Saint-Lô ist ein perfekter Standort für Ausflüge zum Mont Saint Michel und in die Manche. Viele Amerikaner besuchen die D-Day landing beaches (Omaha-Beach, Utah-Beach).
Dies kannten wir schon, daher unser Nachmittagsprogramm:
- Bergbaumuseum (Musée de la Mine, 14330 LE MOLAY-LITTRY) mit Audioführung auch in Englisch
- Mühlenmuseum (Musée de la Meunerie, 14330 LE MOLAY-LITTRY) mit Dossier.
Beides kann ich sehr empfehlen.
Anfahrt:
Im Ort den Schildern zur Touristeninformation bis zum Hauptplatz folgen mit dem Pavillon der Touristeninformation. Von dort sind abwechselnd das Hotel oder die Prefecture ausgeschildert, da beide nebeneinander liegen. Der Fußweg beträgt von hier 2-3 Minuten.
Buchung und Preis:
Wir hatten für die achte Etappe kein Hotel reserviert, aber kannten auch hier ein Hotel von vergangenen Reisen. Nach einem Blick auf Speisekarte und ausgehängte Zimmerpreise entschieden wir uns, wieder hier zu wohnen:
- Einzelzimmer DU/WC 33,-€ , Bad/WC 35,-€
- Doppelzimmer DU/WC 38,-€ (Doppelbett) bzw. 44,-€ (Einzelbetten); Bad/WC 46,-
- Dreibettzimmer DU/WC 52,- €
- Etape (Abendessen, Übernachtung und Frühstück) für 1 Person 48,-€/ 2 Personen 75,- €.
In 2001 haben wir 34,00 Euro für das Doppelzimmer bezahlt.Die Rezeption ist nur bei Bedarf besetzt, daher in der daneben gelegenen Bar nach einem Zimmer fragen. Die Patronne hat seit unserem letzten Besuch gewechselt, anstelle der älteren Dame war nun eine jüngere, sehr burschikose aber nette Patronne Herrin über das Hotel. Wir haben ein Zimmer besichtigt und dieses akzeptiert – im 2. Stock Zimmer Nr. 18.
Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass das Restaurant am Folgetag wegen einer Familienfeier geschlossen habe, dies schloss auch das Frühstück ein. Bezahlt wurde daher abends nach dem Essen, da wir am nächsten Tag bei der Abreise nur die die Haustür zuziehen sollten.
Das Hotel war fast leer, außer uns übernachteten nur noch ca. 4 Vertreter oder Fernfahrer im Hotel.
Hotel
Hotel la Crémaillère, St.-Lô
10, rue de la Chancellerie
50000 Saint-Lô
Normandie
Tel. /Fax 02 33 57 14 68Wie viel Zimmer genau vermietet werden können wir nicht sagen, da einige in Renovierung waren und andere anscheinend als Lagerräume zweckentfremdet wurden , wir schätzen maximal 15 Zimmer.
Das Hotel akzeptiert alle gängigen Kreditkarten.
Zimmer 18:
Das Zimmer befand sich im zweiten Stock (kein Lift, aber ausreichend breites Treppenhaus, um bequem die Reisetaschen hoch zu tragen).
Die Zimmer wurden kürzlich renoviert. Für die Möbel war das sehr schade, denn die alte Einrichtung war deutlich stilvoller, während die derzeitige Einrichtung (bis auf den Stuhl) zwar neu, aber eher billig war. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten, schaut mal auf die Fotos.Links stand ein Schreibtisch mit Stuhl und Kleiderschrank. Das TV-Gerät auf dem Schreibtisch zeigte nur Streifen, wir haben aber auch nicht reklamiert, weil wir ohnehin nichts gucken wollten. Am Fenster befand sich ein Heizkörper, der auf Anfrage am Abend eingeschaltet wurde (Einzugstemperatur 15,5 °C, gegen 22:00 nach dem Abendessen war es auf 19 °C hoch geheizt und am morgen um 8:00 war der Raum wieder auf 17,5 °C abgekühlt).
Rechts befand sich eine Falttür zum Bad, dahinter ein Doppelbett (sehr französisch und ganz leicht durchhängend) mit zwei kleinen Nachtschränken und einer Nachttischlampe (insgesamt eine, nicht eine pro Tisch).
Bad:
Das Bad war nicht renoviert, es gab eine Dusche und ein kleines Waschbecken mit abgenutzter Armatur sowie eine Dusche mit Vorhang. Alt, aber sauber.
Restaurant:
Das Restaurant mit 50 Sitzplätzen ist Mittags 12:00-14:00 und Abends 19:30-21:00 Uhr geöffnet.
Leider ist es Freitagabend, Samstag ganztags und Sonntagabend geschlossen.Die Holzmöbel im Restaurant hat die neue Patronne übernommen, aber anstelle der rot-weiß-karierten Stofftischdecken ist der Raum jetzt in braun-orange-Tönen dekoriert und auf den Tischdecken liegt eine abwaschbare Folie. Der Essenqualtität tut dies keinen Abbruch (denn diese ist weiterhin sehr gut), aber so richtig stilvoll sind diese Plastik-Überzüge nicht wirklich.
Mittags gibt es neben der normalen Karte jeden Tag noch zwei Tagesgerichte für 6,80- Euro (bzw. für 9,50 Euro als Menü mit Vorspeise oder Dessert bzw. 10,50 mit Vorspeise und Dessert),an unserem Ankunftstag z. B. Buchweizencrepe oder Spagetti Carbonara. Wir hatten die Crèpes und die waren wirklich lecker.
Da wir abends nach unserem Ausflug hungrig waren, saßen wir um 19:30 Uhr am Tisch ganz in der Nähe des flackernden Kamins, weil es dort nicht nur am wärmsten, sondern auch am gemütlichsten war. Abends werden diverse Gerichte à la Carte angeboten sowie zwei Menüs für 13,50 € (3 Gänge) bzw. 22,- € (vier Gänge).
Uns gefiel die Zusammenstellung des preiswerteren Menüs am besten:
1. Blinis mit Andouille / 6 Weinbergschnecken (alternativ Salatbar oder Pastete)
2. Rochenflügel mit brauner Butter, Kapern und Reis (alt. div. Fleischgerichte und Heilbutt)
3. Crème brulee – am Tisch angezündet (alt. Kuchen, Schokoladenmousse, Ile Flottante, Käse etc.)
Alles hervorragend abgeschmeckt und appetitlich serviert.
Frühstück:
Das Frühstück in der Bar kostet 4,50 Euro, aber da wegen Familienfeier geschlossen war, können wir zur Qualität nichts sagen – so gab es Croissants und Apfeltaschen aus dem Supermarkt.
Stellplatz:
Das Hotel hat keine eigene Stellplätze, aber Hotelgäste erhalten einen Hotelprospekt für die Windschutzscheibe dürfen auf dem großen Parkplatz der Prefecture parken. Nachts steht das Auto dort ganz sicher, denn die großen schmiedeeisernen Tore werden von 19:00 – 07:00 Uhr geschlossen. Ob die Tore am Wochenende/ Sonntag geschlossen bleiben, solltet ihr sicherheitshalber im Hotel erfragen, wir waren hier bisher immer nur unter der Woche.
Bewertung:
Positiv:
- sehr preiswert (38,- Doppelzimmer, 4,50 Frühstück)
- robuste, freundliche Bewirtung durch die Patronne
- zentrale, ruhige Lage zur Innenstadt, guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung
- Zimmer renoviert
- gutes, preisgünstiges Restaurant
- kostenloser Stellplatz vor der Prefecture.
Negativ:
- Heizung im Mai aus, auch wenn es kalt ist (auch wenn ich anerkenne, dass sie zumindest stundenweise für uns angeheizt hat)
- Restaurant am Wochenende geschlossen
Wer ein preiswertes Hotel sucht, um den Norden der Normandie zu erkunden, ist hier genau richtig, darf aber auch keinen großen Komfort erwarten. Ein warmer Schlafanzug ist in diesem Hotel für kalte Nächte dringend erforderlich (bei früheren Besuchen im März/ April war die Heizung immer an). Das Restaurant ist – wenn es geöffnet hat – sehr gut und gleichzeitig günstig.
Insgesamt vergebe ich nur 4 Ciao-Sterne wegen der abgestellten Heizung