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Erfahrungsbericht

für Judengasse, Salzburg
3 Sterne Vier Nächte in Salzburg: Die Judengasse
102 von 102 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen

Pro ...interessante Geschichte, zentrale Lage...

Kontra ...kein absolutes Muss...

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The-Wishmaster Seit 14 Okt 2000

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Hallo liebe Leserinnen und Leser!


Heute geht es weiter mit einem Bericht über unsren Urlaub in Salzburg. Eigentlich wollte ich dabei chronologisch vorgehen und nach und nach über die Sehenswürdigkeiten, Restaurants, etc. so berichten, wie wir es auch nach und nach in Salzburg erlebt hatten. Doch da noch nicht alle Produktvorschläge freigeschaltet wurden, muss ich nun ein wenig umplanen und berichte euch zunächst über die Judengasse. Was es damit genau auf sich hat, lest ihr in den folgenden Zeilen am besten selbst...


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| ° Judengasse
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Von ihrer Lage her befindet sich die Judengasse in der Altstadt von Salzburg. Sie zieht sich vom Waagplatz auf der einen Seite bis zur Getreidegasse auf der anderen Seite. Daher wird auch oft davon gesprochen, dass die Judengasse quasi die Verlängerung der Getreidegasse darstellt. In der heutigen Zeit ist die Judengasse aus diesem Grund ebenso als Einkaufsstraße bekannt. Ebenfalls finden sich dort ein paar Nachtlokale sowie Irish Pubs. Man merkt von ihrer Bauweise her, dass sie zwar ebenfalls recht beengt, allerdings nicht ganz so schmal wie die Getreidegasse erscheint. In den einst mittelalterlichen Gewölben der Häuser sind heute die verschiedenen Geschäfte untergebracht. Dies lässt die Judengasse genauso wie die Getreidegasse optisch sehr ansprechend wirken. Die tatsächliche Verbindung zum Waagplaz erhält die Judengasse übrigens durch das Döllerergässchen, welches sich Salzburgs schmalste Gasse nennen darf.

Ihren Namen hat die Judengasse daher, weil dort früher der Großteil der jüdischen Bevölkerung Salzburgs wohnte. Mehrfach gab es ungefähr zwischen den Jahren 1350 und 1500 die so genannten Judenvertreibungen, wie sie nicht nur in Salzburg zur damaligen Zeit vorkamen. Das erste Mal in den Urkunden findet man eine Erwähnung der so genannten Judensiedlung übrigens bereits 1298. Urkundlich erwähnt wird allerdings auch die erste Judenverfolgung aus dem Jahr 1349, wo es sogar zu regelrechten Massenhinrichtungen gekommen ist. 1404 ereignete sich dasselbe traurige Schauspiel. Nachdem 1498 die letzten Judenvertreibung stattfand, die von Erzbischof Leonhard von Keuschach veranlasst wurde, brachte man 22 Jahre danach eine große Relieftafel ältesten Rathaus der Stadt an, welches sich am Waagplatz befindet. Darauf wurde ein Mutterschwein gezeigt, das gerade jüdische Kinder säugt. Im Volksmund wurde diese Tafel deswegen damals auch "Judensau" genannt. Lange Jahre hing diese Tafel dort, bis die 1785 auf die Anordnung von Erzbischof Hieronymus von Colloredo als unpassend empfunden und daraufhin entfernt wurde.

Außerdem wird vermutet, dass sich im Haus der heutigen Judengasse 15 damals die jüdische Synagoge befunden hat. Später wurde in dieser Adresse im Gasthof Höllbrau Bier gebraut. Im Jahre 1992 wurde dann ein Hotel dort eingerichtet, welches den Namen "Hotel Altstadt" trägt. Viele der Häuser in der Judengasse hatten früher übrigens eigene Bezeichnungen. Diese sind bis in die heutige Zeit überliefert worden. Teils verraten diese Namen etwas über die frühere Nutzung, die Bauweise oder den Ort, an dem sich das Haus befindet (Haus an der Pforten, Guglbräu, Haus bei dem Türlein, etc.). Die historischen Hintergründe der Judengasse sind durchaus interessant. In der heutigen Zeit als Einkaufsstraße übt sie meiner Meinung nach jedoch nicht so einen großen Reiz aus. Man kann sie sich natürlich anschauen und einmal durchstreifen, da sie wirklich sehr zentral in der Alstadt liegt und man sie quasi in einem Rutsch zusammen mit der Getreidegasse durchqueren kann. Allerdings gibt es dort weitaus weniger zu sehen und man ist nach den mannigfaltigen Eindrücken aus der Getreidegasse durchaus ein klein wenig enttäuscht, dass die Judengasse hier nicht wirklich mithalten kann. Es ist ein nettes kleines Gässchen, welches aber nicht unbedingt zwingend zu einem Besuch in Salzburg dazu gehört.


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| ° Fazit
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Die Judengasse in Salzburg hat eine durchaus interessante Geschichte. Allerdings finde ich sie in der heutigen Zeit als Einkaufsstraße weitaus weniger interessant als die Getreidegasse, die quasi direkt nebenan liegt. Man kann sie sich anschauen und durch ihre zentrale Lage muss man keine Umwege machen um sie zu sehen. Ein absolutes "Must see" ist sie allerdings nicht. Daraus resultieren im Endeffekt drei Sterne als Bewertung und eine eingeschränkte Empfehlung.


In diesem Sinne...


Stay dark!

The-Gassen-Master

PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen vertrieben werden... ;)

Shake Heads!

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Kommentare

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  • Werner86 12.11.2011 17:30
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • kaesekuchenfabrikantin 08.11.2011 15:08
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • meerline77 08.11.2011 06:56
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Der Countdown läuft: Auf zu SCHWARZ!

  • Perserkatze1 06.10.2011 12:14
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • ciao2002 04.09.2011 10:00
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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