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Pro Sehenswürdigkeiten
Kontra aufdringliche fliegende Händler und Bettler, 2* umsteigen
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Sehenswürdigkeiten | |
| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
Vorab ein Hinweis: Die bilder kann man nur betrachten, wenn man die homepage-adresse am Ende des Berichts in die Adressleiste kopiert und aufruft!!!
Andreas Philipp Stahl:
“Logbucheintrag” einer Reise nach Cartagena, Kolumbien im Jan.2010
Selbstportrait mit wachhabendem Gefreiten bei einer Unterhaltung.
Kurz nach dem Abflug von Madrid/Barajas ertönte die übliche Durchsage:“Aqui habla el comandante Raul Castro. Saludamos en este vuelo. Es prohibido fumar todo el vuelo y tambien en los lavatorios… « Castro ? Der Name kam mir bekannt vor, als ob der Neffe von Fidel Castro am Steuerknüppel säße.
Eine Stunde vor der Landung in „Sante Fé de Bogota“ wurden die Einreisepapiere der Republik Kolumbien an die Fluggäste verteilt. Bald darauf nahm jeder seinen Platz ein, bis die Maschine am Aussteigerüssel zum Stillstand gekommen war. Vor hunderten von Jahren hatten die Spanier in Südamerika Gold entdeckt und es entweder geraubt oder gegen Glasperlen eingetauscht, so dass man dem Flughafen auch den Beinamen „El Dorado“ gegeben hatte.
Glücklicherweise hatte ich mich bereits in F. nach dem Verbleib des Koffers erkundigt, so dass ich ihn sogleich nach der Einreiseabfertigung vom Gepäckband (recibida de equipaje) angelte. Alsbald marschierte ich dann mitsamt meinem Gepäck durch das Getümmel, um ihn zur Gepäckannahme für den Anschlussflug zu bringen. Ich hatte bereits Geld umgetauscht, jedoch versäumt mir etwas von den Getränkeläden zu holen, so dass ich etwas zögerlich in den Zubringerbus für die „vuelos domesticos“ einstieg.
Beim Plausch im Warteraum mit einer charmanten jungen Dame war jedoch Vorsicht geboten, denn es bestand die Gefahr den nächsten Flug zu verpassen....
Bei der Ankunft in C. fiel mir eine Hinweistafel mit ähnlichem wie dem folgenden Text auf:“Aviso de seguridad-solamente utilizan los medios de transbordo publico habilitados...“, als mir beim Verlassen der Halle noch der Koffer mit meiner „tarjeta de embarque“ abgeglichen wurden. Bei der Ankunft im Hotelzimmer öffnete ich erst einmal die Balkontür. Draußen schlug die Brandung gegen das Ufer und sang ihr ewiges Lied.
Diese und die folgende Abbildung zeigen die „Phantom“ an der Mole gegenüber der alten Stadtmauer.
Das Hotel war sauber und gepflegt und man konnte, wie gesagt, bei offener Balkontür das Meeresrauschen auf sich wirken lassen. Beim Schlendern durch die Altstadt holte ich mir noch das eine oder andere T-Shirt. Es blieb mir aber teilweise nichts anderes übrig, als den einen oder anderen fliegenden Händler mit den Worten:“infelizmente, sinto muito“ abzuwimmeln.
Etwar zwei bis dreimal in der Woche legt ein großes Kreuzfahrtschiff in Cartagena an.
Eines Abends ließ ich mich überreden, mit dem sog.“Rum-Bus“ mitzufahren. Beim Zwischenstopp mit Musik und Tanz waren dann auch wieder die obligatorischen fliegenden Händler mit dabei.
In der Nähe des „Castillo de San Felipe“
wie oben, die folgende Abbildung wurde vom Dach des Hotels aufgenommen.
befand sich ein mehr oder weniger malerischer offener Markt, der auch an einfache, ärmliche Wohngebiete grenzte.
Mein Fahrer riet mir jedenfalls dort zur Vorsicht. Das Getümmel dort war unbeschreiblich, dazu kam die Hitze und dass sich ständig alle möglichen Fahrzeuge durch die Menge drängten. Ich ließ mich sogar noch durch die favelas fahren, denn ich dachte, die Taxifahrer kennen sich dort am besten aus, wo sie selber wohnen. Jedoch fing die „Digilife“ bei 32°C an zu streiken, und ich kehrte zum Hotel zurück.
Abgesehen davon, riet er mir davon ab, aus dem Wagen zu steigen, um ein Foto zu machen, wenn keine Polizei in der Nähe sei.
Nicht nur in Deutschland gibt es Armut, aber in der Gegend der großen Hotels dort hat man nicht den Eindruck, dass es ein armes Land ist.
Ein Meeresarm in der Nähe des Fischmarktes. Auch die Handelskette „carrefour“ ist in Kolumbien vertreten.
Als ich sagte:“no fotografiar, solo comprar“, lachten sie.
Der Dauerbetrieb hatte zu einer starken Erwärmung und damit vorzeitigen Entladung geführt. Erst nach einer Stunde war sie halbwegs aufgeladen und betriebsbereit. Am Strand waren die Wellen im allgemeinen ungefährlich, jedoch war am fünften Tag an ein ruhiges Baden nicht mehr zu denken, da einem eine Welle nach der anderen ins Gesicht klatschte. Abends gab es Musik, was aber in einem abgesperrten Bereich lag und Eintritt kostete, und eine Tanzgruppe gab ihre Vorstellung. Ich ging vorübergehend ans Kai mit der „Phantom“und der „Galeon Bucanero“(boca negra=schwarzer Mund) und betrachtete gedankenverloren die im Licht des Vollmonds glitzernde Wasseroberfläche,
als plötzlich ein aufdringlicher Bettler mit einer Art Besenstiel dicht an mir vorbeilief und um Geld bat, was ich denn doch ablehnte, da ich mich überrumpelt fühlte.
Dann sprach mich eine schokoladenbraune Schönheit an und ließ sich von mir ein Bierchen ausgeben mit den Worten:“no mas, es danino.“, worauf der Verkäufer grinste. Vielleicht war sie eigens dafür eingestellt, den Umsatz anzukurbeln. Ich verließ denn auch bald die Szene und setzte mich ins Taxi. Irgendwie war ich auch froh, als ich allein hinter mir die Hotelzimmertür zumachte und meine Ruhe hatte.
Beim „Landgang“ im benachbarten Supermarkt stellte ich fest, dass dort offensichtlich Waren wie Schokolade oder Nutella zum Luxus zählen. Da es im Hotel ausreichend Frühstück gab, aber auch aus Angst vor „Montezumas Rache“ verzichtete ich die meiste Zeit auf ein Abendessen.
Auf der Stadtmauer am Ufer der Karibischen See.
Als ich eines Nachts aus der Altstadt zurück nach „Bocagrande“ lief, winkte mich plötzlich ein Polizist freundlich herüber und gab mir mit den Worten“buenas noches“ die Hand, was ihn aber nicht davon abhielt, meine Hosentaschen und mein Portemonnaie genauestens zu filzen, bis er mich laufen ließ. Da wurde mir schon ein wenig seltsam zumute...
Auch in der nächsten Nacht kehrte ich zu Fuß aus der Altstadt nach Bocagrande zurück, und just als ich, immerhin ganz unauffällig auf der gegenüberliegenden Straßenseite des „checkpoint“, am Polizeiposten vorbeimarschiert kam, rief mir der Beamte zu:“buenas noches, acompana me“, so dass es zu spät zur Flucht war, und ich gefilzt und verhört wurde, z.B. ob ich Geld ausgeben würde für „chicas“, worauf ich erwiderte, es gäbe auch viele „chicas feas“, außerdem bräuchte ich das Geld für die Fahrt mit dem Taxi zum Flughafen, so dass er grinste. Nach einigen Minuten fingen mir an die Beine zu jucken, und er fragte, ob es kalt wäre, wohingegen ich erwiderte:“no, mosquitos“. Die Antwort war wiederum ein Lächeln, aber eher von der Art,wie wenn man ein saftiges Jägerschnitzel aufgetischt bekommt...
Am nächsten Tag traf ich denn auch rechtzeitig mitsamt dem kompletten Gepäck am Flughafen ein und verabschiedete mich, bevor ich mich zur „control de preembarque“ begab um die Bordkarte.
Kurz nach Sonnenuntergang am Abend des selbigen Tages flog eine Maschine aus Bogota mit Kurs Nordost...
Bogota: In der Nähe des „hotel plaza26“
Bogota: Eine typische Stadtansicht.
Ein Blick aus dem Hotel „plaza26“ in Bogota.
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Der-Steppenwolf 12.02.2010 02:05
simrose_07 11.02.2010 21:30
Yolante 11.02.2010 10:48
l.x.klar 11.02.2010 04:03
La_Rouyonne 10.02.2010 21:28