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Erfahrungsbericht

für Kloster Lluc, Mallorca
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5 Sterne Kloster Lluc- ein Muß auf Mallorca
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Pro Ambiente, Mallorcas Kultur entdecken

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Tapioca

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Hallo liebe Leserinnen und Leser,
nachdem ich nun schon drei Monate auf Mallorca zugebracht habe, möchte ich in einer kleinen Reihe über verschiedene Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Buchten, etc. die schöne Baleareninsel vorstellen.
Den Auftakt macht heute ein Bericht über das Kloster (bzw. Monastir) in Lluc.

I. Geschichtliche Einführung
Das Kloster Lluc blickt auf eine lange Geschichte zurück. Gemäß der Legende, die übrigens in verschiedenen Sprachen im Kloster selbst nachzulesen ist (auch auf deutsch), fand um das Jahr 1230 ein Schafhirte, der noch ein Kind war, namens Lluc (daher der Name des Klosters), zu deutsch Lukas, an der Stelle des heutigen Klosters eine schwarze Madonna. Er brachte sie zum Priester der nächstgelegenen Kapelle von Escorca. Die Madonnenfigur verschwand dort jedoch über Nacht und wurde wieder an der alten Fundstelle entdeckt. Dies wiederholte sich mehrmals, bis letztendlich an der Fundstelle der Madonnenfigur eine Kapelle gebaut wurde, die den Grundstein für das Kloster bildete.
Das Kloster wurde aufgrund der Madonnenfigur Wallfahrtsort und ist es bis heute geblieben.

II. Lage des Klosters
Das Kloster liegt im Nordwesten Mallorcas mitten in der Serra Tramuntana. Die Anfahrt mit dem Auto oder dem Bus erfolgt über die Straße Sóller- Pollenca, von hier ist eine ständige Wegweisung durch Schilder eingerichtet. Verschiedene alte Pilgerwege sind auch heutzutage noch gut begehbar und werden von zahlreichen Pilgern auch heute noch benutzt, um eine Wallfahrt zum Kloster und zur Madonna zu machen. Wer gerne wandert, kann je nach Lust und Laune entweder Teilstücke oder aber sogar die ganzen Wege wandern. Der Zeitbedarf errechnet sich danach, wieweit man gehen möchte. Es sind auch mehrtägige Routen möglich. Allerdings sollte man aufgrund der Berglage gut ausgerüstet wandern.

III. Die Madonna
Die Madonna in Lluc ist eine von nur drei Schwarzen Madonnas in Spanien, weswegen sie besonders verehrt wird. Sie ist im Kloster in einem Andachtsraum hinter der Kapelle frei zugänglich und wird von Pilgern und Besuchern rege besucht und angebetet. Die Madonna wird von den Mallorquinern La Morenita, also die kleine Schwarze, genannt.
Jeder Mallorquiner war in seinem Leben schon einmal bei der Madonna, sie wird verehrt und angebetet. Selbst wenn man diesem Glauben nicht folgen kann, so sollte man als kulturinteressierter Besucher Mallorcas die Madonna besuchen.

IV. Das Kloster
Das Kloster ist mittlerweile auf erheblichen Besucheransturm eingestellt, wie man an den gut ausgebauten Parkplätzen und der Infrastruktur wie Restaurants und Souvenirläden erkennen kann. Die Mallorquiner nutzen oft den Sonntag, um sich am Kloster auf den zahlreichen Grillplätzen einen schönen Tag zu machen. Da es in den Bergen oftmals angenehmer ist als in der brütenden Sonne, läßt es sich hier oftmals auch besser aushalten.
Wer das erste Mal kommt und das Kloster besichtigen möchte, kann dies jeden Tag im Jahr tun. Empfehlenswert ist es allerdings, Sonn- und Wallfahrtstage zu meiden, um den ganz großen Massen zu entgehen.
Der gesamte Gebäudekomplex des Klosters ist sehenswert. Insbesondere die sehr reich geschmückte Kapelle, hinter der sich die Madonna befindet, und der Innenhof lohnen den Weg. Beide sind kostenlos begehbar.
Hingegen kostet das Museum, das im ersten Stock untergebracht ist, zwei Euro. Es sind Gemälde, Keramik und liturgische Möbel ausgestellt. Auch dieses Museum lohnt sich, der Eintritt ist angemessen. Geöffnet ist das Museum von Montag bis Samstag von 10- 13.30 Uhr und von 14.30- 17.15 Uhr.
Direkt hinter dem Restaurant, das übrigens sehr gut, aber etwas teuer ist, beginnt der Aufstieg zum Kalvarienberg über eine Treppe, die nicht zu verfehlen ist. Dieser Aufstieg ist ein Prozessionsweg, der jedoch auch für den an religiösen Dingen wenig interessierten schöne Ausblicke bereit hält.

V. Fazit
Das Kloster Lluc ist allemal einen Ausflug wert. Persönlich bin ich der Meinung, dass man einiges an Zeit einplanen sollte. Für den eiligen Besuch kann man zwar in einer knappen Stunde alles einmal durchlaufen, doch lebt meiner Meinung ein Besuch gerade davon, dass man in aller Ruhe die Umgebung und das Kloster selbst genießt. Nur dann bekommt man einen Eindruck, wie wunderschön das Kloster gelegen ist. Wer mit viel Zeit anreist, dem sei die Übernachtung im Kloster angeraten. Für kleines Geld (32 Euro) in einer solchen Umgebung nächtigen zu können, ist auf Mallorca wohl einmalig. Ansonsten kann man sogar in der unmittelbaren Umgebung für 3 Euro sein Zelt aufbauen.
Das Kloster bietet einen tiefen Einblick in die Geschichte Mallorcas.
Ich empfehle, zumindest einen kleinen Teil des Weges zu Fuß abzulaufen, besser noch einen Tag zu wandern, dann im Kloster zu übernachten und dann die Atmosphäre des ganzen Tages im Kloster und um das Kloster herum zu genießen.
Natürlich, wer nur an Strandurlaub interessiert ist, der wird dem Kloster nicht viel abgewinnen können. Wer sich jedoch auch ein wenig mit der Geschichte und der Kultur der Insel befassen möchte, der sollte umbedingt Lluc besuchen.

Ich hoffe, dass Euch dieser Auftakt meiner Mallorcareihe gefallen hat und bitte Euch, mir Anregungen und Kritik mitzuteilen.

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  • Bugs---Bunny 29.09.2008 19:51
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • blackangel63 05.02.2008 12:10
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Jemmyboy 07.01.2008 19:14
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • nitlem 14.05.2007 15:19
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • AndreaBln 02.05.2007 11:32
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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