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Erfahrungsbericht

für Jurys Inn Parnell Street, Dublin
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4 Sterne So schläft man in Dublin
134 von 134 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Zentrale Lage | große und saubere Zimmer | sehr guter Preis

Kontra Das Preis-Leistungsverhältnis des Frühstücksbuffets stimmt nicht | schmales Bett

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

DottiGross Seit 27 Apr 2001

Rechtsschreibfehler zu verschenken ;-) mehr

101 Mitglieder vertrauen mir

Jurys Inn

Ostern 2010 verbrachten wir ein paar Tage in Dublin. Zuvor hatten wir im Internet nach einem Hotel gesucht. Eigentlich wollte ich ein Zimmer in einem B&B-Haus buchen, aber diese waren zu Ostern sogar noch teurer als Hotelzimmer. Das Beste Preis-Leistungsverhältnis schienen die drei Hotels der „Jurys Inn“-Kette zu bieten. Nach einigen Vergleichen zwischen diesen drei Häusern, entschieden wir uns, ein Doppelzimmer in der Parnell Street zu reservieren.


| Fakten
Jurys Inn Dublin Hotel Parnell Street
Moore Street Plaza, Parnell St, Dublin, 1
Tel:+353 (0)1 878 4900
Fax:+353 (0)1 878 4999
Koordinaten: N 53.3515 W 6.2632
Internet: www.jurysinns.com


| Anreise
Wir reisten logischerweise mit dem Flugzeug an. Von Süddeutschland aus waren wir ungefähr zwei Stunden unterwegs, bevor wir den Flughafen Dublin erreichten. An der Touristeninformation besorgten wir uns ein Bus-Ticket, das 5.- EUR pro Person kostete. Damit konnten wir direkt vor der Tür in den grünen „Airlink“-Bus einsteigen, der uns nach ca. 20 bis 25 Minuten in der O’Connell Street absetzte. In unmittelbarer Nähe der Ausstiegshaltestelle befindet sich übrigens der „Spire“. An ihm kann man sich sehr gut orientieren.

Wer ein Mietauto gebucht hat und dafür nun einen Parkplatz benötigt, kann dieses angeblich auf einem öffentlichen Parkplatz in der Nähe des Hotels abstellen. Die Preise sollen sich, so steht es auf der Homepage des Hotels, zwischen 10.- und 11.50 EUR für 24 Std. bewegen.


| Lage
Die Lage ist perfekt. Das ist auch der größte Pluspunkt des Hotels. Aus diesem Grund würde ich das Hotel auch wieder wählen. Zweimal umfallen und man befindet sich schon auf der „Hauptflaniermeile“ von Dublin, der O’Connell Street. Von hier aus fahren Busse in alle wichtigen Richtungen u.a. auch der Airlink-Bus zum Flughafen. Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten kann man von hier aus problemlos erreichen – auch zu Fuß! Es gibt viele Geschäfte, Pubs und Restaurants in der Nähe. Man kann aber auch bis über den Liffey direkt in den Kneipen-Bezirk „Tempel Bar“ laufen.


| Rezeption
Das Einchecken verlief problemlos, was aber hauptsächlich daran lag, dass wir eine Kreditkarte besitzen. Diese wurde im Computer „hinterlegt“, so dass alle Formalitäten schnell abgehandelt waren. Wie die Anmeldung verlaufen wäre, wenn wir keine Karte besessen hätten, weiß ich nicht.
Wir erhielten zwei Keycards, mit der wir nicht nur die Zimmertür öffnen konnten, sondern auch den Etagenlift bedienen mussten. Ohne Keycard konnte man also nicht Lift fahren.


| Zimmer
Unser Zimmer lag im obersten 5. Stockwerk. Von dort hatten wir einen herrlichen Ausblick über die Stadt und… auf den Spire. Der riesige „Spargel“ imponierte uns zu jeder Tageszeit, denn die verschiedenen Lichtverhältnisse sorgten für ein immer wieder wechselndes Bild.
In dem erstaunlich großen Zimmer wirkte das sehr schmale Bett noch kleiner als es in Wirklichkeit war. Zwar fehlte es in der Breite – ich vermute, es war nur ca. 1,20 oder 1,40 m breit –, aber die Länge war für uns beide ausreichend. Die Matratzen fand ich sehr angenehm, meinem Begleiter waren sie zu hart. Wie bei solchen Betten üblich, besaßen wir nur eine durchgehende Decke, die wir uns natürlich des Nachts ständig streitig machten. Das schmale Bett wurde von zwei sehr, sehr kleinen Nachtkästchen eingerahmt. Auf dem einem stand ein Direktwahl-Telefon, auf dem anderen konnte ich gerade mal meinen Wecker und ein Buch legen. In der offenen Schublade darunter musste der Rest Platz finden.
Als weitere Ablagemöglichkeit diente uns der Schreibtisch, auf dem auch das Fernsehgerät stand. Leider gab es keinen deutschsprachigen Sender, so dass wir auf Nachrichten aus Deutschland verzichten mussten. Das hat mich schon etwas gestört. Aber ich genoss andererseits auch die Tatsache, dass meine bessere Hälfte abends mal keine Koch- und Handwerkersendungen anschauen konnte. So war es abends, nach einem ereignisreichen Sightseeing-Tag, schön ruhig und ich konnte gemütlich ein Buch lesen. Gemein, gell?

Neben dem Stuhl am Schreibtisch gab es noch einen Sessel an einem kleinen, runden Couchtisch. Außerdem konnten wir unser Gepäck auf einer praktischen Kofferablage legen, was mir in einem Hotel sehr wichtig ist. Unsere Kleidung hängten wir in einen offenen Kleiderschrank, der leider nur über sechs Kleiderbügel verfügte. Das war fast zu wenig.
Es gab keinen Safe und keine Minibar in unserem Zimmer, was mich nicht störte, dafür aber einen Wasserkocher, diverse Teesorten und Instantkaffee sowie Zucker und Milch.

Das Ambiente des Zimmers möchte ich als "gemütlich" und "wohnlich" bezeichnen. Wir haben uns darin wohl gefühlt.

Das Bad war sehr, sehr groß. Darin konnte man sich locker zu zweit aufhalten. Es gab eine Badewanne mit einem Duschvorhang. Das Wasser kam heiß und in einem dicken Strahl aus dem Duschkopf. Das recht kleine Waschbecken und die Armaturen waren sehr niedrig angebracht. Das hatte einen Grund: das Zimmer war behindertengerecht. Es gab deshalb auch diverse Haltevorrichtungen für gehbehinderte Gäste und eine Notklingel. Außerdem war die Toilette sehr, sehr niedrig angebracht. Wir „Großen“ hatten damit so unsere Schwierigkeiten.
Neben einem Haartrockner war das Bad mit Duschgel, Shampoo und Seife ausgestattet. Toilettenpapier war während unseres Aufenthalts ausreichend vorhanden. Einen Kosmetikspiegel gab es nicht, was mich persönlich aber nicht störte.

Beheizt wurde das Zimmer über eine Klimaanlage, die wir aber nachts wegen ihrer Lautstärke ausschalten mussten. Dann wurde es mir zu kalt und ich legte zusätzlich zur dünnen Bettdecke noch die im Zimmer vorhandene Wolldecke über mich. Diese war leider sehr fleckig, was mich etwas ekelte. Aber ich nahm das wohl oder übel in Kauf, denn frieren wollte ich nicht.
Das große Fenster konnte man kippen, aber – aus Sicherheitsgründen – nicht komplett öffnen. Da das Zimmer auf den Hinterhof hinaus ging, war kaum Verkehrslärm zu hören. Die „Geräusche der Stadt“ nahm man natürlich trotzdem wahr. Die meiste „Lärmbelästigung“ kam aus dem Nachbarzimmer, in dem bis spät in die Nacht laute Gespräche geführt wurden. Durch die leichte Bauweise des Gebäudes konnten wir fast jedes Wort verstehen. Außerdem gingen diese Leute ständig aus dem Zimmer ein und aus und ließen dabei die schweren Türen krachend in die Angeln fallen.

Bis auf die Wolldecke war im Zimmer während unseres Aufenthalts alles sehr sauber und ordentlich. Es wurde auch zuverlässig und gründlich geputzt. Die weißen Hand- und Duschtücher wurden täglich gewechselt und waren immer tip-top sauber. Das habe ich selten so erlebt!


| Frühstück
Wenn es nach mir gehen würde, würden wir morgens auf ein Frühstück verzichten und uns irgendwo einen Kaffee und einen Muffin mitnehmen. Meine bessere Hälfte liebt es aber, ausgiebig zu frühstücken. Bei dem Wort „Frühstücksbuffet“ bekommt er glänzende Augen und auch das – in meinen Augen unterdurchschnittliche – Frühstück im „Jurys Inn“ habe ich ihm nicht ausreden können. Aber der Reihe nach…

Das Frühstücksbuffet war in unserem Zimmerpreis nicht enthalten. Wir mussten dafür nochmals 10,50 EUR pro Person bezahlen. Das fand ich – trotz Dubliner Verhältnisse - sehr teuer und ich erwartete deshalb eine entsprechend große Auswahl und Abwechslung. Zum Vergleich: In einer durchschnittlichen Hotelkette in Deutschland zahlen wir immer 8.- EUR fürs Frühstücksbuffet, in einer anderen Hotelkette 9.- EUR. Diese Buffets sind immer sehr reich ausgestattet und lassen es an nichts fehlen. Aber auch im Ausland haben wir schon einige Frühstücksbuffets ausprobiert, z.B. auch in London. Wir wissen also, welchen Standard andere Hotels und/oder Länder bieten. Deshalb waren meine Vorstellungen von einem Buffet ziemlich klar. Vor allem, wenn ich dafür 10,50 EUR zahlen muss.

Und so sah es aus…
Es gab nur eine Sorte Brötchen und eine Sorte sehr trockenes Brot. Außerdem konnte man geröstetes Toast bekommen. Wurstaufschnitt gab es leider nicht, dafür warme Würstchen, Speck und Mini-Fikadellen und warme Bohnen. Der einzige Lichtblick waren Spiegeleier, Rühreier und gekochte Eier. Zwei Käsesorten, die nicht besonders appetitlich aussahen, versteckten sich in der Joghurt-Müsli-Kühlvitrine. Frischkäse, Camembert oder Vergleichbares gab es nicht. Auch keine Gurken, kalte Tomaten, Fisch oder Ähnliches. Drei Sorten Marmelade und Honig lagen ordentlich abgepackt neben zwei Arten von Mini-Kuchen – Nougataufstrich gab es ebenfalls nicht. Man konnte aus mehreren Sorten Tee wählen. Außerdem gab es Orangensaft – an Apfelsaft kann ich mich nicht erinnern. Es kann aber sein, dass es ihn gab. Der Kaffee war sehr gut und heiß. Außerdem konnte man warme Milch aus einer Isolierkanne nehmen, was mir sehr gut gefiel. Sonst gab es noch zwei Arten von Flakes und eine Sorte Müsli, dazu Milch oder Joghurt sowie Apfelmus und Beeren-„Pampe“ (= eine undefinierbare dunkle Früchtemasse) und Obstsalat. Geschmacklich waren alle Dinge eher mittelmäßig. Es gab nichts, worauf ich mich mit Heißhunger stürzte. Auch die Abwechslung ließ zu wünschen übrig. Eine Woche jeden Tag dieses Frühstück hätte ich nicht durchgehalten.

Versteht mich nicht falsch. Das Frühstück war, mmmh, ziemlich in Ordnung. Dass ich keine Wurstscheiben bekommen konnte und keine Nougatcreme, kann ich noch verschmerzen. Ich kann mich auch damit abfinden, dass es keine größere Auswahl an Brot und Brötchen gab. Aber dass ich dafür noch 10,50 EUR bezahlen muss, dass finde ich unverschämt. Dieses minimale Angebot dürfte jedenfalls nicht den Namen „Buffet“ erhalten und müsste – meiner Meinung nach - eigentlich im Zimmerpreis enthalten sein.


| Fitness
Der Fitnessraum, den wir gesehen haben, verdient seinen Namen nicht. Er war furchtbar klein und verfügte nur über vier lieblos zusammen gewürfelte Geräte. Das Laufband machte aber einen hervorragenden Eindruck und besaß eine sehr breite Lauffläche. Dann gab es noch einen Hanteltrainer und einen Elipsentrainer. An das vierte Gerät kann ich mich nicht mehr erinnern. Ziemlich weit oben an der Wand war ein großer Flachbildschirm angebracht, an dem man die Nachrichten verfolgen konnte. Wie gut der Raum belüftet wird, weiß ich nicht, da ich den Fitnessraum während unseres Aufenthalts nicht benutzte.


| Konferenzräume
Wir haben ein paar Konferenzräume unterschiedlichster Größe gesehen. Über welche Ausstattung sie verfügen, wissen wir aber nicht. Die Räume sahen aber sehr ordentlich und funktionell aus. Aber darüber kann ich mir kein Urteil erlauben, denke ich.


| Bar
Es gibt natürlich auch eine Bar, die wir ebenfalls nicht besucht haben. Deshalb maße ich mir nicht an, mir ein Urteil bilden zu können. Von außen machte sie einen guten Eindruck.


| Service
Den Service haben wir kaum in Anspruch genommen. Während unseres Aufenthalts hat uns die Rezeption nur zweimal gesehen: beim Einchecken und beim Auschecken. Das Personal, mit dem wir zu tun hatten, war zwar höflich, aber auch ziemlich reserviert.


| Internet
Im Foyer standen zwei PC's zur Verfügung, mit denen man für 2.- EUR/Std. ins Internet gehen konnte. Da das offensichtlich über WLAN ging, konnte man auch mit einem externen Gerät (z.B. einen eigenen Laptop) zum gleichen Preis ins Netz. Die Verbindung war recht flott.


| Preis
Wir haben über Ostern 59.- EUR für das Zimmer bezahlt. Das war ein Top-Preis, finde ich! Sogar B&B-Häuser waren während dieser Zeit wesentlich teurer.


| Fazit
Das Hotel liegt sehr zentral und in unmittelbarer Nähe zur bekannten O'Connell Street. Die Verkehrsanbindung ist sehr gut. Die Zimmer sind groß und waren während unseres Aufenthalts sehr sauber. Das schmale Bett verfügt über gute Matratzen. Einen Punktabzug gibt es für das Frühstücksbuffet, das sein Geld nicht wert ist. Wer auf ein Frühstück verzichten kann, sollte sich die 10,50 EUR pro Person sparen.


In diesem Sinne… Gedanken sind frei… Eure Dotti


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Kommentare

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  • kaetzchen899 14.09.2010 12:12
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • morla59 03.08.2010 22:09
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • fun953 29.07.2010 14:30
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • sussmannwerner 29.07.2010 12:49
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • rpless 18.07.2010 17:53
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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