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Erfahrungsbericht

für Jesus Christ Superstar, Theater Pforzheim
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Der Autor

AnjaS911 Seit 6 Sep 2006

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SUPERSTAR

Jedes Mal, wenn ich dich seh’, fragt sich mein Verstand
Warum gleitet dir nur alles so aus der Hand?
Dir ging’s heute besser
Doch du hast falsch geplant
Warum denn bloß in der falschen Zeit
Und im falschen Land?

Kämst Du heute erst, du könntest alle erreichen
TV Shos und Internet
Ein Hype ohne Gleichen…
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Das Stadttheater Pforzheims zeigt derzeit einen der bekanntesten Klassiker von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice - Jesus Christ Superstar, eine Rock-Oper über die letzten sieben Tage des Lebens von Jesu Christi. Wir haben uns diese Aufführung angesehen und wie es uns gefiel, möchte ich Euch heute erzählen.


DIES UND DAS

Die Musik des Stückes stammt vom bekannten Andrew Lloyd Webber, der Text von Tim Rice. Bei seiner Uraufführung im Jahr 1971 im Mark Hellinger Theatre in New York, war Andrew Lloyd Webber noch recht unbekannt.
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Eine Stunde und 45 Minuten dauert die Inszenierung von Wolfgang Widder. Eine Pause gibt es nicht. Für die musikalische Leitung und Choreinstudierung zuständig ist Martin Erhard, die musikalische Einstudierung erfolgte durch Michael Fuchs, für Bühne und Kostüme zuständig ist Katja Schröder, für Choreografie James Sutherland, verantwortlich für da Licht Petr Halbsgut und die Dramaturgie obliegt Martina Schlögl.
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Natürlich gab es bei diesem Stück schon immer den Widerstand einiger christlicher Gruppen, dennoch wurde die Rockoper zu einem kommerziellen Erfolg und die Originalinszenierung brachte es auf über 700 Aufführungen. In Südafrika war sie verboten, im Radio Vatikan hingegen wurde sie gespielt. Die deutsche Uraufführung fand im Jahr 1972 in Münster statt. Drei verschiedene Fassungen der Rockoper existieren, eine mit großem Orchester, eine mit kleinerer, reduzierter Orchesterbesetzung und eine nur mit einer Rockband), so dass das Stück auch in kleineren Theatern aufgeführt werden kann.


DIE STORY & DIE SONGS

In Bethanien am Freitagabend
Judas befürchtet, dass die bisherigen Ereignisse Jesus aus der Hand gleiten könnten. Judas befürchtet auch seinen eigenen Tod („Weil sie ach so heilig sind“). Die Menschen glauben an Jesus, halten ihn für den Sohn Gottes, doch auch die Jünger wollen wissen wie es nun weiter gehen wird und wann sie denn nach Jerusalem ziehen werden. Jesus sagt ihnen nur, sie sollen den Augenblick leben, sie sollen nicht an Morgen denken. Bei Maria Magdalene findet Jesus - eifersüchtig von Judas beobachtet, dem diese innige Freundschaft mit einer Prostituierten sehr missfällt. - Ruhe („Alles wird gut“)


Tempelverwaltung am Sonntagmorgen
Argwöhnisch beobachtet Kaiphas, der Hohepreister, zusammen mit dem Rat der Priester den immer stärker werdenen Einfluss von Jesus auf die Massen. Sie haben Angst, dass das Volk Jesu nach seinem Einzug in Jerusalem zum König machen könnte und beschließen daher seinen Tod. („Der Jesus muss weg“).

Auf der Straße am Sonntagmorgen
Jesus zieht nach Jerusalem ein („Hosanna“). Der als Superstar gefeierte Jesus ignoriert das Gebot Kaiphas, das jubelnde Volk zum Schweigen zu bringen. Der Jünger Simon Zelotes bestürmt nun Jesus die Begeisterung der Menschen zu nutzen um einen Aufstand gegen die Römer anzuzetteln, doch Jesus fühlt sich unverstanden und allein und beklagt den bevorstehenden Untergang Jerusalems („Armes Jerusalem“)

Pilatus Palast am sehr frühen Montagmorgen
Pilatus sieht im Traum die kommenden Geschehnisse und ahnt, dass er die Schuld am Tod von, Jesus, dem Mann, den er bisher nicht kennt, haben wird („Pilatus Traum“)

Im Tempel am Montagvormittag
Waffenhändler, Wucherer und Menschenhändler treiben im Tempel unter den Augen der Priester ihre Geschäfte. Jesus vertreibt sie aus Gottes Haus. Er erkennt, dass seine Kraft nachlässt und als Leprakranke ihn nun bestürmen und um Heilung anflehen, übersteigt dies seine Kräfte. Maria Magdalene beruhigt ihn und gesteht sich ihre Gefühle für Jesus ein, ist verwirr und gleichzeitig fasziniert von den Worten und Taten Jesus. („Wie soll ich ihn nur lieben“)

Tempelverwaltung in der Dienstagnacht
Judas beschließt, da Jesus nicht mehr Herr der Lage zu sein scheint, ihn an die Priester zu verraten und nimmt, wenn auch widerwillig, 20 Silberlinge Blutgeld von Kaiphas an („Verdammt für alle Zeit/Blutgeld“)

Im Garten von Gethsemane am Donnerstagabend
Jesus feiert mit seinen Jüngern das Abendmahl und während seine Jünger an ihre eigene Unsterblichkeit denken, die sie erringen werden, fühlt sich Jesus wieder alleine, einsam und nicht verstanden. Er sagt nun voraus, dass Petrus ihn verleugnen wird un ein anderer der Jünger ihn verraten. Im Streit schickt er Judas zu den Priestern, damit er diese zu ihm führen kann („Das letzte Abendmahl“). Während nun die Jünger schlagen, spricht Jesus mit Gott. Er ahnt seinen bevorstehenden Tod und er versucht zu begreifen. Schließlich nimmt er sein Opfer an („Gethsemane“). Judas führt die Priester und die Wachen zu Jesus und verrät ihn durch einen Kuss. Die Wachen verhaften Jesus schließlich

Bei Kaiphas am Freitag um Mitternacht
Kaiphas klagt Jesus an. Er habe Gott gesündigt. Er unterstellt ihm, sich für den Sohn Gottes zu halten („Die Verhaftung“). Jesus wird nun vor Pontius Pilatus gebracht. Als Statthalter Roms soll dieser das Urteil sprechen. Er fühlt sich jedoch nicht zuständig für einen Mann aus Galiläa und lässt Jesus zu Herodes überstellen („Pilatus und Christus“). Petrus verleugnet, um seiner eigenen Verhaftung zu entgehen, Jesus zu kennen - genauso, wie dieser es voraus gesagt hat („Petrus verleugnet Jesus“).

Der Palast des Herodes, Freitag morgens um zwei Uhr
Jesus wird als König der Juden vom dekadenten Herodes verspottet. Da Jesus Herodes jedoch keinen Blickes würdigt, lässt dieser ihn wieder zu Pilatus bringen.

Auf der Straße, Freitags um vier Uhr morgens
Petrus und Maria fühlen sich nach der Verhaftung von Jesus verlassen und allein und gehen von da an getrennte Wege („Lass und neu beginnen“). Judas will den Priestern das Blutgeld zurückgeben, fühlt sich schuldig am Verrat Jesus und wird von den Priestern verspottet. Nun beschuldigt er Gott ihn nur ausgenutzt zu haben und tötet sich schließlich selbst („Tod des Judas“).

Pilatus Palast, am Freitag um zehn Uhr
Kaiphas will, dass Pilatus Jesus kreuzigen lässt. Pilatus hält Jesus für unschuldig und fordert ihn auf sich zu verteidigen. Aber Jesus schweigt „Pilatus Verhör“) Pilatus befiehlt nun ihn auspeitschen zu lassen („39 Peitschenhiebe“) und das Volk steigert sich immer mehr in eine Hysterie und fordert schließlich die Kreuzigung Jesus. Pilatus befürchtet einen Aufstand und befiehlt, um diesen zu verhindern, die Hinrichtung Jesus.

Vision am Freitag, halb elf
Judas ironisiert in einer Vision die heutige Mediengesellschaft und fragt sich, wie es wohl gewesen wäre, wenn der Superstar erst heute gelebt hätte.

Golgatha, Freitag, zwischen zwölf und drei Uhr
Jesus wird gekreuzigt und Maria Magdalene verabschiedet sich von ihm.


DIE INSZENIERUNG UND DIE DARSTELLER

Schon in Dresden konnte man die (ähnliche) Inszenierung des Operndirektors Wolf Widder sehen und schon dort war sie sehr erfolgreich. Zu Recht, denn die Inszenierung ist in sich stimmig und absolut mitreißend. Widder versetzt das Stück aus der Zeit Palästinas in die Woodstock- und Hippiezeit, die ebenso eine Zeit des Aufbruchs war. „Dieses Stück riecht nach dieser Aufbruchstimmung“ sagt er. Normalerweise mag ich es nicht wirklich, wenn ein Stück in eine andere Zeit versetzt wird. Hier jedoch fand ich es passend, gebe aber auch zu, dass ich den Grund ohne Lesen des Programmheftes und des Interviews mit Herrn Wider möglicherweise nicht genauso gesehen hätte, wie er gemeint war.
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Es gab viele Dinge, dir mir gut gefielen, so war es zum Einen der sich schuldig fühlende Judas, der nach seinem Verrat an Jesus Selbstmord begann und noch vor seinem Sterben das Wort „Freiheit“ an die Wand schreibt, da war Pilatus, der sich seine Hände statt in Unschuld im mit Jesus Blut getränkten Wasser wusch, da war die Einzug in Jerusalem-Szene, in der Jesus und die Jünger unter den Zuschauern weilten, die Zuschauer mit ins Stück einbezogen, was einem das Gefühl gab mitten drin zu sein. Der einzige, wenn auch kleine Kritikpunkt, sind die am Ende des Stückes umher wandelnden etwas deplaziert wirkenden rosa Engelchen, die für meinen Geschmack nicht so richtig ins Bild der Gesamtaufführung passten und ein klein wenig kitschig, fast schon lächerlich wirkten,
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Dass diese Inszenierung so gut gefiel, hatte aber auch sehr viel mit dem Hauptdarsteller zu tun, der einfach großartig und der unbestrittene Star dieser Aufführung war. Überzeugend, sowohl von der schauspielerischen Leistung als auch vom unter die Haut gehenden Gesang stellte er, der im normalen Leben Frontmann einer Rockband ist, die Rolle des Jesus dar. Dirk Zöllner ist kein Musicalsänger, sondern ein Rocksänger mit jeder Menge Soul im Blut, was aus dieser Inszenierung etwas wirklich Besonderes machte.
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Auch die übrigen Akteure gefielen sehr gut, wie der charismatische und schauspielerisch glänzende Matthias Pagani in der Rolle des Judas. Ein kleiner Kritikpunkt am Judas war jedoch, dass er nicht wirklich gut zu verstehen war. Großartig waren auch Jon Geoffrey Goldsworthy in der Rolle des Pointius Pilatus sowie Klaus Geber als unsympathisch-bösartiger und eiskalter Kaiphas. Nur von Lilian Huynen in der Rolle der Maria Magdalena war ich nicht ganz überzeugt. So hätte ich mir beispielsweise ihr „Wie soll ich ihn nur lieben“ einfach etwas gefühlvoller gewünscht.

Zu sehen sind in der Pforzheimer Aufführung von Jesus Christ Superstar
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  • Jesus von Nazareth: Dirk Zöllner
  • Maria Magdalena: Lilian Huynen
  • Judas Ischariot: Matthias Pagani
  • Pontius Pilatus: Jon Geoffrey Goldsworthy
  • Kaiphas: Klaus Geber
  • Annas: Klaus Gerber
  • Petrus: Lothar Helm/Ingo Wagner
  • Herodes: Daniel Ewald
  • Simon Zelotes: Heiko Ottenbacher
  • 1. Soulgirl: Erdmuthe Kriener
  • 2. Soulgirl: Yvonne Luithlen
  • 3. Soulgirl: Manuela Herrgesell
  • Priester Spencer Mason
  • Mädchen am Feuer: Erdmuthe Kriener/Yvonne Luithlen
  • Mann am Feuer: Holger Peter Wecht
  • Ein alter Mann/Soldat: Brian Garner
  • Chor
  • Extrachor
  • Gospelchöre

Auch das Orchester unter der Leitung von Martin Erhard und den Chören kann man nur loben. Hier hat alles gepasst, die musikalische Qualität war ausgezeichnet souverän.


FOTOS

Fotos kann man bei eienr Theateraufführugn natürlich nicht machen, aber au der Website des Theaters unter http://www.theater-pforzheim.de/portal/p​age?​pageid=124,1824462&_dad=portal&_schema=P​ORTAL_ sind einige Szenenbilder zu sehen.


THEATER PFORZHEIM

Das Theater Pforzheim ist ein Drei-Sparten-Theater. Drei-Sparten-Theater bedeutet, dass die Kunstgattungen Oper, Operette, Musical, Schauspiel und Ballett zur Aufführung kommen. Auf der schön gestalteten Website des Theaters findet Ihr alle Infos zum derzeitigen Programm: _http://www.theater-pforzheim.de_


WEITERE VORSTELLUNGSTERMINE

Falls Ihr Lust bekommen habt, Euch dieses Stück anzusehen, habt Ihr an den folgenden Terminen noch die Möglichkeit dazu.
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  • Dienstag, 3. November 2009, 20.00 Uhr
  • Dienstag, 24. November 2009, 20.00 Uhr
  • Samstag, 28. November 2009, 19.30 Uhr
  • Donnerstag, 3. Dezember 2009,´20.00 Uhr
  • Donnerstag, 17. Dezember 2009, 20.00 Uhr
  • Sonntag, 17. Januar 2010, 19.30 Uhr
  • Mittwoch, 20. Januar 2010, 20.00 Uhr

TICKETS UND VORVERKAUF

Tickets gibt’s an der Theaterkasse, die von Dienstags bis Freitags von 10 bis 19 Uhr, Samstags von 10 bis 13 Uhr und Sonn- und Feiertags eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet hat. Jeweils fünf Wochen vor den Vorstellungen beginnt der Vorverkauf. Tickets können auch telefonisch oder übers Internet bestellt werden. Vorbestellte Karten müssen bis spätestens 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden. Anschließend werden sie dem Freiverkauf zugeführt.
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Das Ticketcenter im Theater befindet sich am Am Waisenhausplatz 5, 75172 Pforzheim und ist unter Telefon: 07231 / 39 24 40, Fax: 07231 / 39 16 10 oder E-Mail: ticket@stadt-pforzheim.de zu erreichen.
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Weitere Vorverkaufsstellen sind auf der Website des Theaters unter http://www.theater-pforzheim.de/portal/p​age?_pageid=124,76074&_dad=portal&_schem​a=PORTAL zu finden.


PREISE

Die Preise für die Anatevka-Aufführung sind wie folgt:
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  • Preisgruppe 1: € 28,-- / ermässigt 14,25
  • Preisgruppe 2 € 24,50 / ermässigt 12,50
  • Preisgruppe 3: 17,80 / ermässigt 9,15
  • Preisgruppe 4: 13,20 / ermässigt 6,85

Ermässigungen gibt es für Schüler, Jugendliche, Studenten, Wehrpflichtige, Zivildienstleistende, Schwerbehinderte und kinderreiche Familien der Stadt Pforzheim- (alles natürlich gegen gegen Vorlage eines gültigen Ausweises.
Wenn man sich mal bei anderen Theatern umschaut, finde ich diese Preise eigentlich nicht zu teuer. Und ich habe wirklich schon Plätze in allen Preisgruppen gehabt und muß sagen, dass man wirklich von jedem Platz eine gute Sicht auf die Bühne und das dortige Geschehen hat.


ANFAHRT

Das Theater befindet sich direkt im Stadtzentrum neben dem Congress Centrum, Am Waisenhausplatz 5 in 75172 Pforzheim. Einfach der Beschilderung CCP (Congress Centrum Pforzheim) folgen.... dann ist's ganz leicht zu finden.


PARKMÖGLICHKEITEN

Unter dem Theater befindet sich eine öffentliche Tiefgarage. Dort finden sich immer ausreichend Parkplätze. Bei Theaterveranstaltungen gibt es einen Sondertarif von 3,-- €uro, der neuerdings allerdings erst ab einer Einfahrt nach 19 Uhr ins Parkhaus gültig wird. Ein wenig knapp, wie ich finde, denn Samstags und Sonntags beginnen die Vorstellungen bereits um halb acht. Ansonsten kostet jede angefangene Stunde 1,50 Euro… Bis vor kurzem war es noch möglich im Theater selbst sein Parkticket einzulösen, aber leider geht das nicht mehr. Die neue Parkhausgesellschaft will dadurch Parkschummeleien verhindern.


FAZIT

Eine sehr gelungene und in sich stimmige Inszenierung mit tollen und überzeugenden Darstellern, die anzuschauen sich wirklich lohnt. Die Geschichte wurde flüssig und ohne Überflüssiges erzählt. Die Ausstattung, die Kostüme - alles passte zur Aufführung. Das Orchester war auf einer Bühne im Hintergrund der eigentlichen Bühne untergebracht, was mir sehr gut gefiel. Die Dekoration - große, verschieden auf der Bühne angeordnete Steinplatten - war schlicht, eher spartanisch und einfach, eher nebensächlich. So konnte sich das Geschehen auf der Bühne frei entfalten. Sehr schön fand ich die Kostüme, je nach Bedarf teils in Grautönen, dann wieder im an „Hair“ erinnernden Hippiestyle. Die Darsteller waren ausgezeichnet, die Charaktere glaubhaft dargestellt, allen voran Dirk Zöllner mit seiner rauen Stimme und der tollen Ausstrahlung, der unbestrittene Star dieser Aufführung, der den Jesus absolut überzeugend präsentierte. Er zeigt einen Jesus, der ein Mensch ist und - wie ein Mensch - vielleicht nicht immer fehlerfrei ist und entsprechend handelt, einen Jesus, der zweifelt und der für mich viel glaubwürdiger daher kommt, als ein perfekter Messias. Ein Rocksänger eignet sich nun einmal für eine Rockoper besser als ein Musicalsänger. Auch die anderen Darsteller waren stets präsent und überzeugend und besonders die vielen Chöre und Chorszenen taten ihr übriges um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die musikalische Umsetzung des Werkes war sehr gelungen und der Funke zum Publikum sprang bei dieser insgesamt stimmungsvollen und gut durchdachten Inszenierung über. Ich vergebe gerne fünf von fünf Sternchen und Euch die Empfehlung Euch Jesus Christ Superstar anzusehen.

Bilder

für Jesus Christ Superstar, Theater Pforzheim
Das Programmheft...
Jesus Christ Superstar, Theater Pforzheim
von AnjaS911 AnjaS911
Das Programmheft...

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Kommentare

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  • Die-Xanadu 25.04.2011 19:21
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Teilsmit 14.01.2011 09:39
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • bin14 08.03.2010 18:10
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • t.schlumpf 06.12.2009 07:51
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Bitte schön!

  • Rattenzauber 28.11.2009 17:53
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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