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٣MERHABA ISTANBUL٣

5  17.05.2006 (14.07.2006)

Pro:
wunderschöne Sehenswürdigkeiten, freundliche Menschen

Kontra:
Verkehr

Empfehlenswert: Ja 

ask99

Über sich:

Mitglied seit:05.02.2006

Erfahrungsberichte:34

Vertrauende:14

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 75 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich denke, da ich einen sehr guten Einblick in die türkische Kultur habe und mich in Istanbul sehr gut auskenne, möchte ich Sie von meinen Erfahrungen und an meinem Wissen über Istanbul profitieren lassen.

Ich habe knapp ein Jahr in Istanbul gewohnt (2002-2003) und bin im August 2005 wieder nach Istanbul gezogen.

ISTANBUL:
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Istanbul ist trotz einer geschätzten Einwohnerzahl von 16 Millionen, mit einer Fläche von 1.538,77 km², die fünftkleinste Großstadt der Türkei. Istanbul ist in 32 Bezirke aufgeteilt:

Kadıköy, Pendik, Avcılar, Sarıyer, Esenler, Silivri, Eyüp, Bağcılar, Bahçelievler, Eminönü, Adalar, Ümraniye, Şile, Üsküdar, Kağıthane, Tuzla, Beşiktaş, Güngören, Bayrampaşa, Gaziosmanpaşa, Beyoğlu, Fatih, Maltepe, Çatalca, Büyükçekmece, Kücükçekmece, Şişli, Kartal, Beykoz, Zeytinburnu, Bakırköy und Sultanbeyli.

In Istanbul gibt es zwei internationale Flughäfen. Zum einen den ATATÜRK AIRPORT auf dem europäischen Kontinent. Der Atatürk Airport ist der größere Flughafen der beiden und verfügt über eine neue Metrostation am Flughafen, so dass man nicht mehr auf Taxis angewiesen ist. Die Merto fährt vom Flughafen bis nach Aksaray. Der Atatürk Airport liegt in dem Stadtteil Yesilköy. Zum anderen gibt es den neueren, kleineren SABIHA GÖKCEN AIRPORT auf dem asiatisischen Kontinent. Sabiha Gökcen wird von z.B. von Billigfliegern wie Germanwings angeflogen. Zum Nachteil von Touristen, den der Flughafen befindet sich etwa 50km vom europäischen Stadtzentrum entfernt und man ist auf Taxis angewiesen oder leiht sich ein Auto.

Istanbul liegt am Marmarameer. Man sollte hier nicht baden, weil das Wasser relativ verschmutzt ist. Was eigentlich sehr schade ist, weil es im Sommer ziemlich heiß ist und die Luftfeuchtigkeit an manchen Tagen unerträglich ist. Aber zum Glück liegt der nördliche Teil Istanbuls, Kilyos und Sile, am Schwarzen Meer, wo man dann baden kann. Das Schwarze Meer ist sehr berüchtigt für seine hohe Wellen und für die kalte Wassertemperatur.
In Kilyos gibt es viele private Strände mit eigenen Bars und Restaurants, die dementsprechend auch sauber gehalten sind. Sile ist ein Badeort, wo sich meist im Sommer viele Istanbuler aufhalten, da sie ihre Ferienhäuser oder -wohnungen dort haben. Die Strände weiter östlich von Sile sind sehr schön. Aber wie gesagt, die Wellen des Schwarzen Meeres sehr hoch.

Istanbul liegt auf zwei Kontinenten. Nämlich auf den europäischen und asiatischen Kontinenten. Die Meeresenge zwischen den beiden Kontinenten wird BOSPORUS genannt. Die beiden Kontinente werden durch die 1973 erbaute und 1074 Meter lange Bosporus Brücke (Bogaz Köprüsü) im Süden, und die 1988 erbaute und 1090 Meter lange Fatih Sultan Mehmet Brücke (Fatih Sultan Mehmet Köprüsü) im Norden der Stadt verbunden. Von beiden Brücken hat man einen wunderschönen Ausblick über den
Bilder von Istanbul
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Die Istiklâl Caddesi von oben
Bosporus. Allerdings ist es Fußgängern nicht gestatten die Brücken zu betreten. Weiterhin gibt es die Möglichkeit mit einer der Fähren, den Bosporus zu überqueren. Die Fähren starten auf der europäischen Seite von Beşiktaş, Sarıyer, Yenikapı, Bakırköy und kommen auf der asiatischen Seite in Beykoz und Kadıköy an und fahren oft weiter bis nach Bostancı.
Mit der Fähre aus Kartal gelangen Sie auch zu den wunderschönen Kızıl Adalar oder auch Prinzeninseln genannt. Zu der kleinen Inselgruppe im Marmarameer vor Maltepe, Kartal und Pendik gehören:
Büyükada, Heybeliada, Burgazadası, Kınalıada, Sedefadası, Yassiada, Sivriada, Kaşıkada und Tavşanadası.
Die größte unter den sogenannten Prinzeninseln ist die Büyükada. Auf der Büyükada sind immer noch Überreste von alten Kirchen und Klöstern aus dem 6. Jahrhundert zu bestaunen. Auf den Prinzeninseln sind jegliche Art von Motorfahrzeugen verboten. Die Menschen fahren auf den Inseln mit Pferdekutschen. Auf den Inseln befinden sich zum größten Teil Ferienwohnungen arbeitstätiger Istanbuler.

Der Verkehr in Istanbul ist ziemlich wirr. Jeder fährt wann er will und wie er will. Und es gibt hier ziemlich viel Stau. Die Promillegrenze liegt, wie bei uns, bei 0,5. Das überqueren der beiden Brücken kostet umgerechnet 1,60€ (3YTL). Allerdings kann man die eine Brücke, die Bosporus Brücke (Bogaz Köprüsü) nur mit einem bestimmten OGS Gerät überqueren, denn ansonsten zahlt man eine ziemlich hohe Strafe.
Verkehrsregeln gibt es hier anscheinend um gebrochen zu werden. Also eines kann ich jetzt von mir behaupten: "Wenn ich in Istanbul Autofahren kann, dann kann ich überall Auto fahren."
Die häufigsten Verkehrsmittel sind Taxis, Dolmuş (Sammeltaxis), Busse, Fähren, private PKWs, Straßenbahnen (in den Stadtteilen Beyoğlu/Taksim, Kadıköy/Moda und Kabataş/Zeytinburnu) und mittlerweile auch die Metro. Das Metrosystem ist allerdings bisher nur auf dem europäischen Kontinent , zwischen Taksim und 4. Levent, ausgebaut worden.
Es ist eine Verbindung der beiden Kontinente unter Wasser vorgesehen, das sogenannte Marmaray-Projekt. Somit wird das Metrosystem dann auf den asiatischen Kontinent erweitert werden.

In Istanbul leben zum größten Teil Moslems. Eine Minderheit besteht aus Juden, griechisch-orthodoxen und armenischen Christen. Die Menschen in Istanbul sind sehr offen, sehr freundlich und hilfsbereit. Hier leben seit Jahrtausenden viele Völker zusammen. Was man auch sn den vielen Bauten in Istanbul erkennen kann. So etwas wie Fremdenhass habe ich persönlich hier noch nicht erlebt.

Im Istanbuler Stadtteil Gümüşsuyu in der İnönü Cad. 16 - 18 liegt das Deutsche Generalkonsolat. Es gibt eine Notfallnummer 0090-2123346151. Unter der Notfallnummer ist, natürlich nur bei Notfällen, rund um die Uhr jemand zu erreichen.

Man kann sagt hier zu Lande, dass Istanbul das Herz der Türkei ist und genauso sehe ich das auch. In keiner Stadt ist viel los wie hier. Es gibt immer was neues zu sehen.


Geschichtliches:
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Bei den Römern hieß Istanbul Byzanz , bei den Griechen Konstantinopel. Für viele Völker war diese Stadt damals durch die Verbindung der Kontinente und zum Schwarzen Meer sehr wichtig und den Römern sogar heilig.
Im 15. Jahrhundert besetzten die Osmanen Konstantinopel und erklärten sie zur Hauptstadt des Osmanischen Reiches. Die Osmanen bauten zahlreiche sehenswürdige Bauten, wie zum Beispiel den Topkapi Palast oder den Dolmabahce Saray.
Erst im 20. Jahrhundert und nach einigen Schlachten und Kriegen um die Stadt, setzte Atatürk (Vater der Türken) 1923 durch die geographisch geschützte Lage, Ankara als Hauptstadt durch, schwächte das Sultanat mit seinem Sitz in Istanbul, setzte erste Grundsätze für die heutige, moderne Türkei und schaffte letztendlich das Sultanat ab. (Die Türkei hatte als eines der ersten Länder Europas das Wahlrecht für Frauen eingeführt.)
1930 benennt Atatürk Konstantinopel in Istanbul um.
Istanbul ist heute für die Türkei einer der wichtigsten wirtschaftlichen und kulturellen Städte.


Sehenwürdigkeiten:
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Die Hagia-Sophia Moschee
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Sie befindet sich im Stadtteil Eminönü/Sultanahmet, dem touristenreichsten Bezirk Istanbuls. Die Hagia Sophia wurde im 5. Jahrhundert nach Christus erbaut. Das heutige Museum war damals von den Römern als Kirche erbaut worden und im 15. Jahrhundert mit der Übernahme Konstantinopels von den Osmanen, wurde die Kirche als Moschee umgewandelt. Die schwebende Kuppel der Hagia Sophia wird nur von 4 Pfeilern getragen; man muss allerdings sagen dass die Kuppel 55 Meter hoch ist und einen Radius von 31 Metern hat.
Die Hagia-Sophia gehört zu den Unesco-Kulturerben.

Topkapı Saray
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Der im 15. Jahrhundert erbaute ehemalige Regierungssitz der Osmanen ist heute ein Museum und befindet sich im Stadtteil Eminönü. Man kann dort Juwelen, alte Gewänder, Porzellan, Portraits, Mohammeds Waffen und Waffen aus dem Osmanischen Reich und einer der ältesten Korane bewundern.

Dolmabahçe Saray
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Er war der Regierungssitz und die Residenz von Atatürk. Er verstarb dort 1938. Der Dolmabahçe Saray wurde im 17. Jahrhundert direkt am Ufer des Bosporus in Beşiktaş nach europäischen Vorbildern und relativ prunkvoll gebaut. Heute dient der Palast für offizielle Anlässe wie zum hohe Staatsbesuche.

Sultan Ahmet Moschee
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Man nennt diese Moschee wegen ihren blauen Kacheln auch BLAUE MOSCHEE. Sie wurde Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut. Die Sultan Ahmet Moschee hat als einzige Moschee auf der Welt 6 Minarette. Die Kuppel hat einen Radius vun 23,5 Metern und ist 43 Meter hoch. Die Blaue Moschee ist im Statdtteil Eminönü/Sultanahmet zu bestaunen.

Anadolu Hisarı und Rumeli Hisarı
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Die Anadolu Hisarı liegt auf dem asiatischen Kontinent und ist einer der ersten osmanischen Burgen am Bosporus. Die Festung wurde im 15. Jahrhundert erbaut und wurde zur Kontrolle des Schiffverkehrs genutzt. Die Anadolu Hisarı liegen direkt gegenüber der Rumeli Hisarı auf dem europäischen Kontinent, die ebenfalls als Festung diente und auch im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Heute dienen beide Festungen als Museen. Die Rumeli Hisarı dienen außerdem für Theateraufführungen. In den Rumeli Hisarı werden jeden Sommer Konzerte von türkischen Künstlern veranstaltet.
Außerdem kann ich Ihnen die Fischrestaurants an den Rumeli Hisarın sehr empfehlen.

Kapalı Çarşı
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Das ist der große Bazar im Stadtteil Eminönu. Hier muss man unbedingt gewesen sein. Kapalı Çarşı wurde im 15. Jahrhundert erbaut und es gibt dort wahnsinnig viele Geschäfte. Man kann es als Einkaufszentrum des Mittelalters bezeichnen. Vorallem gibt es hier günstig Gold, Leder und Stoffe zu kaufen. Ansonsten ist die Farbenpracht einfach nur sehr schön anzusehen. Und kleiner Tipp: Immer schön handeln!

Beyoğlu und Taksim
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Durch Beyoğlu und Taksim (europäische Seite) zieht sich die Istiklâl Caddesi. In der Fußgängerzone kann tagsüber man einkaufen, Kirchen besuchen, europäische Konsulate auffinden. Und nachts findet man hier einer der Zentren des Istanbuler Nachtlebens. Über die gesamte Istiklâl Caddesi, vom Tünel Meydanı zum Taksim Meydanı, führt eine Straßenbahn.

Moda
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Hier kann man ruhig in Teegärten sogenannten Aile Bahçeleri sitzen, seinen Çay (Chai) trinken und hat einen wunderschönen Blick über das Marmara Meer, da sich Moda auf einem Hügel und direkt am Meer befindet.

Suadiye-Şaşkınbakkal-Caddebostan-Erenköy
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Durch diese Stadtteile zieht sich die Bağdat Caddesi. Hier findet man exclusive Geschäfte wie Louis Vuitton, Escada, Burberry u.v.m. Man kann sagen das hier, obwohl die Stadtteile auf der asiatischen Seite liegen, neben Etiler u.a., das Leben am europäischsten ist.

Einkaufszentren
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Da gibt es so einige. Zum Beispiel das Capitol in Altunizade (Asien), das Nautilius in Kadıköy (Asien), Metrocity in Levent (Europa), das Carousell in Bakırköy (Europa), das Akmerkez in Etiler (Europa), Europa größtes Einkaufszentrum Cevahir in Şişli (Europa) und das neue Open-Air-Einkaufszentrum "Kanyon" in Levent (Europa). In allen Einkaufszentren gibt es Fast-Food Restaurants und diverse Cafés. Die exclusivsten und damit auch die teuersten unter diesen sind jedoch das Akmerkez und das Kanyon.

UPDATE 14.07.2006 ->

Auf der Seite
http://www.ibb.gov.tr/en-US/AnaSayfa/TouristicCams.htm
kann man per Webcam einige Orte in Istanbul live sehen. . . Sehr empfehlenswert!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
knopfi.de

knopfi.de

23.10.2008 04:14

Sehr schön! Gruß vom KN☼PFi

ganjaklaus

ganjaklaus

17.06.2008 23:57

man hat das gefühl, selbst dort gewesen zu sein... lg

Leneory

Leneory

22.07.2007 19:00

...wirklich traumhaft...

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