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Irish Harp - Die tägliche Dosis Livemusik
Pro Atmosphäre, gratis Livemusik
Kontra nix
Kneipenbummel im frühherbstlichen Regensburg: Die zahlreichen Biergärten sind bereits verwaist, aber zum Glück gibt's genug herkömmliche Zapfstellen. Mit einigen davon vertreiben mein einheimischer Kumpel und ich uns die Zeit, indem wir viele bayerische Biersorten bewerten ("Sehr nützlich" für die Mehrzahl).
Bald wird es 21:00, und wir begeben uns zum "Irish Harp", einem Keller-Pub nahe der Steinernen Brücke. Soll angeblich "genau mein Ding" sein, denn dort ist täglich Livemusik zu hören. Ich fühle mich auf Anhieb wohl in der Pub-Atmosphäre. Niedrige Decke, schummriges Licht, dunkles Holz, hübsche Bedienung.Der Laden ist mäßig gefüllt, was an einem normalen Wochentag nicht weiter verwundert. Desto zügiger rollen Guiness und Kilkenny an. Das Publikum ist bunt gemischt. Aus allen möglichen Schichten trifft man sich hier zum gemütlichen Schnack (auch wenn das in Bayern wohl anders heißt).
Auf einem winzigen Podest bemüht sich ein einsamer Sänger, mit seiner Klampfe gegen das Gebrabbel anzukommen. Seine irischen Weisen sind gekonnt vorgetragen, bekommen aber nicht die gebührende Aufmerksamkeit. Ein wenig tut mir der arme Kerl leid. Nach einer halben Stunde legt er eine Pause ein. Der Applaus ist höflich und zurückhaltend.Zeit für die Toilette und die nächste Runde. Das Herrenklo wirkt improvosiert aber sauber. Vielleicht war es früher einmal ein Verbindungsgang zum Nachbarkeller. Jedenfalls bekommen zwei dicke Gäste ein Problem, wenn sie sich aneinander vorbeizwängen müssen. Sonst /lief/ aber alles zu meiner Zufriedenheit.
Zurück am Tisch wartete schon ein neues Glas. Die Preise im Irish Harp sind etwas höher als üblich. Fast entschuldigend weist die Getränkekarte darauf hin, dass davon die auftretenden Musiker bezahlt werden. Gemessen am Bremer Preisniveau ist dieser Pub aber gerade so im Mittelfeld.Wenig später greift der Gitarrist wieder in die Saiten. Der Raum hat sich merklich gefüllt, und entsprechend höher ist der Lärmpegel. Nun kommen mehr oder minder bekannte Pop- und Rockstücke in irischen Folkversionen. Ein heiteres Titelraten setzt ein: "Von wem war das doch gleich im Original?" Die Stimmung steigt, der Applaus wird freundlicher. Nach einer weiteren halben Stunde bin ich regelrecht enttäuscht, dass schon wieder eine Pause fällig ist.
Für den netten Abend mit einem Kumpel ist das Irish Harp wie geschaffen. An Wochenenden soll es angeblich ordentlich voll werden, ich aber empfand es an diesem Abend als genau richtig. Ausreichend Sitzplätze, entspannte Atmosphäre, fähige Bedienung und nicht zuletzt die gute Livemusik stellen sicher, dass ich bei meinem nächsten Besuch in Regensburg wieder reinschauen werde.
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logan 06.06.2005 18:17
aajoe 04.06.2004 16:36
GretaGarbo 16.02.2004 13:36
Sepp292 26.10.2001 13:01
6killer 24.08.2001 19:15