgarderobe. So stand es im "today". Für viele hieß das statt T-shirt ein Polohemd, naja. Für uns hieß es Anzug, Krawatte und sogar für die Kinder gab es ein weisses Hemd mit Fliege und Weste. Die fanden das echt Klasse und haben sich riesig gefreut. Einige der Gäste kamen tatsächlich mit Abendleid und Smoking, das war schon imponierend. Im Aufzug haben sich vor allem die in extreme Abendgarderobe befindlichen Gäste über unsere beiden Jungs in Fliege gefreut. Jeder wollte sie herzen und streicheln, was bei den beiden natürlich nicht so toll ankam. Aber das kann man alles durchstehen. Das essen war wieder hervorragend und es wurden wieder viele Fotos gemacht, die man dann teuer kaufen konnte wenn man denn wollte. Am Abend gab es dann eine Big Band im Theater, welches wir aber mangels interesse ausfallen ließen. Und schon war es wieder spät und es war Zeit ins Bett.
Istanbul
Für uns das Highlight. Ab 7.30 konnte man das Schiff verlassen, für uns allerdings zu früh. Wir haben wieder in der Kabine gefrühstückt und den Tag gemütlich beginnen lassen. Wetter wieder optimal, 18.11.09, Istanbul, 19 Grad, leicht bewölkt. Die geführten Ausflüge waren uns mal wieder zu teuer, aber von Costa Kreuzfahrten wurde ein Bustransfer angeboten für 10,-EUR/Person und Kinder bis 6 Jahre frei, allerdings musste man sie auf den Schoß nehmen. Der Bus fuhr alle 30 min. im Pendel vom Schiff in die Stadt. Laufen kann man getrost vergessen, denn Istanbul ist riesig, wirklich riesig. Es sollen dort ja 11 Millionen Menschen leben. Um ca. 10 uhr sind wir von Bord mit dem normalen Ablauf.
Dann in den Bus und los gings durch das Gewirr, es war Donnerstag, von Istanbul. Für uns Westeuropäer total unverständlich wie man so Autofahren kann, dennoch sind wider erwarten so gut wie keine verbeulten Autos zu sehen; auch unser Bus, keine einzige Schramme, echt überraschend. Da ich selbst ein paar Jahre Reisebus in Europa gefahren bin, konnte ich mir gut vorstellen, welche Leistung unser Busfahrer erbracht hat, da den Überblick zu behalten. Er war absolut souverän, kein gehupe, gemotze oder irgendwelche sinnlosen Aktionen, wie man die ja sonst von manchem Bustransfer kennt.
Wir haben uns die geführten Ausflüge angeschaut und dann unsere eigene Tour zusammengestellt. Natürlich war wieder ein Augenmerk auf einem Spielplatz. Den haben wir dann auch später gefunden. Zuerst in die Blaue Moschee, da waren sogar die Kinder begeistert, schon allein deshalb, weil man die Schuhe ausziehen musste, auch der Kinderwagen muss draußen bleiben. Aber es gibt extra Bereiche wo man die abstellen kann. Auch da gibt es wieder viele gute Freunde die für ein paar Euro darauf aufpassen. Das überraschende, der Eintritt ist frei. Über Handzettel bekommt man alle wichtigen Infos darüber.
Dann gings zur Hagia Sophia, ein riesen Museum, aber für Kinder einfach langweilig, deshalb haben wir uns das gespart und sind zu Fuß an vielen kleinen Läden und Restaurants vorbei in den Park des Topkapi Palastes. Ein unheimlich schöner Park, selbst im November. Dort findet man auch ein tollen Spielplatz. Aber leider hat es nachts wohl geregnet, deshalb war alles etwas nass, hat aber die Kinder überhaupt nicht gestört. Imposant sind auf jeden Fall auch die Muhezins - oder besser Muhezine? - , die zum Gebet auffordern; das ist ja ein Spektakel. Aber auch die Kinder fanden das mal toll und so hat man sich dann wieder mit kleine Umwegen zum Bus aufgemacht und ist wieder zum Schiff. Da wir immer den großen Geschwisterwagen dabei hatten, waren wir immer etwas gespannt ob wir den auch überall mitnehmen können, aber es hat nicht einmal ein Problem gegeben. Im Bus musste wir noch 15 min. warten und dann gings wieder los.
Wieder war ich von unserem Busfahrer beindruckt, der uns bestens zurück gebracht hat. Am Schiff angekommen sind wir noch etwas am Schiff entlang gelaufen oder besser gewandert, und wieder mit allem was dazu gehört an Bord.
Dort angekommen sind wir auf Deck 10 und haben uns noch etwas umgeschaut und dort ein Kreuzfahrtschiff vor uns entdeckt. Da hat man dann mal den Größenunterschied bemerkt.
Bei uns konnte man 3 Stockwerke höher steigen und trotzdem waren wir schon weiter oben als das oberste Deck des anderen Schiffes das ausserdem noch einiges schmaler war. Da fühlt man sich doch gleich viel sicherer, denn wir dachten uns eigentlich, daß man im November auch mal einen Sturm miterleben wird.
Den Sonnenuntergang haben wir dann noch auf Deck erlebt, es war traumhaft. Kurz vor und während des Ablegens an Deck zu sein ist wunderschön, aber unglaublich laut. Warum auch immer, aber an diesem Tag haben wir das erste mal die Schiffhörner mitbekommen. Zum dank dafür schrien die Kinder wie am Spiess, so daß wir das Deck fluchtartig verlassen haben. Mutig wie wir waren, sind wir nach ein paar Minuten Ruhe wieder raus um die Ausfahrt aus Istanbul zu geniessen, weil wir dachten die huperei hat ein Ende. Ein weilchen war auch alles gut, aber plötzlich fängt der wieder an! Warum? Keine Ahnung, manche hören sich gerne reden, er sich vieleicht hupen. Wir haben uns dann entschieden rein zu gehen und uns für das Abendessen fertig zu machen.
An diesem Abend haben wir beim Essen das erste mal gemerkt, daß wir auf einem Schiff sind. Alles begann ganz normal, das Essen war klasse, die Bedienung perfekt und freundlich, als das Schiff sich plötzlich immer mehr nach links geneigt hat. Erst haben alle gelacht, aber als das Schiff sich immer mehr und mehr zur Seite neigte und das Geschirr teilweise von der Theke flog, wurde es auffällig ruhig. Sogar die Mitarbeiter des Schiffs standen überrascht da, was nicht gerade sehr vertrauenserweckend war. Nach ein paar Sekunden spürte man wie das Schiff sich nicht mehr weiter neigt und genauso wie wir es begann schräg zu werden, sich auch wieder aufstellte. Ich habe mir gleich anhand des Wasserspiegels meines Weinglases gemerkt wie schräg wir waren. In der Kabine angekommen habe ich das gleich ausgerechnet, es waren immerhin 16Grad. Das ist ne Menge wenn man das nicht gewohnt ist. Leider hat man uns im Dunkeln darüber gelassen, warum der Vorfall passierte. Im Internet gab es unterschiedliche Meinungen dazu. Uns war es egal warum, wir haben überlebt !!!
Am Abend gab es dann wieder irgend etwas mit Variete im Theater, hat uns auch nicht sonderlich interessiert. Also noch etwas in den Kinderclub, der kam heute sowieso zu kurz und dann wurde es auch schon wieder Zeit ins Bett.
Dubrovnik
Ein bisschen traurig steht man schon auf, wenn man weiß, daß es der letzte Tag ist, den man im Urlaub ist. Trotzdem hat unser Frühstück im Zimmer wieder geschmeckt. Mit dem alltäglichen Vorrat an Getränken bereiteten wir uns auf den Ausflug nach Dubrovnik vor. Wir wussten, daß das Schiff nicht anlegen kann und wir deshalb getendert werden. Wir wurden also per Rettungsboot an Land gebracht. Darauf haben wir uns gefreut und wurden nicht enttäuscht. Auch hier das Wetter super, 21.11.09, Dubrovnik, 19 Grad, wolkenlos.
Wenn man von Bord wollte, und das wollten alle, musste man sich eine Nummer holen die im hinteren Teil des Schiffs in einer Bar ausgegeben wurde. An Bord waren gut 3500 Passagiere und in ein Boot passten 120 Personen, also stellten wir uns auf ewiges warten ein. Die Boote wurden gefüllt und sind dann in den Hafen gefahren und wieder zurück. Wir hatten die Nummer 32. Am Sammelplatz waren dort gefühlte millionen von Menschen, wenn nicht noch mehr. Aber als dann die Nummer 28 aufgerufen wurde waren wir glücklich, denn so weit ist ja dann 32 gar nicht. Das hat sich dann auch bestätigt. Im 5-8 minutentakt wurden die nächsten Nummern aufgerufen. Wir haben also nur knapp 25 min. warten müssen, wenngleich es das längste warten war, das wir an Bord erlebten. Man wurde von den nach wie vor freundlichen Mitarbeitern auf Deck 0 und dann noch etwas tiefer geführt, aber auch da gab es mit Kinderwagen keine Problem, dort waren auch noch Aufzüge. Aber das war der zeitpunkt wo man merkte, hoppla, wir sind auf dem Meer. Denn die Costa Serena lag wie eine Insel im Wasser, aber die "kleinen" Rettungsboote, die zwar so groß sind wie Ausflugsdampfer auf dem Bodensee, haben doch ganz ordentlich geschaukelt.
Rettungsboote hatte ich mir ganz anders vorgestellt. In den Booten der modernen Kreuzfahrtschiffe ist Wasser und Lebensmittel für 3 Tage für jeden der 120 Passagiere an Bord. Das Boot hat Sprit für 500 Seemeilen an Bord, also fast 900km, hat Radar und alles notwendige. Das Boot kann komplett verschlossen werden, so dass man nicht mal naß wird. Wieder etwas, wo man ein gutes Gefühl bekam, nur laut waren die Dinger, aber im Notfall dürfte das egal sein.
In Dubrovnik angeschaukelt, wurde man von einer Altstadt überrascht, die seinesgleichen sucht. Perfekt erhalten, weißer Stein als Straßenbelag und da dort Autos verboten sind war der auch noch weiß. Eine wunderschöne Altstadt mit tollen Gebäuden und einer Stadtmauer die rundum begehbar ist. Unglaublich. Allerdings mit Kinderwagen unmöglich, und da unser kleiner geschlafen hat, war daran nicht zu denken. Allerbester Erhaltungszustand, so etwas habe ich noch nie gesehen.
Auch da gab es wieder Ausflüge von Costa, aber auch da fanden wir das überflüssig. Einfach selbst drauf los, überall gibt es Schilder in allen Sprachen die das wichtigste vermitteln. Wunderschöne kleine Gärten zwischen den Mauern und Häusern, tolle Blickwinkel durch verwinkelte Gässchen, einfach ein Traum.
Aber auch der tollste Ausflug geht vorbei und so schaukelte man wieder an Bord unseres großen Schiffes. Das ging völlig unproblematisch, weil immer ein Boot zum Schiff unterwegs war, egal ob voll oder nicht. 2 Boote beim Schiff, 2 unterwegs und 2 im Hafen. Sobald eins vom Schiff an den Hafen kam, fuhr ein anderes in Richtung Schiff ab. Auf unserem Rettungsboot waren gerade mal 20 Personen. Wir haben ca. 3 min. gewartet und schon gings los.
Mittagsschlaf haben wir keinen gemacht, denn der kleine hat sowieso die ganze Zeit gepennt und der große wollte dann lieber in den Kinderclub. Das haben wir dann auch nach dem Mittagessen am Buffet gemacht. Heute war es auch besonders wichtig in den Kinderclub zu gehen, denn heute war Verlosung der Preise. Natürlich geht keiner leer aus, so dass wir 2 Brusttaschen und 2 Beutel bekamen, selbstverständlcih mit dem Logo von Costa Kreuzfahrten und dem Kinderclub. Das schlimmste war allerdings ein Poster im Format: 1,80m x 1m. Dieses Riesending einigermaßen heil von Bord und nach Hause zu bringen, bedarf etwas Geduld und Einfallsreichtum. Hat aber geklappt. Zu Hause wurden die beiden Dinger dann ausgemalt, denn wir haben natürlich für jeden eins bekommen.
Abends gab es dann nochmal einen Galaabend mit entsprechender Garderobe. Und so war dann auch der letzte Abend unseres Urlaubs angebrochen. Wir haben noch einen leckeren Cocktail in einer der vielen Bars getrunken und sind dann auch schon wieder ins Bett.
Heimreise
Da wir ja schon um 12 Uhr vom Schiff unten waren, sind wir mit einem kleinen Abstecher bei Bekannten in Como direkt nach Hause gefahren. Das Wetter war wie bestellt wieder schlecht, das kannten wir aber von der Hinfahrt schon.
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
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Alicia8 03.02.2011 19:26
offerendum 02.02.2011 20:23
Ich finde, der Bericht ist genau richtig
Die-Xanadu 02.02.2011 19:36
Marnie61 01.02.2011 23:16
joanbaez 01.02.2011 19:24
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