Sligo beeinhaltet viele Sehenswuerdigkeiten und lohnt sich auch fuer einen ausfuehrlichen Einkauf, aber besonders fuer erwaehnenswert halte ich die Stella Maris. Fuer mich ist eine Geschichte, die sich um die Sehenswuerdigkeit rangt immer an interessantesten an der Reise, und besonders spannend ist es, dann den Ort des Geschehens live zu erleben. Eigentlich sollte man die Stella Maris fuer eine ganz normale Kirche halten, die es in Irland sicherlich im Ueberfluss gibt, aber doch wird ihr nachgesagt, verwunschen zu sein. Sie sei ein Ort des Unwohlseins, der Beklemmung und der unguten Gefuehle. Hier haetten sich die boesen Kraefte gesammelt, denen jeglicher christlicher Zweck und Nutzen entzogen wurde. Und so trug es sich tatsaechlich zu, dass eine geplantes Wohnhaus in der Naehe der Kirche zwei Jahre im Rohzustand blieb, weil niemand es wagte oder schaffte, den Bau zu beendigen. Ausserdem sollte der rasche Verfall der Kirche und die von einer Jesusstatue einzig uebriggebliebene Hand, die mahnend gen Himmel zeigt, auf die boesen Maechte schliessen lassen. Man mag nun annehmen, dass man diesen Ort nur schaudernd wieder verlaesst, aber bei Licht betrachtet, verliert die Kirche ihre Mystik und erinnert hoechstens daran, was Wind und Wetter aus monumentalen Bauwerken machen kann.