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Pro Interessante Erfahrungen
Kontra Warm, evtl. gewöhnungsbedürftig.
Teil 5, 5. Tag
Der Nachmittag des 5. Tages sollte uns ans Westufer des Nils führen, aber nicht mit dem Bus sondern mit kleineren Booten, wieder für ca. 25 – 30 Personen.Nach einem guten Mittagsbufett und einer Entspannungspause trafen wir uns in der Lobby und gingen gemeinsam einige Schritte nach links, wo die Boote vertäut waren. Mehrere lagen nebeneinander und man mußte wieder durch sie, um auf das uns zugewiesene Boot zu gelangen.
Sie lagen direkt am Motor der King Tut I, Abgase trafen die, die ungünstig saßen,es stank und war sehr laut.
Andere Gruppen machten Ausflüge mit Felukken, Segelbooten, auf dem Nil.
Die Fahrt war sehr gemütlich, durch eine leichte Brise sehr angenehm. Man hatte einen sehr guten Blick auf Assuan, auf den Ferial Park, die Hotels Old und New Cataract. Es war wie immer bestes Ausflugswetter und alles perfekt für Fotos. Die Fahrt an der Kitchener Insel vorbei zeigte zahlreiche Vögel. Eine Entenart und Kraniche, vielleicht leben sie sogar im Sommer bei uns?
Ein nettes Erlebnis war ein singender Junge. Er saß auf einem Styropor-Brett, ähnlich unseren Schwimmhilfen beim Schwimmunterricht, und ruderte mit den Händen neben uns her. Dabei sang er. Die Touristen finden das witzig und geben ihm etwas dafür.Er mag etwa 8 – 10 Jahre alt gewesen sein.
Auch unsere Gruppe gab ihm etwas – und kassierte dann von unserem Reiseführer einen Rüffel. Wenn die Touristen ihm jedes mal etwas Geld geben, verdient er mehr als sein Vater mit normaler Arbeit. Er wird keinen Grund darin sehen, normal zur Schule zu gehen und später auch normal zu arbeiten, wenn er jetzt schon am Tag mehr verdient als der Vater den ganzen Monat.
Der Bootsanleger war eher ein Behelf, sehr wackelig über ein Holzbrett, welche unten auf einige Felsen und oben auf das Boot gelegt wurde. Wieder relativ schlecht für die mit Stock und Krücken. Aber es ging unfallfrei.
Es ging dann durch Sand (Wüstensand) zu einer Art Parkplatz. Hier warteten zahlreiche „Wüstenschiffe“, also Kamele. Zum Kloster wurde geritten. Von einem Fußmarsch hinauf ist auch abzuraten, der Weg ist mühsam über Felsen und Sand und ohne Schatten.
KAMELREITEN
TIERISCHE FAKTEN
LOS GEHT ES!
Man reitet gemütlich durch die Wüste, durch die heiße Sonne... Ich würde da niemals hinauf laufen!
Für „kamelunerfahrene“ Leser sei aber gesagt, daß es nicht jedermanns Sache ist. Es ist sehr hoch und wem Tiere eh nicht so liegen muß sich schon gewöhnen.
Wir ritten bis kurz vor die Ruinen des Klosters St. Simeon (Deir Amba Samaan), welches im 7. Jhdt. durch koptische Christen gegründet wurde.
Nur 600 Jahre später wurde es aufgegeben, da zum einen die Wasserversorgung bergauf vom Nil schwierig war, aber auch Angriffe von Beduinen die Lage erschwerten. Sie konnten sich zwar wehren, hatten aber wieder das Problem der Wasserbeschaffung bei längerer Belagerung.
Die dort lebenden 300 Mönche stellten Brot, Öl und Wein selbst her und klärten auch ihr Wasser.
Die dicken Mauern belegen heute noch die Wehranlage, die Gebäude selbst sind größtenteils verfallen. In der Basilika sind noch Fresken zu finden, allerdings ohne Gesichter, die von Muslimen heraus gekratzt wurden. Andersgläubige zerstörten nur „das Leben“, also das Gesicht, damit die Seelen keinen Frieden finden konnten.
Nach ca. 20 Min. waren wir oben angekommen.
Wir stiegen von unseren Reitgefährten, als diese sich hingelegt hatten. Das Hinlegen ist ähnlich wackelig, man muß sich wieder nach hinten legen, festhalten, und es geht abwärts, erst vorne, dann hinten...
Ich weiß gar nicht mehr, wie hoxh der Eintritt war. Ein Ticket habe ich nicht. War es gratis? Wohl kaum. Incl. Reiten würde ich auf ca. 60 ägyptische Pfund tippen, aber ich weiß es nicht. Geld spielte eh für uns keine Rolle, es war alles bezahlt!
In die Ruine hinauf führt eine mehr oder weniger gute Treppe, ca. 20 Stufen. So gut wie alle Treppen eben. Nichts für gehbehinderte, wie schon die ganze Zeit. Oben angekommen hatte man einen herrlichen Blick, zum einen in die Wüste, wo weit hinten ein Reiter mit seinem Kamel... Entschuldigung... Dromedar zu sehen war, in die andere Richtung sah man den Nil und Teile von Assuan. Lt. Reiseführern soll es hier herrlich sein, wenn die Sonne untergeht, da alles rotgolden leuchtet.Wir bekamen Informationen und konnten dann alleine herum laufen. Wir sahen den alten Backofen, einen alten Mühlstein und die Fresken. Leider alles ziemlich „ruiniert“, aber so soll das in Ruinen ja auch sein.
Es gibt nur wenig Schatten, so machten wir uns bald wieder auf den Weg zu unseren Dromedaren, die friedlich im Sand auf ihre Gäste warteten.
FAZIT
BERGAB
Einige unserer Gruppe wurden mutig und galoppierten nach unten. Wenn man ihnen glauben darf, ist der Passgang so einfacher zu ertragen. Wir zogen die gemütliche Variante vor und konnten so schöne Bilder machen.
Unten angekommen wurden einige Bilder gemacht. Man gab den Kamelführern ein Trinkgeld. Die Bezahlung erfolgte ja durch unseren Reiseführer.Anschließend ging es mit dem Schiff über den Nil zu einem Nubischen Dorf auf einer Insel, ich weiß aber nicht mehr, welche es war. Man lief hindurch, sah Sonnenbrot, einige Bewohner, aber mehr auch nicht. Sonnenbrot ist Teig, welcher in der heißen Sonne gebacken wird, es kommt dann nur noch kurz in den Ofen, um Farbe anzunehmen.
Hier waren einige Häuser interessant bemalt: Schriftzeichen erzählten, daß der Bewohner bereits nach Mekka gereist ist. Eine sehr wichtige Reise für die Bevölkerung. Hühner und Ziegen liefen so herum, aber es war weder besonders schmutzig noch anderweitig interessant. Es wird keinen Bericht geben.
So endete der ereignisreiche Tag, 5 Ausflüge sind viel Input, Reiten und Wärme taten ihr übriges. Man saß am Abend gemütlich auf dem Sonnendeck und besprach alles.
** Ende des 5. Tages **PS: Ja, ich weiß, das eigentliche Thema ist recht knapp beschrieben, mehr geht aber nicht und das Kamelreiten gehört dazu.
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War der Symeon dieser bekannter Hl. Symeon Theologe, den Orthodoxen so mögen? Wenn ja, er ist toll!