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Pro Lage, Service, großes Badezimmer, gute Betten, ruhige Zimmer
Kontra Preisniveau
Das neue Jahr 2006 begann für mich mit einer Nacht im JW Marriott Hong Kong - laut Hotelseite dem "Flaggschiff des Marriott-Konzerns in Asien".
Das JW Marriott Hong Kong liegt auf Hong Kong Island, und zwar am bzw. im Pacific Place, einem großen Shopping Center. Direkt unter dem Center (über mehrere Rolltreppen erreichbar) findet man die MRT-(U-Bahn)-Station "Admirality". In 5 Minuten zu Fuß erreicht man den schönen Hong Kong Park. Nebenan, auch am Pacific Place, steht übrigens das Conrad Hotel. Die Lage ist nicht schlecht, vor allem dank der nahen U-Bahn, allerdings steht das Hotel nicht direkt am Hafenbecken (Ufer), so dass die direkte Aussicht auf den Hafen auch nur von einem Teil der Zimmer gegeben ist. Zur Airport Express Station "Central" ist es nur eine Station mit der U-Bahn, auch in Kowloon ist man mit der U-Bahn schnell (schneller als mit der Star Ferry).
Das Gebäude ist natürlich ein Hochhaus, ich schätze mal mindestens 35 Stockwerke, und ist so in etwa "stufenförmig" gebaut, also nicht in der Höhe stufenförmig, sondern in der Breite. Dies hat den Vorteil, dass praktisch alle Zimmer eine Art Eckfenster haben ("Corner Room"-mäßig), so dass man einen "breiteren Ausblick" hat.Vom Pacific Place Center aus muss man erst mal suchen, wo der Eingang zum Hotel ist, der ist etwas versteckt in einer Ecke vom Erdgeschoss des Centers aus. Jedenfalls muss man, nachdem man die U-Bahn-Station nach oben hin verlassen hat, nicht ins Freie, um das Hotel zu erreichen. Vom Eingang aus muss man aber erst mal einen Aufzug in den 3. Stock nehmen, wo sich dann die recht große und elegante Lobby befindet. Der Ausblick von der Lobby aus über die großen Fensterflächen zum Hafen hin ist schon recht beeindruckend, auch wenn der Hafenblick durch ein paar Gebäude etwas eingeschränkt ist.
Für Hong Kong Island ist die Lage nicht schlecht, aber eben auch nicht ganz optimal, da man nicht wirklich in Laufnähe vom Star Ferry Pier ist.Bewertung Lage: ●●●●
Das JW Marriott ist ein internationales 5-Sterne-Hotel, wenngleich es auch nicht zu den Spitzenhäusern der Stadt gehört (Peninsula, Four Seasons, Inter-Conti, Mandarin Oriental etc.) - aber dafür ist es auch noch einen Hauch erschwinglicher.
Da ich über Priceline gebucht hatte, erwartete ich kein besonderes Zimmer mit Superblick oder etwa gar ein Upgrade, daher war ich mit dem Zimmer im 19. Stock, das auch einen kleinen seitlichen Hafenblick bot, nicht unzufrieden. Das Zimmer war leider nicht sonderlich groß (Hong Kong eben), war aber ganz interessant angelegt. Denn vom Eingang aus traf man nicht direkt in den Wohnbereich - wie es sonst so üblich ist -, sondern vom Flur aus blickt man erst auf eine kleine Wand (mit einem Bild), so dass man erst mal keinen Blick ins Zimmer hat. Bei der Wand muss man dann "links abbiegen", und dann gelangt man erst in den Wohnbereich. Ganz nett irgendwie, gibt irgendwie den Hauch des Gefühls einer Wohnung statt nur eines Zimmers. Dies hat vermutlich auch die Wirkung, dass man vom Gang her quasi gar nichts hört, weil man besser abgeschirmt ist.
Vom Flur aus nach rechts gelangt man in das wirklich große Badezimmer mit extra Duschkabine und großer Badewanne. Das Badezimmer macht einen hochwertigen und noblen Eindruck, viel heller Marmor und große Spiegelflächen. Schicke kleine Plastikfläschen mit Shampoo, Lotion, Conditioner etc. von guter Qualität fanden sich natürlich auch (zusätzlich noch in der Duschkabine - nett für Sammler wie mich :-) ). Ein Föhn war im Badezimmer (nicht im Schlafzimmer, wie oftmals), ebenso eine schöne Glas-Waage. Hand- und Badetücher waren freilich in mehr als ausreichender Zahl vorhanden.Das Zimmer an sich war im Vergleich zum Badezimmer (in Relation) leider wie gesagt etwas klein und wurde klar vom King-Size-Bett dominiert. Über dem hinteren Bettrahmen war ein Spiegel in die Wand eingelassen hehe.. soll wohl einen größeren Eindruck vom Zimmer vorspiegeln. Schön war vor allem das große Winkelfenster (erkermäßig), das einen ganz guten Ausblick ermöglichte, sogar mit einem eingeschränkten Hafenblick in der Entfernung. Abends konnte man aber bei eingeschaltetem Licht auch in die zwei Nachbarzimmer gucken (also in die "Erker" der beiden anderen Zimmer) bzw. umgekehrt. Vor dem Fenster stand ein bequemer dunkelgrüner Sessel mit einem Couchtisch. Abends wurde ein Kännchen chinesischer Tee mit einer Früchteschale während des Turndown-Services gebracht, eine nette Geste. Zwischen Sessel und TV-Möbel war der Schreibtisch platziert (High-Speed-Internetzugang verfügbar, aber gegen Gebühr natürlich). Der Fernsehschrank stand leider leicht schräg links (vom Bett aus gesehen), so dass man vom Bett aus sich etwas verrenken musste (oder schräg hinlegen), um fernzusehen (auch wenn man den Fernseher aus dem Schrank ziehen konnte und dann noch etwas drehen). Der Fernseher war schon älteren Modells und nur 55 cm groß; die üblichen Kabel- und Pay-TV-Kanäle von Hong Kong waren vorhanden. Das Bett empfand ich als sehr angenehm, nicht zu hart und nicht zu weich, wie üblich mit mehr Kissen als man gebrauchen kann (das neue Marriott-Bett war es aber noch nicht, glaube ich). Über dem linken Nachttisch fand sich eine Konsole mit Schaltern für die wichtigsten Funktionen (Licht, "Nicht stören", Wecker, "Zimmer aufräumen" etc.) und dem netten "Gimmick", dass sich die Vorhänge von dort auch elektrisch steuern ließen (öffnen und schließen). Die Klimaanlage war gut dosierbar und leise (Fenster lassen sich nicht öffnen).
Die Minibar war am Ende des Einbauschranks im Flurbereich zu finden, und über der Minibar stand auch eine Kaffeemaschine (qualitativ hochwertiger Filterkaffee) und ein Wasserkocher. Eiswürfel wurden im Rahmen des Turndown-Services ergänzt. Die Preise für Minibar und Room-Service lagen auf dem üblichen Hotelniveau Hong Kongs (also etwa auf deutschem Restaurant-Preisniveau), aber noch finanzierbar (asiatische Speisen ab ca. 9 Euro, Hamburger bzw. Club Sandwich ca. 12-15 Euro).Insgesamt wirkte das Zimmer nicht mehr so ganz up-to-date im Design (und in Sachen Technik), halt noch recht nach 80er-Jahre-Schick. Da aber alles einwandfrei sauber war und alles funktionierte, war dies nur ein optischer Effekt. Insgesamt erinnerte mich das Zimmer sowohl in Design als auch in Größe sehr an die Zimmer im Marriott Singapur.
Lustigerweise bekamen wir beim Check-In auch nicht die üblichen Plastikkarten fürs Zimmer, sondern eine Art codierter Metallschlüssel (keine Zahnung oder Zähnung?), das hatte ich auch noch nie gesehen. Offenbar hat man das Hotel wohl so in den 80ern Jahren mit dem ausgestattet, was damals High-Tech war.
Bewertung Zimmer: ●●●●
4. Hoteleinrichtungen:
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Die Restaurants oder Bars habe ich nicht genutzt, daher kann ich dazu nichts sagen, Frühstück hatten wir auch nicht eingenommen im Hotel. Das Essen im Room-Service war aber sehr gut und sehr schön optisch angerichtet, auf einem rollbaren Ausklapp-Tisch mit weißer Tischdecke serviert.
Da ich nur eine Nacht im Hotel verbrachte, hatte ich nicht viel Berührungspunkte zum Service. Das Ein- und Auschecken ging jedes Mal schnell und freundlich über die Bühne, warten mussten wir beide Male nicht. Als Marriott-Rewards-Member bekam ich beim Einchecken noch einen Discount-Gutschein von 20% für Speisen im Hotel überreicht. Diesen versuchte ich dann beim Room-Service einzulösen, aber der Angestellte, der das Essen brachte, fand im Kleingedruckten, dass der Gutschein u. a. an "New Year" nicht gültig war. Umso erfreulicher war dann die Tatsache, dass mich dann die Dame beim Auschecken, als sie die Room-Service-Bill sah, von sich aus darauf hinwies, dass ich ja als MR-Member noch die 20% Discount hätte, und zog die 20% dann noch vom Room-Service-Preis auf der Rechnung ab. Alle Achtung! Ich hatte daran schon gar nicht mehr gedacht. Auch immer wieder angenehm finde ich, wenn man am hausinternen Telefon (also z. B. beim Bestellen des Essens vom Room-Service) gleich mit Namen angesprochen wird (die Angestellten sehen ja gleich die Zimmernummer und damit wohl auch den Namen des Gastes auf dem Telefon- oder Computerdisplay).
Bewertung Service: ●●●●●
6. Preis:
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Bewertung Preis-Leistung: ●●●
7. Internet-Site:
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8. Quintessenz:
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Digga1999 16.08.2006 20:02
glenders 24.07.2006 22:13
lutz.maertens 20.04.2006 13:48
ChrissaH 31.03.2006 23:56
Bridney 22.03.2006 23:54
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