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Vier Nächte in Salzburg: Die Judengasse
Pro ...interessante Geschichte, zentrale Lage...
Kontra ...kein absolutes Muss...
Detailbewertung
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Hallo liebe Leserinnen und Leser!
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| ° Judengasse
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Ihren Namen hat die Judengasse daher, weil dort früher der Großteil der jüdischen Bevölkerung Salzburgs wohnte. Mehrfach gab es ungefähr zwischen den Jahren 1350 und 1500 die so genannten Judenvertreibungen, wie sie nicht nur in Salzburg zur damaligen Zeit vorkamen. Das erste Mal in den Urkunden findet man eine Erwähnung der so genannten Judensiedlung übrigens bereits 1298. Urkundlich erwähnt wird allerdings auch die erste Judenverfolgung aus dem Jahr 1349, wo es sogar zu regelrechten Massenhinrichtungen gekommen ist. 1404 ereignete sich dasselbe traurige Schauspiel. Nachdem 1498 die letzten Judenvertreibung stattfand, die von Erzbischof Leonhard von Keuschach veranlasst wurde, brachte man 22 Jahre danach eine große Relieftafel ältesten Rathaus der Stadt an, welches sich am Waagplatz befindet. Darauf wurde ein Mutterschwein gezeigt, das gerade jüdische Kinder säugt. Im Volksmund wurde diese Tafel deswegen damals auch "Judensau" genannt. Lange Jahre hing diese Tafel dort, bis die 1785 auf die Anordnung von Erzbischof Hieronymus von Colloredo als unpassend empfunden und daraufhin entfernt wurde.
Außerdem wird vermutet, dass sich im Haus der heutigen Judengasse 15 damals die jüdische Synagoge befunden hat. Später wurde in dieser Adresse im Gasthof Höllbrau Bier gebraut. Im Jahre 1992 wurde dann ein Hotel dort eingerichtet, welches den Namen "Hotel Altstadt" trägt. Viele der Häuser in der Judengasse hatten früher übrigens eigene Bezeichnungen. Diese sind bis in die heutige Zeit überliefert worden. Teils verraten diese Namen etwas über die frühere Nutzung, die Bauweise oder den Ort, an dem sich das Haus befindet (Haus an der Pforten, Guglbräu, Haus bei dem Türlein, etc.). Die historischen Hintergründe der Judengasse sind durchaus interessant. In der heutigen Zeit als Einkaufsstraße übt sie meiner Meinung nach jedoch nicht so einen großen Reiz aus. Man kann sie sich natürlich anschauen und einmal durchstreifen, da sie wirklich sehr zentral in der Alstadt liegt und man sie quasi in einem Rutsch zusammen mit der Getreidegasse durchqueren kann. Allerdings gibt es dort weitaus weniger zu sehen und man ist nach den mannigfaltigen Eindrücken aus der Getreidegasse durchaus ein klein wenig enttäuscht, dass die Judengasse hier nicht wirklich mithalten kann. Es ist ein nettes kleines Gässchen, welches aber nicht unbedingt zwingend zu einem Besuch in Salzburg dazu gehört.
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| ° Fazit
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In diesem Sinne...
The-Gassen-Master
PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen vertrieben werden... ;)Shake Heads!
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Werner86 12.11.2011 17:30
kaesekuchenfabrikantin 08.11.2011 15:08
meerline77 08.11.2011 06:56
Der Countdown läuft: Auf zu SCHWARZ!
Perserkatze1 06.10.2011 12:14
ciao2002 04.09.2011 10:00