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Erfahrungsbericht

für Kloster Sankt Marienstern, Panschwitz-Kuckau
5 Sterne *****KLOSTER ST-MARIENSTERN***** Bericht mit Bildern
123 von 123 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro sehnswert, sehr sauber und ordentlich

Kontra die Brauerei ist leider geschlossen

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Öffnungszeiten
Spaßfaktor

Der Autor

Rainbow67 Seit 13 Jul 2004

WO DIE SCHWARZE SEELE WOHNT IST KEIN LICHT AM HORIZONT mehr

199 Mitglieder vertrauen mir

KLOSTER ST-MARIENSTERN


EINLEITUNG

Es war im Jahre 1248 der Ritter Bernhard von Kamenz verirrte sich in der Gegend um Panschwitz-Kuckau/ Sachsen im Wald. Damals gab es dort viele Sümpfe, es regnete, es gab Hochwasser, es war kalt und überall nur Wasser und Sümpfe. Da kniete der Ritter sich hin und betet um seine Errettung aus dem Sumpf. Wie durch ein Wunder kam er wieder auf den Rechten Weg und fand nach Hause nach Kamenz. Zur Dankbarkeit seiner Errettung stiftete er das Kloster zu Ehren der Jungfrau Maria. Zu den Gebäuden gab er noch viel Land dazu, Wälder, Felder... Seen. Das sollte dem Kloster die wirtschaftliche Eigenständigkeit ermöglichen. Den Ritter gibt es nicht mehr, aber ich fand den Weg mit meinem Auto hin. Hier mein Bericht über das Kloster Sankt Marienstern für alle denen der Weg bis München zu weit ist, kommt einfach mit, ich zeige es euch.

KLOSTER ST: MARIENSTERN


GESCHICHTE

Von der Gründung des Klosters habt ihr ja schon in der Einleitung gelesen. 1248 war es. Das Kloster wurde in den Zisterzienserorden aufgenommen. Die Markgrafen von Brandenburg gewähren dem Kloster Schutz. Die Hauptbauzeit des Klosters ist um 1270. Der Stifter Ritter von Bernhard, inzwischen Bischof von Meißen stirbt und wird im Kloster beigesetzt.
Später gehört das Kloster einmal zu Böhmen dann wieder zu Sachsen, eigentlich steht es ja in der Lausitz. Das Kloster wird geplündert, abgebrannt und wieder aufgebaut. Es wird Barockisiert und erlebt in den Weltkriegen viele nicht so gute Sachen. Die Bewohner des Klosters müssen flüchten, der Schulbetrieb im Kloster wurde eingestellt.
Interessant ein Teil der Nachkriegs Geschichte. Zu DDR Zeiten war das Kloster praktisch geschlossen. Ich wohnte ja damals nicht soweit weg. Die Handwerker die dort arbeiten durften erzählten von einer Schatzkammer, Goldgrube. Super Geld kann man dort verdienen. Ich als Fleischer hatte keine Gelegenheit herein zukommen. Außer zu Ostern in den Hof beim Traditionellen Oster reiten. Bald ist es ja wieder soweit. 1973 1973 wurde das des Maria-Martha-Heime für geistig- und mehrfachbehinderte Mädchen im Kloster eröffnet. Dieses Heim gibt es noch heute. Damals musste leider auch die Kloster Brauerei schließen. Schade eigentlich.
Von 1966-1998 wurde das Kloster umfassend renoviert. Im Jahre 1998 gab es im Kloster die 750 Jahrfeier und ein Jahr später wurde die Schatzkammer eröffnet wo man Teile der Schätze des Klosters besichtigen kann.
ADRESSE

Zisterzienserinnen-Abtei St.Marienstern
Cisinkkistraße 35
01920 Panschwitz Kuckau

WIE KOMMT IHR HIN

Am einfachsten fahrt ihr mir bei meinem nächsten Besuch nach. Für alle anderen eine kleine Wegbeschreibung.
Ihr fahrt die A4 von Dresden Richtung Bautzen, nehmt die Abfahrt Uhyst und dann ist Panschwitz Kuckau ausgeschildert. Fahrt ihr in den Ort seht ihr schon die Kloster Kirche. Parkplätze sind im Kloster Hof kostenlos vorhanden.
WAS ICH DORT SAH

Ich fuhr mit meinem Auto in die schöne Oberlausitz. Sanfte Hügel, weite Felder, alte Alleen, kleine Dörfer und stille Wälder. Ja das ist meine ehemalige Heimat. Eines dieser Dörfer ist Panschwitz Kuckau. Früher gehörten dem Kloster ca. 60 Dörfer und zwei Städte Wittichenau und Bernstadt. Heute ist es nur noch ein eigener Ort mit dem Kloster. Die Gute Gegend brachte gute Erträge in Landwirtschaft, Schäfereien und Fischteiche, Forstwirtschaft und auch Hopfen wurde und wird dort angebaut.
Das Kloster selbst ist eine recht große Anlage. Im sogenannten Wirschaftshof kann ich Parken, Dahinter befindet sich ein Feuerwehr Gebäude was nicht zum Kloster gehört. Ich steige aus und laufe in den Innenhof. Um das Kloster herum befindet sich eine große Mauer, die sogenannte Kloster Mauer, dahinter ein kleiner Fluss, das Klosterwasser. Einige Gebäude im Hof darf ich als unheiliger nicht beteten er ist den Kloster Schwestern vorbehalten, schade wäre sicher interessant gewesen dort einmal herein zuschauen. Es ist die sogenannte Klausur, Betreten verboten steht dort. Einige Häuser kann ich betreten das sogenannte Joseph und Terese Haus, dort gibt es auch einen klosterladen wo man das St. Marienstern Bier zu recht überhöhten Preisen kaufen kann. Wer dort hinfährt sollte das nicht dort tun, wo anders ist das günstiger. Auch alle anderen Typischen Sachen der Klosterläden gibt es dort zu sehen und käuflich zu erwerben. Daneben die ehemalige Brauerei, ist ja leider geschlossen, das Bier wird jetzt in Wittichenau gebraut. Im Innenhof sehe ich eine Mariensäule , den Löwenbrunnen, die Nepomuk Säule und die Dreifaltigkeitssäule. Nun stehe ich vor der Klosterkirche. Interessant die Aufschrift davor. Nehmen sie das was sie sehen mit, erzählen sie es anderen, aber fotografieren sie nicht in der Kirche. Ich werde euch nun von der Kirche berichten.

DIE KIRCHE

Die Kirche im Kloster St. Marienstern ist eines der ältesten Gebäude im Kloster. Es ist eine spätgotische Hallen Kirche. Die Kirche ist Katholisch und diese Kirche ist das Herzstück im Kloster St. Marienstern. Von außen ein prächtiger Barockbau mit einer wunderschönen Fassade, von innen eine mittelalterliche, recht prunkvoll ausgestatte Kirche. Die Kirche ist eine dreischiffige Kirche mit Kreuzrippen Gewölben. Verziert mit Ornamenten und Schlusssteinen wie das Haupt Christi und einen Pelikan. Ich sehe drei Altäre, der älteste der Nothelfealtar aus dem 15 Jahrhundert. Dargestellt sind auf diesem Altar was ungewöhnlich ist 15 Nothelfer und In der Mitte die drei Heiligen Jungfrauen: Katharina, Barbara und Margaretha sowie drei Heilige. Etwas seitlich davon steht der Maria-Magdalenen-Altar aus dem 16. Jahrhundert. Auch hier die Hauptfigur eine Frau Maria Magdalena. Etwas mittig dann der Annen Altar aus dem 17 Jahrhundert . Dort wird die Anne recht lebendig dargestellt flankiert vom Heiligen Jakobus und der Heiligen Ursula. Eine recht Hohe Frauen Quote ist in dieser Kirche vertreten.
Der Hochaltar befindet sich im Mittelschiff und wurde 1751 geweiht. Dort sehe ich auf dem Altar Bild die Aufnahme Marias im Himmel. . Viele Weitere Heiligen Bilder und Figuren sehe ich in der Kirche. Die Kirche ist groß aber recht voll von den Figuren ,den Bildern den Altären, Prunk, Gold, Pracht. Ja da sind schon Schätze zu sehen. Viele Figuren wurden vom Lausitzer Künstler Georg Vater geschaffen, tolle Arbeiten der Lebensgroßen Heiligen wie zum Beispiel Hl. Petrus, Christus, Hl. Paulus, Hl. Ursula, Hl. Gottesmutter Maria, Hl. Cordula, Hl. Bernhard, Hl. Josef, Hl. Benedikt, Hl. Mauritius, Hl. Johannes Baptista, Hl. Johannes Nepomuk und noch einigen Mehr. Es ist erdrückend in der Kirche so viele Sachen, Kreuze, glänzen Figuren, es ist meiner Meinung nach viel zu prunkvoll und zu viel in der Kirche integriert, auf einmal kann man das gar nicht erfassen.
Ich verlasse die Kirche auf Säulen stehen außerhalb der Kirche weitere Heilige und beobachten mich am Giebel sehe ich das Symbol dieses Klosters den Marienstern und auf den –Dachreiter der Kirche das Doppelkreuz.
Ich laufe noch eine runde, es gibt noch einen Kloster Keller und die Schatzkammer.
SCHATZKAMMER

Natürlich möchte ich mit euch einen kleinen blick in die Schatz Kammer werfen. Es befinden sich dort keine Truhen mit Gold oder Silber sondern viele sogenannte Kunstwerke für Andacht und Liturgie. Das sind Gemälde, Skulpturen, Kelche, Reliquiare, Leuchter, Mobiliar und Gebetbücher aus der Zeit des 13 Jahrhunderts bis in das 19 Jahrhundert dieses Klosters. Diese Schatzkammer auch recht gut durch Tafeln erklärt gibt einen super Einblick in das Leben und die Geschichte dieser Region unter anderem auch mit vielen sorbischen Texten,, die diese Region und auch die dort immer noch vorhandene Sorbische Kultur wieder spiegeln.

PREISE

Parken und Kirche sind kostenlos.

Schatzkammer

Öffnungszeiten:

März bis Oktober
November bis Februar nur auf Anfrage geöffnet (nur für Gruppen )
Montag bis Donnerstag
Samstag und Sonntag 10.00 Uhr - 16.30 Uhr
12.00 Uhr - 16.15 Uhr

Klosterführung

Schatzkammer3,00€
ermäßigt 2,00€
Klosterführung mit Schatzkammer
(Dauer ca. 90 min.)3,50€
1,50 €
3,00 €
2,00 €

3,50 €
KLOSERSTÜBL

Im Klosterstübl die Kosten je nach Verbrauch , die Preise finde ich aber in Ordnung und auch die Auswahl der Gerichte ist recht groß. Viel Wert wird dort auf Regionale Spezialitäten gelegt und auch auf das Mariensterner Bier.
Das Klosterstübl mit seinem Kloster Keller verfügt über 60 Plätze.

SUMMARY

Viel gibt es zu sehen im Kloster St. Marienstern in Panschwitz Kuckau. Lange Zeit war ich nicht dort. Toll sieht es aus, eine Prächtige Kirche fast erdrückend von Prunk, Gold und Pracht, ein klosterladen mit Bier und Likör Spezialitäten, viele sehenswerte Säulen im Hof, ein Brunnen, die Schatzkammer die einen tollen Einblick in die Geschichte der Region und des Klosters gibt und zum ausruhen dann das Klosterstübl. Perfekter Ausflug, schaut es euch an. Es lohnt sich.
Vielen Dank für das Lesen ,Bewrten und kommentieren dieses Kloster Berichtes aus der wunderschönen Oberlausitz

Bilder

für Kloster Sankt Marienstern, Panschwitz-Kuckau
IMG_3038 - Kloster Sankt Marienstern, Panschwitz-K
Kloster Sankt Marienstern, Panschwitz-Kuckau
von Rainbow67 Rainbow67
IMG_3038 - Kloster Sankt Marienstern, Panschwitz-K

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Kommentare

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  • PatMcNamara 14.07.2011 21:07
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • reggie1 29.05.2011 15:00
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Alicia8 13.03.2011 09:56
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • basti.b2 16.01.2011 13:40
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • LoloMay 18.12.2010 23:42
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    TOP!

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