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Erfahrungsbericht

für Kloster Kirche, Andechs
5 Sterne DIE KIRCHE AUF DEM HEILIGEN BERG Bericht mit Bildern
151 von 151 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen

Pro Prunk und Praxcht, die Stuckarbeiten, Figuren, Schätze,

Kontra einiges blieb mir verschlossen, zu viele Besucher

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Der Autor

Rainbow67 Seit 13 Jul 2004

WO DIE SCHWARZE SEELE WOHNT IST KEIN LICHT AM HORIZONT mehr

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KLOSTERKIRCHE ANDECHS


EINLEITUNG

Heute kommt der vorerst letzte Kirchenbericht von mir, zumindest für diesen Monat. Eine ganz besondere habe ich da für euch noch heraus gesucht. Ich berichtete euch bereits vom Kräutergarten des Kloster Andechs, von den Fürstenzimmern im Kloster Gebäude. Heute möchte ich einen kleinen Rundgang durch die Kloster Kirche Andechs auf dem Heiligen Berg machen. Wem es interessiert der ist herzlichst eingeladen mit zu kommen.

DIE ANDECHSER WALLFAHRTSKIRCHE


GESCHICHTE

Das Kloster Andechs befindet sich nicht weit vom Ammersee in den fünf Seen Land Bayerns. Schon von weitem sieht man es auf dem Heiligen Berg stehen, schon seit einem halben ahrtausend ist es ein Ziel für Pilger und jetzt auch für viele Besucher aus der ganzen Welt. Das Kloster besitzt eine Kirche, eine Brauerei, den Kräutergarten, ein Pfarrhaus und eine Wirtschaft. Um die Kirche soll es in dem Heutigen Bericht von mir gehen.
Der Heilige Rasso brachte eine Sage im Jahre 880 um Reliquien aus dem Heiligen Land die in der Burg Kapelle von Andechs liegen würden und weitere Schätze.
Im Jahre 1128 konnte das erste mal eine Wallfahrt nach Andechs nachgewiesen werden. Damals der Chef auf der Burg Graf Berthold. Er bekam den Herzog Titel und zog mit Kaiser Barbarossa in den Krieg. Barbarossa ertrank, Graf Berthold kam um. Das war im Jahre 1204. Im Jahre 1208 ermordete Otto von Wittelsbach König Philipp von Schwaben. Die Andechser Herren gerieten in Verdacht der Mittäterschaft und die Burg wurde zerstört. Diese Mittäterschaft konnte nicht nachgewiesen werden und werden rehabilitiert.
Die Andechser männliche Linie stirbt jedoch aus und die Wittelsbacher übernehmen die Burg. Diese wird in Kämpfen zerstört und wieder aufgebaut. Der Schatz war verschwunden und wurde 1388 unter der Kapelle wieder gefunden. Eine erneute Wallfahrt begann. Im Jahre 1392 wurde beschlossen ein Kloster zu errichten auf der Burganlage.
Im, Jahre 1423 wird auf Andechs eine dreischiffige spätgotische Hallen Kirche durch Herzog Ernst I gebaut. Dieser Herzog verleiht auch den Namen der Heilige Berg. Die Wallfahrt erlebt dadurch ihre Blütezeit. Die Kirche wird der Mutter Maria, dem Hl Nikolaus und der Hl. Elisabeth geweiht.
1608gab es dort die erste Orgel von Urban Heusler, gestiftet von Maximilian I. die Kirche wird 1609 komplett umgestaltet und 1669 durch Blitzschlag und Brand zerstört. Sie wird natürlich wieder aufgebaut.1712 wird die Kirche barockisiert und ganz interessant im Jahre 1730 wird der erste Bierkeller in den Berg geschlagen.
1755 wird das 300 jährige Stifts Jubiläum in Andechs gefeiert. 1803 löst sich das Kloster durch die Säkularisation auf und wird versteigert.
1851 übernehmen die Mönche von St. Bonifaz das Kloster. 1929 werden Schädelreliquien der Hl. Hedwig dem Kloster überlassen und im Jahre 1938-1941 wird die Kirche wieder einmal renoviert.1965 bekommt die Kirche eine neue Orgel und im Jahre 2001 begannen Renovierungsarbeiten im Inneren der Kirche die dann 2005 abgeschlossen wurden. Ich war schon oft in Andechs natürlich nicht wegen dem –Biergarten sondern wegen der Kirche und der schönen Landschaft. Nun geht es aber in die Kirche
ADRESSE

Kloster Andechs
Bergstraße 2
82346 Andechs

Zu erreichen sehr gut mit dem Auto , kostenlose Parkplätze stehen zur Verfügung. Sehr schön aber auch die Fahrt mit der S-Bahn bis Herrsching und dann ein wunderschöner Fußweg zum Kloster und der Kirche. Diese Klosterkirche geweiht dem Hl. Nikolaus und Elisabeth ist nach Altötting die bedeutendste Wallfahrtskirche Bayerns.
WAS ICH DORT SAH

Das war nicht gerade wenig, eine der Kirchen die mich mit ihren Prunk und ihrer Pracht fast erdrückt. So viel Glanz, so viele Statuen, überall Gold und was in Andechs negativ ist immer viele Menschen.
Die Kirche und das Kloster Gebäude ist ja schon von weitem zu sehen, kein Wunder sie stehen ja oben auf dem Heiligen Berg. Ein großer Turm mit einer Zwiebelhabe grüßt in die Gegend. Das Kloster und die Kirche sind mit einander verbundene Gebäude, die Kirche selbst ein Langhaus und der Turm mit der wunderschönen ganz besonders gewölbten Zwiebelhaube und oben darauf noch ein kleiner Turm Ansatz. Leider war auch dieser Turm nicht zu besichtigen . An der Außenwand des Turmes eine sehr schöne Sonnenuhr. Ich stehe nun vor der Kirche und war erst im Kräuter Garten, dann in den Fürstenzimmern. Bei meinem letzten Besuch war die Möglichkeit einige kleine Kapellen zu besichtigen die sonst nicht zugänglich sind. Bei den Menschenmassen hatte ich keine Chance dort mit herein zu kommen. Ich schaute mir aber die Kirche an. Als erstes trete ich in den Hinteren Bereich der Kirche von dort hat man einen wunderschönen Blick auf den Doppelten Hochaltar und auf die beiden vorderen Seitenaltäre. Was für eine Pracht. Der Doppelte Hochaltar ist wirklich wie zwei Altäre die übereinander gesetzt sind. Der Altar wurde 1608 vom Weilheimer Hans Degler errichtet und danach mehrfach umgestaltet unter anderem im Jahre 1751 von Johann Baptist Zimmermann. Der untere Altar zeigt die Mutter Gottes mit Kind eine Arbeit aus dem Jahre 1450l, darüber eine Strahlennische aus dem Jahre 1763, eine vergoldete Kupferarbeit von einem Münchner Goldschmied. Die Seitenfiguren des Unteren Altars der Kirchenpatron Hl. Nikolaus und auf der anderen Seite die Hl. Elisabeth. , die Patronin der Armen und bedeutendste Heilige der Andechser Familie.
Auf dem Oberen Altar sehe ich eine frühbarocke Stehende Madonna aus dem Jahre 1609, daneben den Hl. Benedikt und Hl Scholastika, die Schwester des Benedikt. Sie ist Schutzpatronin für Regen und gegen Blitzschlag. Ist sie für unser Wetter zuständig?
Darüber die Figur des Gottvaters, eine Arbeit von Franz Xaver Schmäher.
Links neben dem Altar sehe ich die Figur des Herzog Albrecht, dem Stifter des Klosters.
Neben dem Hochaltar sehe ich einen Seitenaltar, auch er glänzt vor Gold und Pracht er ist dem Hl. Benedict gewidmet , dem Ordensgründe. Auch dieser Altar wird begleitet von weiteren mir jedoch unbekannten Heiligen Statuen.
Auf der anderen Seite ein weiterer Altar der Altar des Hl. Rasso, dem Ahnenherren des Kloster Andechs. Da Altarbild zeigt ihm, geschaffen im Jahre 1703 von Johann Wolff. Daneben stehen Statuen des Hl Bernhard von Clavroux, des Schutzpatrons der Imker und gegen Besessenheit und Unwetter sowie Dämonie.
Auf der anderen Seite der Hl. Herrmann der Schutzpatron für die Lahmen und kranken.
Tolle und sehenswerte Arbeiten.
Dahinter der Altar des Heiligen Michaels und auf der anderen Seite ein Seitenaltar des Hl. Johannes, dekoriert durch Ziervasen und Putten. Auf der Rechten Seite dieser prachtvollen Kirche sind dann weitere kleine Kapellen die Antoniuskapelle, die Josephskapelle und die Versöhnungskapelle. Diese Kapellen sind leider für die Öffentlichkeit wozu leider auch ich gehöre nicht zugänglich.
Auf der Linken Seite der Kirche Ein Wachsgewölbe, alles steht dort voll Votiv Kerzen eine Sammlung aus dem 16-20 Jahrhundert. Die älteste aus dem Jahre 1594 von Ferdinand von Vöhlin. Auch eine aus dem Jahre 1861 von der damaligen bayrischen Prinzessin Sissi und eine aus dem Jahre 1910 von Papst Pius X sind zu sehen. Insgesamt so ca. 250 verschiedene Votivkerzen. Eine recht interessante und sehenswerte Sammlung.
Davor dann die Schmerzhaft Kapelle. Diese Kapelle ist ein Werk der Wessobrunner Stuckarbeiter. Kunstvolle Stuckarbeiten, Ein schöner Altar und gleichzeitig ist diese Kapelle auch Grabstätte von Carl Orff und Prinz Heinrich. Viele Menschen dränge sich dort es ist kaum ein Hereinkommen. Leider. Davor noch eine weitere Kapelle. Die Sebastian Kapelle die aber auch für mich versperrt blieb. Schade. Insgesamt der Untere Teil der Kirche sehr prunkvoll, überall Glanz und Pracht, viele Votivbilder, viele Altäre, kleine Kapellen und sehr viele Menschen. Das alles ist fast erdrückend und aber auch zugleich überwältigend und sehr sehenswert. Ich gehe an den Rand und dort führt dann eine Treppe in das Obergeschoss der Kirche.
Nun bin ich im Obergeschoss der Kirche angekommen. Hier befinden sich weitere kleine Kapellen, die Reliquien Kapelle und gleichzeitig Schatzkammer. Hier werden die Schätze dieser Kirche und des Klosters aufbewahrt, natürlich ist diese Türe besonders fest zugesperrt. Ich habe es probiert, es gab kein hereinkommen. Schade das hätte ich mir sehr gern angeschaut. Dann auch noch die Prälatenkapelle und die Hedwigskapelle die leider auch für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sind. Herein kann ich in die Heilige Kapelle. Her befinden sich auch einige Reliquien zum Beispiel ein Heiliges Kreuz der Hl. Elisabeth, verschiedene Kreuzreliquien und Hostien. In dieser Kapelle sehe ich einen Neugotischen Altar eines Münchener Bildhauers, einen Rokoko Schrein und einige Heilige Figuren. Auch in diesem Raum an diesem Tage leider sehr viele Menschen die das genau wie ich alles sehen wollen.
Ich trete heraus und schaue auf die wundervollen Deckenfresken und auf die Stuckarbeiten der Wessobrunner Stuckschule unter Baptist Zimmermann. Wer den Bericht über die Fürstenzimmer gelesen hat der findet hier die Fortsetzung, ich sehe Putten, Ziervasen, Blüten, Blätter an Decke, den Säulen und den Wänden. Das sind arbeiten die erst nach dem Fürstenzimmern entstanden sind, es sind Meisterwerke der Stuck Kunst. Wer dort hinkommt sollte sich das unbedingt anschauen, so fein, so filigran. Meisterwerke. Das haben Meister geschaffen.
Die Deckenfresken wurden auch von Herrn Baptist Zimmermann geschaffen. Sie entstanden in den Jahren 1751-1755 und zeigen Andechser Geschichten. Zum Beispiel den Heiligen Himmel, Andechser Himmel, ein Engelskonzert, die Himmelfahrt Christi, einen Teich .Klasse Arbeiten und ich bin so nah am Himmel. Diese Fresken zeigen auch die vier Kardinals Tugenden: Gerechtigkeit, Tapferkeit, Klugheit und Masshalten. Tugenden die es jetzt auch nur noch sehr selten gibt. Ich sehe auch die Göttlichen Tugenden, Glaube, Hoffnung, Liebe, Tugenden denen ich vergeblich hinterherjage, zumindest einer davon. Es sind sieben Deckenfresken alle umrahmt von Stuckarbeiten die auch der Herr Baptist Zimmermann geschaffen hat. Wunderschöne Arbeiten ,
ich drehe mich um und sehe die Orgel. Eine wunderschöne Barock Orgel, inmitten der Orgelpfeifen eine Uhr. Diese Orgel wurde mehrmals erneuert und renoviert.. Die Uhr stammt aus dem Jahre 1792, die Heutige Orgel aus dem Jahre 1965 von einem Münchener Orgelbaumeister. Ich schaue noch einmal in die runde gehe nach unten. Dort sehr schön verzierte Holz geschnitzte Sitze, viele sind belegt. Ich verlasse die Kirche, schaue mir das ganze von außen noch einmal an, genieße den Ausblick vom Hl. Berg und fahre weiter.

SUMMARY

Sehenswert ist das gesamte Kloster Andechs auf jeden Fall, die Kirche ein Meisterwerk der Stuckarbeiten, wunderschöne Deckenmalereien. Glanz, Gold Prunk und Pracht. Die Großen Schätze bleiben mir leider verborgen. Insgesamt eine Kirche die ich zu den schönsten zähle die ich in letzter Zeit sah. Negativ es gibt zu viel zu sehen und viel zu viele Menschen sind dort meistens.
Vielen Dank für das Lesen, Bewerten und Kommentieren dieses Kirchen Berichtes vom Andechser Heiligen Berg

Bilder

für Kloster Kirche, Andechs
IMG_3930 - Kloster Kirche, Andechs
Kloster Kirche, Andechs
von Rainbow67 Rainbow67
IMG_3930 - Kloster Kirche, Andechs

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Kommentare

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  • PatMcNamara 14.07.2011 21:03
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • reggie1 29.05.2011 13:17
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Alicia8 13.03.2011 14:32
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • duderally 25.01.2011 19:07
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • LoloMay 22.01.2011 02:43
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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