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Pro Interessanter Platz, eine hervorragend erhaltene frühchristliche Siedlung
Kontra Aufsteig beschwerlich, Überfahrt bisweilen rau und nicht immer möglich
Detailbewertung
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| Gastfreundlichkeit |
Zweimal habe ich bisher Skellig Michael besucht.
Inspiriert dazu hatte mich ein Bericht in einem Merianheft.Der folgende Bericht stand im Februar 1987 in einer Tageszeitung, so konnte ich ihn jetzt abtippen und in eine digitale Form geben. Ich hoffe er gibt etwas vom Zauber dieser Inseln wieder:
10 Meilen vor der Küste von Südwestirland liegen die Skellig Rocks im Atlantischen Ozean.
Unwirklich im Dunst flimmernd wie eine Fata Morgana mögen sie vor 1400 Jahren christlich-mystische Mönche angelockt haben, die dort in der Abgeschiedenheit siedelten.
Wer auf Irlands „Ring of Kerry“ reist, einer der schönsten Küstenstraßen der Welt, kann sie sehen. An ruhigen Tagen wird man jemanden finden, der einen für ein paar Stunden auf diese Inseln bringt – zu kurz, um um einen Eindruck von diesem seltsamen Eiland zu gewinnen. Skellig Michael ist noch heute einer der isoliertesten Flecken Europas und sein westlichster bewohnbarer Vorposten.
Drei Leuchtturmwärter leben heute hier; nur mit einer Sondergenehmigung der irischen Behörden ist es möglich, ihnen für etwas längere Zeit Gesellschaft zu leisten.
Als ich Valentia Island verließ, war der Himmel mit grauen Wolkenschleiern verhängt.
Vor ein paar Tagen hatte ich Des Lavelle von meinem Plan erzählt.Verrückt, es ist in dieser Jahreszeit eine reichlich herbe Reise, hatte er nur gemeint, aber klar, er war dabei.
Endlich war das Wetter einigermaßen geeignet. Gemächlich, wie voraus ahnend, was bevorstand, tuckerte das Boot aus dem Hafen von Knightstown. Als die rauen Klippen der Küstenlinie aus den Wolken auftauchen,greift sich der Atlantik unser Boot. Wir müssen Radar-Peilung und Echo-Lot zu Hilfe nehmen um das Ziel zu erreichen. 50 Grad 46 Minuten 20 Sekunden Nord, 10 Grad 32 Minuten 58 Sekunden West. Kurs 225 Grad. Geschwindigkeit 7,5 Knoten, Sicht wechselnd, 2 Meilen vielleicht. 10 Uhr 55 Ortszeit.
Nach einer guten halben Stunde tauchen die beiden Pyramiden der Skelligs endlich aus dem Dunst auf. Die ersten Trupps der Gannets, der Basstölpel, haben unser Boot entdeckt. Small Skellig kommt näher. Der rohe, schroffe Felsen scheint schneebedeckt: Die Basstölpel sitzen dicht gedrängt auf jedem sich bietenden Felsvorsprung. Sie haben hier ihre zweitgrößte Kolonie im Atlantik. In dichten Schwärmen kreisen sie kurz darauf über uns am Himmel. Es ist ihre Insel, für uns gibt es auf Small Skellig keinen Landeplatz.
Wir fahren vorbei. Das Ziel ist Skellig Michael, die größere der beiden Hauptinseln des Skellig-Archipels.Leuchtend rote Geländer führen mich zum Leuchtturm auf halber Höhe der Insel.
Der Weg um die Landestelle herum ist wegen der Steinschlaggefahr überdacht.
Lärmend stellen sich die Kittywakes (Dreizehenmöven) vor: Kit-i-wake...Kit-i-wake plärren sie pausenlos. Vorbei geht es an der Helikopter-Landeplattform, die wie ein Teller außenbords an den Felsen geklebt ist. Vorbei an den über 1000jährigen Steinstufen, die bis zum Gipfel des Felsens führen.#Drei Gesichter kleben am Fenster – die Leuchtturmwärter.
Sie hatten über Radio-Telefon gehört, daß ich kommen würde.
Besuch ist selten in dieser Jahreszeit.
Ich werde durch das Gebäude geführt, bekomme ein Zimmer und eine eigene Küche.
Wir trinken eine Tasse Kaffee zusammen, dann mache ich mich auf, die Insel zu erkunden.
Der Regen ist inzwischen abgezogen, die Sonne steht immer noch im Dunst – aber es ist einigermaßen warm hier.
In Kutten gehüllt tauchen die Mönche in meiner Phantasie auf, Gebete murmelnd – oder Flüche über das Wetter, emsig bemüht die wenigen Gartenflächen, die das Felsmassiv bietet, zu kultivieren. Wie der Duft der Blumen, die heute hier blühen, zieht der hauch von Romantik durch die Gemäuer.
War es vielleicht ganz anders?
Sie müssen dem Wahnsinn nahe gewesen sein, phantastische Hirngespinste höherer Welten haluzinierend. Vom Hunger gequält, von der Einsamkeit.
Wo blieben die Mönche? Es sind erstaunlich wenige Gräber auf der Insel, bei einer Gemeinschaft, die einige hundert Jahre Bestand.
Wieder tauchen die Mönche auf. Sie locken mich in ihre Zellen. Mühsam aus Steinen aufgeschichtet, mit Wänden über einen Meter dick, trotzten sie dem Sturm der Zeit.
Die hohen, kuppelförmigen Räume bieten Schutz, der mehr ist als Trockenheit und ein bißchen Wärme – sie sind mächtig.
Trotzdem, ich kann mir nicht vorstellen, wie das Leben hier möglich war. Viele irdische Güter werden sie nicht besessen haben. Ein mit Mövenfedern gefülltes Schlaflager vielleicht, ein Tisch aus Steinplatten, eine Öllampe ein Buch – mehr nicht.
Vielleicht ruderten sie auch vom Wahn getrieben nach Westen, der Sonne hinterher nach Atlantis, um nie wiederzukehren.
Skellig Michael ist ein Ort, wo Leben und Tod, Heiligkeit und Wahnsinn gleichartig, fast wie bedeutungslos, nebeneinander stehen. Wer sich selbst hierher verschlug, war bis ans Ende gegangen, ans Ende der Welt, auf die Insel der untergehenden Sonne.
Seit dem 20 April 1987 ist der Leuchtturm automatisiert, die Zeit der Leuchtturmwärter auf Skellig Michael ist vorbei.
Inzwischen werden Fahrten zu den Skelligs, teilweise mit Schnellbooten von Orten am westlichen „Ring of Kerry“ angeboten. Die Aufenthaltsdauer auf der Insel ist, wenn die Landung überhaupt möglich ist, allerdings sehr kurz, der Aufstieg zur Klostersiedlung recht anstrengend.
Needle's eye 217 Meter hoher Gipfel von Skellig michael
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manuelmama 03.05.2012 08:31
BH! LG Sabine
duderally 27.01.2012 20:53
offerendum 17.01.2012 19:01
morla59 17.01.2012 17:27
sh und lg