Der Spruch von Jean Paul:
„In der Suche nach dem Schönen und Besonderen verwöhnen wir mit Geist und Sinne" ist das Motto dieses Hotels.
Vorwort
Man sagt, dass in manchen alten Schlössern in besonderen Nächten „Weiße Frauen“ gesichtet werden, die im Schlosspark oder im Gebäude herumirren und laut ihr schlimmes Schicksal beklagen.
In dem von mir beschriebenen Hotel gibt es diese Klagen nicht, obwohl es auf den Grundmauern der Sorbenburg Cremascowe (um 1000 n. Chr.) gebaut wurde.
Davon zeugen die ganz in Weiss gekleideten Bräute, die hier fast täglich Hochzeiten feiern. Sie fühlen sich sichtlich wohl und zeigen sich im Schlosspark bei Fototerminen sogar am hellelichten Tage.
Dieses Hotel ist nicht nur für Hochzeiten geeignet, sondern auch für Gruppenausflüge, Tagungen und Schulungen.
Einzelgäste werden von diesem Treiben in der weitläufigen Anlage kaum gestört, fühlen sich aufmerksam betreut.
Die Adressen des Hotels
Hotel Schloss Schweinsburg
Hauptstraße 147-149
08459 Neukirchen/Pleiße bei Zwickau
Tel. 03762 9480-0
Fax -199
E-Mail: kontakt@schloss-schweinsburg.de
Die Lage des Hotels
Das Hotel liegt an einem Hang am Ufer der Pleiße gegenüber der kleinen Ortschaft Neukirchen (Sachsen). Es ist dort sehr ruhig und idyllisch.
Mit dem Auto kommt man von der Abfahrt Schmölln an der A4 oder der Abfahrt Reichenbach an der A72 über gut ausgebaute Straßen zum Hotel.
Zu den Flughäfen Dresden (120 km) und Hof (95km) ist es auch nicht weit.
Die Hotelanlage
Das Hotel besteht aus 2 schlossähnlichen Komplexen, einem moderneren Nebengebäude für Übernachtungen, einer 700-qm-Sport- und Veranstaltungshalle, einer Bibliothek mit Internetanschluss, einer Saunalandschaft und Whirlpool sowie einem idyllischen Barockgarten.
15 Tagungs- und Festräume für maximal 300 Personen
Die Kapazität dieses Hotels für Übernachtungen: 75 Einzel- und Doppelzimmer / 130 Betten Unmittelbar neben dem Hotel befinden sich 2 kostenlose Parkplätze mit Zugang zum Garten und Schloss.75 Einzel- und Doppelzimmer / 130 Betten
Bei Hochzeiten kann man mit dem Auto direkt zum Eingang des Schlosshotels fahren.
Die Anlage macht einen guten Eindruck. Obwohl sie bereits 1212 erwähnt wurde (Henricus de Crematzowe), ist sie sehr gut erhalten.
Vermutlich hat ihr dabei die Tatsache geholfen, dass sie ab 1946 als Parteischule der KPD und dann später bis 1990 als die „Julius Motteler“-Schule der SED genutzt wurde.
Die Zimmer
Das Zimmer wird mit einer Karte geöffnet. Die Elektronik des Türschlosses erlaubt von innen die Einstellung „Bitte nicht stören“ oder „Bitte aufräumen“. Da wird kein Schild rausgehängt.
Die einfach ausgestatteten Zimmer haben einen kleinen Balkon. Für den Balkon gibt es einen kleinen Tisch und 2 Stühle.
Zur Ausstattung des Zimmers gehören: ein bequemes Doppelbett mit Nachtschränkchen, ein Schreibtisch mit Telefon und Internetanschluss.
Der LED-Fernseher hat viele Programme (SAT) und kann vom Bett gut betrachtet werden.
Der Fußboden besteht aus einem sauberen Teppich. Auch sonst sind die Einrichtungen sehr sauber.
Haustiere (10 €/Nacht) erlaubt!
Das Zimmer wird täglich ordentlich sauber gemacht und aufgeräumt.
Da Hochzeiten und sonstige Feste in den Räumen des Schlosses stattfinden, ist es in den Übernachtungsgebäuden sehr ruhig.
Das Bad
Das Bad ist relativ klein. Es hat keine Wanne, sondern nur eine Duschecke.
Am Waschtisch befinden sich ein Seifenspender und ein Haartrockner.
Die Hand- und Badetücher werden bei Bedarf täglich gewechselt.
Die Tür zum Bad ist transparent, was ich für keine gute Idee halte. Denn wenn das Bad beleuchtet ist, sieht man unfreiwillig den „Inhalt“ des Bades genau im gegenüberliegenden Spiegel des Kleiderschrankes.
Die Gastronomie
Je nach Anzahl der Gäste und nach Anlass stehen folgende Restaurants zur Verfügung:
Restaurant „CASTELL“ 120 Plätze,
Schloss-Innenhof (ca. 50 Plätze), ein romantischer
Schlosskeller (bis zu 40 Personen) und die
„Wasserburg“ (historisches Gewölbe bis zu 20 Personen)
Bei gutem Wetter ist der Schlossinnenhof besonders zu empfehlen. Dort wird nicht nur der Kaffee, sondern auch das Essen serviert.
1 Kännchen Kaffee (3,90 €) mit einem Stück Kuchen (2,50 €) waren in der schönen Umgebung nicht zu teuer.
Frühstück
Das Frühstück wird in Buffetform angeboten. Die Kaffeekannen werden zum Tisch gebracht. Ein Tee-Samowar steht für Teetrinker bereit. Verschiedene Fruchtsäfte, Tomatensaft, Milch und Wasser ergänzen das Angebot an Getränken.
Gebäcksorten ohne Ende, Wurstspezialitäten aus Sachsen, Tomaten, Käse und Schinken lassen keinen Wunsch offen.
Für Körnerfreunde gibt es einen speziellen Müslitisch mit allen notwendigen Zutaten.
Nicht nur Hotelgäste die hier übernachten, sondern auch Durchreisende können hier zwischen 7 bis 10 Uhr für 12 € p. P. ein „Verwöhnfrühstück“ einnehmen.
Mittagessen, AbendessenJe nach Arrangement kann man das Mittag- oder Abendessen vom Buffet abholen oder aus einer Speisekarte am Tisch ordern.
Am Buffet gab es 2 verschiedene Suppen, Gemüse, Käse und Geräuchertes. Den Hauptgang (Fleisch oder Fisch) konnte man mit Beilagen wie Kartoffeln, Reis oder Nudeln ergänzen.
Zum Nachtisch wurde man mit Eis, Obst, Pudding und Kompott verwöhnt.
Die Speisekarten enthalten viele Köstlichkeiten, wie zum Jahresbeginn:
„Topinabursüppchen, Hirschrücken mit Walnusskruste und Pilzravioli.
Angebote, wie: „Gebirgsbrocken mit Limettenschmand (gebackene Würfel vom Emmentaler mit Speck) und 1 Glas Köstritzer Schwarzbier für 7 € pro Person.
Zum selben Preis bekommt man: „feine Baguettescheiben mit Räucherlachs“, Sahne, Meerrettich und ein Glas Sächsischen Landwein.
Eine besondere Eigenschaft dieses Hotels sind die Pauschalangebote im Restaurant.
So gibt es zum Beispiel ein 3- bis 4-Gang „Muttertagsmenü" mit einem Glas Sekt für jede Mutter ab 30 €.
Möchte man spät am Abend im Schlosskeller gemütlich plaudern, gibt es für den kleinen Hunger bei den Herren oder den Appetit bei den Damen für 9,80 eine kleine Schinkenplatte mit Brot und Beilagen und dazu ein Glas Köstritzer Schwarzbier.
Gästeservice
Die Rezeption ist 24 Stunden besetzt und bei kleinen Notfällen gerne behilflich. Ich habe im Hotel keine Person getroffen, ob im Restaurant, im Park oder im Schloss, die nicht nett und freundlich war.
Man fühlt sich hier in Sachsen richtig wohl!
Einige Preise für Aufenthalt und sonstige LeistungenDie Preise schwanken je nach Saison und Aufenthaltsdauer.
Beispiel: 2 Personen zahlen bei Ankunft am 4.10. 2011 für ein Doppelzimmer mit Frühstück insgesamt 99 Euro.
Weihnachten, 3 Übernachtungen im Doppelzimmer mit Frühstück und einem festlichen Weihnachtsmenü und einigen Zusatzleistungen zahlt 1 Person 199 €.
Im Sommer zwischen April und September sind für169 € pro Person 3 Übernachtungen mit Frühstück und Abendessen drin. Als Zugabe werden kostenlos 1x Fahrräder und Reiseproviant für Ausflüge angeboten.
Weitere zubuchbare Leistungen
Autoverleih (Trabant) 25 €/Stunde und Person (eigener Fuhrpark)
Sporthalle 20 €/Stunde für eine Gruppe oder 8 €/Stunde pro Person
Haustiere 10 €/Nacht
Akzeptiert werden Visa, EC-Card (Electronic Cash), AmericanExpress, MasterCard und auch Bargeld.
Bei Übernachtungsgästen kann man aufs Zimmer anschreiben lassen und bei Abreise bezahlen.
Empfehlenswerte Ausflüge
Zwecks Entspannung genügen ausgedehnte Wanderungen in der reizvollen Gegend. Da auch auf den Straßen kaum Autoverkehr stört, kann man auch Fahrräder nutzen. Für Nostalgiker und Autofans gibt es in Zwickau jährlich ein Trabi-Treffen. Ein Besuch im August Horch Museum lohnt bestimmt.
Freunde der Geschichte und Kultur könnten nach Leipzig, Dresden, Meißen oder Weimar fahren.
Fazit
Das Ambiente dieses Schlosshotels ist einzigartig. Kein Wunder, dass dort gerne (f)Feste gefeiert (wird) werden.
Vermutlich sind auch die Konditionen für geschlossene Gesellschaften günstiger als für Einzelreisende.
Allerdings ist der gebotene Gegenwert den Preis wert.
Bereits im Jahre 1925 schrieb Dr. Alfred Lindner in der Chronik des Schlosses des Hotels:
" Prächtig und malerisch, überaus reizvoll ist der Anblick des Schlosses zu Schweinsburg von beinahe allen Seiten. Diese glückliche Wirkung muss als ein Verdienst des Umstandes bezeichnet werden, dass die komplizierte, sich fast über ein Jahrtausend erstreckende Baugeschichte des Schlosses eine Romantik der einzelnen Bauteile zuwege brachte, wie sie die einheitliche Entstehung eines Bauwerkes unmöglich zeitigen kann.
So etwas kann in seiner eigenartigen Harmonie nicht nach einem ersonnenen Plane, sondern nur von der Zeit mit den ihr wechselnd geltenden, einander ablösenden Absichten und Stilen geschaffen werden. Das alles atmet geradezu die Ästhetik des Historischen und bringt eine Gesamtwirkung hervor, die in solcher historischen Vollkommenheit hier ihresgleichen sucht. "
Dem kann ich nichts hinzufügen!
Traumhaft sieht es da aus