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Die Faszinatonen des "Trampen"
Trampen, oder "hitch-hiking", ist immer noch ein interessanter und vor allem preiswerter Weg, Kanada zu erkunden -wenn man genügend Zeit hat. In Kanada gibt es zwei Arten von Straßen –wenig befahrene und fast-nie-befahrene, wobei die letzteren oft nur Schotterpisten sind. Auf den großen Straßen halten heute leider immer weniger Leute an, auf den kleinen hingegen wird fast immer gehalten. Der Haken dabei ist nur, daß es dort oft Stunden dauert bis überhaupt einmal ein Auto vorbeikommt. Noch vor einigen Jahren war das Trampen in Kanada gang und gebe und in abgelegenen Gebieten oft die einzige Möglichkeit ohne eigenes Fahrzeug voranzukommen. Leider gab es in jüngerer Zeit einige Zwischenfälle mit Trampern (wie es sie sicher früher auch schon gegeben hat), die im Medienzeitalter aber natürlich gewaltig aufgeblasen wurden und zu einer gewissen Verunsicherung geführt haben.
Selten sind sicher Fälle wie der 82 jährige Pete, der uns einmal in Neufundland mitgenommen hat, obwohl er schon zweimal von Trampern überfallen worden war.Neuerdings dürfen auch Trucker keine Tramper mehr mitnehmen, es sei denn sie fahren als Privatunternehmer ihren eigenen Truck. Manchmal tragen leider auch die tramper selber nicht gerade zu einem positiven Image bei."Manche kommen hier rauf in meinen Truck, legen die Füße auf die Armaturen, wollen meine Schlafkoje nutzen und obendrein noch was zu Essen.", erzählte uns Trucker Bill aus Neuschottland.Wer sich aber die Zeit nimmt "per Daumen zu reisen", dem seien interessante Begegnungen garantiert. Der beste Trick für Touristen, die in Kanada trampen wollen, besteht darin, die gastfreundlichen Kanadier neugierig zu machen. Fast immer haben wir auf die Schilder geschrieben wo wir herkommen, was tatsächlich viele zum Anhalten bewegt hat.An Tankstellen und Rastplätzen empfiehlt es sich, Leute direkt anzusprechen, denn ist der Kontakt einmal hergestellt, fühlen sich die Kanadier fast verpflichtet einem weiterzuhelfen.Auf Straßen sollte man sich so positionieren, daß man schon von Weitem gut gesehen wird, also nie hinter Kurven oder Hügelkuppen. Auch vor Straßenanstiegen ist ein schlechter Platz, weil da die schweren Trucks (die vor jedem Berg Schwung holen müssen) nie stoppen.Im Norden halten oft Autos bei denen unser TÜV schreien würde. Häufig gibt es nur einen Fahrersitz, der Rest der Insassen (oft doppelt so viele wie zulässig) macht es sich halt irgendwie anders bequem. Einmal fuhren wir zum Beispiel für 4 Stunden auf der offenen Ladefläche eines Pickups mit, was an sich riesig Spaß macht, wenn es nicht gerade wie in unserem Fall schneit.
Wie auch immer, wir könnten noch ewig übers Trampen hier weiterschreiben, merken solltet ihr euch nur die Kanadische Devise: "JUST GO FOR IT!"
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nEOnfIrE 16.03.2002 12:27
Andi81 03.02.2002 20:50
edvbe 21.07.2001 17:10
Yazd 29.10.2000 01:25
Klingt echt interessant, auch wenn ich sagen muß, daß ich (weiblich), dadurch, daß ich alleine unterwegs war, nicht den Mut zum Trampen hatte. Klar, es passiert sicherlich wenig, denn die Kanadier sind echt ein supernettes Völkchen, aber man sollte denn wohl aus Sicherheitsgründen wohl lieber zu zweit unterwegs sein !? Um die positiven Erfahrungen, die mir entgangen sind, finde ich es aber schon schade...
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Ich träume von einem Kanadaurlaub und finde es genial, dass Du über diese Möglichkeit des Reisen so positiv berichtet hast. Mich stört es wahnsinnig, dass ich Eisenbahnliebhaberin Eisenbahnplätze so lange im Voraus reservieren muss, wenn ich irgenwohin will und nicht spontan fahren kann. Leider habe ich noch niemanden gefunden, die mit mir reisen möchte ... Ich habe schon werweißwasalles alleine unternommen, aber dazu fehlt mir doch irgendwie der Mut.