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Erfahrungsbericht

für Intercontinental Hotels Harbor Court Baltimore, Baltimore
3 Sterne Wohnen im amerikanischen England Bericht mit Bildern
120 von 120 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Lage, Blick, Pool

Kontra alt, überteuert

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

offerendum Seit 11 Mrz 2003

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53 Mitglieder vertrauen mir

Mit Siebenmeilenstifeln geht es weiter, diesmal nach Baltimore in das Intercontinental Harbor Court Hotel.

Allgemeines
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Das Harbor Court Hotel wurde Ende der 80er erbaut und gilt damit in Amerika schon als historisches Hotel. Es ist von außen ein Bau aus roten Ziegelsteinen mit Erkern für die Fenster. Es wird von Intercontinental betrieben und bietet insgesamt 195 Zimmer, davon 22 Suiten. Im Internet ist es unter harborcourt.com zu finden. Die Preise schwanken, sind aber eher im oberen Segment angesiedelt. Hier mal ein Beispiel der Best available Rate:

Deluxe Courtyard: 299,00 $
Deluxe Harbor View: 349,00 $
Executive Harbor View: 369,00 $
Junior Suite: 609,00 $
Corner Suite: 859,00 $

Es gibt noch eine “Skipper Suite” und Präsidenten Suite, die jedoch nicht online buchbar sind. Das Parken ist mit 26 $ fürs selber Parken und 36 $ fürs Valet Parking üppig bepreist.

Lage
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Die Lage des Hotels ist für Baltimore aus meiner Sicht perfekt, da es direkt am inneren Hafen liegt, auch wenn vor dem Hotel eine große Straße verläuft. Man ist in wenigen Gehminuten am Innenhafen, der aufwändig renoviert wurde. Es gibt alte Museumsschiffe, Restaurants Geschäfte und das traumhafte National Aquarium. Ebenfalls in wenigen Gehminuten ist man am Camdon Park, einem Baseball-Stadion.

Buchung
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Wir tätigten unsere Buchung über die Website von Interconti, was wie immer tadellos funktionierte. Wie üblich bekamen wir kurz vor Anreise eine E-Mail mit den wesentlichen Infos über das Hotel. Ich lese diese allerdings nie durch, da ich die Infos schon immer vorher kenne ïŠ.

Öffentliche Bereiche
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Das Hotel ist komplett im britischen Kolonialstil angelegt, es soll ein englisches Herrenhaus repräsentieren. Insoweit muss man dem Hotel zugestehen, dass es eine einheitliche Linie verfolgt und der Stil durchgehend beibehalten wird.

Die Vorfahrt des Hotels befindet sich in einem kleinen Innenhof, den man durch eine Toreinfahrt erreicht. Durch 2 Glastüren gelangt am in die Lobby, die von einer großen geschwungenen Treppe in den ersten Stock zu den Restaurants dominiert wird. Rechts gelangt man zu den Fahrstühlen, etwas vorgezogen befindet sich die aus einer langen Theke bestehende Rezeption.

Neben der Ausstaffierung mit hellem Marmor hat man versucht, die Lobby als eine Art Wohnhalle zu gestalten. Dementsprechend spenden goldene Kronleuchter Licht und Teppiche sollen eine behaglichere Atmosphäre schaffen. Neben Sitzgruppen gibt es eine Bibliothek mit bequem aussehenden Sesseln zum Lesen. Im gesamten Hotel findet man immer wieder Ölgemälde, bevorzug von englischen Windhunden. Die Möbel machen den Eindruck, als handele es sich um Antiquitäten.

Check-In
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Bei unserer Ankunft war unsere Corner-Suite noch nicht bezugsfertig, die Suiten scheinen also sehr begehrt zu sein. Wir erledigten schon mal sämtliche Formalitäten und gingen danach erst einmal in das Aquarium. Unser Gepäck wurde solange verwahrt und befand sich bei unserer Rückkehr bereits im Zimmer. Der Check-In Vorgang verlief freundlich und effizient.

Das Zimmer
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Die Corner Suiten liegen auf den Ecken der Straßenfront und bieten somit einen direkten Hafenblick, welcher in der Tat sehenswert war.

Der Eingangsbereich zur Suite lag in einem eigenen kleinen Vorflur, von dem noch ein weiteres Zimmer abging. Die Suite selbst verfügt über 2 Eingänge, einen zum Schlaf- und einen zum Wohnbereich. Größenmäßig war sie mit realistischen 1000 bis 1050 sqft angegeben.

Betrat man die Suite durch den Wohnzimmereingang, stand man zunächst in einem kleinen Flur, von dem links das Gästebad abging. Es handelte sich um ein sehr altmodisches Bad mit Toilette, Waschbecken und einer großen Dusche. Ein dunkelgrüner Marmor mit einer grauen Fasertapete wirkte nicht mehr edel, sondern einfach nur noch veraltet.

Das große Wohnzimmer war optisch in einen Ess- und Wohnbereich geteilt und entsprach mehr oder weniger 2 Doppelzimmern. Der Schlafbereich war durch 2 schwere Türen mit Glaskassetten abgeteilt.

Im Essbereich fand sich zunächst ein Schreibtisch von ordentlicher Größe mit Stuhl, daneben ein mit japanischen Motiven bedruckter Raumteiler. Etwas mittiger stand ein runder Esstisch mit 4 Stühlen, von dem aus man perfekt auf den Hafen schauen konnte. An der Rückliegenden Wand befand sich eine große, weiße Holzfläche, bei der es sich um ein Wandbett handelte. Die Fugen schlossen nicht mehr wirklich 100 % plan, hieran konnte man neben einigen Macken in der Farbe den Zahn der Zeit erkennen.

Optisch geteilt wurde der Ess- vom Wohnbereich von einem quer im Raum stehenden Sideboard, hinter dem eine Sitzgruppe mit Sessel und Sofa stand. Der dazugehörige Tisch war mit japanischen Motiven verziert. Gegenüber der Sitzgruppe standen ein Sideboard mit 40 Zoll Flachbildfernseher und ein weiterer Sessel.

Der Schlafbereich war deutlich kleiner als der Wohnbereich und wurde von einem massiven, schwarzen 4-Pfosten-Holzbett bestimmt, für das man fast eine Leiter benötigte. Die Matratze war dafür von sehr guter Qualität, Kopfkissen zur Genüge vorhanden. Die Bettlaken mögen zwar ebenfalls gut gewesen sein, doch sagt mit das amerikanische Bettzeugkonzept generell nicht zu (1 Decke in 2 Laken eingeschlagen). Gegenüber stand ein Sideboard mit 30 Zoll Flachbildfernseher, mit etwas Abstand zum Bett gab es 2 Nachttische und einen Bose-Wecker. Ein Gang führte zum zweiten Eingang, so dass dieses von mir ansonsten überhaupt nicht geschätzte Extra nicht weiter negativ ins Gewicht fiel. Schon alleine wegen des separaten Zugangsflurs war es recht leise im Zimmer. Die Fenster zur Straße waren gut gedämmt, auch wenn man durch die zusätzliche Zwischentüre zum Wohnbereich eh nicht viel von dort mitbekommen hätte.

Insgesamt war das von guter Größe und bot alle erforderlichen Annehmlichkeiten. Das Mobiliar war zwar nicht wirklich mein Stil, aber in sich stimmig. Gerade beispielsweise der strukturierte und bemalte Tisch hatten schon etwas und wirkten hochwertig. Trotzdem hätte teilweise schon ein wenig renoviert werden können, besonders im Bereich des Wandbettes.

An der Sauberkeit war nichts auszusetzen.

Bad
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Das Besondere im Harbor Court sind die Bäder der Suiten, denn so ein Bad hatte ich noch nie. Zunächst war erfreulich, dass das Bad über ein Fenster verfügte. Ob die weiße, durchsichtige Gardine allerdings gerade bei eingeschaltetem Licht einen Sichtschutz bot, sei mal dahingestellt.

Das Bad war ansonsten recht groß, mit einer großen begehbaren Dusche mit goldenen Armaturen und goldeingefasstem Glas. Die Badewanne war oval und 1,80 Meter im Durchmesser, also ausreichend dimensioniert. Neben 2 Waschbecken gab es große Goldene Spiegel, einen Fernseher und einen ordentlichen Rasierspiegel. Handtücher standen in ausreichender Zahl und guter Qualität zur Verfügung, die Badkosmetik kam von Gilchrist & Soames.

Das eigentlich Besondere an dem Badezimmer war aber etwas anderes. Zunächst fanden sich über der Badewanne wandfüllende Spiegel, was den Raum größer wirken ließ. Daneben aber war die Wand gegenüber dem Waschbecken komplett mit einer Tapete bespannt, die mit einer kitschigen Landschaft aus Blumen einem See und Bergen bemalt war. Ich kann es ja nicht anders sagen, aber abgrundtief hässlich und Augenkrebs erregend. Irgendwie aber auch wieder witzig….

Zusammengefasst bot das Bad was man sich wünscht, war allerdings doch etwas aus der Mode. Während die goldenen Wasserhähne noch unter old english style laufen mögen, war die Tapete eine reine Geschmacksverirrung. Ich hatte ein modernes Bad irgendwie bevorzugt.

Etwas unschön war dann eine andere Sache. Wir waren abends eingeladen und hatten noch kurz geduscht. Leider mussten wir nach der Dusche feststellen, dass der Fön nicht funktionierte. OK, nachdem wir sämtliche Steckdosen durchprobiert hatten, riefen wir bei der Rezeption an und bekamen einen Ersatzfön zugesagt. Danach passierte 15 Minuten erstmal gar nichts, unsere Abholzeit rückte immer Näher. Also noch mal angerufen und darauf hingewiesen, es sei wirklich eilig (hatte ich schon beim ersten Mal). Nach rund 5 Minuten kam dann endlich der Fön und wir kamen nur minimal zu spät vor das Hotel.


Wellness und Sport
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Das Hotel verfügt über einen recht großen Dachgarten, auf dem es neben einem Hochzeitspavillon sogar einen Tennisplatz gibt. Innen gibt es eine Squash-Halle und einen Raum für Aerobic.

Wenn man in den SPA-Bereich kommt, fällt einem erst einmal der Fitnessbereich auf. Er befindet sich teilweise geradezu im Flur und wurde offensichtlich erweitert. Die Geräte machen zwar optisch einen tauglichen Eindruck, sind jedoch nicht mehr aus der neusten Generation. Die Auswahl ist dafür OK, es gibt schlechteres.

Der Pool befindet sich in einer recht großen Halle, die wir bei unserem Besuch für uns alleine hatten. Am Beckenrand befand sich dauerhaft eine Life-Guard, was ich eher unangenehm fand, da man praktisch unter Dauerbeobachtung stand. Eingangs fragten wir diesen, wo denn die Duschen seien. Erstaunt erklärte er uns es gebe keine, man könne ruhig so ins Wasser gehen. Nun ja.

Der Pool selbst schien recht neu gemacht zu sein mit kleinen grünen Steinchen als Auskleidung. Die Wände und Böden des Raumes warem mit einem schönen, beigem Sandstein gemacht. Die Größe war in Ordnung, ich schätze die Länge auf 15 bis 20 Meter. Die Temperatur war nicht zu kalt. Neben dem Hauptpool gab es einen gemauerten, länglichen Whirlpool, dessen Wasser sehr warm war. Handtücher lagen genügend aus.

Alles in allem ist vor allem der Pool sehr empfehlenswert. Unter welchen Bedingungen die Squash oder Tennis gespielt werden können weiß ich leider nicht.

Roomservice
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Wir wollten vor dem Abend noch eine Kleinigkeit essen und entschieden uns dies am Esstisch unser Suite zu tun. Wir bestellten hierzu 2 Explorers Burger (je 18 $ - Rindfleisch mit Tomaten, Speck, Käse und karamellisierten Zwiebeln – einaml mit fries und einmal mit sweet potato fries), einen Blueberry Pudding (9 $) und einen Chef Zeus´ Bread Pudding (9 $). Die Burger waren von guten Qualität, was auch für die Pommes galt. Ketchup und Mayonnaise gabe es in ausreichender Menge. Die Desserts waren zwar nicht riesig, aber lecker. Zur Rechnung kamen Steuern (um die 7 %), 15 % Gratuity und 3,75 $ Service Charge. Insgesamt waren wir also rund 70 $ für das Essen los, was nicht wirklich billig war. Trotzdem waren wir durchaus zufrieden, die Dame die das Essen brachte war ausgesprochen freundlich. Auf Wunsch wurde uns Eis zu unseren Getränken gebracht.

Restaurants
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Das Hotel verfügt über ein in hellen Farben im Stil eines Salons eingerichtetes Hauptrestaurant (Brightons), das Formula Espresso (Coffee Shop) und die Explorers Lounge. Letztere ist mit Motiven aus aller Welt eingerichtet und ist eine Kombination aus Bar und Restaurant. Die Einrichtung ist durchaus ausgefallen mit Antiquitäten und allerlei Exotischen. Gegessen haben wir dort nicht, die Speisen entsprechen jedoch teilweise dem Roomservice, nur dass es hier etwas günstiger ist (der Burger kostet beispielsweise nur 16 $). Die Spiesekarte ist nach Kontinenten aufgeteilt.

Frühstück
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Das Frühstück gibt es morgens als a la carte Angebot im Brightons. Wie schon zu erwarten ist, wurde bei den Frühstückspreisen dem Anspruch des Hauses entsprechend ordentlich aufgeschlagen. Wir wählen einen 2 Orangensaft (je 6 $), einen Cappuccino (5 $), einen Cheasepeak Crab Cake Benedikt (Egg Benedikt mit Crab Cake – 25 $) und einmal Belgische Waffeln mit Beerenkompott (12 $).

Der Cappuccino war OK, was auch für die Säfte galt. Ein Egg Benedikt mit einem Crab Cake ist eine Interessante Kombination, am Ende war es ein durchschnittliches Egg Benedikt mit dem mehr oder weniger ungewürzten Fleisch einer Riesenkrabbe – durchaus probierenswert. Leider misslungen waren die Waffeln, die vollkommen labrig daherkamen und nahezu keine Konsistenz hatten – kein Ruhmesblatt.

Das Frühstück im Brightons war zusammenfassend von eher durchschnittlicher Qualität, die Waffeln waren mangelhaft. Insgesamt würde ich das Frühstück nur empfehlen, wenn ich es für kleines Geld in die Rate inkludiert bekomme.

Check-Out
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Unser Check-Out nach einer Nacht verlief zügig und korrekt, das Auto war bereits nach telefonischer Ankündigung vorgefahren.

Fazit
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Das Intercontinental Harbor Court Baltimore ist von seiner Anlage her ein gutes Hotel, dessen sehr klassischer Einrichtungsstil jedoch nicht jedermanns Sache sein wird. Teilweise merkt man dem Hotel sein Alter deutlich an, gerade im Badbereich würde ich umfassende Renovierungen empfehlen. Die positiven Aspekte des Hotels sind die gute Lage nebst Blick, die Größe der Suiten und der Pool. Hat man die doch sehr ambitionierten Preise im Hinterkopf kommt man allerdings nicht umhin, doch einige deutliche Abstriche zu machen. Insgesamt reicht es daher nur zu 3 Sternen, wobei ich zumindest für Leute die mit dem Stil zurecht kommen eine Empfehlung ausspreche.

Bilder

für Intercontinental Hotels Harbor Court Baltimore, Baltimore
0876 Baltimore Interconti - Intercontinental Hotel
Wohnbereich
von offerendum offerendum
0876 Baltimore Interconti - Intercontinental Hotel

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Kommentare

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  • Cuchulainn1981 27.04.2012 20:40
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Von mir kommt auch ein besonders hilfreich.

  • autocomander 15.04.2012 08:50
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    bh

  • Creedy18 22.03.2012 06:17
    Bewertete diesen Bericht als
    besonders hilfreich

    Klasse

  • belli4charlotte 20.02.2012 19:27
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Tester90 03.02.2012 22:21
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    Bh Folgt ;)

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