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Erfahrungsbericht

für Kamtschatka
Nächsten Bericht ansehen "Kamtschatka - Traum aus..."
3 Sterne Erfahrungen einer Kamtschatka-Reise
25 von 25 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Nette Reisegruppe, gute Organisation, toller Reisebegleiter

Kontra manchmal "rustikale" Verhaltensweisen der Bevölkerung ...

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Sehenswürdigkeiten
Sicherheit
Gastfreundlichkeit

Der Autor

MartinNies Seit 14 Nov 2009

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  • 14.11.2009

    Erfahrungen einer...

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Reise mit Wigwam-Tours aus Waltenhofen Traumhaftes Land, gute Organisation

Ich möchte von meiner Kamtschatka-Reise berichten, die ich vom 15. August bis 4. September unternommen und bei Wigwam-Tours gebucht hatte.

Zunächst einmal: dieses Land ist ein Abenteuer und so wurde es auch in der Tourbeschreibung des Veranstalters beschrieben. Alle Teilnehmer sind gut beraten, wenn sie die spezifischen Eigenheiten des Landes annehmen und flexibel bleiben. Kamtschatka ist neun Zeitzonen von Moskau entfernt und in vielen Bereichen auch so „weit weg“. Für uns Europäer mit einer oft übermäßigen mitteleuropäischen Genauigkeit ist dies oft eine ungewohnte Situation. In Russland ticken die Uhren anders, in Kamtschatka ticken sie doppelt anders.

Unsere Gruppe umfasste elf Reiseteilnehmer, eine optimale Zahl für diese Expedition, die uns zunächst von der Hauptstadt Petropavlovsk rund 400 Kilometer in den Norden des Landes führte. In der Umgebung des Tolbachik, einem 3682m hoher Vulkan, konnten wir unser Basislager aufschlagen. Das Panorama dort ist überwältigend. Man muss sich eine von Gletschern überzogene Vulkankette vorstellen, herausragend ist der 4835 Meter hohe Klyuchevskaja, der höchste Vulkan Eurasiens. Beeindruckend sind auch das Farbenspiel der rot-braunen Gesteine in den Kratern und vor allem die Abgeschiedenheit und die Stille.
Allerdings lief nicht alles nach Plan: Wegen des zu hohen Wasserstandes eines Schmelzwasserflusses mussten wir eine weitere Nacht am Tolbachik campieren, da der Fluss unpassierbar war. Die russische Crew hat jedoch nach der Rückkehr ins Tal alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Tag an anderer Stelle nachzuholen, sodass kein Programmpunkt ausfallen musste.

Nach der Überquerung des Flusses Kamtschatka (mit dem gleichnamigen Namen des Landes) ging es unter anderem über Schotterpisten nach Esso. Das 2000 Seelen Kaff ist die größte Ansieldung im Norden Kamtschatkas. Dementsprechend einsam ist es außerhalb dieses Ortes. Wir trafen auch auf indigene Bevölkerungsgruppen, der Ewenen und Korjaken, Nomaden, die im Sommer mit ihren Rentieren durch die Tundra streifen. Zwei Tage verbrachten wir in einer einfachen aber zufriedenstellenden Unterkunft.

Mein persönliches Highlight war die Flusswanderung auf dem Bystraja. Nach der anstrengenden Tour des Vortages ging es drei Tage lang auf dem Fluss treibend dahin. Die volle Portion Naturgenuss gab es abends beim Lagerfeuer mit frischem Lachs und Forelle. Hier wurde auch der gute Gruppenzusammenhalt deutlich. Alle Teilnehmer arbeiteten zusammen und waren ausgesprochen umgänglich. Ich hatte das Gefühl, dass die Reiseleitung mit der russischen Crew vor Ort die Dinge sehr gut koordinierte. Mit einem Allrad-LKW hat uns der zwar manchmal mürrische, aber trotzdem überaus freundliche russische Fahrer überall sicher hingebracht.

Mit der Mutnovski-Region besuchten wir eine weitere imposante Vulkanlandschaft inmitten unberührter Natur. Übernachtet wurde in Zelten, das Kochen übernahmen wie gewohnt unser deutscher Reisebegleiter und russische Helfer. Die Verpflegung war an die dortigen Verhältnisse angepasst, es gab viel Fisch und Reis.

Geendet hat die Tour in Petropavlovsk, das war auch der Startort. Die Lage dieser Stadt zwischen dem Pazifik und den Vulkanen verleiht dem Ort einen besonderen Flair, der auch vom Mythos des ehemaligen U-Boot-Hafens (Pazifikflotte) lebt. Schon zu Beginn der Reise hatten wir die Stadt kennen gelernt und uns auf das Land eingestimmt. Auf den zahlreichen lebendigen Märkten konnten wir dabei direkt in das Leben der einheimischen Bevölkerung eintauchen.

Fazit: eine sehr gelungene Reise mit einer angenehmen Reisegruppe, bei der zwar einige Male improvisiert werden musste und der Zeitplan nicht minutiös eingehalten werden konnte, aber das war der Gruppe ja durch die Vorinformationen durch Wigwam-Tours bekannt. Ich kann diese Reise getrost weiter empfehlen.


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Kommentare

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  • Micaela030 17.12.2009 01:37
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Paula680 17.11.2009 11:39
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Maiduna 15.11.2009 20:45
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Celsius-Monster 15.11.2009 13:51
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Quasseltante 15.11.2009 13:01
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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