Krabi / Ao Nang

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Wo sich das Leben angenehm genießen lässt....

5  22.07.2012

Pro:
günstig, traumhaft, viel zu erleben

Kontra:
keine beutsamen Kontrapunkte

Empfehlenswert: Ja 

WalterKessel

Über sich: ...

Mitglied seit:23.11.2011

Erfahrungsberichte:40

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 49 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Die Geschichte beginnt mit einem aus wirklich dummen Gründen verpassten Flug. Ich hatte mir zu viel Zeit gelassen, und dann leider um 5 Uhr morgens kein Taxi gefunden. Die Damen am Empfangsschalter waren dann recht verblüfft, dass ich in ein Flugzeug wollte, das gerade auf die Startbahn zufuhr.
Zum Glück befand ich mich bereits im Norden Thailands, und somit war es nur ein nationaler Flug. Um der Geschichte aber wieder mehr Dramatik zu geben, musste ich in Bangkok umsteigen und um wenigstens diesen noch zu erwischen, ein komplett neues Ticket kaufen.

Dann hatte ich es aber auch schon geschafft und fuhr vom Flughafen in einem Bus voll mit anderen, meist jungen Touristen in den Ort „Ao Nang“, der am meisten besuchte Ort in Krabi, einer Provinz im Südwesten Thailands.


Die Wände hoch

Ich traf einen Freund, der schon seit ein paar Tagen da war, und begann mit ihm den Ort zu erkunden und die nächsten Tage zu planen. Als erstes stand Felsen klettern auf dem Programm. Das ist in Ao Nang extrem beliebt. Und wenn man dann an einem paradiesischen Strand steht und eine senkrechte, 40 Meter hohe Kalksteinwand, auf deren Spitze ein kleiner Dschungel im Nebel wächst, neben sich stehen hat, dann fragt man sich nicht warum.

In diesem Paradies der Kletterfans kann man selbst von einem Boot aus Felsen im Meer erklettern um dann runter zu springen. Meine Kletter Erfahrung belief sich aufs Treppen steigen, und somit machten wir erst mal eine Anfängerwand.

Mit dem Boot setzten wir über zum nächsten Strand und meldeten uns in einem Shop bei einem Franzosen mit langen zotteligen Haaren, der definitiv schon den ersten des Tages geraucht hatte. Leider gab es keine passenden Schuhe für mich, was ihn irgendwie am wenigsten störte. Am Ende suchte er dann ein Paar in einem anderen Laden und würde fündig. Die Schuhe waren viel zu eng, aber auch nur für die kurzen Klettereinsätze gedacht.

Etwas später versammelten sich unserer Führer, ein Thai mit langen Haaren, und 2 weitere Touristen um die erste Wand zu erklimmen. Der Thai kletterte dann flink nach oben und machte das Seil in die Haken in der Wand, was für einen Anfänger unmöglich wäre. Ein wirklicher Kurs war das ja nicht, und somit erklärte er uns nur, dass man immer versuchen

Bilder von Krabi / Ao Nang
  • Krabi / Ao Nang krabi beach - Krabi / Ao Nang
  • Krabi / Ao Nang krabi sunset - Krabi / Ao Nang
  • Krabi / Ao Nang krabi rock - Krabi / Ao Nang
  • Krabi / Ao Nang krabi lagoon - Krabi / Ao Nang
Krabi / Ao Nang krabi beach - Krabi / Ao Nang
Krabi / Ao Nang
soll, sich mit den Beinen nach oben zu drücken, nicht mit den Armen zu ziehen.
Ein jeder legte sich seinen Gürtel um, dessen 2 Ringe die Beine umschlossen. Vorne befand sich ein großer Eisenring. Keiner wollte beginnen und somit trat ich an.

Dann knotete er das Seil in den Ring und wünschte mir viel Glück, während ich auf das zweite und dritte Sicherungsseil wartete, und das Fangnetz mussten wir auch noch aufbauen. Er erinnerte mich nochmal an den einzigen Tipp des Tages, das mit den Beinen, während mir ein anderer in unserer Gruppe einen wesentlich besseren gab, den er leider aus eigener Erfahrung gemacht hat.

Einfach mal los lassen und ein bisschen hängen. Wenn man erst einmal oben ist, dann sagt der Instinkt einem, dass es eine beschissene Idee ist sich aus 10 Metern Höhe auf Felsen fallen zu lassen. Und da kann der Verstand auch noch soviel von dem Seil erzählen, der Instinkt will nicht nachgeben.

Wir sind dann einer nach dem anderen hochgeklettert, und daraufhin zur nächsten Wand gegangen. Da keiner von uns Profi war, war das kein Problem. Es ist schon eine extreme und vor allem ungewohnte Belastung, besonders in den Unterarmen. Da taten die Pausen gut und am nächsten Tag hatten wir große Probleme, Besteck zu benutzen oder die Schuhe zu zubinden.


Es folgte ein Tag voller Entspannung, der sich in Krabi besonders gut erleben lässt, mit dem vielen Strands, Restaurants, Massageständen und langsamen, tief roten Sonnenuntergängen, bei denen dann auch das letzte Bisschen Stress die Koffer packt. Dann ging es weiter mit einer...


===Kayaktour===


Zusammen mit einer recht großen Gruppe, die zur Hälfte aus Südkoreanern und zur anderen überwiegend aus Europäern bestand, fuhr man uns in Minivans an den Fluss. Auf jedes Kayak setzten sich 2-3 Mann und dann wurde fleißig gepaddelt. Sich von selber fortbewegen begeistert mich einfach immer.

Flussaufwärts trafen wir dann bald auf die ersten Höhlen, die Teilweise so schmal waren, dass ein Kayak hinter dem andern fahren musst. Am Ende der Höhle kam man in einen von Felswänden umschlossenen Tümpel, ein unglaublich beeindruckender Anblick. Teilweise ragten diese Wände 30 Meter hoch, bis der Himmel zu sehen war, und waren mit den verschiedensten tropischen Pflanzen überwachsen.

An einer Tropfsteinhöhle sind wir auch ausgestiegen und haben so zu Fuß erkundet. Hier muss man leider anmerken, dass ein touristisches Highlight in einem touristischen Ort natürlich ziemlich überlaufen ist. Nichts desto trotz eine beeindruckende Höhle.

Am Ende gab es noch ein klassisches thailändisches Mittagessen serviert auf einem aus Bambus erbauten, überdachten Bootsteg. Dann furh man uns in eine Hotelanlage, wo sich eine Lagune befand, vermutlich tat der Veranstalter das, um das ganze einen Ganztagsausflug nennen zu können. Das kam uns aber ganz gut gelegen nach dem vielen Paddeln und er Ort war wirklich schön. Türkisblaues Wasser aus dem tropische Bäume ragten. Alle hatte sichtlich Spaß und so kamen sich auch die Koreaner und Europäer etwas näher.


Das Nachtleben

Fällt alles in allem etwas mau ist. Immerhin ist es ein Touristenort, somit spielt es keine Rolle, ob es Samstag oder Montag ist. Eine gemütliche Runde Billiard und ein paar Drinks lassen sich leicht finden. Und auch wenn sich hier vermehrt junge Touristen und Pärchen heruntreiben, so lässt sich auch hier die Liebe für Geld finden.

Gastronomie

Wer nach einem Tag Klettern, Paddel oder Ähnlichen ordentlich Hunger hat, wird in Ao Nang bestens bedient. Zum einen gibt es natürlich wie überall dort an jeder Ecke Thaifood zum Schleuderpreis. Nicht selten findet sich dann der ungewohnte Tourist am nächsten Tag die meiste Zeit auf dem Klo wieder. Wichtige Regel hier ist, dass das Essen an Ständen nicht schon gekocht sein sollte. Wenn halb frische Zutaten nochmal heftig gebraten werden, ist das besser, als wenn das fertige Essen schon seit Sonnenaufgang in der Hitze liegt.


Daneben findet sich viele internationale Restaurants, wie unser Favorit, das brasilianische BBQ. Dort laufen die Kellner mit herrlichem Fleisch am Spieß herum und schneiden so viel ab, wie man will. Da scheiterten mal wieder meine Versuche, Vegetarier zu werden.

Ein schlechtes Erlebnis hatte ich leider auch. Wir waren in ein Buffet für Thaifood gegangen, was aber geschmacklich eher fad und alt war. Somit bezahlt man dann ein mittelteures Buffet für ein paar Bissen, um dann doch wieder zum brasilianischen BBQ zu gehen.

Morgens bieten sehr viele Cafes Frühstück an, kann hier aber nicht viel berichten, da ich bei einer morgendlichen Banane geblieben bin.
Für Asien ein erstaunlich gutes Level waren die Pizzerien. Da wird es allerdings ein wenig teurer, da Thailand kaum Milchprodukte und damit keinen Käse herstellt. Schauen wir uns das mit den Preisen genauer an:

Preise

Thailand ist natürlich sehr billig im Vergleich zu Deutschland. Und auch wenn das alles touristische Aktivitäten sind, es bleibt erschwinglich. Einen halben Tag Klettern inklusive Ausrüstung und Führer kostet gerade einmal 20€. Und das brasilianische Buffet? Ich erinnere mich da an ungefähr 14€. Vergleichbare Menge und Qualität würde in Deutschland weit über 50€ kosten.


Auch ein Hotel ist nicht teuer. Für 20€ pro Nacht kann man ein durchschnittliches Zimmer mit Bad und Klimaanlage haben. Das Bedeutet dann auch, dass eine Zeit in einem Luxushotel erschwinglich wird. Ao Nang bietet also eine sehr gute Auswahl zu niedrigen Preisen. Von den Jugendherbergen bis Luxusanlagen lässt sich alles finden.

Infrastruktur

Viel Bewegen muss man sich nicht. Für fast alle Aktivitäten wird man entweder abgeholt oder fährt mit dem Boot zum nächsten Strand. Das haben wir einmal auch zu Fuß gemacht, was aber zeitaufwendig und anstrengend ist. Wer im Ort nicht soviel laufen möchte oder mal die umliegende Landschaft auf eigene Faust erkunden möchte, der kann sich ganz einfach einen Roller mieten. Da hinterlegt man meist nur seinen Reisepass als Pfand und zahlt ca. 5€ am Tag. Ob Führerschein oder nicht ist egal, die meisten Roller sind auch automatisch und leicht zu bedienen.
Dazu gibt es einen Helm, der allerdings nur knapp über dem Schutz einer Wollmütze rankiert. Es ist schon schwer, gute Helme überhaupt in Thailand zu finden, bei einem Vermieter aber unmöglich.

Sollte man auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. Natürlich fehlt an keinem Touristenort in Thailand hier und da jemand, der sich halb in Verband gewickelt zum nächsten Restaurant schleppt (in dieser Rolle befand ich mich natürlich auch schon).

Zum Flughafen gelangt man auch sehr leicht per Bus, und von dort geht es für unter 100€ nach Bangkok, oder weitaus günstiger mit dem Bus oder Zug.

Fazit

Krabi rangiert bei mir sehr hoch unter den besten Orten der Welt für einen kurzen Urlaub, in dem sich körperliche Freizeitaktivitäten und totale Entspannung gut abwechseln können. In keinem Bereich lassen sich ernste Mängel finden, dafür aber teilweise weltklasse Niveau, wenn es um Natur, Strand, Klettern und Preis/Leistung geht.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
cathana

cathana

11.08.2012 15:02

In die Ecke bin ich noch nicht gekommen, da ich Thailand meist nur auf der Durchreise mache. LG

PITbloggerin

PITbloggerin

02.08.2012 14:22

BH & LG

AnnaHaeberle

AnnaHaeberle

01.08.2012 21:31

Faszinierend...

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  1. giselamaria
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