Bunte Vielfalt an Menschen.
20.01.2002
Pro:
keine Angabe
Kontra:
keine Angabe
Empfehlenswert:
Ja
 maattrriix
Über sich:
Mitglied seit:07.01.2002
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Es ist zwar schon ein paar Jahre her, daß ich zwei Wochen in Kasachstan verbracht habe, der Vorteil ist aber, daß ich nur die Highlights noch im Kopf habe. Die Anreise von Deutschland mit Aeroflot ist spannend. Schnell ist man in Moskau am internationalen Flughafen und hat dann eine Fahrt von ca. 80 Kilometern vor sich, um einen der drei Inlandsflughäfen von Moskau zu erreichen. Wenn Zeit ist, kann man diesen Trip dann schon zu einer kleinen Stadtrundfahrt, die ein Muß für Hin- oder Rückreise ist, nutzen, sollte man Moskau noch nicht besucht haben. Den anschließenden Inlandsflug nach Alma Ata (oder besser Almaty) verbringt man dann schon mitten unter den Kasachen. Alma Ata, meines Wissens noch Hauptstadt von Kasachstan (soll umgelegt werden), wirkt vor allem durch die freundlichen Menschen. Die Durchmischung asiatischer und eurasischer Rassen ("Russifizierung" während der Sowjetherrschaft) ist besonders interessant und macht das Straßenbild sehr bunt. Auch die Stadt selber hat einige bedeutende Sehenswürdigkeiten zu bieten, die vom Kriegerdenkmal pompösen Ausmaßes bis zu Holzkirchen und Museen reichen. Etwas Russisch lesen, vielleicht gar sprechen sollte man schon, da hier der Tourismus erst in den Kinderschuhen steckt. Chancen hat er wohl, denn insbesondere die von Alma Ata aus erreichbaren Landschaften gehören zu den Schönsten, die ich auf vielen Reisen gesehen habe. Ich hatte das Glück, mit einem Hubschrauber ins Alatay-Gebirge bis fast nach Kirgistan zu fliegen und dort auch zu landen. Die Eindrücke der Hochgebirge, die vom gewaltigen Gletscher bis zu den Nomaden mit ihren Pferde- und Schafherden auf den Hochebenen reichen, sind einfach unvergleichlich. Vergleiche mit den berühmten amerikanischen Nationalparks brauchen sie nicht zu scheuen. Im Süden der Stadt liegt ein riesiger Stausee, den man für die "Sommerfrische" nutzen kann. Auch das gut erreichbare Wintersportzentrum "Medeo", dessen Tal mit einem riesigen Damm gegen Lawinen und Geröllabgänge gesichert ist, sollte man sich unbedingt anschauen. Und wer den Mut hat, dem empfehle ich einen Nachmittag im angeblich berühmten türkischen Dampfbad, das mit riesigen Ausmaßen und moscheengleich nahe dem Zentrum der Stadt liegt. Dies gilt aber nur für die Männer, Frauen sind, wenn ich mich recht erinnere, dort nicht zugelasen. Interessant sind die engagierten Bemühungen, die umliegenden Berge in Wintersportorte und zu Zentren der Kletterei und Gebirgssteigerei aufzubauen. Die Möglichkeiten sind sichelich gewaltig, von Fortschritten würde ich gerne bei etwaigen Besuchen von Euch hören. Fazit: Absolut lohnenswerter Besuch für den, der Interesse an wunderschönen Landschaften und fremden Kulturen hat. Zu viel Luxus darf man aber nicht erwarten bzw. muß ihn teuer erkaufen. Damit nimmt man sich aber die Gelegenheit zu Kontakten.
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13.06.2003 10:17
schöner Bericht!
21.01.2002 00:40
Tja, reizvoll, aber fehlende Russischkenntnisse zwingen mich zu warten. Gruß, denali
20.01.2002 16:17
interessant mit so einem außergewöhnlichen Reiseziel hier zu beginnen, zur Zeit der Reise war dieses Land von Moskau gesehen sicher schon Ausland, seit 1997 ist Astana die Hauptstadt der Republik Kasachstan, Gruß Jörg