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Erfahrungsbericht

für Intercontinental Chicago O'Hare, Rosemont
5 Sterne Design in der Nähe des Flughafen Bericht mit Bildern
81 von 81 Ciao User haben diesen Bericht als hilfreich bewertet Bewertungen ansehen
Empfehlenswert: Ja

Pro Interiordesign ist schön, freundlicher Service

Kontra Design tw. etwas unpraktisch, kein Pool, W-Lan / Lan kostet extra

Detailbewertung

Preis-/Leistungsverhältnis
Anbindung
Service
Essen & Trinken
Atmosphäre
Sauberkeit
Behindertenfreundlichkeit

Der Autor

KlJa Seit 23 Jul 2001

"For my part, I travel not to go anywhere, but to go. I travel for travel’s sake. The great... mehr

30 Mitglieder vertrauen mir

Da ich erst am frühen Abend in O’Hare ankommen würde, stellte sich die Frage, ob ich sofort in die Stadt fahre oder die erste Nacht am Flughafen verbringen sollte. Die Fahrt vom Flughafen in die Stadt dauert rund eine bis eineinhalb Stunden und da ich zudem nicht ganz sicher war, ob ich pünktlich ankommen würde habe ich mich nach einem eh schon langen Tag entschieden am Flughafen zu übernachten. Leicht gefallen ist mir die Entscheidung auch deshalb, als daß das im September 2008 eröffnete neue Intercontinental Chicago O’Hare eine wirklich günstige Rate angeboten hat.

Lage

Das Hotel liegt in Rosemont, nicht direkt am Flughafen, sondern eine gute zehn minütige Fahrt vom Flughafen entfernt. Am Flughafen selbst liegt in Chicago nur das Hilton O’Hare, die meisten Hotels liegen in Rosemont oder anderen nahe dem Flughafen liegenden Stadtteilen. Direkt neben dem Hotel liegt das Rosemont Theatre und auch das Convention Center ist nur 800 meter entfernt und liegt in noch gehbarer Distanz, wobei auch der Hotelshuttle für Fahrten dorthin zur Verfügung steht. Dieser bringt den Gast auch zum CTA Blue Line Station Rosemont; die CTA ist Teil des öffentlichen Nahverkehrssystems von Chicago und jene Blue Line verbindet den Flughafen mit der Innenstadt (Loop Area).
Auch mit dem Auto ist die Anreise kein Problem. Im näheren Umkreis des Hotels ist ansonsten allerdings nicht allzuviel los. Es gibt zwar einige Restaurants, aber wer abends noch etwas unternehmen will, ist bei der Auswahl etwas eingeschränkt. Immerhin, da nahe Rosemont Theatre ist da noch eine nicht ganz so schlechte Möglichkeit.
Die Innenstadt ist vom Hotel aus in gut 50 Minuten via Shuttle und CTA (Clark / State Station) zu erreichen.
Insoweit bietet sich Hotel entweder für jemanden mit einem frühen Abflug oder einer späten Ankunft an oder der auf der Durchreise ist und nur einen Stopover in Chicago anlegt.

Ambiente

Das Hotel ist ein recht massives t-förmig angelegtes hellbeiges zwölfstöckiges Gebäude. Vor dem Hotel befindet sich Gebäude, in denen Restaurants untergebracht sind, in den hinteren unteren Etagen befinden sich großzügige Konferenz- und Besprechungsräume sowie Ausstellungsflächen.
Man betritt das Hotel durch eine Drehtür und einen sich daran anschließenden Windfang. Nach links befindet sich dann die Lobby. Diese ist recht hell und offen mit einigen Sitzgelegenheiten und Raumteilern, an denen moderne Gemälde hängen. Der Check in Bereich ist sehr großzügig gestaltet, war bei meiner Ankunft aber nur mit einer Person besetzt. Passiert man diesen Bereich, dann gelangt man zur „Ice Bar“.
Das Restaurant „Capital Grill“, daß bei meinem Aufenthalt geschlossen war liegt rechts vom Empfang und auch dem Eingang. Schräg gegenüber dem Eingang befinden sich die Aufzüge und passiert man den Gang vor den Aufzügen, so gelangt man zur Club Lounge und zum Fitneßraum.
Der Fitneßraum ist schmal aber recht lang und verfügt über moderne Geräte, einen Wasserspender und auch Handtücher stehen bereits. Der Raum wirkt insgesamt sehr nüchtern, aber ein Fitneßraum muß nun auch nicht gemütlich sein.
Die Club Lounge war während meines Aufenthaltes nicht als solche genutzt. Da die Auslastung in Chicago in den Wintermonaten generell eher niedrig ist, wird diese in dieser Zeit als Restaurant genutzt. Nach Auskunft des Hotels wird die Club Lounge wieder ab Mai als solche genutzt und dann auch wie gewohnt zur Verfügung stehen. Ob dies nur in diesem Jahr oder regelmäßig der Fall ist konnte man mir bei meinem Aufenthalt nicht sagen.
Das gesamte Interior des Hotels ist sehr modern und nüchtern gehalten, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, aber wohl nicht unbedingt jedem gefallen muß. Es wird im Lobbybereich sehr viel helles Material verwendet. Das Restaurant „Capital Grill“ ist dabei nach dem Blick ins innere eher eine typisch amerikanisches Restaurant mit dunklem Holz, Holztischen und Bänken bzw. Stühlen, halt ein wenig Steakhaus. Die Bar verfügt über einen Tresen und einigen Sesseln bzw. Stehtischen. Hier wird in der Regel wohl eher gestanden als gesessen. Bei meinem Aufenthalt waren aber auch hier nicht so viele Gäste anwesend und es war ausgesprochen leer. In einem separaten Gebäude, aber dem Hotel angegliedert, befindet sich das „McCormick & Schmick's Seafood Restaurant“
Die Flure auf den einzelnen Etagen sind insgesamt eher dunkel gehalten.

Check-in / Check-out / Service

Ich bin vom Flughafen mit dem Shuttle, der dort praktischerweise gerade wartete, zum Hotel gefahren und dort gegen 19:40 Uhr angekommen. Am Check in wurde ich freundlich von dem dort tätigen Mitarbeiter begrüßt. Die Anrede erfolgte mit Namen und man erkundigte sich, ob ich eine gute Anreise gehabt hatte. Erst dann folgte die Frage nach der Kreditkarte zur Garantie. Der Check-In Mitarbeiter wies mich dann noch auf das Upgrade hin und händigte mir einen Umschlag mit vier Voucher (zwei Getränke, eine Vorspeise und kontinentales Frühstück) aus und erläuterte mir den Weg zum Aufzug. Gefehlt haben hier nur der Hinweis auf die Lage des Fitneßcenters, das aber ausgeschildert ist, wie ich bereits gesehen hatte. Alles in allem fast perfekt.
Der Check out lief gleichfalls sehr routiniert und freundlich ab. Man erkundigte sich, ob ich zufrieden gewesen sei und ob alles so sei, wie ich es mir gewünscht habe. Auch hier erfolgte die Anrede mit Namen und man war freundlich.
Die Mitarbeiter, mit denen ich während meines Aufenthaltes zu tun hatte, waren wie auch schon die des Check in freundlich zu zuvorkommend.

Zimmer

Aufgrund meines Status im Gästeprogramm einerseits und der wohl geringen Auslastung des Hotels bin ich in eine Suite upgegradet worden. Man betrat die Suite und befand sich im Flur. Hier befand sich die Gästetoilette, großzügig und modern gestaltet. Allerdings hatte das moderne Design auch so seine Tücken, denn das Waschen der Hände führte aufgrund des etwas zu kurz geratenen Wasserhahns dazu, daß man die Fläche zwischen Wand und Waschbecken naß machte.
Der Wohnbereich war schon größer als so manches Zimmer, daß ich bewohnt habe. Hier gab es an der innenliegenden Wand zur Gästetoilette eine Art Bar mit einer großzügigen Ablagefläche mit Espresso- bzw. Kaffeemaschine. Auch befanden sich hier die elektronisch gesteuerte Minibar sowie einige Schränke. Der Spiegel an der Wand ließ den Raum hierbei optisch noch etwas größer wirken. Dominiert wurde das Zimmer von dem großzügigen Sofa mit Tisch. An der linken Wand befand links neben der Schiebtür zum Schlafzimmer der große Flat TV und links der Schreibtisch mit Lampe und Telefon sowie versenkten Steckdosen und LAN Anschluß. Die Nutzung des Internet war kostenpflichtig, die Nutzung kostete 12395 USD / Tag. Wie vielfach üblich wurde auch hier für die Nutzung des Internets eine Gebühr erhoben, während die Mittelklasse Hotels wie Hilton Garden Inn, Holiday Inn oder Crowne Plaza die Nutzung immer bzw. in den meisten Fällen in den USA unentgeltlich anbieten.
Insgesamt war auch dieser Bereich modern und in dunkleren Tönen gehalten. Die großzügigen Fenster sowie die Bilder an den Wänden und die eher warme Beleuchtung ließen diesen Bereich aber nicht ungemütlich wirken.

Durch die schon erwähnte Schiebetür gelangte man in das Schlafzimmer. Hier befand sich das große Doppelbett mit zwei Nachttischen nebst Nachttischleuchte. Zusätzlich zu diesen gab es über dem jeweiligen Bett in einer Art Umrandung zwei Halogenspots als Leseleuchten. Das Bett war komfortabel und die Matratze eher hart, was aber ganz nach meinem Geschmack ist. Auf den Nachttischen einmal ein schnurloses Telefon, zum anderen eine iPod Docking Station. Vor dem Fenster stand eine Ottomane nebst Tisch. Ein großer Kleiderschrank, in dem sich auch der Safe sowie das Bügelbrett befanden, stand rechts neben der Schiebtür an der Wand zum Wohnbereich. Die Ablageflächen waren großzügig und die Anzahl der vorhanden regulären Kleiderbügel sollte ausreichen.
Vom Schlafzimmer gelangte man in das innen liegende großzügige Badezimmer. Dieser mit dunklen Fliesen ausgestattete Raum verfügt über ein modernes freistehende Waschbecken. Wie auch schon in der Gästetoilette war hier nicht immer zu verhindern, daß Wasser auf den Boden gelangte und ich habe schon etwas die Ablageflächen am Waschbecken vermißt. Ich hätte es irgendwie praktischer empfunden, wenn dieses Waschbecken in der Gästetoilette gestanden hätte und das sich dort befindliche Waschbecken mit Waschtisch hier. Aber der Innenarchitekt war anderer Auffassung. Gleichfalls vorhanden war hier eine tiefe Badewanne, leider ohne Duschschlauch. Eine Duschkabine mit Regenschauerdusche befand sich auf der gegenüberliegenden Seite. Da es hier keine Tür gab, ließ sich auch hier nicht ganz verhindern, daß Wasser ins Bad gelangte, wenn gleich auch erstaunlich wenig. Leider gab es auch hier nur den Regenschauerdusckopf, keine zusätzliche Handbrause wie z.B. im Intercontinental in Berchtesgaden. Nicht ganz so praktisch. Allerdings auch hier das typische Probleme vieler Regenschauer Duschen in Hotels, tw. waren die Düsen verkalkt. Zwar konnte man dem auch hier mit einem Rubbeln über die Gumminoppen der Düsen größtenteils abhelfen, aber ärgerlich ist es trotzdem. Die Toilette lag in der hinteren Ecke des Badezimmers. Ein Telefon war im Badezimmer gleichfalls vorhanden. Handtücher waren für drei Personen vorhanden und auch zwei Bademäntel nebst Hausschuhen lagen für den Gast bereit. Die Bathroom Amenities waren von Elemis.
Ein Turndown Service wurde angeboten.
Das Amenity bestand aus einer großen Flasche Evian, einem Obstteller sowie Schokoladenkeksen.

Das Zimmer war in einem ausgezeichneten Zustand, keinerlei Kratzer oder Flecken. Dies sollte aber in einer Suite nach gerade einmal einem halben Jahr seit der Eröffnung auch nicht der Fall sein. Das Design des Zimmers ist modern und hebt sich aus den ansonsten etwas biederen us-amerikanischen Hotelzimmern deutlich ab und war insoweit eine angenehme und willkommene Abwechslung. Leider folgt hier die Form nicht immer der Funktion (form follows function) und die ein oder andere Unzulänglichkeit, die dem Design geschuldet war, muß man hinnehmen. Da fallen so Kleinigkeiten, wie daß es neben der Tür zum Schlafzimmer keinen Lichtschalter gibt oder die gerade in den USA sehr häufige Unsitte nur separat zu schaltender Steh- oder Tischleuchen zu haben kaum noch ins Gewicht. Trotzdem, allein schon des Designs wegen würde ich hier wieder absteigen.

Food & Beverage

Nachdem ich im Flieger nicht ganz so viel gegessen hatte und den Abend noch etwas ausklingen lassen wollte, die Voucher für zwei Getränke und einen Appetizer haben ihren Zweck voll erfüllt, bin ich noch in die Bar gegangen, die auch kleine Gerichte serviert.
Mein Voucher war gut für eine Suppe und so orderte ich neben einem Glass Wein eine Suppe und einen kleinen Cesar Chicken Salat. Das Personal war freundlich, hilfsbereit und sehr aufmerksam. Der Wein, obwohl offen, wurde mir erst zum probieren gegeben. Auch wenn der Pinot Grigio eine Spur zu kalt war, so fand ich es doch für die USA bemerkenswert, daß ich vorher probieren durfte. Die Suppe kam leider nur kurz vor dem Salat, aber da ich zwei Vorspeisen gewählt habe, sei dies der Küche verziehen. Die bestellten Gerichte waren okay, die Suppe eine asiatische Gemüsesuppe hatte frisches Gemüse und war auch geschmacklich gelungen, bei einem Cesar Salat kann man nun nicht soviel verkehrt machen, frisch war der Salat auf jeden Fall.
Preislich war das ganze okay, der Wein hätte ohne Voucher 7,00 USD gekostet, die Suppe 8,00 USD und der Salat 10,00 USD , alle Preise ohne Steuern.
Das Frühstück wurde nicht im Restaurant sondern in der Lounge serviert. Es gab Cerealien, Bagels, Toasts, Pastries, Philadelphia, Frisches Obst als kontinentale Variante, in der amerikanischen Version kamen dann noch Pancakes, Rührei, Hashed Potatoes dazu. Es war hier auch möglich eine Omelette oder andere Eierspeisen zubereitet zu bekommen.
Tee (Beutel von gehobener Qualität) oder Kaffee brachten die Mitarbeiter an den Platz, genau wie auch Orangensaft. Der Service war freundlich. Ich bin allerdings der Meinung, daß dies mit der Situation, wenn das Hotel besser belegt ist und auch das reguläre Restaurant geöffnet ist, kaum vergleichbar ist.

Preise

Bezahlt habe ich im Februar sehr bescheidenen 79 USD vor Steuern für das günstigste verfügbare Zimmer. Dies ist nicht teuer, dürfte aber in den Monaten mit höherer Auslastung deutlich höher liegen. In den Monaten November 2008 und Dezember 2008 lag das Hotel bei deutlich über 100 USD innerhalb der Woche und mit einigen Special bei knapp darunter, jeweils ohne Steuern.

Die Garage schlägt mit 22,00 USD bzw. Valet Parking mit 34,00 USD zu Buche und die Nutzung des Internets im Zimmer mit weiteren 12,95 USD.

Fazit

Alles in allem ein Hotel, das mich positiv überrascht hat. Hier findet der Gast nicht das typische us-amerikanische Blümchen Muster, sondern ein modernes Design. Auch wenn das Interior in vielen Bereichen von eher dunklen Tönen dominiert ist, so ist es doch gelungen. Daß es dabei einige Schwächen im Bereich auf die praktische Ausgestaltung gibt, wie die fehlenden Handbrause in der Dusche oder der zu kurze Wasserhahn in der Gästetoilette sowie fehlende Ablagemöglichkeiten rund um das Waschbecken im Badezimmer sind zwar ärgerlich aber noch im Bereichen der tolerierbaren Unzulänglichkeiten.
Das Personal ist durchweg freundlich und aufmerksam, was vielleicht auch an der geringen Auslastung gelegen haben kann, die im Februar war.
Vermißt habe ich allenfalls den Pool, ansonsten ist die Lage, wenngleich auch nicht innerhalb des Flughafens und mit direktem Zugang wie das Hilton, kein Nachteil. Denn die Fahrzeit mit dem Shuttle ist gering und vom Terminal 5, in dem die internationalen Flüge ankommen und auch einige Flüge abfliegen wie z.B. Swiss, Asiana, Lot, etc. ist man mit dem Shuttle fast schneller im Intercontinental als per Flughafen Shuttle im Hilton.

Bilder

für Intercontinental Chicago O'Hare, Rosemont
Wohnraum einer Suite
Wohnraum der Suite, links geht es ins Schlafzimmer
von KlJa KlJa
Wohnraum einer Suite

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Kommentare

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  • lenchen_196 23.01.2010 00:12
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • Leuchttuermin 18.10.2009 18:39
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • SumSum1986 05.08.2009 15:26
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
  • morla59 03.08.2009 01:30
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich

    klasse bericht lg. petra

  • leningraderin 02.08.2009 20:58
    Bewertete diesen Bericht als
    sehr hilfreich
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