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Gemächliche Badische Stadt

4  25.10.2000 (09.08.2001)

Pro:
im Sommer ist es meist sehr heiß, man kann von hier aus andere Städte relativ gut erreichen

Kontra:
manchmal zuviel badische Gemütlichkeit

Empfehlenswert: Ja 

SERENA1974

Über sich:

Mitglied seit:05.09.2000

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 90 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Karlsruhe liegt am Rhein, hat ca. 280 000 Einwohner und ist eine mittelgroße Stadt. Hier geht's noch größtenteils recht gemächlich zu, die Kriminalität ist bei weitem nicht so hoch wie in Städten vergleichbarer Größe. Bekannt ist Karlsruhe vor allem als Sitz der 2 höchsten Gerichte Deutschlands, dem Bundesgerichtshof und dem Bundesverfassungsgericht, die beide fast mitten in der Stadt liegen. Karlsruhe ist leider auch eine Beamtenstadt, leugnen wäre zwecklos.

Einer der schönsten Plätze in Karlsruhe, noch dazu völlig unbekannt, ist der Botanische Garten. Hier blühen besondere Pflanzen, die man sonst nicht zu sehen bekommt, es ist friedlich und es gibt kleine Teiche in denen sich vergnügt die Fischlein tummeln.
Überall stehen Bänke auf denen man sich ausruhen kann und jetzt kommt das Beste. Es ist immer völlig leer. Keine Menschenmassen, man begegnet nur wenigen Menschen, die das Schöne der Natur zu schätzen wissen und das mitten in der Stadt. Er liegt leicht versteckt in der Nähe des Bundesverfassungsgerichts, circa 5 Minuten von der Stadtmitte entfernt.
Es gibt auch noch ein Botanisches Gewächshaus, das ebenfalls sehenswert ist. Es kostet einen geringfügigen Eintritt.

Hier ein Bericht wie eine Kneipentour in Karlsruhe aussehen könnte, also eine kleine Beleuchtung des Nachtlebens.
Samstag Abend, mehrere Mittzwanziger (Tatjana, Alex und Stefan) befinden sich in Karlsruhe. Ein Blick auf die Uhr zeigt ihnen an das es 19 Uhr ist, die drei stehen am Anfang einer langen Nacht. Das Unternehmen einige ausgewählte Kneipen und Cafes in Karlsruhe zu besuchen, startet in der Innenstadt, Haltestelle Mühlburger Tor, Kaiserallee 11 im CAFÉ BLEU, das täglich von 9 Uhr bis 2 Uhr und am Wochende bis 3 Uhr nachts offen ist. Der Abend soll mit einer deftigen Mahlzeit anfangen und dafür ist man hier goldrichtig, die Portionen sind riesig und das Cafe ist bekannt für seine niedrigen Preise und dementsprechend immer gut besucht, nur noch mit Mühe finden unsere 3 Kneipentester draußen im Biergarten einen Platz, umgeben von jungen Paaren, spielenden Kindern, Schauspielern der hier ansässigen Theater, Studenten und Ökos, kurzum, einem bunten Querschnitt der Karlsruher Bevölkerung. Die Bestellung wird schnell aufgenommen, der Salat von Tatjana innerhalb Rekordzeit gebracht, Alex und Stefan halten sich am Hammerschnitzel gütlich, das tatsächlich nur 5.- kostet. Auch zum Frühstück waren die drei hier schon öfters hier, meist im Winter, da das Cafe durch seinen Wintergartenstil und den Emailleschildern an der Wand recht heimelig wirkt. Die Hintergrundmusik wechselt zwischen Rock, Pop und Oldies, sie ist angenehm unaufdringlich, und am liebsten würden Tajana, Stefan und Alex noch ein bißchen verweilen, doch die nächste Location wartet schon auf die drei.

Mit der Straßenbahn fahren sie zum Europaplatz um ihr nächstes Ziel anzusteuern, die beliebte Studentenkneipe BRASIL, doch enttäuscht müssen sie feststellen, das diese im Sommer erst um 21 Uhr öffnet. Es ist eine lockere Studentenkneipe mit grosser Theke, DJs und wechselnden Bilderausstellungen. Die Musik ist gemischt, Jazz, Triphop, 80´s, Club-Beats, also auf jeden Fall etwas anspruchsvoller als in den meisten Karlsruher Cafes, es gibt eine wechselnde Tageskarte und das Essen ist hier ausgezeichnet. Da das Brasil aber leider wie gesagt noch geschlossen hat beschließen sie in Richtung Stadtmitte weiterzulaufen und sich erst einmal leckere Cocktails im leicht kubanisch angehauchten gestylten MULTI KULTI zu gönnen. Das Cafe ist wie immer proppenvoll und es ist für die drei mal wieder erstaunlich, wie die professionellen Bedienungen es schaffen, hier den Überblick zu bewahren, tatsächlich gelingt diesen das eigentlich immer. Die Preise sind etwas gehobener als im Cafe Bleu, dafür hat man hier, wenn man es schafft einen der heiß unkämpften Sitzplätze zu ergattern, einen absolut traumhaften Blick auf den Karlsruher Schloßgarten, besonders bei Sonnenuntergang ein wundervoller Ort. Sie schlürfen genüßlich ihre ausgezeichneten Erdbeermargaritas und überlegen welches Cafe sie denn als nächstes besuchen könnten. Da es Tatjana langsam kühl wird, plädiert sie für ein Cafe bei dem man nicht draußen sitzt, sie schlägt Alex und Stefan das KAP in der Oststadt vor, doch Stefan ist das zu weit und Alex findet die Leute dort zu versnobt.

Nach längerem Hin und Her einigen sie sich ersteinmal auf das CAFÉ RHI in der Waldstr. 3. Wobei sich Tatjana nicht den Hinweis an Alex verkneifen kann, das die Leute da ja wohl auch ziemlich arrogant seien. Doch Alex winkt ab, für ihn ist das Cafe wie ein zweites Wohnzimmer, er ist dort seit langen Jahren Stammgast. Als sie dort ankom-men ergattern sie gerade noch einen der 85 Sitzplätze, die berühmte türkise Couch ist leider besetzt. Die Hintergrundmusik ist dezent und angenehm, und Alex schwärmt von den Sonntagen hier, an denen Klassik kommt, während Tatjana verstohlen gähnt. Die Bedienung erscheint leicht überlastet und kommt erst nach längerer Wartezeit um die Bestellung von 3 Prosecco aufzunehmen, Tatjana belauscht am Nebentisch ein Gespräch über die Poesie von Rilke. Hier verweilen die drei bis 23 Uhr, da Alex noch mehrere engere Bekannte trifft. "Jetzt möchte ich aber in einen etwas cooleren Laden", das ganze Schickimickigetue ödet mich an" mault Stefan und Tatjana nickt zustimmend. "Hach, ich weiß wo wir hingehen, folgt mir einfach" strahlt sie.

Mit der Bahn fahren sie bis zu Staatstheater, hier in der Südstadt steigen sie aus. Sie läuft in Richtung Schauburg um dann in einer Seitenstraße an einem eher unauffälligen Cafe stehenzubleiben. Wo sind wir denn hier? AUERHAHN liest Alex, was soll das denn jetzt? "Wartet einfach ab" lacht Tatjana und schiebt die beiden durch einen schweren roten Samtvorhang an der Eingangstür. Als erstes fällt Stefan und Alex eine lange Bar ins Auge, die Wände sind gelb gestrichen und es ist alles eher karg möbiliert. Im Hintergrund kommt lässige Housemusic. An der Theke sitzen schwule Päärchen und schräg angezogene Leute, die Stimmung ist scheint gut zu sein. Ein Blick auf die Karte lässt Stefans Herz jubilieren, die Getränke sind ja superbillig. Hier bestellen die 3 erstmal mehrere Runden Campari Soda und versacken dann auch bis um 1 Uhr, um diese Zeit müssen sie aber leider gehen, weil der Auerhahn pünktlich um 1 Uhr zumacht. Schwankend und lachend stehen sie vor der nun leider verschlossenen Tür in der Schützenstr. 58 und beschließen ihre Kneipen- und Cafétour am nächsten Samstag fortzusetzen, schließlich hat Karsruhe ja noch einiges mehr zu bieten.

Tatjana, Stefan und Alex sind von mir frei erfundene Personen, die von ihnen in diesem Bericht besuchten Cafes kenne ich alle persönlich, in einigen bin ich Stammgast.

Zum Thema Einkaufen habe kann ich nur sagen für mich ist die Kaiserstraße (Haupteinkaufsstraße) sehr enttäuschend, die Straße wird von Läden wie Pimkie und Orsay beherrscht, fast in jedem Laden bekommt man das gleiche, Individualität findet man kaum. Hertie und Karstadt liegen sich direkt gegenüber, das sollte eigentlich ja gar nicht möglich sein, da beide zum selben Konzern gehören. Mitten in der Einkaufsstraße fährt die Straßenbahn, an manchen Haltestellen ist es fast ein Ding der Unmöglichkeit die Straßenseite zu wechseln.

Kulturell gesehen ist Karlsruhe im Aufwind. Es gibt hier ein Staatstheater mit teilweisen tollen Stücken und Opern, außerdem noch das Jakobustheater, ein sehr kleines Theater mit einer immer wieder tollen Stückauswahl, an dem ich nebenbei auch noch Regieassistenz mache, das Sandkorn, die Marotte, das Kinder und Jugendtheater der Stadt, die Insel (inzwischen das Kinder und Jugendtheater des Staatstheaters)....
Nicht zu vergessen das großartige Zentrum für Medientechnologie, kurz ZKM mit immer wieder tollen Ausstellungen und innovativen Ideen.

So ich hoffe ich konnte einen kleinen Überblick über das Leben in dieser Stadt bieten, Nähere Informationen auf Anfrage unter meiner Emailadresse Serisera@web.de.
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Wolfbeach

Wolfbeach

27.07.2003 16:56

Hajo, Karlsruh' halt :o) guter Bericht, aber stimmt, 'd Badisch Bühn fehlt... und s Schloß und der Schlo (Schloßgarten) nicht zu vergessen! Macht aber nix, da können Tatjana, Alex und Stefan ja nächste Woche hin... und die StraBa kommt ja jetzt in n Tunnel rein :o)

effjott

effjott

28.11.2001 19:39

achja *motz* und kein wort über die pyramide! das muss ich ändern... das reicht ja für´nen ganzen bericht! ...

effjott

effjott

28.11.2001 19:38

klingt lustig, dieses karlsruhe. ich glaub, da fahr ich auch mal hin! *fg* abbroboh: du hast bei der aufzählung der kulturellen highlights die badisch bühn vergessen *wieimmerdenk* *jungedingerdenk* *gröhlendlach* wär ja gelacht, wenn wir uns nicht mal zufällig über den weg liefen :) FJ

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