Ciao - für Leute mit eigener Meinung
Neueste Erfahrungsberichte
|
Neue Fragen
|
Erfahrungsbericht schreiben
|
Produktvideos
|
Pro Eigentlich alles...
Kontra Eigentlich nichts...
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Sehenswürdigkeiten | |
| Sicherheit | |
| Gastfreundlichkeit |
SUPERSTAR
Jedes Mal, wenn ich dich seh’, fragt sich mein VerstandKämst Du heute erst, du könntest alle erreichen
TV Shos und Internet
Ein Hype ohne Gleichen…
.
Das Stadttheater Pforzheims zeigt derzeit einen der bekanntesten Klassiker von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice - Jesus Christ Superstar, eine Rock-Oper über die letzten sieben Tage des Lebens von Jesu Christi. Wir haben uns diese Aufführung angesehen und wie es uns gefiel, möchte ich Euch heute erzählen.
Die Musik des Stückes stammt vom bekannten Andrew Lloyd Webber, der Text von Tim Rice. Bei seiner Uraufführung im Jahr 1971 im Mark Hellinger Theatre in New York, war Andrew Lloyd Webber noch recht unbekannt.
.
Eine Stunde und 45 Minuten dauert die Inszenierung von Wolfgang Widder. Eine Pause gibt es nicht. Für die musikalische Leitung und Choreinstudierung zuständig ist Martin Erhard, die musikalische Einstudierung erfolgte durch Michael Fuchs, für Bühne und Kostüme zuständig ist Katja Schröder, für Choreografie James Sutherland, verantwortlich für da Licht Petr Halbsgut und die Dramaturgie obliegt Martina Schlögl.
.
Natürlich gab es bei diesem Stück schon immer den Widerstand einiger christlicher Gruppen, dennoch wurde die Rockoper zu einem kommerziellen Erfolg und die Originalinszenierung brachte es auf über 700 Aufführungen. In Südafrika war sie verboten, im Radio Vatikan hingegen wurde sie gespielt. Die deutsche Uraufführung fand im Jahr 1972 in Münster statt. Drei verschiedene Fassungen der Rockoper existieren, eine mit großem Orchester, eine mit kleinerer, reduzierter Orchesterbesetzung und eine nur mit einer Rockband), so dass das Stück auch in kleineren Theatern aufgeführt werden kann.
In Bethanien am Freitagabend
Judas befürchtet, dass die bisherigen Ereignisse Jesus aus der Hand gleiten könnten. Judas befürchtet auch seinen eigenen Tod („Weil sie ach so heilig sind“). Die Menschen glauben an Jesus, halten ihn für den Sohn Gottes, doch auch die Jünger wollen wissen wie es nun weiter gehen wird und wann sie denn nach Jerusalem ziehen werden. Jesus sagt ihnen nur, sie sollen den Augenblick leben, sie sollen nicht an Morgen denken. Bei Maria Magdalene findet Jesus - eifersüchtig von Judas beobachtet, dem diese innige Freundschaft mit einer Prostituierten sehr missfällt. - Ruhe („Alles wird gut“)
Auf der Straße am Sonntagmorgen
Jesus zieht nach Jerusalem ein („Hosanna“). Der als Superstar gefeierte Jesus ignoriert das Gebot Kaiphas, das jubelnde Volk zum Schweigen zu bringen. Der Jünger Simon Zelotes bestürmt nun Jesus die Begeisterung der Menschen zu nutzen um einen Aufstand gegen die Römer anzuzetteln, doch Jesus fühlt sich unverstanden und allein und beklagt den bevorstehenden Untergang Jerusalems („Armes Jerusalem“)
Im Tempel am Montagvormittag
Waffenhändler, Wucherer und Menschenhändler treiben im Tempel unter den Augen der Priester ihre Geschäfte. Jesus vertreibt sie aus Gottes Haus. Er erkennt, dass seine Kraft nachlässt und als Leprakranke ihn nun bestürmen und um Heilung anflehen, übersteigt dies seine Kräfte. Maria Magdalene beruhigt ihn und gesteht sich ihre Gefühle für Jesus ein, ist verwirr und gleichzeitig fasziniert von den Worten und Taten Jesus. („Wie soll ich ihn nur lieben“)
Im Garten von Gethsemane am Donnerstagabend
Jesus feiert mit seinen Jüngern das Abendmahl und während seine Jünger an ihre eigene Unsterblichkeit denken, die sie erringen werden, fühlt sich Jesus wieder alleine, einsam und nicht verstanden. Er sagt nun voraus, dass Petrus ihn verleugnen wird un ein anderer der Jünger ihn verraten. Im Streit schickt er Judas zu den Priestern, damit er diese zu ihm führen kann („Das letzte Abendmahl“). Während nun die Jünger schlagen, spricht Jesus mit Gott. Er ahnt seinen bevorstehenden Tod und er versucht zu begreifen. Schließlich nimmt er sein Opfer an („Gethsemane“). Judas führt die Priester und die Wachen zu Jesus und verrät ihn durch einen Kuss. Die Wachen verhaften Jesus schließlich
Der Palast des Herodes, Freitag morgens um zwei Uhr
Jesus wird als König der Juden vom dekadenten Herodes verspottet. Da Jesus Herodes jedoch keinen Blickes würdigt, lässt dieser ihn wieder zu Pilatus bringen.
Pilatus Palast, am Freitag um zehn Uhr
Kaiphas will, dass Pilatus Jesus kreuzigen lässt. Pilatus hält Jesus für unschuldig und fordert ihn auf sich zu verteidigen. Aber Jesus schweigt „Pilatus Verhör“) Pilatus befiehlt nun ihn auspeitschen zu lassen („39 Peitschenhiebe“) und das Volk steigert sich immer mehr in eine Hysterie und fordert schließlich die Kreuzigung Jesus. Pilatus befürchtet einen Aufstand und befiehlt, um diesen zu verhindern, die Hinrichtung Jesus.
Golgatha, Freitag, zwischen zwölf und drei Uhr
Jesus wird gekreuzigt und Maria Magdalene verabschiedet sich von ihm.
Schon in Dresden konnte man die (ähnliche) Inszenierung des Operndirektors Wolf Widder sehen und schon dort war sie sehr erfolgreich. Zu Recht, denn die Inszenierung ist in sich stimmig und absolut mitreißend. Widder versetzt das Stück aus der Zeit Palästinas in die Woodstock- und Hippiezeit, die ebenso eine Zeit des Aufbruchs war. „Dieses Stück riecht nach dieser Aufbruchstimmung“ sagt er. Normalerweise mag ich es nicht wirklich, wenn ein Stück in eine andere Zeit versetzt wird. Hier jedoch fand ich es passend, gebe aber auch zu, dass ich den Grund ohne Lesen des Programmheftes und des Interviews mit Herrn Wider möglicherweise nicht genauso gesehen hätte, wie er gemeint war.
.
Es gab viele Dinge, dir mir gut gefielen, so war es zum Einen der sich schuldig fühlende Judas, der nach seinem Verrat an Jesus Selbstmord begann und noch vor seinem Sterben das Wort „Freiheit“ an die Wand schreibt, da war Pilatus, der sich seine Hände statt in Unschuld im mit Jesus Blut getränkten Wasser wusch, da war die Einzug in Jerusalem-Szene, in der Jesus und die Jünger unter den Zuschauern weilten, die Zuschauer mit ins Stück einbezogen, was einem das Gefühl gab mitten drin zu sein. Der einzige, wenn auch kleine Kritikpunkt, sind die am Ende des Stückes umher wandelnden etwas deplaziert wirkenden rosa Engelchen, die für meinen Geschmack nicht so richtig ins Bild der Gesamtaufführung passten und ein klein wenig kitschig, fast schon lächerlich wirkten,
.
Dass diese Inszenierung so gut gefiel, hatte aber auch sehr viel mit dem Hauptdarsteller zu tun, der einfach großartig und der unbestrittene Star dieser Aufführung war. Überzeugend, sowohl von der schauspielerischen Leistung als auch vom unter die Haut gehenden Gesang stellte er, der im normalen Leben Frontmann einer Rockband ist, die Rolle des Jesus dar. Dirk Zöllner ist kein Musicalsänger, sondern ein Rocksänger mit jeder Menge Soul im Blut, was aus dieser Inszenierung etwas wirklich Besonderes machte.
.
Auch die übrigen Akteure gefielen sehr gut, wie der charismatische und schauspielerisch glänzende Matthias Pagani in der Rolle des Judas. Ein kleiner Kritikpunkt am Judas war jedoch, dass er nicht wirklich gut zu verstehen war. Großartig waren auch Jon Geoffrey Goldsworthy in der Rolle des Pointius Pilatus sowie Klaus Geber als unsympathisch-bösartiger und eiskalter Kaiphas. Nur von Lilian Huynen in der Rolle der Maria Magdalena war ich nicht ganz überzeugt. So hätte ich mir beispielsweise ihr „Wie soll ich ihn nur lieben“ einfach etwas gefühlvoller gewünscht.
Achtung, dies ist der erste Berichte des Autors
Anstatt dem Mitglied eine negative Bewertung zu geben, bitte daran denken:

Helfe diesem Mitglied durch nützliche Tipps

Melde einen Missbrauch wegen unerlaubter Kopie oder anderer Gründe an das Ciao Support Team.
Kommentar schreiben
Die-Xanadu 25.04.2011 19:21
Teilsmit 14.01.2011 09:39
bin14 08.03.2010 18:10
t.schlumpf 06.12.2009 07:51 Bitte schön!
Rattenzauber 28.11.2009 17:53