Viel Spaß, aber wenig Englisch
09.08.2008
Pro:
abwechslungsreiches Programm, Ort, extra für Jüngere
Kontra:
Unterbringung, Verpflegung, Englischsprechen
Empfehlenswert:
Ja
 toni3x
Über sich:
Mitglied seit:08.08.2008
Erfahrungsberichte:6
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 21 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Als ich 12 war, wollte ich gerne eine Sprachreise nach England machen. Doch für die meisten Angebote war ich noch zu jung. Aber dann fanden wir den Link zu Kompass Sprachreisen bei Google, und ich bestellte den Katalog. Auch hier gab es verschiedene Angebote in den Ländern England, Frankreich, Malta, Spanien, Kanada und USA. Ich hatte die Auswahl zwischen College und Gastfamilie. Ich wählte die Gastfamilie, weil °ich davon ausging, dass ich so mehr Englisch sprechen würde und auch viel von dem englischen Leben mitbekommen würde. °das Angebot speziell für jüngere war. Der Text in dem Katalog überzeugte mich sehr. Man versicherte mir, dass ich gut mit meinen wenigen Englisch-Kenntnissen zurecht kam.
---Das Angebot--- Das Angebot war für "Junioren" von 11-13 Jahre, die die Klassen 5-7 besuchten und 1-3 Jahre Vorkenntnisse hatten. Im Preis (1245€ für 2 Wochen) waren enthalten: °Informationspaket mit Stadtplan, Reisekompass, Stadtführer, London Guide °Hin- und Rückflug °Empfang am Flughafen in London °Transfers London-Kursort-London °Vollpension bei einer Gastfamilie °Betreuung durch Lehrer, Repräsentant und Gastfamilien °Unterricht: Montag bis Freitag täglich 3 Lektionen à 50 Minuten °Lehrbuch, Einstufungstest, Kurszertifikat °Täglich betreutes Freizeitprogramm °Haftpflichtversicherung Dazu kamen noch diverse Sportmöglichkeiten und Ausflüge - von denen aber gleich mehr.
---Whitstable--- Whitstable ist ein kleines Städtchen an der Küste mit 25.000 Einwohnern. Es ist ein Seebadeort in der Grafschaft Kent (Südengland). Es gibt einen tollen Steinstrand und abends wunderschöne Sonnenuntergänge. "The Sugar Boy" heißt ein Laden mitten in Whitstable, den wir sehr oft aufsuchten... Hier gab es sooo viele verschiedene Süßigkeiten. =) ---Die Reise--- Ich flog bis zum Flughafen London Stansted, doch andere auch bis Heathrow. Angekommen, mussten wir erst einmal 3 Stunden auf unsere deutsche Betreuerin warten, und mit ihr nochmal so lange auf den Bus. Das war also wirklich nicht gut organisiert! Wir kamen sehr spät in Whitstable an und wurden von unseren Gastfamilien abgeholt.
---Die Gastfamilien--- Untergebracht wurde ich mit einem anderen deutschen Mädchen, das ich bis dahin noch nicht kannte, bei einer Familie in einem relativ schmalen Reihenhaus. Bitte keine zu hohen Erwartungen haben! In England herrscht einfach ein anderer Standard als bei uns in Deutschland... Wir wurden sehr herzlich von unserer Gastmutter aufgenommen, gingen aber schon bald ins Bett. Unser Zimmer war relativ klein. In ihm standen ein Hochbett und ein normales Einzelbett, außerdem ein großer Fernseher. =) Das Bad mussten wir uns zu siebt teilen... Es gab nur eine Badewanne, keine Dusche. Beim Haarewaschen hatten wir echt Probleme, zumal es 2 Wasserhähne gab - einen für kalt und einen für warm (typisch England). Ich muss ehrlich sagen, dass wir zum Englischsprechen nicht allzu häufig (in der Familie) kamen. Manchmal aßen wir sogar alleine. Sonntags war jedoch Familientag, da haben wir auch mal Monopoly gespielt oder einen Spaziergang zum Strand gemacht. ---Die Schule--- Wir hatten Glück: die Schule lag für uns nur um die Ecke, doch teilweise hatten andere einen sehr viel weiteren Schulweg. Aber die meisten Kinder wurden schon bei Familien in Whitstable untergebracht. Wir schrieben einen Einstufungstest und wurden in die Leistungsniveaus A, B und C eingeteilt. Wir hatten 1 deutsche (Grammatik-)Lehrerin und 2 englische. Die Lehrerinnen gingen viel auf die Grammatik, Aussprache und das schriftliche Englisch ein. Das Schulbuch, das wir bekamen, bearbeiteten wir hauptsächlich mit einer Lehrerin. Die Übungen waren ganz vermischt. Wir übten zum Beispiel Wegbeschreibungen, Zungenbrecher, machten Quiz', und mehr. Der Unterricht war eigentlich ganz locker und am Ende bekamen wir ein Zertifikat.
---Das Essen--- Ein sehr eigenes Thema in England! xD Ich were häufig danach gefragt... Morgens gab es bei uns Toast oder Cornflakes, mittags bekamen wir ein Lunch Paket mit, das meistens aus Chips, Sandwich, Getränk, einem Apfel oder ähnlichem bestand. Abends aßen wir warm, doch meistens schmeckte uns das Essen nicht... Das änderte sich jedoch später, weil wir eine Liste mit den Dingen erstellten, die wir nicht mögen. Das war ein Vorschlag unserer Kursleiterin. ---Das Programm--- Nach der Schule fand nachmittags immer ein Programm statt, an dem man teilnehmen musste. Beispielsweise gingen wir in Whitstable bowlen oder einfach zum Strand. Wir fuhren auch in nahegelegene Städte zum Beispiel zum Rollerblading und Fish and Chips essen. ;-) Außerdem gab es auch noch Ausflüge nach Canterbury, London, wo wir auch Madame Tussaud`s besichtigten, Hastings und es gab eine Mystery Tour, wir wussten also nicht, wo's hinging. Einmal in der Woche fuhren wir auch nach Margate in die Disco. Das Programm war also wirklich sehr abwechslungsreich und hat mir gut gefallen. Allerdings haben wir untereinander nur deutsch gesprochen und hatten auch während des Programms keine Gelegenheit englisch zu sprechen.
---Preis--- Damals betrug der Preis für 2 Wochen 1245€, für 3 1465€. ---Kompass Sprachreisen--- Internet: www.kompass-sprachreisen.de Hauptbüro: Limburgstraße 11 B 40235 Düsseldorf Tel.: 0211-699130
---Fazit--- Viel macht natürlich die Gastfamilie aus. Aber aus meinem Kurs waren ebenfalls nicht alle zufrieden. Ich empfehle euch daher den College-Aufenthalt! Schaut doch einfach mal in den Kompass-Katalog (oder in einen anderen), dort gibt es gute Angebote. Also: eingeschränkte Empfehlung!
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09.08.2008 13:37
schöner Bericht! Von allen Seiten beleuchtet! LG Eric
09.08.2008 13:35
guter Bericht