Klinik Alpenhof, Chieming

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Mutter-Kind-Kur im Januar 2009

5  04.02.2009

Pro:
Top Organisation, hoher Erholungswert

Kontra:
nicht für Kinder unter 3 Jahren geeignet

Empfehlenswert: Ja 

Lara-Hamburg

Über sich:

Mitglied seit:04.02.2009

Erfahrungsberichte:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 21 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Mutter-Kind-Kur im Januar 2009 mit 2 Kindern unter 3 Jahren (2,5 Jahre und 9 Monate).

Klinik ist super, aber wirklich nicht für allein reisende Mütter mit mehr als 1 Kind geeignet. Ein weiteres Zimmer gibt es erst ab 3 Kindern, d.h. mit 2 Kindern muß man sich als Mutter 1 Zimmer teilen. Wenn die Kinder friedlich schlafen, kein Problem, da die lieben Kleinen das aber selten machen, wenn sie sollen, ist es teilweise die Hölle. Sind die Kinder älter, klappt das besser.

Natürlich wirbt die Klinik mit dem Angebot, auch Kinder ab 6 Monaten zu betreuen - machen sie ja auch. Aber dann wirklich nur mit 1 Baby anreisen w/s.u.

Für das Angebot der Klinik am besten auf der Homepage schauen: www.mutter-kind.de und dann Alpenhof suchen. Die dort angegebenen Indikationen und Angebote stimmen m.E. 95%.

Weiteres Problem: Kinder unter 3 und über 10 Jahren nehmen alle Mahlzeiten (besonders das Mittagessen) mit den Müttern ein. Das ist Horror mit mehr als 1 Kind. Außerdem ist in der Mittagspause von 12-14h keine Kinderbetreuung, heißt, keine Mittagspause für müde Mamis, wenn die Zwerge nicht schlafen, oder zumindest einer davon nicht.

Auch am Wochenende ist keine Kinderbetreuung, heißt rund um die Uhr Zwergenalarm. Hilfreich sind anreisende Papas, die unterstützen.

Auch das Freizeitangebot beginnt erst ab 4 Jahren, somit ist Mami wirklich auf sich allein gestellt, um die lieben Kleinen zu bespaßen.

Klinik als solche super, Essen ok, Anwendungen top, Therapeuten sehr gut qualifiziert, gesamtes Personal super nett und engagiert, immer bereit, zu helfen, die Kur gelingen zu lassen. Besonderes Lob an die wirklich einfühlsame Kinderbetreuung, trotz meiner anfänglichen Bedenken hat es bei beiden hervorragend geklappt. In der älteren Gruppe waren sie zu 90% mind. 1x täglich draußen, trotz klirrender Kälte, echt toll, das macht noch nicht mal unsere Kita zuhause. Auch genial, dass immer medizinische Betreuung gewährleistet ist. Sehr schön ist auch das Abendangebot. Ich wollte viel Sport machen und kam voll auf meine Kosten mit 5x abends zusätzlich gutes Angebot und dem "Kraftraum", den man jeden Abend nutzen könnte. Die anderen eher künstlerischen Angebote habe ich nicht genutzt.

Auch total klasse ist die sog. Bärenstube: "Quarantäne-Station" für kranke Kinder. Haben die Kinder Fieber, Durchfall oder Erbrechen dürfen sie nicht in die Betreuung. Dafür werden sie zumindest vormittags in der Bärenstube betreut. Nachmittags muß Mami selbst ran, aber immerhin hat man die Chance, einen Teil der Anwendungen noch mitzumachen und nicht komplett zur Versorgungsstation zu mutieren.

Wir hatten im Vorfeld andere Berichte hier auf Ciao gelesen und daher parallel eine FeWo gemietet, wo der "große" Sohn teils von meinem Mann, teils von Oma und Opa betreut wurde. In dieser Konstellation war die Kur ein glatter Erfolg, ohne diese Möglichkeit, einen der Zwerge nachts zu "entsorgen" wäre es die Hölle gewesen.

Noch ein Tip zur Logistik: Frau schleppt ja gern - vor allem für mehrere Personen und 3 Wochen - jede Menge Klamotten mit. Es gibt Waschmaschinen und Trockner, klappt alles hervorragend, es ist lohnenswert, sich entweder Waschpulver mitzubringen oder vor Ort im Schlecker zu kaufen. Die Waschtabs sind auf Dauer doch recht teuer.

Einige reisen ja mit der Bahn an. Wie ich hörte, erstatten die Kassen leider nicht die Kosten für Vorab- bzw. Hinterher-Kurierversendungen von Koffern. Nach Hause auch nicht so gravierend, weil ja doch bestimmt noch das eine oder andere Teil zuhause vorhanden ist. Aber wenn der Koffer in der Klinik erst am 2. oder 3. Tag ankommt, ist das schon super-Gau mäßig.

Tip für die Zimmerauswahl: Es gibt Zimmer mit Seeblick - sehr nett, aber mal Hand aufs Herz: Wie häufig ist man gerade im Winter auf dem Zimmer und genießt die Aussicht? Eher gar nicht. Ich habe entweder geschlafen oder es war dunkel, also hat mich der fehlende Seeblick nicht gestört. Dafür war mein Zimmer relativ weit ab der automatisch schließenden Feuerschutztüren und des Fahrstuhls (sehr angenehm, wir wurden nie durch Geräusche von außen geweckt!) und die Kinderbetten waren in einem separaten "Kasten" innerhalb des Zimmers. Es gibt diese Variante auch direkt am Fenster, heißt: Lüften und Heizen nur auf Kosten der Kinder. Entweder zu heiß oder zu kalt. Und so war mein Bett am Fenster, ich konnte nach Herzens Lust lüften oder heizen, die Schiebetür zum Kinderbett schließen und alles war gut.

Fazit: Ich fand die 3 Wochen wirklich super, hat extrem gut getan und ich würde es, in der von uns gewählten Konstellation wieder machen. Es ist mir aber klar, daß natürlich nicht jeder Papa einfach mal so 3 Wochen Urlaub machen kann.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Queen500

Queen500

06.02.2009 13:13

guter Einstand! LG Michael

Magistix

Magistix

05.02.2009 09:53

Aufschlussreich geschrieben. Das hilft!

sweety179

sweety179

04.02.2009 23:24

Sehr schöner Erstbericht! GLG

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