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Pro zentrale Lage, gute Ausstattung, freundlicher Service
Kontra Zimmer dunkel, teilweise eng, kleinere Detailmängel
Detailbewertung
| Preis-/Leistungsverhältnis | |
|---|---|
| Anbindung | |
| Service | |
| Essen & Trinken | |
| Atmosphäre | |
| Sauberkeit | |
| Behindertenfreundlichkeit |
Eine Besprechung machte einen Aufenthalt in Boston nötig. Da ich eh noch die ein oder andere Nacht bei Hyatt benötige, um die Privilegien des Hyatt Gästeprogramms Goldpassport auch 2012 noch nutzen zu können, kam es mir sehr gelegene, daß die Besprechung und der Workshop auch im Hyatt stattfanden. Da die zentrale Lage durchaus auch mit weiteren Terminen in der Innenstadt in Einklang zu bringen waren, war das Hyatt Regency Boston gebucht.
Das Hyatt Regency Boston liegt an der Avenue de LaFayette. Die nächste Station der MBTA ist Downtown Crossing. Dort nimmt man am besten den Ausgang zur Chauncy Street und läuft dann ca. 300 m die Chauncy Streets rechts bis zur Einfahrt zur Tiefgarage und kann dort auch das Hotel betreten (man muß einige Meter in die Tiefgarage reingehen).
Vom Airport ist es am einfachsten mit der Silverline bis zur Endhaltestelle South Station zu fahren und dort in die Red Line (Züge in Richtung Alewife) umzusteigen und die eine Station zu fahren.Mit dem Auto ist die Anfahrt natürlich möglich, allerdings schlagen die Parkgebühren mit happigen 43 USD / 24 Stunden zu buchen.
Das Hotel selbst ist ein Hochhaus und keine wirklich Schönheit. Im Gebäudekomplex befinden sich auch Büros und eine Filiale von Macy’s ist mit dem Gebäude verbunden.
Die Lobby befindet sich in der dritten Etage. Eine Vorfahrt gibt es, die jedoch etwas versteckt in der Zufahrt zur Garage versteckt ist. Dort befindet sich auch das Desk für Valet Parking. Eine kleine Lobby mit Sitzgelegenheiten befindet sich hier, so daß es Gästen, die abgeholt werden möglich ist, dort zu warten. Zur eigentlichen Lobby in der dritten Etage fahren drei Aufzüge.Die eigentliche Lobby ist v förmig, mit den Check in Desks auf der linken Seite. Es gibt hier einen eigenen Bereich für Hyatt Goldpassport Mitglieder, das mit einer Person besetzt ist, bei größerem Andrang aber auch mit zwei Personen besetzt werden kann. Daneben stehen vier weitere Desks zur Verfügung, von denen aber in der Zeit mit weniger Andrang nur ein Desk besetzt ist. Auf der rechten Seite befinden sich das Restaurant „Avenue One“ und die „Lobby Bar“ sowie das rund um die Uhr geöffnete Business Center. Das Concierge Desk liegt neben dem Check in Bereich. Daneben gibt es in der Lobby auch einen kleinen Geschenkladen, der neben leicht überteuerten Andenken auch Zeitungen und Zeitschriften sowie Dinge des täglichen Bedarfs verkauft. Es gibt einige Sitzgelegenheiten, aber keinen wirklichen Bereich mit Tischen und Sesseln wie in anderen Hotels. Auch ist die Lobby etwas dunkel, da kein Tageslicht in selbige fällt und da sie nur die normale Etagenhöhe hat bzw. nur unwesentlich höher ist, wirkt sie auch nicht sonderlich beeindruckend. Dies entspricht nicht so ganz den eigentlich eher etwas großzügigeren Lobbys von Hyatt Hotels.
Zu den Etagen führen neben dem Empfang vier Aufzüge. Zu den Etagen mit den Zimmern ist anzumerken, daß sich an den Aufzügen ein sich jeweils über vier Etagen erstreckenden Atrium befindet und den Bereich an den Aufzügen etwas auflockert, zudem fällt hier durch Fensterflächen auch Tageslicht in die Etagen.Das Fitneßcenter und der Pool können über die 6. Etage erreicht werden, es geht dann allerdings zwei Treppen nach unten.
Das Fitneßcenter ist mittelgroß und verfügt über mehrere Laufbänder, Stepper, Ruderautomaten, Bikes und Geräte zum Training des Oberkörpers. Letzter sind allerdings eher unterrepräsentiert und es gibt hier von jedem Gerät nur eines. Geöffnet ist das Gym 24 Stunden. Umkleidekabinen mit Schränken und Duschen stehen zur Verfügung. Hier gibt es auch eine Sauna. Die Umkleidekabinen sind auch für den angeschlossenen Pool, der mit 18 Metern groß genug ist um als wirklicher Pool zum Schwimmen zu dienen und nicht lediglich als Planschbecken Von den drei Bahnen ist eine mittels einer Leine abgetrennt. Gut gefallen hat mir, daß der Pool durch eine Glasscheibe vom Gymbereich getrennt ist, so wirkt insbes. das Gym deutlich größer und weniger beengter als dies bei einer richtigen Mauer der Fall wäre.
Eine Sonnenterrasse ermöglicht es bei schönem Wetter in der Sonne zu liegen. Handtücher liegen auch hier bereit und im Bereich des Fitneßcenters zusätzlich auch ein Wasserspender.
Wer etwas vom Hotel abgetrennter tagen möchte, sollte Räume in der vierten Etage anfragen.
Über einen Regency Club verfügt das Hotel leider nicht.Der Check Out erfolgte gegen 14:00 Uhr und war gleichfalls zügig und schnell. Die wie üblich bereits nachts unter der Tür durchgeschobene Rechnung wurde nach der Zahlung noch einmal ausgedruckt. Man erkundigte sich auch, ob alles zu meiner Zufriedenheit war und wünschte mir noch eine angenehme Heimreise und wies auf die Möglichkeit hin an einem Computer Terminal die Boardkarten für die Flüge auszudrucken. Die Anrede erfolgte hier gleichfalls mit Namen.
Die während des Aufenthaltes kontaktieren Mitarbeiter waren freundlich und hilfsbereit. Der Service und das Catering während unserer Besprechung vorbildlich und mit das Beste was ich bislang erlebt habe. Auskünfte waren zutreffend und wurden schnell und zügig gegeben. Lieferungen, die ich vor meiner Ankunft im Hotel erhalten hatte wurden einige Tage gelagert.Nachdem man das Zimmer betreten hat, steht man in dem kleinen Flur.
Im Flur befindet sich der begehbare Kleiderschrank, hier kein Wandschrank mit Schiebetür sondern eine normale Zimmertür. Untergebracht in dem Schrank waren u.a. auch das Bügeleisen und –brett sowie die beiden Bademäntel. Normale, d.h. nicht diebstahlsichere Bügel waren vorhanden, wobei ich mir allerdings etwas mehr Bügel gewünscht hätte.Das Badezimmer erreicht man gleichfalls vom Flur aus. Es ist durchschnittlich groß und verfügt über Badewanne, Waschbecken und Toilette. Ein Föhn steht zur Verfügung, auf Rasier oder Kosmetikspiegel muß man aber verzichten. Das Waschbecken ist bündig in den Waschtisch eingelassen, dahinter befindet sich der Spiegel, der wie üblich anläuft, wenn man geduscht hat.
Der Duschkopf war okay, die Massagefunktion aufgrund des schwächeren Wasserdrucks aber nicht wirklich zu gebrauchen. Der Wasserdruck hätte nicht nur beim Duschkopf, sondern auch beim Waschbecken etwas stärker sein dürfen, was aber wohl ökologischen Gesichtspunkten geschuldet ist. Der Duschvorhang war in einem einwandfreien Zustand.
Lampen neben dem Spiegel sorgen hier für eine ausreichende Beleuchtung des Waschbeckens, es hätte ruhig etwas heller sein können.
Etwas irritierend fand ich den Zigarettenrauch den ich im Band riechen konnte. Ich bin mir nicht sicher, ob dieser durch die Lüftung ins Bad kam oder ob im Bad geraucht worden war. Ich habe es gemeldet und es wurde versucht mit einem Frischespray für Abhilfe zu sorgen, was zumindest für einen Tag Abhilfe schaffte. Da er am zweiten Tag wieder da war, vermute ich die Ursache in Lüftung bzw. Klimaanlage. Nicht wirklich schön, aber durchaus nicht so ungewöhnlich.
Das Zimmer selbst verfügte über zwei Kind Size Betten auf der linken Seite nebst dazwischen stehendem Nachttisch mit Nachttischlampe. Ein Telefon befand sich hier genauso wie eine iPod Docking Station. Dem Bett gegenüber war auf einer Kommode der Flat TV. In der Kommode befand sich auch die Minibar, die entnommen Geräte automatisch auf die Zimmerrechnung setzte. Die Preise (Softdrink 4.75 USD) waren eher hochpreisig. Eine Ein-Tassen Kaffeemaschine war vorhanden. Es gab allerdings nur einmal regulären Kaffee und einmal entkoffeinierten Kaffee, was ich in Anbetracht der gebuchten Belegung mit zwei Personen nicht ganz so gut fand. Hier wäre vielleicht ein zweites Kaffeepad keine schlechte Idee gewesen. Gleiches galt für die vorhandenen Teebeutel (Schwarzer Tee und Kräutertee).Vor dem Fenster befand sich ein Sessel nebst Beistelltisch und Stehlampe. Ein Fensterflügel konnte geöffnet werden, so daß man auch frische Luft ins Zimmer lassen konnte. Allerdings war die Geräuschkulisse entsprechend, so daß man zumindest nachts eher das Fenster zu ließ.
Die Klimaanlage arbeitet elektronisch gesteuert, hörbar aber relativ zugfrei. Dies war aber auch dem Umstand geschuldet, daß der Ausströmer so angebracht war, daß er insbesondere nicht auf das Bett gerichtet war.
Das Bett war für meinen Geschmack deutlich zu weich und die Matratze empfand ich als eher durchgelegen, hier würde ich einen zeitnahen Austausch begrüßten, denn dies war die bislang schlechteste Matratze in einem Hyatt Hotel. Wie so oft gab es viel zu viele Kopfkissen.
Das gesamte Mobiliar war in einen guten Zustand, allerdings schon älter. Die Lampen dagegen waren m.E. neueren Datums. Wände und Teppich wiesen kaum bzw. nur geringe Abnutzungsspuren auf. Das Mobiliar selbst war dunkel, was das gesamte Zimmer dunkel wirken ließ, da auch die Wände dunkel gehalten waren.An der Sauberkeit, auch an kritischen und schwer zugänglichen Stellen, gab es nichts auszusetzen.
Als Amenity gab es zwei Frappuccinos von Starbucks sowie jeweils zwei Muffins. Eine nette Geste für Gäste mit Status im Gästeprogramm.Die Auswahl an Speisen auf der Speisekarte war dagegen okay und die Preise würde ich als noch angemessen bezeichnen, wobei aber nicht unerwähnt bleiben soll, daß sich in der näheren Umgebung zahlreichen Restaurants befinden und insoweit auch Möglichkeiten günstiger zu essen.
Boston ist in den Sommermonaten und dem sich anschließenden Indian Summer eine ziemlich teurer Destination. Insoweit ist die von mir gezahlte Rate von 189 USD vor Steuern auch relativ zu sehen. Regulär wäre es rund 40 USD teurer gewesen. Günstiger wird es in den Wintermonaten, wobei aber auch dann Boston nicht unbedingt als Schnäppchen zu bezeichnen ist, denn es gibt hier auch Messen und Kongresse, die sich auf das Preisniveau der Hotels in der Innenstadt auswirken.
Die Nebenkosten halten sich mit Ausnahme der Garage im Rahmen, insbesondere, da das Hotel recht zentral gelegen ist und man zahlreiche Attraktionen zu Fuß erreichen kann. Diese Annehmlichkeit muß man natürlich irgendwie mitbezahlen.
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bh